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Vereinigte Staaten

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Vereinigte Staaten von Amerika |FLÄCHE=9.631.418 |BILD-FLAGGE=Flag of the United States.svg |BILD-FLAGGE-RAHMEN = ja |ARTIKEL-FLAGGE=Flagge der Vereinigten Staaten |BILD-WAPPEN=Great Seal of the US.png |BILD-WAPPEN-BREITE = 120px |ARTIKEL-WAPPEN=Siegel der Vereinigten Staaten |WAHLSPRUCH=
E Pluribus Unum e pluribus unum (aus vielen eines)
In God We Trust (Auf Gott vertrauen wir, ab 1956) |AMTSSPRACHE=keine Sprache als Amtssprache benannt, de facto Englische Sprache Englisch |HAUPTSTADT=Washington (D.C.) Washington, D.C. |STAATSFORM=Präsidialsystem Präsidiale Bundesrepublik |STAATSOBERHAUPT=George W. Bush |EINWOHNER=300.888.812Offizieller Schätzwert gemäß [http://www.census.gov/Press-Release/www/releases/archives/population/007996.html Medienmitteilung der US-Zensusbehörde vom 28. Dezember 2006]. Siehe auch die laufende Bevölkerungsschätzung auf http://www.census.gov/population/www/popclockus.html. (1. Januar 2007) |BEV-DICHTE=31 |BIP=$13.487,2 Mrd (Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt 1.) (4. Quartal 2006) |BIP/EINWOHNER=$44.825 (Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 8.) (4. Quartal 2006) |WÄHRUNG=1 US-Dollar Dollar (USD, $) = 100 Cent (Währung) Cents (¢) |UNABHÄNGIGKEIT=4. Juli 1776 (von Königreich Großbritannien Großbritannien) |GRÜNDUNG = 1787/89 (Verfassung) |NATIONALHYMNE=The Star-Spangled Banner |NATIONALFEIERTAG=4. Juli |ZEITZONE=Koordinierte Weltzeit UTC-5 bis UTC-10 |KFZ-KENNZEICHEN=USA |INTERNET-TLD=.us, .gov, .mil, .edu |TELEFON-VORWAHL=+1 |BILD-LAGE=LocationUSA.png |BILD1=USA karte.png }} Die '''Vereinigten Staaten von Amerika''' (Englische Sprache engl. ''United States of America'') – kurz '''USA''', oder in der amtlichen Kurzform '''Vereinigte Staaten''' (engl. ''United States'', kurz '''U.S.''') – sind eine Föderalismus Bundesrepublik in Nordamerika; mit dem Bundesstaat Hawaii und kleineren Außengebieten haben sie auch Anteil an Ozeanien. Das Land umfasst etwa 40 % der Fläche Nordamerikas und ist der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde. Die Vereinigten Staaten gingen aus den Dreizehn Kolonien dreizehn britischen Kolonien hervor, die sich 1776 vom Mutterland Unabhängigkeitserklärung der USA unabhängig erklärten. Durch stete Immigration aus Europa, territoriale Expansion nach Westen und Industrialisierung gewannen die USA im 19. Jahrhundert rasch an weltpolitischem Einfluss. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren sie nach der Überwindung des totalitären Faschismus im Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg und des Kommunismus im Kalter Krieg Kalten Krieg die einzige verbliebene Supermacht.

Naturraum
:''Hauptartikel: Geographie der Vereinigten Staaten'' Die Vereinigten Staaten bestehen aus 50 Bundesstaat der Vereinigten Staaten Bundesstaaten, wobei Alaska und Hawaii außerhalb des Kernlandes (''continental U.S.'') liegen. Das Kernland umfasst 48 der 50 Bundesstaaten sowie den District of Columbia (Bundesdistrikt), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen (sog. ''„lower 48“''). Es liegt zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt. Alaska und Hawaii sowie die politisch angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) liegen außerhalb dieser Zone. Im Norden grenzt das Kernland auf einer Länge von rund 6.000 km an Kanada, im Süden an Mexiko und den Golf von Mexiko. Im Jahr 1959 wurden auch die pazifische Inselgruppe Hawaii sowie das nordwestlich gelegene Alaska, das über die 100 km breite Beringstraße an Russland grenzt, als Bundesstaaten Teil der Vereinigten Staaten. Im Osten liegt der Atlantischer Ozean Atlantische Ozean und im Westen der Pazifischer Ozean Pazifische Ozean. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 2500 km. Zwischen Atlantik und Pazifik liegen rund 4500 km. * Grenze zu Kanada: 8895 km (davon 2.477 km zwischen Alaska und Kanada) * Grenze zu Mexiko: 3326 km * Küstenlinie: 19.924 km Das Landschaftsbild ist sehr vielfältig: es existieren Waldgebiete und Mittelgebirge an der Ostküste (USA) Ostküste, Mangrove (Ökosystem) Mangrovenwälder im Subtropen subtropischen Florida, die Fluss (Gewässer) Flusssysteme von Mississippi River und Missouri River, weite Ebene (Geographie) Ebenen im Zentrum des Landes, große Hochgebirge Gebirgszüge wie die Rocky Mountains, trockene Wüsten im Südwesten, Gemäßigter Regenwald gemäßigte Regenwälder im Nordwesten und Küstengebirge an der Westküste der USA. Hinzu kommen die Arktis arktische Region der Tundra in Alaska und die Tropen tropischen Inseln von Hawaii mit dem 4205 Meter hohen Vulkan Mauna Kea.

Fläche
Die Vereinigten Staaten sind der territorial dritt- oder viertgrößte Staat der Erde. Russland und Kanada sind deutlich größer, je nachdem, welche der verschiedenen Flächenangaben der Volksrepublik China man heranzieht, ist diese etwas größer oder etwas kleiner als die USA. * Fläche der 50 Bundesstaaten (inkl. District of Columbia): 9.631.418 km² * Landfläche: 9.158.453 km² * Wasserfläche: 471.356 km² ''Siehe auch: Liste der Bundesstaaten der Vereinigten Staaten nach Fläche Liste der Bundesstaaten nach Fläche''

Bevölkerung


Bevölkerungsgruppen
Bild:Census-2000-Data-Top-US-Ancestries-by-County-german.jpg thumb|Abstammung der Bürger in den USA Die Vereinigten Staaten gelten traditionell als Schmelztiegel ''(melting pot)'' der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer Deutsche Sprache in den USA deutschsprachiger und irischer Herkunft. Später (bis etwa zur Jahrhundertwende) kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa hinzu, einschließlich einer großen Anzahl osteuropäischer Juden. Während des Zensus im Jahre 2000 bildeten die größte Herkunftsgruppe – mit circa 42,8 Millionen Personen – diejenigen Amerikaner, die eine deutschsprachige Herkunft angaben.[http://www.census.gov/prod/2004pubs/c2kbr-35.pdf#search=%22ancestries%20census%22 Herkunftsgruppen in den USA, laut US Zensus-behörde] Die europäischstämmigen Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA. Afroamerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv. Heute zeigen sich weiterhin große Unterschiede in der Sozialstruktur zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung, eine höhere Kriminalitäts- und Hinrichtungsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen â€“ wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen â€“ oft faktisch noch nach Rassen getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden, aber auch an traditionellen und festgefügten Vorurteilsmustern in den jeweiligen Ethnien bzw. Bevölkerungsgruppen. Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft (Latinos). Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest. Die Indianer („native Americans“) (siehe auch Indianer Nordamerikas) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Sprachen
:''Hauptartikel: Sprachen in den Vereinigten Staaten'' Die meistgesprochene Sprache der USA ist historisch bedingt amerikanisches Englisch. Daneben werden noch viele Sprachen der Indianer amerikanischen Ureinwohner und die Sprachen anderer Immigranten gesprochen. Besonders hoch ist der Spanische Sprache Spanisch sprechende Anteil, da viele lateinamerikanische Einwanderer meist nur ihre spanische Muttersprache sprechen und zunehmend eigene Viertel in Städten haben (z. B. East Los Angeles). In Kalifornien beträgt der Anteil der Latinos mittlerweile 30 %, wobei viele davon zweisprachig sind, und manche (in der zweiten oder späteren Generation) auch ''nur'' Englisch können. Etwa 30 bis 40 Mio. Latinos (englisch: ''Hispanics'') leben in den USA; von denen, die die amerikanische Staatsbürgerschaft noch nicht besitzen, haben auch nicht alle gültige Aufenthaltstitel. Während es im 19. Jahrhundert viele Zeitungen in den USA in deutscher Sprache gegeben hat, ist Spanisch die Sprache, in der nach Englisch Zeitungen heute am häufigsten erscheinen. Neben dem Spanischen werden auch viele andere Sprachen gesprochen, wie z. B. Koreanische Sprache Koreanisch, Polnische Sprache Polnisch, Chinesische Sprache Chinesisch und Vietnamesische Sprache Vietnamesisch, Französische Sprache Französisch und Deutsche Sprache Deutsch, da aufgrund der Einwanderung sehr viele Migranten aus diesen Regionen in die USA kamen. Nur in Fällen, wo die Vermischung mit der üblichen Bevölkerung geringer ist als sonst, wird die Fremdsprache auch in späteren Generationen beibehalten (z. B. von den ''Amish People Amishen'' in Pennsylvania, Ohio, Indiana und Illinois). Obwohl die Vereinigten Staaten von Amerika sich als multikultureller Einwanderungsstaat verstehen, hat sich eine gemeinsame Sprache als äußerst nützlich erwiesen. Dennoch hatten die USA als Bundesrepublik bisher keine einheitliche Amtssprache festgelegt. Alle amtlichen Schriftstücke werden jedoch auf Englisch verfasst. In einigen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache; einzelne Staaten und Territorien definieren sich aber auch als zwei- oder dreisprachig. Zunehmend werden Dokumente und Beschilderungen ins Spanische übersetzt, jedoch bleibt dieses Phänomen meist regional beschränkt und erregt die Gemüter von einigen Gegnern dieser Entwicklung. Am 18. Mai 2006 beschloss der Senat eine Resolution, nach der Englisch zur „Nationalsprache“ erklärt wird. Hintergrund ist die in den Vereinigten Staaten heftig geführte Debatte zum Thema Immigration. Knapp 18 Prozent der Einwohner der USA sprachen im Jahr 2006 zu Hause nicht Englisch. Zehn Prozent gaben bei der Volksbefragung 2000 Spanisch als Muttersprache an. ''Siehe auch:''
* Gesellschaft der USA * Deutsche Sprache in den USA * Deutsche in den USA * Spanisch in den USA * Französisch in den USA

