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Stettin

*** Shopping-Tipp: Stettin

{{Begriffsklärungshinweis}} {{Infobox Ort in Polen |Ort = Stettin |Wappen = Bild:POL Szczecin COA.svg 130px|Wappen von Stettin |Woiwodschaft = Westpommern |KreisfreieStadt = tak |Fläche = 301,3 |Koordinate_Breitengrad = 53 |Koordinate_Breitenminute = 26 |Koordinate_Breitensekunde = |Koordinate_Längengrad = 14 |Koordinate_Längenminute = 32 |Koordinate_Längensekunde = |Höhe = 1 |Einwohner = 411.453 |EinwohnerDatum = 30. Juni 2005 |Postleitzahl = 70-018 bis 71-871 |Telefonvorwahl = 91 |KFZ-Kennzeichen = ZS (alt=SCS) |Wirtschaftszweige = |Straßen = |Schienen = |Flughafen = Flughafen Stettin-Goleniów Flughafen Stettin |GemeindeArt = |Gemeindegliederung = |GemeindeFläche = |GemeindeEinwohner = |GemeindeEinwohnerDatum = |Bürgermeister = Piotr Krzystek |BürgermeisterArt = Stadtpräsident |BürgermeisterDatum = 2006 |AnschriftStraße = pl. Armii Krajowej 1 |AnschriftOrt = 70-456 Szczecin |Webpräsenz = www.szczecin.pl |TERYT = 4324362000 }} '''Stettin''' (Polnische Sprache polnisch ''Szczecin'' [{{IPA|ˈʃʧɛʨin}}] {{Audio|Pl-Szczecin.ogg|anhören}} ) ist die Hauptstadt der Polen polnischen Woiwodschaft Westpommern und liegt rund 120 km nordöstlich von Berlin an der Odermündung zum Stettiner Haff. Stettin ist einer der größten Seehafen Seehäfen des Ostseeraums und siebtgrößte Stadt Polens. Die Stadt beherbergt mehrere Hochschulen, eine Universität Stettin Universität und ist zusammen mit Kamień Pomorski Sitz des katholischen Erzbistum Stettin-Cammin Erzbistums Stettin-Cammin.

Geographie


Odermündung
Der größte Teil der Stadt liegt am linken Westoderufer, das vor allem im Norden der Stadt von bewaldeten Hügeln geprägt ist (bis 130 m ü. Normalnull NN). Auch die Stadtteile Dąbie (Szczecin) Dąbie (''Altdamm''), Podejuch (Podjuchy) und Colbatz (Kołbacz) östlich der Oder sind von Waldgebieten umgeben, der Stettiner Landschaftsschutzpark Buchheide (Puszcza Bukowa, bis 149 m ü. NN) und der Gollnower Heide (Puszcza Goleniowska). Zwischen diesen beiden Endmoränen verläuft das bis fünf Kilometer breite Flusstal – begrenzt von den Hauptarmen Westoder und Ostoder (Odra Zachodnia und Odra Wschodnia). Die in zahlreiche Flussarme geteilte Oder mit zahlreichen Flussinseln reicht bis in das Stadtgebiet. Unmittelbar südlich der Stadt beginnt der deutsch-polnische Internationaler Park Unteres Odertal Internationale Park Unteres Odertal, der aus dem polnischen Landschaftsschutzpark Unteres Odertal und dem deutschen Nationalpark Unteres Odertal besteht und sich über Schwedt/Oder bis nahe Hohensaaten erstreckt. Nördlich der Kernstadt weitet sich die Oder zu einem großen Binnensee, dem Dammscher See Dammschen See (''Jezioro Dąbie''), auf. In der Höhe von Police (Oder) Police (''Pölitz)'' findet der Fluss wieder in ein (sehr breites) Bett zurück, bevor er sich wieder aufweitet (''Roztoka Odrzańska''), die bei Trzebież (''Ziegenort'') ins Stettiner Haff mündet. Über den Kanał Piastowski (''Kaiserfahrt'') und die Swine (''Świna'') wird bei Świnoujście (Swinemünde) die offene Ostsee erreicht.

