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United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization

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Die '''Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur''' ({{enS|''United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization'', '''UNESCO'''}}; {{frS|''Organisation des Nations unies pour l'éducation, la science et la culture''}}) ist eine Internationale Organisation (Völkerrecht) Internationale Organisation und gleichzeitig eine der 16 rechtlich selbständigen UN-Spezialorganisation Sonderorganisationen der Vereinte Nationen Vereinten Nationen. Sie hat ihren Sitz in Paris (Frankreich). Derzeit sind 192 Staaten in der UNESCO vertreten. Bild:Flag of UNESCO.svg thumb|Symbol der UNESCO

Aufgaben
Zu den Aufgabengebieten der UNESCO gehört die Förderung von Erziehung, Wissenschaft und Kultur sowie Kommunikation und Information. Ihr Gründungsvertrag wurde am 16. November 1945 von 37 Staaten in London unterzeichnet und trat am 4. November 1946 nach der Ratifikation durch 20 Staaten in Kraft. Erster Generaldirektor war Julian Huxley. Aus den Erfahrungen des Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieges zogen die Gründungsstaaten die folgende Lehre: {{Zitat|Ein ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruhender Friede kann die einmütige, dauernde und aufrichtige Zustimmung der Völker der Welt nicht finden. Friede muss – wenn er nicht scheitern soll – in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden.}} Weiter aus der Präambel der Verfassung der UNESCO: {{Zitat|Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.}}

Erziehung
Im Bereich der Erziehung setzt sich die UNESCO vor allem für eine ''Grundbildung für alle'' ein. Aber auch die Gesundheitserziehung zur Drogen- und Aids-Prävention und der Wiederaufbau des Bildungswesens in Katastrophen- und Krisengebieten gehören zum Wirkungsfeld. Zum Aufgabenbereich der UNESCO gehören zudem das UNESCO-Projekt-Schule UNESCO-Schulprojekt und die UNESCO-Lehrstuhl UNESCO-Lehrstühle.

Wissenschaften
Im wissenschaftlichen Bereich fördert die Organisation vorrangig die zwischenstaatliche Zusammenarbeit in der Ozeanographie, Hydrologie, Geologie und Umweltwissenschaft mit dem Hauptziel des Erhalts der biologischen Art (Biologie) Arten und der Trinkwasserressourcen. Aber nicht nur die Wissenschaften selbst sind wichtige Thema Themen, sondern auch die Folgen des wissenschaftlichen Fortschritts, z.B Bioethik bioethische Fragen des Fortschritts der Lebenswissenschaften.

Kultur
Eine der Aufgaben der UNESCO ist die Verwaltung des Welterbes der Menschheit, welche durch das World Heritage Committee durchgeführt wird. Zwei der vielen weiteren, derzeit (Juni 2005) aktuellen, Prioritäten der UNESCO sind die Erarbeitung eines ''Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt'' sowie die Steuerung und die Koordination der Weltdekade der Vereinten Nationen ''Bildung für nachhaltige Entwicklung'' (2005–2014). Das Programm „Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ schützt Sprachen, mündliche Literaturformen wie Mythen, Epen und Erzählungen, auch Musik, Tanz, Spiele, Bräuche, handwerkliche Fähigkeiten und andere Künste. Im Oktober 2003 hat die UNESCO die Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes verabschiedet; der Vertrag ist am 20. April 2006 in Kraft getreten. 1982 wurde bei der UNESCO-Weltkulturkonferenz ''Mondiacult'' in Mexiko ein so genannter „erweiterter Kulturbegriff“ festgeschrieben. Die 126 Teilnehmer-Staaten nahmen damit eine konzeptionelle Entwicklung zur Kenntnis. Dabei ging es im Grunde darum den elitären, bildungsbürgerlichen Kulturbegriff abzulösen.