Religion
Die US-amerikanische Regierung führt kein offizielles Register über den Religionsstatus seiner Einwohner. Es werden aber Erhebungen durch das ''Census Bureau'' erhoben. [http://www.census.gov/prod/www/religion.htm Census.gov] Im Jahr 2004 bezeichneten sich rund 52 % der Bevölkerung als Protestantismus protestantisch, 24,5 % als Römisch-Katholische Kirche römisch-katholischKath.net: [http://www.kath.net/detail.php?id=15781 US-Katholizismus als Erfolgsmodell] 23. Januar 2007, 14,2 % gaben keine Religion religiöse Überzeugung an (rund 5,4 % waren explizit Atheismus Atheisten oder Agnostiker), 3 % waren Mitglied einer Orthodoxe Kirche orthodoxen Kirche, 2 % waren Mormonen, (1,4 %) waren Judentum Juden und 0,5 % waren Islam moslemisch. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5 %, bezeichneten sich als Buddhisten (0,5 %), Hindus (0,4 %), Siebenten-Tags-Adventisten Adventisten, Zeugen Jehovas oder hingen dem Unitarismus (0,3 %) an. [http://www.gc.cuny.edu/faculty/research_briefs/aris/key_findings.htm American Religious Identification Survey] Die größte einzelne Konfession war die Römisch-Katholische Kirche, gefolgt von der ''Southern Baptist Convention,'' der Evangelisch-methodistische Kirche United Methodist Church und den Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage Mormonen. Die Zahl der praktizierenden Christen ist im Vergleich zu anderen westlichen Industrieländern sehr hoch. Allerdings hat auch hier der Bevölkerungsanteil, der sich zum Christentum bekennt, in den Jahren von 1990 (86,2 %) bis 2004 (81 %) abgenommen.

Geschichte
:''Hauptartikel Geschichte der Vereinigten Staaten''

Von der Kolonisierung bis zur Unabhängigkeit
Das Gebiet der heutigen USA wurde vor Jahrtausenden durch die Vorgänger der späteren Indianerstämme besiedelt. Die Geschichtsschreibung begann jedoch erst mit der Ankunft der europäischen Siedler im 16. Jahrhundert. Die erste europäische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet wurde im Jahr 1565 von den Spaniern in St. Augustine, Florida, gegründet. Die politische Geschichte der USA setzte allerdings erst mit den Dreizehn Kolonien dreizehn britischen Kolonien und deren Besiedlung nach der Gründung von Jamestown (Virginia) Jamestown, Virginia im Jahr 1607 ein. Auch die Ankunft der Mayflower in Plymouth Colony (später mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengefügt) im Jahr 1620 gilt als wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien an der Delaware-Bucht und niederländische Siedlungen um New York (damals ''Nieuw Amsterdam'') waren hingegen nicht von Dauer bzw. wurden von den englischen Siedlern assimiliert. Eine politische Bedeutung in Nordamerika konnten außer den Briten nur die Franzosen und Spanier einnehmen. Die drei Mächte hatten allerdings eine voneinander abweichende Motivation beim Aufbau ihrer Kolonien. Für Spanien hatte seine Kolonie Florida nur eine sekundäre Funktion im Vergleich zu seinen großen Besitzungen in Mittel- und Südamerika. Frankreich wiederum beschränkte sich bei der Besiedlung auf sein koloniales Kerngebiet am Sankt-Lorenz-Strom im heutigen Kanada. Allerdings hatte es dennoch ein starkes wirtschaftliches Interesse an seinen übrigen Territorien, die zwischen dem Mississippi River und den 13 Kolonien der Briten gelegen waren, da es am Pelzhandel verdiente. Deswegen wurden diese ansonsten nicht von Europäern besiedelten Gebiete durch ein System von Forts geschützt. Die britischen Kolonien hingegen standen unter einem hohen Einwanderungsdruck, was zu einer beständigen Verschiebung der Siedlungsgrenze gen Westen führte. Dies geschah sowohl nach staatlichem Plan (durch eine einzelne Kolonie) als auch in wilder Kolonisation. Dies machte die mittellosen Siedler zu natürlichen Feinden der Franzosen und Indianer, die ihre Gebiete nicht kampflos aufgaben. Im Franzosen- und Indianerkrieg von 1754 bis 1760 prallten diese gegensätzlichen Interessen aufeinander. Dieser Konflikt stellte jedoch auch einen Schauplatz in der globalen Auseinandersetzung zwischen Großbritannien und Frankreich dar (wie der Siebenjähriger Krieg Siebenjährige Krieg). Die meisten Indianerstämme kämpften auf Seiten der Franzosen, zu denen sie meist über gute Beziehungen verfügten. Die zentrale Kriegsführung auf Seiten der Briten ging vom Mutterland aus, welches eine Chance sah, ganz Nordamerika für sich gewinnen zu können. Allerdings nahmen die kolonialen Milizen bezüglich der militärischen Belastung bereits eine faktisch gleichbedeutende Stellung ein, was vom Britisches Imperium Empire zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahrgenommen wurde. Nach dem sehr erfolgreichen Ausgang des Krieges für die britische Seite fielen im globalen Friedensschluss 1763 die gesamten bisher französischen Territorien östlich des Mississippi (außer New Orleans) sowie die von Franzosen besiedelten Gebiete um Québec (Stadt) Québec und Montreal an Großbritannien. Das bourbonische Spanien hatte sich im Verlauf des Krieges auf die Seite seiner französischen Verwandten geschlagen. Nach dem Krieg musste es Florida an die Briten abtreten, erhielt aber als Ausgleich das bisher französische Gebiet westlich des Mississippi. Für die Indianer erwies sich diese neue politische Situation als fatal, da sie jetzt nur noch mit einer einzigen europäischen Macht verhandeln und diese nicht mehr wie zuvor gegeneinander ausspielen konnten. Von nun an war die britische Zentralregierung in London ihr einziger Verbündeter, da die Kolonien die erkämpften Gebiete bis zum Mississippi besiedeln wollten. Die Krone versuchte hingegen stärkere Konflikte mit den Indianern zu vermeiden, da ihre außenpolitische Situation nach dem kostenspieligen letztem Krieg zunächst konsolidiert werden sollte. Da die dreizehn Kolonien aber nach wie vor unter hohem Immigrationsdruck standen, machte sich dadurch das Mutterland seine Siedler zum Feind. Bild:Grand Union Flag.svg thumb|right|Eine der Flaggen der Unabhängigkeitsbewegung 1775 Zu der außenpolitischen Entfremdung zwischen den Kolonien und der Zentrale kamen innenpolitische Spannungen. Die Regierung in London verlangte, dass die Kolonisten einen höheren Anteil an den beträchtlichen Kosten der Nachkriegsordnung tragen sollten. Diese wiederum argumentierten, dass dies gegen das alte englische Budgetrecht verstoße, wonach es „keine Besteuerung ohne politische Repräsentation“ geben dürfe. Damit erklärten die Siedler faktisch das Britisches Parlament britische Parlament für nicht weisungsberechtigt in den dreizehn Kolonien (nicht aber die Krone). Zudem verlangte das Mutterland zwar eine höhere Besteuerung, blockierte aber die Entwicklung von wirtschaftspolitischen Instrumenten wie eigener Währungsemission, was zu einer finanziellen Stärkung der Kolonien notwendig gewesen wäre. Das Parlament handelte so, weil es einer amerikanischen Staatsbildung nicht noch Vorschub leisten wollte, schaffte damit aber einen Widerspruch. Darüber hinaus vergifteten verschiedene als ungerecht empfundene Steuern (offizielle Stempel, Zucker, Tee) die Atmosphäre zwischen Zentrale und Peripherie. London stationierte schließlich Soldaten zur Kontrollierung der Kolonisten, was die separatistischen Tendenzen in den dreizehn Kolonien weiter anfachte. Ein Versuch britischer Soldaten, ein koloniales Waffenlager auszuheben, war schließlich 1775 der Auslöser des Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg Unabhängigkeitskrieges. Ein amerikanischer Kontinentalkongress trat zusammen, der das militärische Oberkommando George Washington übertrug. Am 4. Juli 1776 wurde die amerikanische Unabhängigkeitserklärung verkündet. Nicht zuletzt durch die militärische Unterstützung Frankreichs zwangen die Amerikaner 1783 das britische Empire zur Anerkennung ihrer staatlichen Souveränität im Frieden von Paris (1783) Frieden von Paris.