Stettiner Flussinseln
Bild:Mk Stettin Hafen2.jpg thumb|Blick über Westoder und Dunzig, links die Schlächterwiese, rechts die Hafenanlagen auf Lastadie und dem Grabower Werder.Im engeren Stadtgebiet liegen zwischen den beiden Hauptarmen des Flusses, der '''Westoder''' ''(Odra Zachodnia)'' und der '''Ostoder''' ''(Odra Wschodnia)'', sowie den alten Querverbindungen '''Parnitz''' und '''Dunzig''', zahlreiche Flussinseln: * Der Altstadt direkt gegenüber liegt die Insel '''Lastadie''' ''(Å?asztownia)'', die über die ''Hansabrücke'' erreicht wird. Der Stadtteil Lastadie grenzt unmittelbar an das Gebiet des Seehafens. * Nördlich davon liegt, zwischen Westoder, DuÅ„czyca und Oder-Dunzig-Kanal (KanaÅ‚ Grodzki), die kleine, unbebaute Insel '''Schlächterwiese''' ''(Wyspa Grodzka)''. * Südlich von Lastadie liegt die Insel '''Silberwiese''' ''(KÄ™pa Parnicka)'', umgeben von Westoder, Grünem Graben ''(KanaÅ‚ Zielony)'' und Parnitz ''(Parnica)''. Die Silberwiese ist vollständig bebaut. Die Insel war früher durch die ''Bahnhofsbrücke'' mit dem direkt gegenüber liegenden Hauptbahnhof verbunden, die Brücke reicht heute nur noch bis zur kleinen '''Ahrensinsel''' in der Westoder. Durch weitere Brücken ist die Silberwiese mit Lastadie und mit der Neuen Silberwiese verbunden. * Die südlich angrenzende '''Neue Silberwiese''' ''(Wyspa Zielona)'' ist nur zu einem geringen Teil bebaut, die Insel entstand durch den Bau des Parnitz-Durchstichs. * Östlich des Parnitz-Durchstichs liegt die Insel '''Vorbruch''', die nur im Norden bebaut ist (Siedlung Vorbruch) und ansonsten weitgehend aus Kleingärten besteht. Östlich davon liegt der Hafensee ''(Jezioro Portowe)'', der über den Vorflutkanal ''(KanaÅ‚ Rybny)'' mit der Parnitz verbunden ist. * Nördlich von Lastadie liegt der '''Grabower Werder''' ''(Wyspa Ostrów)'', der ursprünglich eine ungefähr dreieickige Form besaß und von Westoder, Dunzig und Möllnfahrt begrenzt wurde. Da die Insel mitten im Gebiet des Seehafens liegt, wurden die Flussarme beim Bau der Hafenbecken stark verändert. So wurde ein Teil der Dunzig zugeschüttet, wodurch eine direkte Landverbindung mit Lastadie entstand. Die nach Norden offene Breslauer Fahrt ''(KanaÅ‚ DÄ™bicki)'' wurde damit zu einer Sackgasse. Durch den Oder-Dunzig-Kanal im Westen der Insel wurde die schon genannte Schlächterwiese abgetrennt. Der Dunzig-Parnitz-Kanal schuf eine Verbindung zwischen den beiden Flussarmen. Im Westen des Grabower Werders bedecken Kleingärten und Wald. * Nördlich davon liegt der '''Bredower Werder''' ''(Wyspa Gryfia)'', der ganz vom Hafen eingenommen wird. Ihn umgibt im Westen die Westoder, im Osten die Grabower Fahrt ''(KanaÅ‚ Grabowski)'' und die Oderfahrt ''(Przekop MieleÅ„ski)''. * Die nördlich anschließenden Inseln '''Schwarzer Ort''' ''(Czarnołęka)'' und '''Großer Oderbruch''' ''(Wyspa DÄ™bina)'' liegen bereits im Dammschen See. * Im Mündungsbereich der Ostoder in den Dammschen See liegen zwei weitere Inseln. Die nördliche Insel '''Mönne''' war bis 1945 Naturschutzgebiet. Im süd-westlichen Eck der Mönne befand sich eine der ältesten Vogel- und Naturschutzstationen Deutschlands, die Naturwarte Mönne. Auf dem Fundament des 1945 zerstörten Stationsgebäudes steht heute eine Gedenktafel, die auf polnisch und deutsch an den Gründer der Naturwarte, Paul Robien, erinnert.

Politik und Gesellschaft


Hoheitszeichen
Bild:POL Szczecin flag.svg thumb|Stadtflagge Stettins Das Wappen der Stadt Stettin zeigt den Kopf des roten Greifen, des Wappentiers der historischen Region Pommern, mit der goldenen Krone. Das Wappen hat sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg inhaltlich nicht geändert. In dieser offiziellen Form findet sich das Wappen auch auf der Stadtflagge Stettins wieder.http://www.szczecin.pl/prawo/rada/1996/ur360_96_zal-s5.html

Stadtgliederung
Der historische Stadtkern, die '''Altstadt''', liegt am westlichen Ufer der Westoder. Um sie herum legt sich die gründerzeitliche '''Neustadt'''. Das von diesen beiden eingenommene dicht bebaute Innenstadtgebiet hat einen Durchmesser von etwa drei Kilometern. Die angrenzenden Stadtteile sind lockerer bebaut. Jenseits der Westoder liegen die Stadtteile '''Lastadie''' und '''Silberwiese''' auf den gleichnamigen Flussinseln. Auf dem linken Flussufer grenzt südlich an die Innenstadt '''Pommerensdorf''' ''(Pomorzany)'', westlich die Stadtteile '''Schwarzow''' ''(Åšwierczewo)'', '''Torney''' ''(Turzyn)'', '''Braunsfelde''' ''(Pogodno)'', und nördlich '''Grünhof''' ''(Bolinko)'' und '''Grabow''' ''(Grabowo)''. Die meisten dieser zentrumsnahen Stadtteile sind ehemalige Dörfer, außerdem gibt es Villenkolonien der Vorkriegszeit und Plattenbausiedlungen der 60er bis 80er Jahre. Auch in den Außenbezirken liegen zahlreiche gewachsene, eingemeindete Dörfer. Vor 1945 war Stettin mit 460 km² Fläche die flächenmäßig drittgrößte Stadt des Deutschen Reiches, das Stadtgebiet umfasste zahlreiche noch recht ländlich geprägte Ortschaften. Eine Sonderrolle innerhalb der Außenbezirke nimmt die ehemalige Stadt '''Altdamm''' ''(DÄ…bie)'' auf dem östlichen Oderufer ein. Sie besitzt einen eigenen mittelalterlichen Stadtkern und ist bis heute das Zentrum des Stettiner Stadtgebiets rechts der Oder.