Medienpolitik
Im Bereich „Kommunikation und Information“ setzt sich die UNESCO mit den Problemen der Informationsgesellschaft auseinander. Dazu engagiert sie sich für die Pressefreiheit und den Informationszugang, indem sie unter anderem in Entwicklungsland Entwicklungsländern Medienkompetenz vermittelt, Journalisten ausbildet und Radiostationen bzw. Nachrichtenagenturen aufbaut. Die UNESCO betreibt unter dem Kürzel EOLSS eine große wissenschaftliche Online-Enzyklopädie, siehe [http://www.eolss.net].

Geschichte


Entstehung
Seit 1942 führte der britische Erziehungsminister Lord Butler in London Gespräche mit Amtskollegen aus acht europäischen Exilregierungen. Ziel war der Wiederaufbau von Bildung und Kultur nach dem Ende des Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieges in Europa. Die Sowjetunion weigerte sich ausdrücklich, an den Beratungen teilzunehmen. Geplant waren zunächst bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten. Nachdem jedoch die Gründung der Vereinte Nationen Vereinten Nationen beschlossen war, begann im Frühjahr 1944 der Kreis um Butler, eine ähnliche Struktur für Bildung und Kultur unter dem Dach der späteren Uno und mit Sitz in London zu entwickeln. Ein erster Entwurf für die Unesco-Verfassung datiert auf den April 1944. Ab diesem Zeitpunkt beteiligten sich auch die USA an den Beratungen. Die europäischen Teilnehmer hofften auf US-Finanzhilfen für die Zeit nach dem Krieg. Auf amerikanischer Seite wollte man die Unesco für die Gestaltung eines demokratischen Europa nach den eigenen Plänen nutzen. Ab April 1945 kam es zu Konflikten zwischen der neuen französischen Regierung unter Charles de Gaulle und den übrigen Teilnehmern der Beratungsrunde. Die französische Seite wollte ihr, auf der Französische Revolution Französischen Revolution basierendes Kulturverständnis zum Leitbild der Unesco machen. Als ab November 1945 nach einem Regierungswechsel auf britischer Seite relativ unerfahrene Delegierte an den Beratungen teilnahmen, setzten die Franzosen Paris als zukünftigen Sitz der UNESCO durch. Inhaltlich kam ab diesem Zeitpunkt der Wissenschaft und der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit ein größeres Gewicht zu. Am 11. Juli 1951 wurde die Deutschland Bundesrepublik Deutschland Mitglied der UNESCO, im November 1972 auch die damalige Deutsche Demokratische Republik. Heute zählt die UNESCO 192 Liste der Mitgliedstaaten der UNESCO Mitgliedstaaten (Stand: März 2007).

Generaldirektoren der UNESCO
# Julian Huxley, Vereinigtes Königreich Großbritannien (1946–1948) # Jaime Torres Bodet, Mexiko (1948–1952) # John Wilkinson Taylor, USA (amtierend 1952–1953) # Luther Evans, USA (1953–1958) # Vittorino Veronese, Italien (1958–1961) # René Maheu, Frankreich (1961–1974; amtierend 1962) # Amadou-Mahtar M'Bow, Senegal (1974–1987) # Federico Mayor Zaragoza, Spanien (1987–1999) # Koïchiro Matsuura, Japan (1999–heute)

Organisationsstruktur der UNESCO
Organe der UNESCO sind die Generalkonferenz, der Exekutivrat und das Sekreteriat, an dessen Spitze ein Generaldirektor steht.

