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Synagoge

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Eine '''Synagoge''' (v. Griechische Sprache griech.: συναγω ''synago''; [sich] versammeln) ist ein Judentum jüdisches Versammlungs- und Gotteshaus für Gebet, Schriftstudium und Unterweisung. Mit zehn männlichen Betern, dem Minjan, kann sich eine Minjan Gemeinde konstituieren. Bild:Synagoge-Kassel-1.jpg thumb| Die Synagoge in Kassel von 1839
(Stahlstich von G.M. Kurz)
Bild:Westfassade Poolstraße.jpg Israelitischer Tempel Poolstraße thumb|Die [[Israelitischer Tempel Poolstraße|Reformsynagoge von 1844 in der Hamburg-Neustadt Hamburger Neustadt.html" title="Reformsynagoge.html" title="thumb|Die [[Israelitischer Tempel Poolstraße|Reformsynagoge">thumb|Die [[Israelitischer Tempel Poolstraße|Reformsynagoge von 1844 in der Hamburg-Neustadt Hamburger Neustadt">Reformsynagoge.html" title="thumb|Die [[Israelitischer Tempel Poolstraße|Reformsynagoge">thumb|Die [[Israelitischer Tempel Poolstraße|Reformsynagoge von 1844 in der Hamburg-Neustadt Hamburger Neustadt [[Bild:Mannheimer-Hauptsynagoge-1.jpg|thumb|Synagoge in Mannheim von 1855
(Lithografie von Jakob Ludwig Buhl)]] Bild:Alte_synagoge_essen.jpg thumb|"Alte Synagoge" in Essen Bild:Synagoge-dresden.jpg thumb|Dresdner Synagoge, Neubau 2001 Bild:Karlsruhe_Synagoge_Luftbild.jpg Karlsruhe.html" title="thumb thumb|Synagoge [[Karlsruhe, eröffnet 1971.html" title="Synagoge [[Karlsruhe">thumb|Synagoge [[Karlsruhe, eröffnet 1971">Synagoge [[Karlsruhe">thumb|Synagoge [[Karlsruhe, eröffnet 1971 Die Hebräische Sprache hebräische Bezeichnung für die Synagoge ist ''Beth Knesset'' (בית כנסת Haus der Versammlung) oder ''Beth Tefila'' (Haus des Gebets). Sie ist unterteilt in den Gebetsraum (das Hauptheiligtum) und kleinere Räume zum Studium. Diese Lehrräume werden als ''Beth Midrash'' (hebr.: Haus der Lehre) bezeichnet.

Raumaufteilung, Ausstattungen
An der Ostwand (in Westeuropa) in Richtung Jerusalem ''(Misrach)'', in einem speziellen Schrein, dem Aron Kodesh (Heilige Lade), werden die Tora-Schriftrolle Rollen ''(Sifrei-Torah-Pergamentrollen)'' für die Verlesung der Parascha Wochenabschnitte aufbewahrt. Über dem ''Aron HaKodesh'' ist eine symbolische Gebotstafel (ähnlich den Zehn Geboten) angebracht; im Judentum gibt es aber weit mehr als diese Mitzwot, nämlich 248 Ge- und 365 Verbote. Über der Lade hängt ein Licht, ''Ner Tamid'' oder Ewiges Licht genannt. Es erinnert an die Feuersäule, die die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wildnis der Sinai (Halbinsel) Wüste Sinai begleitet hat. Zudem befand sich vor dem Tempel in Jerusalem das ewige Licht als Symbol der ewigen Verbundenheit der Juden mit Gott. Während der Gebetszeremonie wird die heilige Tora aus dem Schrein ausgehoben und auf die Bimah oder ''Almemor'', das Lesepult, gelegt. In traditionellen Aschkenasim aschkenasischen Synagogen (wie heute etwa in den neueren Synagogen Mannheim oder Recklinghausen) befindet sich die Bima in der Mitte des Innenraums. In Sephardim sefardischen Bauten stehen sich der Aron-Hakodesch an der nach Jerusalem weisenden Ostwand und die Bima im Westen gegenüber, wobei sie in italienischen Synagogen auch mit einer nach außen vortretenden Nische verbunden sein kann. Im frühen 19. Jahrhundert übernehmen die aschkenasischen Reformer diese Raumvorstellung. Ein Menora siebenarmiger Leuchter ''(Menora)'' schmückt den Raum.

