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Tschernjachowsk
*** Shopping-Tipp: Tschernjachowsk
{{Infobox Ort in der Kaliningrader Oblast
|Ort= Tschernjachowsk
|Wappen=Bild:Coat of Arms of Chernyakhovsk (Kaliningrad oblast).png 111px|Wappen von Tschernjachowsk
|Rajon= Tschernjachowsk
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|Straßen= Kaliningrad–Tschernjachowsk; Tschernjachowsk–Schelesnodoroschny (Kaliningrad) Schelesnodoroschny
|Schienen= Kaliningrad–Kaunas–Moskau
|Flughafen= Chrabrowo
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'''Tschernjachowsk''' (Russische Sprache russisch ''ЧернÑ?ховÑ?к'', deutsch ''Insterburg'', polnisch ''Wystruć'', litauisch ''Ä®srutis'') ist eine Stadt in der Russland russischen Exklave Oblast Kaliningrad Kaliningrad zwischen Polen und Litauen. Sie hatte 2004 43.300 Einwohner.
Geografische Lage
Insterburg verdankte seinen Namen dem Fluss Inster, der sich bei der Stadt mit dem Fluss Angerapp zum größten Fluss Ostpreußens vereinigte. Heute liegt die Stadt im Zentrum der russischen Exklave Kaliningrad und ist vom Verwaltungszentrum 88 Kilometer entfernt. Nach Kaliningrad besteht sowohl eine gute Straßenverbindung (ab Talpaki (''Taplacken'') vierspurig) als auch eine Eisenbahnlinie. Nach Süden führt eine Fernstraße zum Grenzübergang nach Polen, der sich beim 57 Kilometer entfernten Schelesnodoroschny_(Kaliningrad) Schelesnodoroschny (''Gerdauen'') befindet.
Geschichte
Der Deutscher Orden Deutsche Orden unter seinem Hochmeister Dietrich von Altenburg errichtete um 1336 anstelle der von ihm zerstörten heidnischen Burg Unsatrapis eine Festung namens Instierburg, die zum Ausgangspunkt der Feldzüge gegen Litauen wurde. Die Litauer waren es dann, die erstmals die Burg 1376 zerstörten. Die wieder aufgebaute Burg fiel 1457 erneut der Brandschatzung durch Polen zum Opfer. Auch danach baute der Orden die Burg wieder auf, die er zunächst als Komtursitz und ab 1347 als Amtssitz eines Pflegers nutzte.
Der preußische Herzog Albrecht säkularisierte im Zuge der Durchsetzung der Reformation 1525 die Ordensburg und machte sie zu einem weltlichen Hauptamt. Das noch von Wildnis geprägte Umland ließ er von Litauern besiedeln. Dem daraus entstandenen Ort zu Füßen der Burg gewährte er 1541 das Marktrecht. Markgraf Georg Friedrich erhob am 10. Oktober 1583 den Marktflecken Inster zur Stadt. Wenige Jahre später, am 9. Juni 1590, vernichtete ein Brand 140 von den 149 vorhandenen Häusern. Auch im 17. Jahrhundert hatte die Stadt unter den ständigen Durchzügen kriegerischer Truppen von Schweden, Russen und Tataren zu leiden. 1689 starb in Insterburg die Pfarrwitwe Anna Beilstein, die als Ännchen von Tharau in das deutsche Liedgut einging. 1709 raffte die Pest einen Großteil der Bevölkerung hin. Um die Stadt wieder zu beleben, veranlasste Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. (Preußen) Friedrich Wilhelm I., angeworbene Salzburger und Schweizer Einwanderer anzusiedeln. 1723 wurde in der Burg das Preußen preußische Hofgericht untergebracht. Während des Siebenjähriger Krieg Siebenjährigen Krieges war Insterburg von 1758 bis 1762 von den Russen besetzt. 1812 machte Napoléon Bonaparte Napoleon bei seinem Russlandfeldzug Quartier in der Stadt.
Bild:insterburgwappen.jpg thumb|Stadtwappen von Insterburg
Nachdem Preußen 1815 seine Territorialverwaltung neu geordnet hatte, wurde Insterburg Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreis Insterburg Kreises und wurde dem Regierungsbezirk Gumbinnen zugeordnet. Die zwischen 1828 und 1835 erbaute Reichstraße 1 wurde durch Insterburg geführt, ab 1860 wurde Insterburg Eisenbahnknoten für die Strecken Königsberg - Kaunas und Tilsit - Lyck. Durch die guten Verkehrsanbindungen siedelten sich viele Industriebetriebe wie mehrere Maschinenfabriken und Eisengießereien und eine Flachsspinnerei an. 1885 lebten 20.914 Menschen in der Stadt.