Generalkonferenz
Die ''Generalkonferenz'' ist das oberste Entscheidungs- und Kontrollorgan der UNESCO; sie tritt (seit 1954) alle zwei Jahre zu einer ordentlichen Tagung zusammen. In der Generalkonferenz gilt der Grundsatz ''Ein Staat - eine Stimme'' - ein Prinzip, das auch in der Mehrzahl der anderen Sonderorganisationen sowie der Generalversammlung der Vereinten Nationen Anwendung findet. Die Generalkonferenz ist Entscheidungsträger, denn sie bestimmt die Zielsetzung und die allgemeinen Richtlinien der Arbeit der Organisation und beschließt über die ihr vom Exekutivrat vorgelegten Programme. Die politische Zielsetzungen und die Arbeitsrichtlinien werden festgelegt, wobei ein vom Sekretariat in Abstimmung mit den Mitgliedsstaaten vorgelegtes zweijährges Arbeitsprogramm als Diskussionsgrundlage dient. Ferner beruft sie internationale Staatenkonferenzen ein, nimmt internationale Empfehlungen oder Übereinkommen an und erörtert die Berichte der Mitgliedstaaten an die Organisation über die Maßnahmen zur Umsetzung von Empfehlungen und Übereinkommen. Die Generalkonferenz wählt auch die Mitglieder des ''Exekutivrates'', der seit 1995 aus 58 Mitgliedern besteht und normalerweise zweimal jährlich zusammen tritt.

Exekutivrat
Der Exekutivrat fungiert als ''Bindeglied'' zwischen Generalkonferenz und Sekretariat. Er ist für die Vorbereitungen der Tagesordnung der Generalkonferenz, die Prüfung des Arbeitsprogramms und des entsprechenden Haushaltsplans sowie für die Überwachung des vom Sekretariat verabschiedeten Arbeitsprogramms zuständig. Bild:UNESCO_pic.jpg thumb|left Hinsichtlich der Zusammensetzung des Exekutivrats ist im Laufe der letzten 50 Jahre eine zunehmende ''Verstaatlichung'' festzustellen. Bis 1954 galten die Mitglieder als Privatpersonen - gewählt als ''Vertreter des Geistesleben'', die im Auftrag der Generalkonferenz handeln sollten. Gemäß eines Vorschlags der Vereinigte Staaten Vereinigten Staaten und des Vereinigtes Königreich Vereinigten Königreichs gelten die Vertreter nunmehr nicht mehr als unabhängig, sondern zugleich als Politiker, welche die Staaten vertreten, aus denen sie stammen. Seit 1976 können die Regierungen darüber hinaus ihre Vertreter vor dem Ablauf ihrer vierjährigen Amtszeit und unabhängig von deren Zustimmung abberufen und ersetzen lassen. Gewählt werden nach Artikel V Absatz 2 der UNESCO-Verfassung solche Persönlichkeiten, die über die notwendige Erfahrungen und Fähigkeiten verfügen, um die administrativen und exekutiven Pflichten des Rates zu erfüllen.

Sekretariat
Das Sekretariat ist in mehrere Abteilungen gegliedert. An seinem Hauptsitz in Paris arbeiten derzeit rund 2.100 Mitarbeiter aus etwa 170 Nationen. Weitere 700 Mitarbeiter sind in den 58 Außenstellen in aller Welt tätig. Das Sekretariat wird von einem Generaldirektor geleitet, der auf Vorschlag des Exekutivrats von der Generalkonferenz für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt wird. Der Direktor nimmt an den Sitzungen der Generalkonferenz, des Exekutivrates und der Ausschüsse ohne Stimmrecht teil und erstellt Berichte über die Tätigkeit der Organisation.

Nationalkommissionen
Die UNESCO-Nationalkommissionen sind kein Organe der UNESCO, aber bereits von der UNESCO-Verfassung vorgesehene Stellen in jedem Staat. Die Staaten sollen ihre "mit Fragen der Erziehung, Wissenschaft und Kultur befassten maßgeblichen Institutionen mit der Arbeit der UNESCO in Verbindung bringen, vorzugsweise durch Bildung einer Nationalkommission, in der die Regierung und die betreffenden Institutionen vertreten sind." Nationalkommissionen existieren in allen Mitgliedstaaten, so auch in Deutsche UNESCO-Kommission Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bild:Organisationsstruktur_UNESCO.jpg|Organe UNESCO Bild:Sekretariat UNESCO.jpg|Sekretariat