Funktionen für die Gemeinde
Historisch gibt es diesen Versammlungsraum der Tradition nach seit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem und der dann folgenden Babylonischen Gefangenschaft des jüdischen Volkes 586 - 539 v. Chr. Archäologisch belegt sind sie erst aus der Zeit des zweiten Tempels. Synagogen dienen nicht nur zum Gottesdienst#Judentum jüdischen Gottesdienst, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Erwachsenenbildung und als Hebräischschulen für schulpflichtige Kinder. Die orthodoxen und die meisten konservativen Juden nennen ihre Gotteshäuser Synagogen; einige benutzen die hebräische Bezeichnung Beth Knesset oder den Jiddisch jiddischen Begriff ''Schul''. Im Gegensatz zu einer katholischen oder orthodoxen Kirchengebäude Kirche ist eine Synagoge kein geweihter Raum. Fast jedes Gebäude kann zu einer Synagoge werden, wenn es gewissen Anforderungen gerecht wird. Die meisten amerikanischen Reformjudentum Reformjuden und einige Konservative in den USA verwenden die Bezeichnung „Tempel“ für ihr Gotteshaus, aber die meisten traditionellen Juden empfinden diese Bezeichnung als ungenau, da das Judentum historisch israelitische Tempel nur einen Tempel hat – in Jerusalem. Es werden drei tägliche Gebete angeboten: normalerweise einen Morgengottesdienst Shacharit und zwei abendliche Gottesdienste Mincha und Maariw (Judentum) ''Maariv''. Es gibt spezielle Gottesdienste am Shabbat (den Sabbat) und an den jüdische Feste jüdischen Feiertagen. Viele kleinere Gemeinden haben nur ein- oder zweimal die Woche Gebetsgottesdienste. Viele ultraorthodoxe Juden ziehen sich in ''Schtiebel'' (wörtlich "Stübchen"), das sind abgesonderte Räume von Privathäusern, in Geschäftsräumen und Nebenräumen großer Synagogen oder Gemeindezentren zurück. Schtiebels bieten keine großen Gemeindegottesdienste, sie sind speziell für Gebetsandachten bestimmt. Viele Juden haben Chavurot gebildet (Gebetsgruppen), die sich regelmäßig an einem bestimmten Ort, normalerweise in jemandes Haus oder Wohnung, versammeln.

Novemberpogrome 1938
In Deutschland und Österreich zerstörten Nationalsozialisten (zumeist Angehörige der SA) bei den Reichspogromnacht Novemberpogromen 1938 (auch Reichskristallnacht genannt) am 9. November / 10. November 1938 2676 Synagogen und jüdische Gemeindehäuser, wobei mindestens 91 Menschen getötet wurden. Allein in Wien wurden 42 Synagogen und Gebethäuser in Brand gesteckt. Bild:Synagogue - Budapest.jpg thumb|300px|right|Synagoge - Budapest

(Neue) Synagogen in Deutschland
Synagogen in Deutschland stehen heute oft unter Polizeischutz. Neue Synagogen entstehen, auch wenn der oft säkulare Zeitgeist besonders viele Zuwanderer aus Osteuropa prägt (die sich sonst meist aus materiellen Gründen nicht an der Synagogensteuer beteiligen können; Angaben vom Zentralrat der Juden in Deutschland).

Literatur
*Carsten Claußen: ''Versammlung, Gemeinde, Synagoge.'' Göttingen 2002, ISBN 3525533810 *Institut für Auslandsbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): ''Synagogen in Deutschland. Eine virtuelle Rekonstruktion der Technischen Universität Darmstadt'', Birkhäuser 2004, ISBN 3764370343

Weblinks
{{Commons|Synagogue|Synagogen}}
- Die Landsynagoge Roth - Gedenkstätte und Lernort
- Die ehemalige Synagoge von Vöhl am Edersee
- Archäologische Grabungen in der mittelalterlichen Synagoge Speyer
- Bilder neuer Synagogen 2006, DZ
- Datenbank zu den zerstörten Synagogen in Deutschland und Österreich
- Die räumliche Gestaltung einer Synagoge
- Ehemalige Synagoge von Baden-Baden
- Informationsseiten zu Synagogen im süddeutschen Raum
- Virtuelle Rekonstruktion von Synagogen, die 1938 von den Nationalsozialismus Nationalsozalisten zerstört wurden, an der Technische Universität Darmstadt Kategorie:Synagoge ! Kategorie:Synagogenbau ! ar:كنيس bs:Sinagoga ca:Sinagoga cs:Synagoga da:Synagoge el:Συναγωγή en:Synagogue eo:Sinagogo es:Sinagoga et:Sünagoog fi:Synagoga fr:Synagogue gd:Sìonagoga he:בית כנסת hi:यहूदी मंदिर hr:Sinagoga hu:Zsinagóga ia:Synagoga id:Sinagoga is:Sýnagóga it:Sinagoga ja:シナゴーグ jv:Sinagoga li:Synagoge lt:Sinagoga nl:Synagoge nn:Synagoge no:Synagoge nrm:SÅ·nnagogue pl:Synagoga pt:Sinagoga ro:Sinagogă ru:Синагога scn:Sinagoga sh:Sinagoga simple:Synagogue sk:Synagóga sl:Sinagoga sr:Синагога sv:Synagoga tr:Sinagog uk:Синагога yi:שול zh:猶太會堂 Kategorie für konkrete Synagogen. Allgemeines zu Synagogen bitte in die :Kategorie:Synagogenbau. {{Commons|Category:Synagogues|Synagogen}} Kategorie:Bauwerk des Judentums cs:Kategorie:Synagogy da:Kategori:Synagoger en:Category:Synagogues es:Categoría:Sinagogas fr:Catégorie:Lieu de culte juif he:קטגוריה:בתי כנסת it:Categoria:Sinagoghe ja:Category:シナゴーグ nl:Categorie:Synagoge nn:Kategori:Synagogar pl:Kategoria:Synagogi pt:Categoria:Sinagogas ro:Categorie:Sinagogi ru:КатегориÑ?:Синагоги sk:Kategória:Synagógy sl:Kategorija:Sinagoge sv:Kategori:Synagogor

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