Stadtbild


= Altstadt
= Image:PolandSzczecinCastle2.JPG thumb|Zamek Książąt Pomorskich w Szczecinie ''(Schloss der Herzöge von Pommern)'' Der Bereich der Altstadt wurde nach schweren Kriegszerstörungen nur teilweise wiederaufgebaut. Bis heute prägen zahlreiche Brachen das Stadtbild im ältesten Teil Stettins. Zwischen erhaltenen oder nach alten Unterlagen rekonstruierten alten Bauwerken stehen zahlreiche sehr einfache Wohnhäuser der 50er Jahre. Den höchsten Punkt der Altstadt nimmt das '''Schloss der Herzöge von Pommern''' ein. Zu seinen Füßen, südlich angrenzend, entstand die bürgerliche Stadt rund um das heutige, gotische '''Alte Rathaus''' am Heumarkt. Das mehrfach erweiterte Gebiet der mittelalterlichen Stadt lag ungefähr zwischen dem Oderufer und den heutigen Straßen ''Dworcowa (Grüne Schanze), al. Niepodleglości (Paradeplatz), pl. Zołnierza Polskiego (Königsplatz)'' und der neuen Schnellstraße ''Trasa Zamkowa (Schloßtrasse)''. Ziemlich genau in der Mitte dieses alten Stadtgebiets steht die größte Kirche der Stadt, die gotische '''Jakobikirche'''. An die mittelalterliche Stadtmauer erinnert heute nur noch der '''Siebenmäntelturm''' an der nordöstlichen Ecke des damaligen Stadtgebiets. Die beiden erhaltenen barocken Festungstore, das '''Berliner Tor''' im Westen und das '''Königstor''' im Norden, entstanden erst nach Abriss der Stadtmauer und dienten keinen militärischen, sondern nur repräsentativen Zwecken. Zwei weitere gotische Kirchen sind erhalten geblieben, '''Johanneskirche''' der Franziskaner am südlichen Rand der Altstadt und die Kirche '''St. Peter und Paul''' im Norden. Zwischen Jakobikirche und Königstor liegen mehrere barocke Stadtpaläste, etwa der ehemalige '''pommersche Landtag''' in der ''Luisenstraße (Staromłyńska)'' das '''Wolkenhauerhaus''' am ''Roßmarkt'', heute Musikhochschule, oder das ehemalige '''Generalkommando''', heute Nationalmuseum, am ''Königsplatz (pl. Żołnierza Polskiego)''.

= Neustadt
= Bild:PolandSzczecinPortGate.JPG thumb|Brama Portowa (''Berliner Tor'') Nach 1945 übernahm die gründerzeitliche Neustadt anstelle der fast völlig zerstörten Altstadt die meisten Zentrumsfunktionen. Die Anlage der Neustadt ging auf die Initiative des langjährigen Oberbürgermeisters Hermann Haken (Bürgermeister) Hermann Haken zurück. Ein echter Stadtmittelpunkt ist heute nicht erkennbar, jedoch kann man den Bereich um den ''Paradeplatz (al. Niepodległości/pl. Wyzwolenia)'' zwischen '''Brama Portowa''' ''(Berliner Tor)'' und dem Hotelhochhaus Radisson SAS als wichtigsten Straßenzug der heutigen Innenstadt ansehen. Direkt neben dem Hotelgebäude befindet sich die Shopping-Mall '''Galaxy''', das größte Einkaufszentrum der Stadt. Am Paradeplatz stehen einige Prachtbauten der Gründerzeit, etwa das neobarocke Gebäude der ehemaligen '''Generallandschaft''', heute die Niederlassung einer Bank, die Neugotik neugotische '''Oberpostdirektion''' und mehrere Kaufhäuser. Am Berliner Tor stößt rechtwinklig der ''Hohenzollernplatz (pl. Zwycięstwa)'' auf den genannten Straßenzug. Den Platz schmücken repräsentative Grünanlagen, in denen sich, am westlichen Ende die im Jugendstil errichtete '''Bugenhagenkirche''' ''(św. Wojciecha)'' erhebt. Aus der gleichen Zeit stammt die benachbarte '''Garnisonkirche''', heute ''Herz-Jesu (N. Serca Pana Jezusa)''. In der südlichen Neustadt, zwischen Altstadt und Hauptbahnhof, entstanden vor dem Ersten Weltkrieg weitere repräsentative Großbauten, die heute, nach der Zerstörung ihrer städtebaulichen Umgebung, als Solitäre in einer Abfolge großer Grünanlagen stehen. Nördlich des Bahnhofs, unmittelbar am Oderufer ''(Bollwerk/Bulwar Piastowski)'' steht die Hauptpost, ein mächtiger Bau der Neurenaissance. Das mächtige '''Neue Rathaus''' am ''Rathausplatz (pl. Ratuszowy)'' wurde nach Berliner Vorbild Rotes Rathaus genannt, es beherbergt heute Einrichtungen der Hafenverwaltung. Das nahe '''Stadthaus''' mit seinem hohen Jugendstilturm ist heute Sitz der pommerschen Medizinhochschule. Image:PolandSzczecinPanorama.JPG Bolesław I. (Polen) thumb|Wały [[Bolesław I. (Polen)|Chrobrego (''Hakenterrasse'').html" title="Chrobrego.html" title="thumb|Wały [[Bolesław I. (Polen)|Chrobrego">thumb|Wały [[Bolesław I. (Polen)|Chrobrego (''Hakenterrasse'')">Chrobrego.html" title="thumb|Wały [[Bolesław I. (Polen)|Chrobrego">thumb|Wały [[Bolesław I. (Polen)|Chrobrego (''Hakenterrasse'') Die äußere Neustadt erinnert in ihrem städtebaulichen Grundriss an Pariser Vorbilder, in der Architektur der Einzelgebäude dagegen an Berlin. Große, gerade Straßenachsen schneiden sich an repräsentativen Sternplätzen, deren bekanntester der ''pl. Grunwaldzki (ehem. Kaiser-Wilhelm-Platz)'' im Norden der Neustadt ist. Die Bebauung der einzelnen Parzellen erfolgte wie in Berlin mit Vorderhäusern, Seitenflügeln und Quergebäuden, wodurch zahlreiche enge Hinterhöfe entstanden. Die Bebauung der Neustadt ist überwiegend viergeschossig. Eine der größten Straßenachsen ist die ''al. Jedności Narodowej (ehem. Kaiser-Wilhelm-Straße)'', an deren Endpunkt das ehemalige '''Landeshaus''' steht, das heutige Rathaus der Stadt. Hinter dem Rathaus liegt die ''Quinstorp-Aue'', in der bereits zu dessen Lebzeiten ein Denkmal Papst Johannes Paul II. errichtet wurde. Nördlich der Altstadt, zwischen Oderufer und Grabower Anlagen, entstand von 1902 bis 1921 das bekannteste Bauensemble Stettins, die '''Hakenterasse'''. Drei monumentale Großbauten stehen an dieser Uferstraße: die '''Seefahrthochschule''', das '''Stadtmuseum''' (heute Theater und Meeresmuseum) sowie das Gebäude der '''Regierung von Pommern''', das heute als Sitz der Wojewodschaft Westpommern weiterhin seiner ursprünglichen Funktion dient. Die flussseitige Straßenseite schmücken zwei Jugendstilpavillons und eine große Freitreppe zum tiefer liegenden Fluss.