Siehe auch
* Liste der Mitgliedstaaten der UNESCO * Weltdokumentenerbe * Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit * Listen des Welterbe Weltkultur- und Weltnaturerbes der Menschheit: Liste des UNESCO-Welterbes (Afrika) Afrika | Liste des UNESCO-Welterbes (Amerika) Amerika | Liste des UNESCO-Welterbes (Asien und Ozeanien) Asien und Ozeanien | Liste des UNESCO-Welterbes (Europa) Europa * International Programme for the Development of Communication (IPDC) * Internationales Hydrologisches Programm (IHP) * Biosphärenreservat * Welttag der Poesie

Weblinks
{{Wikinews|Kategorie:UNESCO|UNESCO}}
- Website der UNESCO {{UN-Sprachen}} * Gründungsvertrag der UNESCO # in den authentischen [http://www.unesco.org/archives/files_online/AG08LI00001M.pdf englischen und französischen] Fassungen (engl., franz.) # [http://www.admin.ch/ch/d/sr/c0_401.html in der Schweizer Fassung] (dt.) # [http://ris1.bka.gv.at/bgbl-pdf/RequestDoc.aspx?path=bgblpdf/1949/19490010.pdf&docid=19490010.pdf in der österreichischen Fassung] (dt.)
- Deutsche UNESCO-Kommission
- Österreichische UNESCO-Kommission
- Schweizerische UNESCO-Kommission
- Zeitschrift ''UNESCO-Kurier'' (Erscheinen 2001 eingestellt) Kategorie:Internationale Organisation Kategorie:UN-Sonderorganisation Kategorie:UNESCO ! af:UNESCO ar:منظمة الأمم المتحدة للتربية والتعليم والثقاÙ?Ø© be:ЮÐ?ЭСКÐ? bg:ЮÐ?ЕСКО bn:জাতিসংঘ শিকà§?ষা, বিজà§?ঞান ও সংসà§?কৃতি সংসà§?থা br:UNESCO bs:UNESCO ca:UNESCO cs:UNESCO cy:UNESCO da:UNESCO el:ΟΥÎ?ΕΣΚΟ en:UNESCO eo:Unesko es:Organización de las Naciones Unidas para la Educación, la Ciencia y la Cultura et:UNESCO eu:UNESCO fa:یونسکو fi:UNESCO fr:Organisation des Nations unies pour l'éducation, la science et la culture frp:Organisacion des Nacions unies por l’èducacion, la science et la cultura fy:UNESCO gl:UNESCO he:×?ונסק"ו hr:UNESCO hu:UNESCO id:UNESCO it:Organizzazione delle Nazioni Unite per l'Educazione, la Scienza e la Cultura ja:国際連å?ˆæ•™è‚²ç§‘学文化機関 ka:იუნესკáƒ? ko:유네스코 ku:UNESCO lb:UNESCO lt:UNESCO lv:UNESCO mk:УÐ?ЕСКО ms:UNESCO nds:UNESCO nl:United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization nn:UNESCO no:UNESCO pl:UNESCO pt:Organização das Nações Unidas para a Educação, a Ciência e a Cultura ro:UNESCO ru:ОрганизациÑ? Объединённых Ð?аций по вопроÑ?ам образованиÑ?, науки и культуры scn:UNESCO sh:UNESCO simple:United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization sk:UNESCO sl:Organizacija Združenih narodov za izobraževanje, znanost in kulturo sr:УÐ?ЕСКО sv:UNESCO sw:UNESCO ta:à®?கà¯?கிய நாடà¯?களà¯? கலà¯?வி, அறிவியலà¯?, பணà¯?பாடà¯?டà¯? நிறà¯?வனமà¯? th:ยูเนสโà¸? tr:UNESCO uk:ЮÐ?ЕСКО vec:UNESCO vi:Tổ chức Giáo dục, Khoa há»?c và Văn hóa Liên Hiệp Quốc zh:è?”å?ˆå›½æ•™è‚²ç§‘学文化组织 zh-min-nan:Unesco

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