Vor dem Ausbruch des Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieges war die Bevölkerung auf 49.000 Einwohner angewachsen. Im Juli 1944 wurde Insterburg durch einen britischen Bombenangriff erheblich zerstört, die Burg brannte fast vollständig ab. Sowjetische Truppen eroberten die Stadt am 22. Januar 1945. Nach der Annexion des nördlichen Teils von Ostpreußen durch die Sowjetunion wurde die nicht geflohene deutsche Bevölkerung ausgewiesen und durch Bewohner aus den zentralsowjetischen Republiken ersetzt. Die Stadt wurde nach dem sowjetischen General Iwan Danilowitsch Tschernjachowski in Tschernjachowsk umbenannt. 1997 hatte die Stadt wieder 43.300 Einwohner. Seit der Auflösung der Sowjetunion liegt Tschernjachowsk in einer russischen Exklave und hat mit großen wirtschaftlichen Problemen und einer hohen Arbeitslosenquote zu kämpfen.
Sehenswürdigkeiten
Bild:Insterburg1899.jpg thumb|Hindenburgstraße um 1890
*Ordensburgruine Das äußerlich noch intakte Gebäude kann nicht genutzt werden. Einmal alle zwei Jahre sollen Ritterfestspiele stattfinden, welche zuletzt im Jahre 2002 abgehalten wurden.
*Schlossteich
*Russisch-Orthodox russisch-orthodoxe Michailowski-Kathedrale (ehem. Reformierte Kirche)
*katholische Kirche
*Gestüt Majowka (ehemals ''Georgenburg'')
*Ruine des Bismarckturms nordwestlich der Innenstadt, erbaut 1913
Partnerstadt
Seit 2002 besteht eine Städtepartnerschaft mit der rheinland-pfälzischen Stadt Kirchheimbolanden. Außerdem besteht eine Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Grudziądz.
Bedeutende Persönlichkeiten
*Martin Grünberg, * 1655 in Insterburg, Berliner Architekt
*Eduard Heinrich von Flottwell, * 23. Juli 1786 in Insterburg, deutscher Jurist und Politiker
*Carl Friedrich Wilhelm Jordan, * 8. Februar 1819 in Insterburg, deutscher Schriftsteller und Politiker
*Ernst Wichert, *11. März 1831 in Insterburg, deutscher Schriftsteller
*Otto Koehler (Verhaltensforscher) Otto Koehler, * 20. Dezember 1889 in Insterburg, deutscher Verhaltensforscher
*Hans Orlowski, * 1. März 1894 in Insterburg, deutscher Maler und Holzschneider
*Alfred Gille, * 15. August 1901 in Insterburg, deutscher Politiker (GB/BHE)
*Fritz Vilmar, * 28. Juli 1929 in Insterburg, Politologe, Soziologe, Globalisierungskritiker
*Ingo Insterburg, * 6. April 1934 in Insterburg, deutscher Komödiant und Musiker
*Axel Marquardt, * 1943 in Insterburg, deutscher Schriftsteller
*Jürgen Schmude, * 9. Juni 1936 in Insterburg, deutscher Politiker (SPD)
*Traugott Buhre, * 21. Juni 1929 in Insterburg, deutscher Schauspieler
*Harry Boldt, * 23. Februar 1930 in Insterburg, deutscher Olympiasieger im Dressurreiten
*Horst Ludwig Riemer, * 3. April 1933 in Insterburg, deutscher Politiker (FDP)
Siehe auch
* Liste der Städte in Ostpreußen
* Liste der Städte in Russland
Weblinks
- http://www.bismarcktuerme.de/website/ebene4/russl/insterb.html Bismarckturm Insterburg
- http://www.heimatsammlung.de/topo_unter/ostpreussen/ostpreussen_unter_insterburg.htm Alte Ansichtskarten der Stadt
- http://www.geschichte-on-demand.de/insterburg.html
Kategorie:Ort in der Kaliningrader Oblast
cv:ЧернÑ?ховÑ?к
en:Chernyakhovsk
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hr:ÄŒernjahovsk
it:ÄŒernjakhovsk
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pl:Czerniachowsk
ru:ЧернÑ?ховÑ?к
*** Shopping-Tipp: Tschernjachowsk
[Der Artikel zu Tschernjachowsk stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Tschernjachowsk zu editieren.
Die Texte von Wikipedia und dieser Seite stehen unter der GNU Free Documentation License.]
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