Von der Unabhängigkeit bis zum Bürgerkrieg
Die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konföderationsartikel hatten sich als unzureichend erwiesen, um das Überleben des jungen Bundesstaates zu gewährleisten. Daher wurde 1787 in Philadelphia die Verfassung der Vereinigten Staaten unterzeichnet, welche heute die älteste noch gültige geschriebene republikanische Staatsverfassung der Welt ist – abgesehen von der noch heute gültigen Verfassung der Republik San Marino aus dem Jahre 1600. Erster Präsident der USA wurde George Washington, der General des Unabhängigkeitskrieges. Der neugegründete Staat trug an zwei ethnischen Hypotheken: einerseits die weitere Landnahme zu Lasten der Indianer, andererseits die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die später den Kampf um die Bürgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Weiße und 500.000 versklavte Schwarze in den ursprünglichen 13 Kolonien. Jenseits der Appalachen erstreckte sich bis zum Mississippi-Fluss ein weiteres, großes Gebiet, das von Indianern bewohnt wurde. Durch den „Louisiana Purchase“, den Erwerb des Louisiana-Territoriums (nicht identisch mit dem Louisiana heutigen Staat) 1803 verdoppelten die USA auf einen Schlag die Ausmaße des damaligen Staates. Während der europäischen Koalitionskriege war das Territorium von Spanien zurück an Frankreich gefallen, doch sah der in finanzielle Nöten steckende Napoléon Bonaparte Napoléon keine realistische Möglichkeit zur Wiedererrichtung des französischen Übersee-Imperiums und verkaufte daher das Gebiet zwischen Mississippi und Rocky Mountains für relativ günstige 22,5 Millionen Dollar. Schon seit 1803 traten die ersten Staaten aus dem Nordwestterritorium Northwest Territory den USA bei, ab 1813 auch aus dem Louisiana-Gebiet. Die USA verfolgten gegenüber Frankreich und Großbritannien zunächst einen Neutralitätskurs. Jedoch führten die Amerikaner im Britisch-Amerikanischer Krieg Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812 einen Krieg um das weiterhin britische Kanada. Dieser endete jedoch unentschieden, so dass die Grenzziehung zwischen den USA und dem späteren Kanada von diesem Zeitpunkt an in den entscheidenden Bereichen abgeschlossen war. Die Indianer, die größtenteils die Briten unterstützten, konnten im Krieg von 1812 zum letzten Mal eine eigenständige Rolle in außenpolitischen Frage spielen. Die frühe amerikanische Außenpolitik wurde ansonsten von der 1823 verkündeten Monroe-Doktrin des Präsidenten James Monroe geprägt. Diese sagte aus, dass sich die europäischen Mächte vom amerikanischen Kontinent fernhalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten. Die Indianerpolitik der Vereinigten Staaten US-Indianerpolitik wurde ab 1820 aggressiver: Mit dem Indian Removal Act und dem darauf folgenden ''Pfad der Tränen Trail of Tears'' wurde eine Jahrzehnte dauernde gewaltsame Landnahme und Besiedlung durchgeführt, was zu erneuten Kämpfen mit den Ureinwohnern führte. Die Indianer wurden in „Indianerreservation Reservate“ abgeschoben, bei denen es sich meistens um unwirtliche und für die Weißen unbrauchbare Gebiete handelte. Einer der wenigen militärischen Siege für die Indianer war die Schlacht am Little Bighorn 1876, welche aber politisch wirkungslos blieb. Die Indianerkriege endeten 1890 mit dem Massaker von ''Wounded Knee''. Im Jahr 1900 lebten weniger als eine Viertelmillion Indianer, wozu allerdings nicht nur Krieg sondern auch Krankheiten und ethnische Vermischung beigetragen hatten. Erst 1924 erhielten die Indianer volle Bürgerrechte. Bild:Auction&NegroSale.jpg 1864.html" title="thumb thumb|„Auktions- & Neger-Handelshaus“, [[1864 in Atlanta, Georgia.html" title="„Auktions- & Neger-Handelshaus“, [[1864">thumb|„Auktions- & Neger-Handelshaus“, [[1864 in Atlanta, Georgia">„Auktions- & Neger-Handelshaus“, [[1864">thumb|„Auktions- & Neger-Handelshaus“, [[1864 in Atlanta, Georgia Das zentrale Thema der amerikanischen Innenpolitik bis 1865 war die Sklavenfrage. Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus Übersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 durch natürlichen Nachwuchs auf etwa vier Millionen erhöht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die Süd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, während die Südstaaten mit ihren riesigen Baumwolle Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Neue Staaten aus den erworbenen Territorien wurden nur paarweise aufgenommen, um das labile Gleichgewicht nicht zu gefährden. Die Sklaverei stand im Widerspruch zur Verheißung der Unabhängigkeitserklärung, dass nämlich ''alle Menschen gleich geschaffen'' seien. Daher gewannen im Norden Bewegungen wie der Abolitionismus, der die Abschaffung der Sklaverei forderte, starken Zulauf. Der Mexikanisch-Amerikanischer Krieg Krieg gegen Mexiko (1846–1848) brachte den USA einen weiteren großen Flächengewinn, der den heutigen Südwesten ausmacht. Er verstärkte aber auch die innenpolitischen Spannungen, da die Nordstaaten ihn teilweise als Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen. Nachdem 1860 Abraham Lincoln für die neu gegründete Partei der Republikanische Partei Republikaner zum Präsidenten gewählt worden war, traten elf Südstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionskrieges (1861–1865). Hierbei stand zunächst die Verfassungsfrage im Vordergrund, ob die Bundeszentrale überhaupt das Recht habe, über elementare Sachfragen in den Bundesstaaten zu entscheiden. Die Nordstaaten gingen als Sieger aus dem Bürgerkrieg hervor und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem ''14th Amendment'' von 1868 formal das volle Bürgerrecht.