= Äußere Stadtteile
= Die äußeren Stadtteile Stettins sind von großen Grünanlagen durchzogen. Zu diesen gehört der '''Hauptfriedhof''', im Stadtteil Scheune ''(Gumieńce)'' an der Pasewalker Chaussee ''(Ku Słońcu)'', mit 1,7 km² Fläche einer der größten Friedhöfe Europas. Er wurde auf Initiative des schon erwähnten Oberbürgermeisters Haken angelegt, der hier auch begraben liegt. Der nördlich angrenzende Stadtteil '''Pogodno''', die frühere ''Villenkolonie Braunsfelde'', ist Heimat des Fußballvereins Pogoń Szczecin, der die Stadt in der obersten polnischen Fußballliga (''Ekstraklasa'') vertritt. Nördlich dieses Stadtteils liegt der '''Eckerberger Wald''' ''(Park Leśny Arkónski)'', ein wichtiges Ausflugsziel. Der schöne Glambecksee ''(Głębokie = tiefer See)'' ist auch dort (Park Leśny Głębokie). Größere '''Plattenbausiedlungen''' liegen am westlichen Rand von Pogodno ''(Zawadzkiego, Somosierry)'', im Süden von Pogodno ''(Kaliny, Przyjaźni)'', in Niebuszewo (Zabelsdorf, ''Książąt Pomorskich'') sowie im südlichen Stadtteil Pomorzany ''(Wzgórze Hetmańskie)''.

Geschichte
Bild:Stettin_merian.JPG thumb|Stettin um 1640 (Merian) Bild:Stettin (Doppelseitige Farbkarte).jpg thumb|Stettin um 1888 Hauptartikel: Geschichte der Stadt Stettin Stettin entwickelte sich Ende des 12. Jahrhunderts aus einer Wenden wendischen und zwei benachbarten deutschen Siedlungen, denen der Geschichte Pommerns pommersche Herzog Barnim I. 1243 das Stadtrecht verlieh. Danach wuchsen die Stadtteile schnell zusammen und Stettin wurde zu einem bedeutenden Handelsplatz. 1278 erfolgte die Aufnahme in den Hansebund. Herzog Otto I. (Pommern) Otto I. machte Stettin 1309 zur Residenzstadt Pommerns. 1451 und 1464 wütete die Pest in der Stadt. Nach Einführung der Reformation wurde in Stettin die erste weltliche Hochschule Pommerns, das Pädagogium, gegründet. 1570 fand hier der so genannte Stettiner Friedenskongress statt, der den Dreikronenkrieg Nordischen Siebenjährigen Krieg beendete. Herzog Johann Friedrich (reg. 1569–1600) baute das Schloss zu einer Residenz im Renaissancestil aus und verlieh ihm im Wesentlichen das heutige Erscheinungsbild. 1637 starb hier Herzog Bogislaw XIV. als letzter Greifenherzog. Von 1630/37 bis 1713/20 war Stettin in Schweden schwedischer Hand. Als Sitz der schwedischen Provinzialverwaltung und wichtige Festung, die den nördlichsten Oderübergang sicherte, wurde sie in den Kriegen der schwedischen Großmachtzeit mehrmals belagert. 1659 widerstand sie den Belagerern, aber 1677 während des Schwedisch-Brandenburgischer Krieg Schwedisch-Brandenburgischen Krieges eroberte Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg die Stadt, musste sie aber wieder abgeben. 1713 besetzte der preußische König Friedrich Wilhelm I. (Preußen) Friedrich Wilhelm I. die Stadt und erwarb sie endgültig durch den Stockholmer Frieden von 1720. Die Preußen siedelten wichtige Verwaltungseinrichtungen an und bauten Stettin weiter zu einer Festungsstadt aus. Während der Koalitionskriege napoleonischen Kriege wurde die Festung 1806 von den Franzosen kampflos eingenommen, die die Stadt bis 1813 besetzt hielten. 1815 wurde Stettin Hauptstadt der preußischen Provinz Pommern. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Stettin–Berlin und der Erweiterung des Hafens entwickelte sich die Stadt auch zu einem wichtigen Industriestandort. Nach der Entfestung ab 1870 vergrößerte sich die Stadt durch neue Wohngebiete und Eingemeindungen. 1939 wurde durch die Eingemeindung der Städte Altdamm und Pölitz sowie weiterer 36 Gemeinden Groß Stettin geschaffen. Die rund tausend Stettiner Juden waren die ersten auf deutschem Gebiet, die von den Nazis deportiert wurden: im Februar 1940. 1944 richteten Bombenangriffe große Schäden an, und am 26. April 1945 wurde Stettin von der Rote Armee Roten Armee erobert. Der genaue Verlauf der Demarkationslinie zwischen der Sowjetischen Besatzungszone in Deutschland und den unter polnische Verwaltung gestellten deutschen Gebieten war im Stettiner Raum noch unklar, so dass die Sowjetunion zunächst davon absah, das westlich der Oder gelegene Stettin den polnischen Behörden zu übergeben. Nachdem in der Stadt nach Kriegsende eine von der sowjetischen Besatzung eingesetzte neugebildete deutsche Verwaltung tätig war, wurde sie erst am 5. Juli 1945 an Polen übergeben und in Szczecin umbenannt. Anschließend erfolgte die Ablösung der deutschen Stadtverwaltung und die Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Stettin wurde als Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft und unter Reaktivierung von Industrie, Bildungseinrichtungen e.t.c. wiederaufgebaut. Der Hafen wurde erst 1955 von der Sowjetunion an die Stadt übergeben. 1970 wie 1980 kam es zu Arbeiterunruhen und neben Danzig wurde Stettin zur Keimzelle der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc. 1972 machte die katholische Kirche Stettin zum Bistumssitz. Am 27. Mai 1990 wurde die erste demokratische Kommunalwahl durchgeführt. 1999 wurde Stettin im Zuge einer Verwaltungsreform Hauptstadt der neuen Woiwodschaft Westpommern.