Vom Bürgerkrieg bis zum Zweiten Weltkrieg
1890 wurde die ''Grenzland frontier'' für geschlossen erklärt: die Gebiete im Osten und im Westen des Kontinents waren praktisch zusammengewachsen. Der „Wilde Westen“ war damit Geschichte. Als Folge der nach dem Sezessionskrieg einsetzenden stürmischen Industrialisierung bildeten sich riesige ''Trusts'' (Kartelle), die in ihrer Machtentfaltung auch die Regierungsgewalt beeinflussten. Daher wurde 1890 der ''Antitrust Act'' verabschiedet, als dessen Folge viele Großkonzerne zerschlagen wurden. Ein prominentes Beispiel war Standard Oil Company Standard Oil von John D. Rockefeller. Populistische Bewegungen, die von Bauern unterstützt wurden, setzten auch eine Regulierung der Eisenbahntarife durch und forderten (erfolglos) einen Wechsel vom Goldstandard auf eine bimetallische (Gold- und Silber-)Währung. Die Immigration ließ nicht nach, so dass zwischen 1880 und 1910 die riesige Zahl von 18 Millionen Einwanderern in die USA aufgenommen wurde. In dieser Zeit wurden die Vereinigten Staaten zur größten Industrienation der Welt. Ein weiterer Schritt in Richtung einer imperialistischen Außenpolitik war der Spanisch-Amerikanischer Krieg spanisch-amerikanische Krieg von 1898, der den USA die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba einbrachte. Eine offen interventionistische Politik betrieb Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909), der das Recht der USA beanspruchte, sich in den lateinamerikanischen Staaten als „internationaler Polizist“ zu betätigen. Diese ''big stick policy'' äußerte sich zum Beispiel darin, dass die USA 1903 Panama aus Kolumbien herauslösten, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souveränität über die Panama-Kanal-Zone abtreten zu lassen. Während des ersten Weltkriegs betrieben die USA die längste Zeit eine isolationistische Politik. Das Deutsche Reich drohte nach seinem Sieg über das Zarenreich ein militärisches Übergewicht gegenüber Frankreich und Großbritannien zu erlangen. Erst nach der Wiederverkündung des uneingeschränkten deutschen U-Boot-Krieges im Jahre 1917 traten die USA in den Erster Weltkrieg Ersten Weltkrieg ein. Die amerikanischen Truppen verschoben die Kräfteverhältnisse endgültig zugunsten der Entente, mit der sich die USA ausdrücklich assoziiert, aber nicht verbündet sahen. Das industrielle Gewicht der USA entschied am Ende den Krieg. Präsident Woodrow Wilson (1913–1921) reiste nach Europa, um dort eine stabile Nachkriegsordnung zu etablieren. Sein 14-Punkte-Programm sah unter anderem die Beachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker sowie die Bildung eines Völkerbunds vor. Wilson konnte sich mit seinen Ideen bei Engländern und Franzosen aber nicht durchsetzen.; der US-Senat verweigerte gar den Beitritt zum Völkerbund. Noch bedeutender aber war die neue wirtschaftliche Position der USA, da seine Alliierten zu Schuldnern Amerikas geworden waren. Der Rückzug der Vereinigten Staaten in die erneute politische Isolation erschwerte den Aufbau einer neuen politischen Ordnung in Europa. Auch trat Amerika nicht dem neu gegründeten Völkerbund bei, was dessen Position schwächte. Die herausragende wirtschaftspolitische Rolle der Vereinigten Staaten wurde spätestens offensichtlich, als auf den New Yorker Börsenkrach im Oktober 1929 (''â€?Schwarzer Donnerstagâ€?'') die Weltwirtschaftskrise folgte. Die USA wurde in ihre bisher größte innenpolitische Krise gestürzt, als 1932 etwa 15 Millionen Amerikaner arbeitslos waren. Präsident Franklin D. Roosevelt legte daraufhin das Sozial- und Investitionsprogramm ''New Deal'' auf, das den ''Social Security Act'' von 1935 sowie zahlreiche öffentliche Projekte wie Straßen, Brücken, Flughäfen oder zum Beispiel auch das ''Tennessee-Valley-Staudamm-Projekt'' enthielt. Dennoch dauerte es bis Ende der 1930er Jahre, bis die Krise überwunden war. Während der nächsten zwei Jahrzehnte betrieben die USA wieder eine isolationistische Politik. Auch bei Ausbruch des Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkriegs blieben die USA zuerst neutral, jedoch wurde die formale Neutralität von Präsident F. D. Roosevelt schon ab März 1941 unterlaufen, da im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes (''lend-lease bill'') England massiv mit Waffenlieferungen unterstützt wurde. Im Anschluss an den Angriff auf Pearl Harbor durch japanische Streitkräfte am 7. Dezember 1941 erklärten die USA japanisches Kaiserreich Japan am darauffolgenden Tag den Krieg. Am 11. Dezember erklärten Deutschland und Italien, die mit Japan verbündet waren, den USA den Krieg. Wie schon im Ersten Weltkrieg war das industrielle Potenzial der USA entscheidend für den Sieg der Alliierten. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg. Bis heute heftig umstritten ist die Frage, ob die Atomwaffe Atombomben-Abwürfe tatsächlich notwendig waren zur Erzwingung der Kapitulation Japans japanischen Kapitulation. Japan hatte zu diesem Zeitpunkt den USA militärisch nichts mehr entgegenzusetzen, jedoch hätte eine amerikanische Invasion der japanischen Hauptinseln noch zu schweren Verlusten führen können.

Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges
Die USA waren maßgeblich an der Gründung der Vereinte Nationen UNO am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die noch im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit Stalin ab, die schließlich in den Kalter Krieg Kalten Krieg mündete. Durch den Präsidenten Harry S. Truman wurde eine Politik des ''„roll back“,'' das heißt der Zurückdrängung des Kommunismus verkündet, die in der „Truman-Doktrin“ ihren Ausdruck fand. Die sagte allen Ländern zur Bewahrung ihrer Unabhängigkeit Militär- und Wirtschaftshilfe zu. Dies war eine klare Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin und fand seinen Ausdruck in der Unterstützung von Griechenland und der Türkei, sowie dem Marshall-Plan, der Westeuropa wirtschaftlich auf die Beine helfen sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten Höhepunkt mit der sowjetischen Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbrücke antworteten. 1949 wurde die NATO als Militärbündnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegründet. Es kam in den folgenden Jahrzehnten zu einem atomaren Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache „Overkill-Kapazität“ verschaffte. Gefährliche Konfrontationen des ''Kalter Krieg Kalten Krieges'' waren der Korea-Krieg (1950–53) und die Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritter Weltkrieg Dritten Weltkrieg entging. Durch den Kernwaffen-Sperrvertrag (1968) und die SALT-Verhandlungen (1969) wurde versucht, die gefährliche Situation zu entschärfen. Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 Tonkin-Zwischenfall ''(Tongking-Zwischenfall)'' offen eingriffen, nachdem sie zuvor schon Militärberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem militärischen und moralischen Fiasko, und die Niederlage wurde mit dem Abzug der US-Truppen 1973 besiegelt. Der beherrschenden Maxime der US-Außenpolitik, den kommunistischen Machtbereich einzudämmen, wurde in den 1960er und 1970er Jahren oft die Glaubwürdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte geopfert. Es wurden Militärdiktatur Militärdiktatoren und Kleptokraten wie Anastasio Somoza Debayle Somoza in Nicaragua, Augusto Pinochet Pinochet in Chile, Ferdinand Marcos Marcos auf den Philippinen oder Mobutu Sese Seko Mobutu in Zaire unterstützt, so lange sie nur antikommunistisch waren. Nach dem Vietnam-Krieg zeigte sich eine Desorientierung und Ratlosigkeit der US-Außenpolitik, die im Schwanken zwischen einer Abkehr von Interventionismus und Demonstration militärischer Stärke (Jimmy Carter Carter-Regierung) und dessen Gegenteil (nach der Afghanischer Bürgerkrieg und sowjetische Invasion sowjetischen Invasion in Afghanistan) ihren Ausdruck fand. Unter der Ronald Reagan Reagan-Regierung (1981–89) wurde (wie vor dem Vietnam-Krieg) wenig Rücksicht darauf genommen, ob die strategischen Verbündeten die Menschenrechte respektierten. Auch stellt sich die Frage nach einem hinreichenden Verständnis fremder Kulturkreise durch die US-Außenpolitik. Deren mangelnde Voraussicht zeigte sich auch darin, dass die US-Unterstützung oft den aus heutiger Sicht falschen Leuten zugute kam: So wurde nach dem Ausbruch des Erster Golfkrieg ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980–88) aus Angst vor den Mullahs in Teheran der irakische Diktator Saddam Hussein (hauptsächlich durch Satelliten-Aufklärung) unterstützt, was sich später als schwerer Fehler erweisen sollte. In diesen Zusammenhang gehört auch ein Vorgang, der sich zum größten Skandal der Reagan-Ära entwickelte, die ''Iran-Contra-Affäre:'' 1986 verkauften die USA nach Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen (hauptsächlich Panzerabwehrraketen) auch an den Iran. Das daraus erlöste Geld wurde zur Unterstützung der Gegner der Sandinisten in Nicaragua, der so genannten ''Contras'' verwendet. Auch die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich als zweischneidig: Das Ziel, die Sowjetunion in die Knie zu zwingen, wurde zwar erreicht, aber so auch radikal-islamische Gruppen gestärkt. Unter Präsident Ronald Reagan (1981–89) strebte die ideologische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion dem Finale zu. Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religiöse Terminologie als „Reich des Bösen“ ''(evil empire),'' das es zu Tode zu rüsten gelte. Die Rüstungsausgaben wurden erhöht und ein so genanntes ''„Star-Wars''-Programm“ ''(Strategic Defense Initiative SDI-Projekt, Krieg der Sterne)'' aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich jedoch auch mit seinem sowjetischen Amtskollegen Michail Sergejewitsch Gorbatschow Gorbatschow zu Abrüstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Letztlich war diese Politik erfolgreich, denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (1991) war der Kalte Krieg beendet. Die USA sind seither die einzige Supermacht und nach eigener Auffassung Ordnungsmacht der Welt. Bild:Joseph_McCarthy.jpg thumb|right|Joseph McCarthy Der sich nach dem Zweiten Weltkrieg abzeichnende Kalter Krieg Kalte Krieg führte dazu, dass viele Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Eine innenpolitische Folge des Kalter Krieg Kalten Krieges nach 1945 war die „McCarthy-Ära“. Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss für Komitee für unamerikanische Aktivitäten unamerikanische Aktivitäten (HUAC) dadurch, dass er eine paranoide Hexenjagd auf angebliche Kommunismus Kommunisten veranstaltete, die er besonders unter Filmschaffenden, Politikern und Militärs vermutete. Die zu diesem Zweck inszenierten Anhörungen wurden auch oft im Fernsehen übertragen. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Als McCarthy sogar den Präsidenten Dwight D. Eisenhower Eisenhower verdächtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet. Die Schwarzenfrage war auch nach dem Bürgerkrieg 1865 nicht endgültig geklärt worden. Schon im Laufe des Wiederaufbaus (Reconstruction) des weitgehend im Krieg zerstörten Südens hatten die Südstaaten Gesetze erlassen, welche die Bürgerrechte der Schwarzen wieder einschränkten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine Bürgerrechtsbewegung ein, welche die letzten formalen Ungleichbehandlungen beseitigen konnte. Ein sehr wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den ''Supreme Court of the United States Supreme Court 1954. Der Schulbesuch von Schwarzen in „weißen“ Schulen musste teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden. Im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Umbruchs entwickelte sich in den 1960er Jahren auch eine starke Bewegung gegen den Vietnamkrieg und um 1970 auch eine starke Frauenrechtsbewegung sowie eine wachsende Schwulenbewegung, die (anders als in Europa) schnell gemeinsam von und für Schwule und Lesben erkämpft wurde. Durch diese Bewegungen modernisierten sich die gesellschaftlichen Werte der Vereinigten Staaten. Der Versuch einer Verfassungsänderung, welche die Gleichheit von Mann und Frau vorschreiben sollte, scheiterte jedoch. Gesetze gegen Homosexualität Sodomiegesetze, die bis 1962 die Praxis der männlichen Homosexualität und auch „abweichende sexuelle Praktiken“ (Oral-, Analverkehr) heterosexueller Paare in jedem Bundesstaat verboten hatten, wurden teilweise zurückgenommen. 1987, als der Supreme Court diese Gesetze bestätigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit der Entscheidung ''Lawrence vs. Texas'' am 26. Juni 2003 vom Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten Obersten Gerichtshof aufgehoben. Neben den mannigfachen sozialen und politischen Bewegungen erschütterten in den 1960er Jahren vor allem drei Mordanschläge die amerikanische Nation und mit ihr die Welt: die Ermordung des Präsidenten John F. Kennedy (1963), die Ermordung des afroamerikanischen Predigers und Bürgerrechtlers Martin Luther King, der die Galionsfigur des gewaltlosen Kampfes für die Rechte der Schwarzen war (1968) – sowie im gleichen Jahr die Ermordung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy, einem jüngeren Bruder des getöteten Präsidenten. Alle drei Mordfälle gelten heute noch immer nicht als restlos aufgeklärt. Die Watergate-Affäre um einen Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex der Demokratischen Partei, von dem Präsident Richard Nixon wahrscheinlich wusste und bei dem dieser die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum größten Skandal der amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Impeachment Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zurück. Die Ölkrise 1974, die 200-Jahresfeier der Unabhängigkeit 1976 und die iranische Geiselkrise 1979 waren prägende Ereignisse für die 1970er Jahre.

Vom Ende des Kalten Krieges bis zur Gegenwart
In den 1990er Jahren erlebten die USA unter dem demokratischen Präsidenten Bill Clinton (1993–2001) einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung („New Economy“). Die weitere Verwahrlosung der Städte wurde aufgehalten â€“ so erwachten die New York City New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem zu neuem Leben. Einen wesentlichen Eingriff in die Sozialgesetzgebung gab es 1996, als der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt fünf Jahre verkürzt wurde. So kam es zu einem beträchtlichen Rückgang der Anzahl der Sozialhilfe-Empfänger. Präsident Clinton zeichnete verantwortlich auch für die US-Außenpolitik zwischen dem Ende des Kalten Krieges und dem Regierungsantritt von George W. Bush, und zwar mit der Hilfe von Außenminister Warren Christopher (erste Amtszeit) und Madeleine Albright (zweite Amtszeit), der ersten Außenministerin in der Geschichte der USA. Beobachter haben von der Außenpolitik Clintons behauptet, er habe wohl das Ziel „die Sozialarbeit der Welt“ zu übernehmen, da viele der Aktivitäten sich auf Werteänderungen in eher ärmeren, strategisch nebensächlichen Ländern konzentrierten, darunter auch Somalia, Haiti, und Bosnien. Das Engagement in Somalia, unter George Bush sen. begonnen, hatte als Ziel die Entmachtung der Kriegsherrn, besonders Mohammed Farah Aidid Mohammed Aidids. Nachdem US-Fernsehsender Bilder übertrugen, die den Leichnam eines US-Soldaten zeigten, der durch die Straßen von Mogadischu geschleppt wurde, überließen die Sondereinsatztruppen das Land seinem Schicksal. Mit der Invasion Haitis 1994 wurde der demokratisch gewählte Jean-Bertrand Aristide an die Macht gebracht und der Militärdiktator Raoul Cédras abgesetzt; die weiteren Probleme des Landes, das 1915 bis 1934 unter US-Besatzung gelebt hatte und unter Cédras von einem Embargo der USA betroffen war, wurden nicht gelöst. Nachdem sich die europäischen Staaten als unfähig erwiesen hatten, nach dem Zerfall Jugoslawiens den Balkan zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der NATO in Bosnien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Slobodan MiloÅ¡ević zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Palästina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen großen Rückschlag und waren letztlich erfolglos. Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftschlägen, sowie Vergeltungsschlägen gegen Einrichtungen im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen, die man dem damals schon bekannten Al-Qaida Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last legte. Diese Einzelaktionen, die zumeist im Kontext von UNO- oder NATO-Resolutionen stattfanden und bei den westeuropäischen Verbündeten zu keinen oder nur geringen diplomatischen Differenzen führten, wurden nicht vor der Öffentlichkeit als Teil eines dauernden Kriegszustands gerechtfertigt, wie es später mit George W. Bushs ''Der Krieg der USA gegen den Terrorismus Krieg gegen den Terrorismus'' der Fall war. Bild:George-W-Bush.jpeg thumb|right|US-Präsident George W. Bush Schon bald nach Amtsantritt von Präsident George W. Bush am 20. Januar 2001 zeigte sich dessen Neigung zum Unilateralismus, die im Misstrauen gegenüber multinationalen und multilateralen Institutionen ihren Ausdruck findet. Bush ist kritisch gegenüber der UNO eingestellt, der er die Unterstellung von US-Soldaten verweigert. Außerdem glaubt Bush, durch verbindliche Verpflichtung zur Einhaltung von multinationalen Verträgen die außenpolitische Handlungsfähigkeit der USA aufs Spiel zu setzen (Beispiel: Kyoto-Protokoll). Anklänge an diese neue republikanische Außenpolitik fanden sich schon Mitte der 1990er Jahre in Reden und Anträgen von Newt Gingrich und Jesse Helms. Weder bei „traditionelleren“ Republikanern, wie Bob Dole, John McCain, oder Richard Lugar, noch bei den Demokraten fand diese Politik Zustimmung. Nach den Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, die von radikalen Islamisten durchgeführt wurden, verkündete George W. Bush einen weltweiten ''Der Krieg der USA gegen den Terrorismus Krieg gegen den Terrorismus,'' was zunächst auch in weiten Teilen der Bevölkerung Zustimmung fand. Bush erfand in Anlehnung an Ronald Reagan die Formel von einer ''„Achse des Bösen“'' ''(axis of evil),'' der er so genannte Schurkenstaaten ''(rogue states)'' zurechnet. Zu diesen zählt er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea. Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime verjagt, das den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des ''Krieges gegen den Terrorismus'' begann im März 2003 der Krieg (sog. Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu stürzen. Die USA warfen dem Irak u. a. vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und Kontakte zu Bin Laden zu unterhalten, wodurch der Irak eine Bedrohung für die Welt gewesen sei. Bild:WTC_attack_9-11.jpg thumb|right|Bei dem Terroranschlag auf das World Trade Center starben über 3000 Menschen Insbesondere der Krieg gegen den Irak ist völkerrechtlich umstritten, da er ohne ein explizites UNO-Mandat erfolgte und einige der Kriegsbegründungen (insbesondere der Verdacht auf den Besitz von Massenvernichtungswaffen und Kontakte zu Bin Laden) sich im Nachhinein als unzutreffend herausstellten, womit sich die Frage nach einer bewussten Täuschung der Weltöffentlichkeit durch die Regierung Bush erhebt. Dem amerikanischen Militär gelang es schnell, den Irak militärisch zu besiegen und das Regime Saddam Husseins zu stürzen. Dennoch konnte der Irak bislang nicht befriedet werden. Zahlreiche zum Teil von Selbstmordattentätern durchgeführte Sprengstoffanschläge forderten auf Seiten der US-Truppen inzwischen mehr Todesopfer als die eigentlichen Kampfhandlungen bis Mai 2003, was dazu führte, dass sich einige Staaten der Koalition der Willigen bereits im Frühling 2004 wieder aus dem Irak zurückzogen. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische Übergangsregierung übergeben. George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der ''Präemption'' kann als Abkehr von der bisherigen amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten ''soft power'' (d. h. der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter George W. Bush beträgt der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden US-Dollar, was bedeutet, dass das US-Militärbudget so hoch ist wie das der in der Liste nachfolgenden neun Staaten zusammen. Der Haushaltsansatz für Entwicklungshilfe betrug im Haushaltsjahr 2003/04 fast 20 Milliarden US-Dollar, ohne die Aufbauhilfe für Irak, die wiederum ebenfalls so groß ist. Als Anteil am Bruttosozialprodukt ist diese Summe relativ gering im Vergleich zu anderen Industrienationen, als absolute Summe jedoch das größte einer Nation auf der Welt. Von den 20 Milliarden US-Dollar gehen etwa die Hälfte an Israel und Ägypten (seit den Camp-David-Verträgen 1979). Andere Schwerpunkte sind Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die Türkei und Jordanien, unter anderem wegen des „Kriegs gegen den Drogenanbau“ und des ''Der Krieg der USA gegen den Terrorismus Kriegs gegen den Terrorismus.'' ''Siehe auch:'' Außenpolitisches System der USA .html">:Kategorie:Außenpolitik (Vereinigte Staaten) US-Interventionen im Ausland

Politik
''Hauptartikel: Politisches System der Vereinigten Staaten Politisches System der USA'' Die USA haben ein präsidiales Regierungssystem mit einem Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Präsidenten (seit 2001 der 2004 wiedergewählte Republikanische Partei Republikaner George W. Bush) an der Spitze der Exekutive (Staats- und Regierungschef in Personalunion). Die Legislative ist der Kongress (derzeit der von den Demokratische Partei (Vereinigte Staaten) Demokraten dominierte 110. Kongress der Vereinigten Staaten 110. Kongress). Er setzt sich aus gewählten Repräsentanten aller 50 Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung der USA Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende Kongress (Vereinigte Staaten) Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserklärungen auszusprechen. Verträge mit fremden Ländern werden vom Präsidenten unterzeichnet, bedürfen aber der Ratifizierung durch die Zweite Kammer des Kongresses, den Senat (Vereinigte Staaten) Senat. Bei wichtigen Ernennungen (z. B. zu Kabinettsposten oder Richterämtern des Bundes, insbesondere dem Obersten Gericht) muss der Senat den Vorschlag des Präsidenten ebenfalls bestätigen. Die Mitglieder des Repräsentantenhaus (Vereinigte Staaten) Repräsentantenhauses werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Deren Wahl findet Klassen im Senat der Vereinigten Staaten gestaffelt statt, das heißt, alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat (Vereinigte Staaten) Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit. Für den Fall der Abwesenheit des Vizepräsidenten benennt der Senat einen „Präsident Pro Tempore des Senats Pro-Tempore-Vorsitzenden“, einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder der Ersten Kammer, des Repräsentantenhauses wählen ihren eigenen Vorsitzenden, den „Sprecher des Repräsentantenhauses“. Speaker (derzeit Nancy Pelosi, erste Frau auf diesem Posten) und Pro-Tempore-Vorsitzender (zur Zeit Senator Robert Byrd) sind Mitglieder der jeweils stärksten Partei ihrer Kammer. Bevor eine Gesetzesvorlage zum Bundesgesetz (Vereinigte Staaten) Bundesgesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt. An der Spitze der Judikative steht als oberster Gerichtshof der Supreme Court of the United States Supreme Court. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung der USA Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine große Bedeutung im politischen System der USA. Es spricht für den Erfolg und die Stabilität dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 Änderungen („Amendments“) erfahren hat. In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokratische Partei (Vereinigte Staaten) Demokraten und die Republikanische Partei Republikaner. Sie stellen bereits innerparteiliche Koalitionen von unterschiedlichen Strömungen dar. Neue politische Strömungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Großparteien zu nehmen, als selbstständige Parteien zu gründen. Ein Beispiel hierfür sind die ''American Civil Liberties Union'' (Demokraten) oder die fundamental-christliche ''Moral Majority'' (Republikaner). Kleinere Parteien wie die Green Party (USA) Grünen oder die Libertarian Party Libertäre Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Präsidentschaftswahlen mitunter die für den Kandidaten der Grünen abgegebenen Stimmen als – womöglich entscheidender – Nachteil für den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Ein in den 1990er Jahren zeitweiliger Hauptexponent der Grünen Partei der USA war Ralph Nader, der 1996 als Präsidentschaftskandidat der Partei in den Präsidentschaftswahlkampf zog und im In- und Ausland als „Verbraucheranwalt“ einen hohen Bekanntheitsgrad genießt. :''Siehe auch:'' :*Gesellschaft der USA :*US-Präsidentschaftswahlen 2004 :*Gerichtsorganisation in den USA :*Liste der Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

Außen- und Sicherheitspolitik
Die Außenpolitik der USA ist von starken Überzeugungen und dem Glauben an die Universalität der Menschenrechte geprägt und pendelt zwischen zwei großen Traditionen, die wechselnd an Einfluss gewinnen und die Menschenrechte auf unterschiedliche Weise durchsetzen wollen: Dem Isolationismus, also einer Haltung, nicht auf Vorgänge in anderen Teilen der Welt zu reagieren, und dem Internationalismus, also der Überzeugung, ein Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte zu sein und diese auf der Welt zu verbreiten. Diese Haltung befürwortet dabei nicht unbedingt den Einsatz militärischer Gewalt, viele ihrer Vertreter sehen das Vorbildhafte darin vielmehr in der verstärkten Bemühung um durchschlagende Kompromisse in multinationalen Gremien. Grundlegende praktische Handlungsmaximen beider Denkschulen sind die Verbreitung des Friedens, Rechtsstaat rechtsstaatlicher Ordnung sowie die Schaffung eines globalen Marktwirtschaft marktwirtschaftlichen Systems, um den Wohlstand insgesamt zu mehren. Vorrangiges Ziel der gegenwärtigen amerikanischen Außenpolitik ist der „Kampf gegen den Terror“ (''War on Terrorism''). Langfristige, wenn auch manchmal halbherzige Engagements sind die Bemühungen im Krieg gegen Drogen (''war on drugs''), Kampf gegen Armut (''war on poverty'') und der Freihandel freie Weltmarkt (''free trade''). Die USA sind Initiatoren und Mitbegründer vieler multinationaler Abkommen und Gremien, wie der UNO, der Welthandelsorganisation (ehemals GATT), der Weltbank, der NATO und vieler anderer. Andererseits fürchten die USA von jeher eine Beschneidung ihrer Souveränität genauso, wie sie internationale Kooperation befürworten. Daher lehnen sie trotz anhaltender Kritik die Unterzeichnung internationaler Klimaschutzabkommen wie des Kyoto-Protokolls oder die Schaffung international verbindlicher Gerichtshöfe wie des Internationaler Strafgerichtshof Internationalen Strafgerichtshofes ab. Der überragende wirtschaftliche, kulturelle und militärische Einfluss der Vereinigten Staaten polarisiert angesichts ihrer Auswirkungen auf den Rest der Welt wie sonst kaum eine andere Innenpolitik. Kritisiert werden vor allem die zahlreichen Liste der Auslandsinterventionen der Vereinigten Staaten Interventionen im Ausland, der große Wehretat, die durch die Globalisierung verursachten scharfen sozialen Umwälzungen sowie Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit mutmaßlichen Terroristen und Kriegsgefangener Kriegsgefangenen. Verbündete der USA finden sich v. a. in der NATO. Darüber hinaus unterhalten sie Major non-NATO ally besondere Beziehungen zu Nationen außerhalb der NATO. Meistens handelt es sich dabei um marktwirtschaftlich und demokratisch orientierte Länder, die von aggressiven, feindlich gesinnten Staaten benachbart sind, wie z. B. Israel, Japan, Südkorea oder Taiwan. Die mit Abstand stärksten Beziehungen mit den Vereinigten Staaten weist das Vereinigtes Königreich Vereinigte Königreich: mit keinem anderen Land arbeiten die USA in so sensiblen Bereichen wie der Nukleartechnologie zusammen.