Religion
Image:Katedra szczecinska.jpg thumb|Jakobikirche, Westfassade. Die Einwohner Stettins, so wie ganz Pommerns, wurden mit der Reformation fast ausschließlich evangelisch. 1905 waren 93,3 % der Stettiner evangelisch und 3,9 % katholisch. Die Eintragungen über Taufen, Eheschließungen und Todesfälle der evangelischen Kirchenmitglieder in Stettin sind seit 1603 vorhanden und wurden nach 1920 von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage HLT-Kirche ("Mormonen") aufgezeichnet. Mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 bis 1948 endete auch die evangelische Zeit in Stettin: von ehemals 15 Stadtgemeinden besteht noch eine, deren Zentrum die ehemalige '''Gertrudenkirche''' (heute: Św. Trójce/Trinitatis) an der Großen Lastadie (heute: ul. Energetyków) ist. Sie gehört zur Diözese Breslau der Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen Evangelischen Kirche Augsburger (lutherischer) Konfession in Polen, die etwa 0,3 % der Gesamtbevölkerung umfasst. Da die heutigen polnischen Bewohner mehrheitlich dem katholischen Glauben angehören, wurde 1972 ein katholisches Bistum mit Sitz in Stettin eingerichtet, das 1992 zum Erzbistum Stettin-Cammin erhoben wurde. Die '''Jakobskathedrale (Stettin) Jakobikirche''' im Zentrum der Stadt wurde zur katholischen Kathedrale. Bild:Szczecin greek catholic tram.jpg Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche.html" title="thumb thumb|Die [[Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche in der ul. Mickiewicza.html" title="Die [[Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche">thumb|Die [[Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche in der ul. Mickiewicza">Die [[Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche">thumb|Die [[Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche in der ul. Mickiewicza Die in großer Zahl in Stettin lebenden Ukrainer gehören überwiegend der Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche aber auch der Polnisch-Orthodoxe Kirche Polnisch-Orthodoxen Kirche an. Kirchen dieser beiden christlichen Religionsgemeinschaften Byzantinischer Ritus byzantinischen Ritus befinden sich auf dem früheren Gelände des Bethanienstifts an der ul. Mickiewicza. Stettin gilt auch als eines der Zentren des Buddhismus in Polen polnischen Buddhismus. Unter anderem befindet sich hier der Sitz der 'Misja Buddyjska' (Buddhistischen Mission), einer Dachorganisation Buddhismus buddhistischer Gruppen in Polen. Mit der Eröffnung einer 'Buddhistischen Bibliothek' im Rahmen der Pommerschen Bibliothek durch Tenzin Gyatso S.H. Dalai Lama im Mai 2000 wurde die Bedeutung Stettins gewürdigt. 2005 fand auf Einladung der polnischen Buddhisten der Jahreskongress der Europäische Buddhistische Union Europäischen Buddhistischen Union und das Treffen der 'Buddhist Teachers in Europe' in Stettin statt.