= Militär
= Bild:M1-A1 Abrams 1.jpg United States Army right|thumb|Die [[United States Army|U.S. Army verfügt über rund 7.500 M1 Abrams M1-Kampfpanzer..html" title="U.S. Army.html" title="right|thumb|Die [[United States Army|U.S. Army">right|thumb|Die [[United States Army|U.S. Army verfügt über rund 7.500 M1 Abrams M1-Kampfpanzer.">U.S. Army.html" title="right|thumb|Die [[United States Army|U.S. Army">right|thumb|Die [[United States Army|U.S. Army verfügt über rund 7.500 M1 Abrams M1-Kampfpanzer. Bild:Rüstungsausgaben.png right|thumb|Die USA liegen mit ca. 400 Mrd. US-$ Militäretat weltweit deutlich an erster Stelle. Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten sind die mächtigste, modernste und teuerste Armee der Welt. Sie sind global aufgestellt. Die geltende Armeedoktrin sieht vor, dass die USA in der Lage sein müssen, weltweit gleichzeitig zwei regionale Kriege siegreich zu führen. Zur Zeit (Stand: 2007) sind jedoch starke Kräfte im Irak als Besatzungsmacht gebunden (siehe Irak-Krieg). Die Streitkräfte sehen sich zunehmend der Asymmetrische Kriegsführung asymmetrischen Kriegsführung ausgesetzt. Diese Entwicklung ist in ihrer Militärgeschichte der Vereinigten Staaten Geschichte vor allem ab dem Vietnamkrieg eingetreten. Die Streitkräfte sind unterteilt in Luftstreitkräfte Luftwaffe (''United States Air Force Air Force''; ca. 370.000 Soldaten), Heer (''United States Army Army''; ca. 500.000 Soldaten), Marine (''United States Navy Navy''; ca. 370.000 Soldaten) und Marineinfanterie (''United States Marine Corps Marine Corps''; ca. 172.000 Soldaten). Die Küstenwache (''United States Coast Guard Coast Guard''; ca. 39.000 Mann) ist eine zivile Einrichtung, die im Kriegsfall der Marine unterstellt werden kann und über begrenzte militärische Kapazitäten verfügt. Darüber hinaus unterhält jeder Bundesstaat Einheiten der Nationalgarde ''(United States National Guard National Guard).'' Dies sind Miliz (Volksheer) Milizverbände, die normalerweise dem Gouverneur des jeweiligen Bundesstaates unterstellt sind, aber auch als Teil der Armee im Ausland eingesetzt werden können. Die Wehrpflicht existiert nur noch nominell und kam seit dem Vietnamkrieg nicht mehr zur Anwendung. Die Vereinigten Staaten von Amerika waren die erste Atommacht der Welt. Sie haben als erster und bisher einziger Staat – in Hiroshima und Nagasaki – Kernwaffen im Krieg eingesetzt. Amerikanische Rüstungsunternehmen sind vor allem in der Luftfahrt weltweit führend. Bei Heereswaffen verlieren sie dagegen an Bedeutung. Die Militärausgaben der USA beliefen sich 2004 auf rund 437 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht 47 % der weltweiten Rüstungsausgaben. Die Militärausgaben der USA übersteigen damit die Rüstungsausgaben der nächsten 20 Staaten zusammen und sind sechsmal so hoch wie die von China, das weltweit an zweiter Stelle liegt. Militärische Entwicklungen, gerade technologischer Art, sind v. a. für die Verbündeten der USA in der NATO wegweisend. Die staatskritische Tendenz, die dazu führte, dass das Militär der USA in Militärgeschichte der Vereinigten Staaten seiner Geschichte bis zum Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg eine geringe Größe hatte, wurde im Kalten Krieg zunehmend von der Angst vieler Amerikaner vor dem Kommunismus überlagert. Dadurch ist die ursprüngliche Idee, dass das Militär als äußerstes Instrument staatlicher Gewalt eine Gefahr für die Bürger darstellt, im Schwinden begriffen. {{Navigationsleiste US-Streitkräfte}}

Sozial- und Gesundheitspolitik
Das Gesundheitssystem der USA ist, besonders forschungsseitig, teilweise Weltspitze, in anderen Bereichen, vor allem in der allgemeinen Patienten- bzw. Versichertenversorgung, aber zum Teil in einem desolaten Zustand. Es werden jährlich etwa 1,8 Billionen US-Dollar für das Gesundheitssystem aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Die Versorgungslage ist aber unzureichend: über 41 Millionen der ca. 300 Millionen Amerikaner sind nicht krankenversichert. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, müssen bei sämtlichen ärztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer Health Maintenance Organization HMO sind, müssen bürokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei Einschränkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Präsident Clinton mit dem Versuch der Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse. Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsfürsorge.

Gliederung
Bild:Map_of_USA_showing_state_names.png 350px|thumb|Karte der USA mit Namen der US-Bundesstaaten Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volkszählungsbüro 87.900 lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschließlich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der Bürger der Vereinigten Staaten leben in großen Städten oder deren Vorstädten (Liste der Städte in den USA). Ein County#USA County ist eine Untereinheit der meisten US-Bundesstaat Bundesstaaten. In Louisiana heißen sie „Parishes“ und in Alaska gibt es sie nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem Städte, die keinem County zuzuordnen sind. Bei Großstädten (z. B. Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar 5 Countys ein, die jeweils ein Borough sind. Es ist nicht selten, dass Städte und sogar Dörfer eine County-Grenze überschreiten. Die Regierungsformen der Countys und auch deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn der Landtag verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erlassen Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft für die Beaufsichtigung von Wahlen zuständig und bauen und unterhalten Straßen und Brücken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgeführt, aber teilweise von den Township (USA) Townships, die, insbesondere im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, sondern aus 36 Quadratmeilen, die in der Landesvermessung aus dem 18. Jahrhundert bestimmt worden sind, bestehen. Bild:Map_of_USA_with_county_outlines.png thumb|right|350px|Karte der USA mit Staats- und County-Grenzen Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren Städten, der selten und überwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das „town meeting“. Einmal im Jahr – bei Bedarf auch häufiger – kommen alle registrierten Wähler einer Stadt zu einer öffentlichen Versammlung und wählen Beamte, diskutieren die Lokalpolitik und erlassen Gesetze für das Funktionieren der Regierung. Als Gruppe beschließen sie Straßenbau und -ausbesserung, Errichtung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, Steuern und den Stadthaushalt. Das „town meeting“, das schon seit zwei Jahrhunderten existiert, ist oft die reinste Form der Demokratie, in der Regierungsgewalt nicht delegiert, sondern direkt und regelmäßig von allen Bürgern ausgeübt wird. Die überwiegende Mehrheit der Bürger, jedoch, kennt nur die repräsentative Demokratie. ''Siehe auch:'' Politische Einheiten der Vereinigten Staaten, Polizei (Vereinigte Staaten)

Bevölkerungsdichte der Vereinigten Staaten
Bild:Bevölkerungsdichte USA.png 820px

Außengebiete
Neben diesen Staaten und dem District of Columbia gibt es auch noch weitere Gebiete mit unterschiedlich geregelter Autonomie. ''Siehe hierzu:'' Außengebiete der Vereinigten Staaten

Wirtschaft
:''Hauptartikel: Wirtschaft der USA'' Die Vereinigten Staaten sind mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 13,5 Billionen US-Dollar (4. Quartal 2006) die größte Volkswirtschaft der Welt sowie mit 44.825 Dollar (ca. 34.800 Euro) das Land mit dem weltweit achthöchsten BIP pro Kopf. Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet ca. 73 % des realen BIPs, davon etwa ein Drittel im Banken-, Versicherungs- und Immobiliengeschäft. Das verarbeitende Gewerbe trägt ca. 23 %, Landwirtschaft sowie Bergbau tragen jeweils knapp 1,6 % zum BIP bei. Die Arbeitslosenquote betrug 2006 im Schnitt 4,6 % [http://www.bls.gov/ Bureau of Labor Statistics - Bundesagentur für Arbeitsmarktstatistiken], das Wirtschaftswachstum 3,4 %. [http://www.bea.gov/newsreleases/national/gdp/gdpnewsrelease.htm Bureau of Economic Analysis - Bundesagentur für Wirtschaftliche Studien] Die Inflationsrate lag bei 2,5 %. [http://www.bls.gov/news.release/cpi.nr0.htm Bureau of Labor Statistics - Bundesagentur für Arbeitsmarktstatistiken] Die Vereinigten Staaten werden von vielen für eine der am stärksten Deregulierung deregulierten und Privatisierung privatisierten Volkswirtschaften der Welt gehalten. Es gibt jedoch in vielen Wirtschaftsbereichen staatliche oder kommunale Aufsicht, so beispielsweise bei der Stromversorgung (Public Utility Commission) der einzelnen Bundesstaaten, die bei der Preisbildung einen bestimmten Mindestgewinn für die Versorgungsfirma garantiert oder in Bezug auf die Privatrecht zivilrechtlichen Antidiskriminierungsregelungen, die seit den 1960er Jahren bestehen. Ebenfalls zu nennen ist der Fair Housing Act sowie die vielen Regulierungen, die zwar nicht staatlich vorgeschrieben sind, sich jedoch aus Versicherungs- und Haftpflichtregelungen ergeben. Seit 1913 übernimmt das Federal Reserve System (Fed) die Aufgaben einer staatlichen Zentralbank Notenbank. Vorsitzender der Fed ist zur Zeit Ben Bernanke. Die Armutsschwelle wurde 2005 bei einem Jahreseinkommen von 19.971 US-Dollar (16.080 Euro) für eine vierköpfige Familie und von 9.973 US-Dollar (8.030 Euro) für eine alleinstehende Person angesetzt. Nach dem dritten Jahr in Folge, in dem die Armut zunahm, kam es 2005 zu einem leichten Rückgang um 90.000 oder -0,1 %. Die Zahl der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, lag im Jahr 2005 bei 36,95 Millionen. Dies entspricht etwa 12,6 %. Jeder achte Einwohner der Vereinigten Staaten lebt demnach laut Angaben der Zensusbehörde in Armut. [http://www.census.gov/hhes/www/poverty/poverty.html US Census Bureau - US-Zensusbehörde "Income, Poverty, and Health Insurance Coverage in the United States: 2005"] (Zum Vergleich: Deutschland: 13,5 %) Der amerikanische Mindestlohn sichert den Angestellten einen Stundensatz von nicht unter 5,15 Dollar zu, zahlreiche Bundesstaaten schreiben allerdings in davon abweichenden Gesetzen einen zum Teil deutlich höheren Mindestlohn vor. Bild:Einkommen USA.jpg thumb|350px|Die Prozentzahlen von Haushalten in den bezüglichen Einkommensgruppen.[http://pubdb3.census.gov/macro/032005/hhinc/new06_000.htm US Zensus-behörde, jährliche Bruttoeinkommen Amerikanischer Haushalte] '''Außenhandel:''' Der Import von Waren belief sich 2006 auf 1,860 Billionen US-Dollar, der Export auf 1,024 Billionen US-Dollar, womit ein hohes Handelsbilanzdefizit von 836 Mrd. US-Dollar ausgewiesen ist. Zudem wurden 2006 Dienstleistungen im Wert von 342 Milliarden US-Dollar importiert, während ca. 414 Milliarden US-Dollar an Exporten verzeichnet wurden. Der daraus resultierende Überschuss von 72 Milliarden US-Dollar trug dazu bei, dass 2006 das Gesamtdefizit im Außenhandel bei ca. 764 Mrd. US-Dollar lag. [http://www.census.gov/foreign-trade/www/ US Census Bureau - US-Zensusbehörde "Trade Deficit Increases in 2006"] Der Median für das jährliche Bruttoeinkommen amerikanischer Haushalte lag laut Angaben der Zensusbehörde bei 43,389 US-Dollar. Dabei hatten circa 16 % aller Haushalte ein Bruttoeinkommen von über 100.000 US-Dollar. Die Verteilung von privatem Haushaltseinkommen wird in den Vereinigten Staaten mit Hilfe von Fünfteln gemessen. Demnach verdienten die oberen zwanzig Prozent aller amerikanischen Haushalte mehr als 88.030 US-Dollar im Jahr, während Haushalte im niedrigsten Fünftel ein Bruttoeinkommen von weniger als 18.500 US-Dollar vorwiesen.[http://pubdb3.census.gov/macro/032005/hhinc/new05_000.htm Zensusbehörde, Verteilung von Privateinkommen] Das Median des Bruttohaushaltseinkommen pro Kopf lag im Jahre 2003 bei 22.966 US-Dollar.{{cite web|url=http://www.census.gov/hhes/income/histinc/h15.html|title=Zensusbehörde, Haushaltseinkommen pro Kopf|accessdate=2006-10-20}} Die Bildung und Rasse einer Person hatten einen bedeutenden Einfluss auf das Bruttoeinkommen. Asiaten und Weiße hatten beispielsweise bedeutend höhere Einkommen als Spanisch sprechende und Schwarze. Während der Median des Bruttohaushaltseinkommen für asiatische Haushalte bei 57.518 US-Dollar lag, betrug es nur 30.134 US-Dollar für schwarze Haushalte.{{cite web|url=http://www.census.gov/Press-Release/www/releases/archives/income_wealth/005647.html|title=Zensusbehörde, Rasse und Einkommen|accessdate=2006-10-20}} Bruttoeinkommen ist auch an den Bildungsstand gekoppelt. Das persönliche Median des Bruttoeinkommen für eine Person mit High School High-School-Abschluss betrug 25.900 US-Dollar, während das persönliche Bruttoeinkommen für Personen mit einem Doktortitel bei 81.400 US-Dollar lag.{{cite web|url=http://www.census.gov/prod/2002pubs/p23-210.pdf|title=Zensusbehörde, Bruttoeinkommen und Bildung|accessdate=2006-10-20}} ''Siehe auch: [http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/UsaVereinigteStaaten/Wirtschaft.html Länderbericht des Auswärtigen Amtes: Vereinigte Staaten – Wirtschaftspolitik]''

Verkehr
Das Verkehrsnetz ist insgesamt polyzentrisch aufgebaut. Straßen, Schienen und Flugverbindungen verlaufen insbesondere sternförmig auf New York, Philadelphia, Atlanta, Chicago, Houston, Dallas, Denver, Los Angeles und Seattle. Die Transportleistungen der einzelnen Verkehrsträger betrug 1998 (alle Angaben in Mrd. Tkm): Eisenbahn 2010Tkm, Straße 1499Tkm, Binnenschiff 521Tkm, Pipelines 905Tkm.

Straße
Wichtigster Verkehrsträger in den USA ist die Straße. Hierfür existiert ein landesweit gut ausgebautes Netz von inner- und zwischenstaatlichen Fernstraßen (Highways). Insbesondere die Großstädte sind über Jahrzehnte hinweg betont autofreundlich konzipiert worden, was vielerorts zum Verkehrsinfarkt geführt hat.

Überlandbusse
Insbesondere für den Verkehr innerhalb der Bundesstaaten, teilweise aber auch für Langstrecken hat der Omnibus Überlandbusverkehr große Bedeutung. Eine große Bekanntheit genießt hierbei das Busunternehmen Greyhound Lines.

Eisenbahn
Die Eisenbahn hat in der Geschichte der USA eine wichtige Rolle bei der Erschließung des Westens ges