Wichtige Bauwerke, Straßen und Plätze
Bild:Mk Stettin Loitzhaus.jpg thumb|Das Loitzhaus Bild:Stettin-Marienkirche.jpg thumb|Die St.-Jacobi-Kirche In der '''Altstadt''': * Das '''Schloss der Herzöge von Pommern''' (''Zamek Książąt Pomorskich'') wurde im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Erst in den 80er Jahren wurde es im Stil der Renaissance rekonstruiert, als Orientierung dienten unter anderem Stiche aus dem 17. Jahrhundert. Das Schloss liegt an der nordöstlichen Ecke der Altstadt, besitzt einen großen, quadratischen und einen kleineren, länglichen Hof sowie zwei Türme. Im großen Schlosshof finden im Sommer Freiluftkonzerte statt. Ein Flügel des Schlosses dient als Stettiner Opernhaus. * Der benachbarte '''Siebenmäntelturm''' (''Baszta Siedmiu Płaszczy'') verdankt seinen Namen der Legende nach einem Schneider, der dem Herzog von Pommern sieben Mäntel nähen sollte, aber mit dem wertvollen Stoff zu fliehen versuchte und nach seiner Festnahme in diesem Stadtmauerturm seine Strafe absitzen musste. * Der gotische '''Loitzenhof''' (''Dom Loitzów '', 16. Jahrhundert) unterhalb des Schlosses war der Sitz der bedeutenden Kaufmannsfamilie Loitz, die durch den Salzhandel zu großem Reichtum kam und als Bankiers in vielen Städten Nordeuropas vertreten waren. Das Handelsimperium, dessen wichtigste Zentren außer Stettin auch Danzig und Lüneburg waren, brach 1572 zusammen, als große Kredite an den König Sigismund II. (Polen) Sigismund II. von Polen und Kurfürst Joachim II. (Brandenburg) Joachim II. von Brandenburg nach deren Tod nicht zurückgezahlt wurden. Die Familie Loitz konnte dadurch ihre eigenen Gläubiger nicht mehr bezahlen und musste aus Stettin fliehen. * Die spätgotische '''Peter-und-Paul-Kirche''' (''Kościół Piotra i Pawła'') steht an der Stelle des ersten christlichen Gotteshauses der Stadt, in dem bereits der Missionsbischof Otto von Bamberg 1124 die Messe feierte. * Die '''Jakobskathedrale von Stettin Jakobikirche''' (''Katedra pw. Św. Jakuba'') wurde von den Bürgern der stolzen Hansestadt nach dem Vorbild der (allerdings unerreichten) Lübecker Marienkirche errichtet. Die dreischiffige Hallenkirche war sehr reich ausgestattet, sie wurde jedoch 1677 durch Kriegsereignisse zerstört. 1894 stürzte der zuvor aufgestockte Westturm ein, wurde jedoch wiederaufgebaut. Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs hatten einen erneuten Einsturz des damals 119 Meter hohen Turms und große Schäden am Kirchenschiff zur Folge. Die Kirche wurde erneut wiederaufgebaut, die Nordwand erhielt dabei eine moderne Fassade im Stil der 1950er Jahre. Sie ist heute die Kathedrale des katholischen Erzbistum Stettin-Cammin Erzbistums Stettin-Cammin. Bild:Mk Stettin Heumarkt.jpg thumb|Heumarkt und Altes Rathaus * Das '''Alte Rathaus''' stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde ab 1677 im Barock barocken Stil wieder aufgebaut. Nach der Zerstörung während des Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieges erfolgte die Rekonstruktion der ursprünglichen Gotik gotischen Gestaltung. Die Nordfassade zum Neuen Markt ''(Rynek Nowy)'' erhielt einen vereinfacht rekonstruierten, durchbrochenen gotischen Ziergiebel, die Südfassade zum Heumarkt zeigt Formen der Renaissance. Im Alten Rathaus befindet sich heute das Museum für Stadtgeschichte. Im Ratskeller befindet sich ein Restaurant. * Der '''Heumarkt''' (''Rynek Sienny'') erhält zur Zeit seine historische Gestalt wieder. An seiner Ostseite entstehen Neubauten, deren Platzfassade am historischen Vorbild orientiert ist. Die westliche Platzseite ist noch nicht geschlossen. * Den '''Roßmarkt''' (''Plac Orła Białego'') nördlich der Jacobikirche ziert eine Grünanlage mit einer Statue der Göttin Flora (Mythologie) Flora (18. Jh.) und dem barocken '''Roßmarktbrunnen'''. Das große Gründerzeitbauwerk auf der Westseite des Platzes war die '''Preußische Nationalversicherung'''. Im Vorgängerbau (1723-26) wurde 1759 Maria Feodowora geboren. Im benachbarten, barocken '''Wolkenhauerhaus''', erbaut vom niederländischen Kaufmann Georg Christian Velthusen, produzierte die Firma C. Wolkenhauer Klaviere. Heute beherbergt es eine Musikhochschule. * Im ehemaligen '''Pommerschen Landtag''' in der Luisenstraße (''ul. Staromłyńska''), einem barocken Palast des Architekten G. C. Wallrave, befindet sich heute ein Museum zur Geschichte Pommerns. Das preußische '''Generalkommando''' direkt gegenüber ist Museum für polnische Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. * Das barocke '''Königstor''' (''Brama Królewska'', 1725-27) an der nördlichen Begrenzung der Altstadt und das '''Berliner Tor''' (''Brama Portowa'', 1725-29) am Hohenzollernplatz sind prächtige Schmuckbauten. Die Wandreliefs erinnern an den Kauf Pommerns durch Preußen. Bild:mk Stettin PAZIM.jpg thumb|Hochhauskomplex PAZIM In der '''Neustadt''': * Die '''Hakenterrasse''' (''Wały Chrobrego'') ist das bekannteste Bauensemble der Stadt. Die baumbestandene, hoch über der Oder gelegene Uferstraße entstand zwischen 1900 und 1914 auf dem Gelände des aufgegebenen Forts Leopold nördlich der Altstadt. Drei monumentale öffentliche Gebäude stehen hier. Die '''Seefahrthochschule''', das südliche Bauwerk, ist ein Bau der deutschen Neurenaissance. Ihr folgt das ehemalige '''Museum der Stadt Stettin''', ein heller Jugendstilbau mit einem stadtbildprägenden, kupfergedeckten Mittelturm. Es ist heute Sitz des Meeresmuseums, einer Abteilung des polnischen Nationalmuseums. Im Gebäude befindet sich außerdem ein Theater. Das dritte Großbauwerk, die in nordischer Renaissance errichtete '''Regierung von Pommern''' ist heute der Sitz der Wojewodschaft Westpommern. Vor dem mittleren Bau öffnet sich die Allee zwischen zwei Jugenstilpavillons zur Oder, eine breite Freitreppe führt hinunter zum Fluss. * Der Hochhauskomplex '''PAZIM''' wurde 1992 fertiggestellt, er beherbergt ein Hotel der Radisson-Kette sowie Büronutzungen. Das Hochhaus hat 22 Etagen und ist 92 m hoch. Es ist damit aber nur das zweithöchste Bauwerk der Stettiner Stadtgeschichte: der im Zweiten Weltkrieg eingestürzte Westturm der Jacobikirche war 119 m hoch. Neben dem PAZIM befindet sich das 2003 eröffnete Einkaufszentrum '''Galaxy Center''' ''(al. Wyzwolenia)'', in dem sich unter anderem Filialen von H&M und der französischen Hypermarktkette Géant befinden. * Die '''Kaiser-Wilhelm-Straße''' (''al. Jedności Narodowej'') ist die größte der Straßenachsen der Neustadt. Auf ihr liegen zwei große Plätze, der Kaiser-Wilhelm-Platz (''pl. Grunwaldzki'') und der Augustaplatz (''pl. Lotników''). Auf letzterem steht ein Reiterstandbild (1913) von Bartolomeo Colleoni. Die '''Quistorpaue''' (''Park Kasprowicza'') am nördlichen Ende der Straße wurde der Stadt von einem Bürger namens Quistorp unter der Bedingung geschenkt, dass sie für immer von Bebauung freizuhalten sei. Hier feierte Papst Johannes Paul II. 1987 mit rund einer Million Gläubigen die heilige Messe. Bild:PolandSzczecinPallace.JPG thumb|Die Generallandschaft am Paradeplatz Image:Poczta w Szczecinie.JPG thumb|Postamt * Der '''Paradeplatz''' (''al. Niepodległości'') ist heute der wichtigste Straßenzug der Innenstadt. Auf der östlichen Straßenseite gibt es Geschäfte und Restaurants, auf der westlichen Seite repräsentative Großbauten, darunter die neobarocke '''Generallandschaft''' (Emil Drews, 1891-1895), heute Sitz eines Kreditinstituts (Bank Pekao SA) und die benachbarte neugotische '''Oberpostdirektion''' (1903-1905). * Am südlich angrenzenden '''Hohenzollernplatz''' (''pl. Zwycięstwa'') stehen außer dem Berliner Tor zwei große Kirchen, die '''Bugenhagenkirche''' (neugotische und Jugenstilformen, 1906-1908) und die ehemalige '''Garnisonkirche''' (1913-1915, Jugendstil). * '''Neues Rathaus''' (1879 vollendet), neugotisch, auf dem Rathausplatz der '''Manzelbrunnen''' (Ludwig Manzel 1898). Anstatt der ''Sedina'', einer Allegorie allegorischen, die Stadt Stettin verkörpernden Frauenfigur, schmückt ihn heute ein Anker. In der Nähe steht das ehemalige '''Stadthaus''', heute medizinische Akademie, ein monumentaler Jugendstilbau mit hohem Turm. * Der unten beschriebene '''Hauptbahnhof''' macht einen wenig ansehnlichen Eindruck, das Empfangsgebäude stammt aus den 50er Jahren und zeigt im Innern eine große Landkarte Pommerns. In den '''äußeren Stadtteilen''': * Dammscher See (''Jezioro Dąbie'') * Hauptfriedhof * Herta-See (''Jezioro Szmaragdowe'') * Kartäuserkloster Grabow

Persönlichkeiten
Für die Persönlichkeiten die in Stettin geboren sind siehe Liste der Söhne und Töchter von Stettin. Weitere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten finden sich nachfolgend. * Daniel Cramer (1568-1637), lutherischer Theologe, Chronist und Autor * Carl Loewe (1796-1869), deutscher Komponist, Gymnasiallehrer und städtischer Musikdirektor in Stettin * Johannes Quistorp, industrielle Wohltäter der Stadt * Paul Robien (1882-1945), ein Vordenker der Umweltbewegung, verbrachte fast sein ganzes Leben in der Naturwarte Mönne an der Oder Ostodermündung in den Dammscher See Dammschen See.

Hochschulen
* Akademia Rolnicza Szczecin * Politechnika Szczecińska * Pomorska Akademia Medyczna Szczecin * Uniwersytet Szczeciński * Wyższa Szkoła Morska Szczecin

Wirtschaft und Verkehr


Seehafen Stettin-Swinemünde
Bild:mk Stettin Hafen.jpg thumb|Seehafen Stettin Der Seehafen an der Odermündung in das Stettiner Haff ist für die gesamte polnische Wirtschaft wichtig – der Hafen Stettin-Świnoujście ist nach Danzig der zweitgrößte Seehafen des Landes. Die Lage an der Odermündung macht Stettin zum natürlichen Seehafen für das gesamte Einzugsgebiet dieses Stroms. Dies betrifft seit 1945 zuallererst die Produktion des Oberschlesisches Industriegebiet Oberschlesischen Industriegebiets um Kattowitz, des größten Ballungsraums des Landes. Ähnlich wie im Ruhrgebiet bildet der örtliche Steinkohlebergbau die wirtschaftliche Grundlage dieser Region, die dortige Stahlindustrie benötigt außerdem Eisenerz. Das für Oberschlesien bestimmte Eisenerz wird deshalb über Stettin-Swinemünde importiert und dort auf Binnenschifffahrt Binnenschiffe verladen, die zu exportierenden fertigen Stahlprodukte nehmen den umgekehrten Weg, ebenfalls über Stettin. Bis 1945 war Stettin außerdem der Ein- und Ausfuhrhafen für Berlin, die zeitweise größte Industriestadt Europas war über den bereits 1605 (und nach Zerstörung 1743 wieder) eröffneten Finowkanal sowie ab 1917 über den moderneren Oder-Havel-Kanal mit der Oder verbunden. Die enge wirtschaftliche Symbiose zwischen beiden Städten riss nach Krieg, Vertreibung und Grenzziehung weitgehend ab. Durch den europäischen Einigungsprozess kann für die Schiffsverbindung zwischen Berlin und Stettin jedoch perspektivisch wieder eine größere Bedeutung angenommen werden. Der Seehafen Stettin-Swinemünde hatte 2004 einen Gesamtumschlag von 15,5 Millionen Tonnen und 27.700 Containern. Der Fährhafen (die meisten Verbindungen beginnen in Swinemünde) zählte 740.000 Passagiere, die die Verbindungen nach Skandinavien benutzten. Stettin ist außerdem ein bedeutender Schiffbaustandort, die Werft ist mit rund 10.000 Beschäftigten die größte in Europa.

Eisenbahnverkehr
Bild:Mk_Stettin_Hauptbahnhof.jpg thumb|Hauptbahnhof Bild:Bahnhof Stettin Hbf (Sczceczin Gl).jpg thumb| Blick vom Gleisfeld des Hauptbahnhofes zur Altstadt Stettin ist bereits seit 1843 an das Eisenbahnnetz angebunden. In diesem Jahr erreichte die am 1. August 1842 zwischen Berlin und Eberswalde eröffnete Stettiner Bahn ihren Endpunkt in der pommerschen Hauptstadt. Die Strecke begann im Stettiner Bahnhof an der Berliner Invalidenstraße und führt über Bernau bei Berlin Bernau, Eberswalde und Angermünde nach Stettin. Der Endbahnhof hieß demnach zunächst ''Berliner Bahnhof''; aus ihm entwickelte sich der heutige ''Hauptbahnhof'' ''(Szczecin Główny)'' am linken Oderufer südlich des alten Stadtkerns. Stettin war Sitz einer Eisenbahndirektion, der späteren Reichsbahndirektion. Außer der Strecke nach Berlin gibt es heute Eisenbahnlinien von Stettin nach Vorpommern (Pasewalk), auf der durchgehende Regionalzüge nach Lübeck verkehren, entlang der Oder nach Süden (Gryfino, Küstrin, Grünberg (Schlesien) Grünberg, Breslau), nach Osten (Stargard Szczeciński–Posen–Warschau und Stargard–Koszalin) sowie entlang der Ostseeküste über Kołobrzeg und Koszalin nach Danzig. Regionalzüge verkehren über Goleniów nach Kamień Pomorski sowie zur Insel Wolin Wollin bis nach Świnoujście. Auf dem linken Oderufer verkehren Vorortzüge quer durch das Stettiner Stadtgebiet nach Police (Oder) Police und Trzebiez. Die Strecken nach Angermünde und Pasewalk werden von Zügen der Deutsche Bahn Deutschen Bahn bedient. Ab Berlin-Hauptbahnhof ist Stettin ca. alle 2 Stunden erreichbar. Meistens besteht eine Anschlussverbindung über Angermünde, es gibt wenige durchgehende Züge. Die Regionalzüge über Pasewalk stellen eine durchgehende Verbindung ab Schwerin her. Das Wochenendticket und Ländertickets gelten bis Stettin. Die Bahnstrecke führt unmittelbar nördlich des Hauptbahnhofs in einem weiten Bogen über die Oder, die Insel ''Silberwiese (Kępa Parnicka)'' und die Parnitz. Jenseits dieses Oderarms erreicht die Bahn das Hafengebiet, ein großer Güterbahnhof ''(Port Centralny)'' schließt sich dort an.

Flughafen Stettin-Gollnow
Der Flughafen Stettin-Goleniów Flughafen in Goleniów (35 km nordöstlich) hatte 2003 rund 90.000 Passagiere und etwa 7.500 Flugbewegungen, bei stark steigender Tendenz. Die meisten Linienflüge gehen mit Polskie Linie Lotnicze LOT nach Flughafen Warschau Warschau, die irische Billiglinie Ryanair fliegt außerdem einmal täglich nach Flughafen London-Stansted London.

Oderbrücken
Bild:Stettin_Lange_Brucke_(1890-1900).jpg thumb|Hansabrücke, um 1900 In Stettin befinden sich die letzten festen Querungen der Oder vor ihrer Mündung. Im Stadtgebiet und der näheren Umgebung kreuzen vier Straßen und zwei Eisenbahnstrecken den in viele Flussarme geteilten Strom: * Südlich der Stadt, bereits im Bereich des Landschaftsschutzpark Unteres Odertal Landschaftsschutzparks Unteres Odertal gelegen, verläuft die '''Autobahn A6''' (Europastraße 28), die von Berlin nach Danzig führt. * Am südlichen Stadtrand verläuft die '''Schnellstraße''' nach Posen ''(Autostrada PoznaÅ„ska)'', die auch vom Stadtbus benutzt wird. Direkt parallel zur Straße verläuft eine Eisenbahnstrecke, die von Güterzügen zur Umfahrung des Hauptbahnhofs genutzt wird. Straße und Eisenbahn kreuzen West- und Ostoder jeweils auf gemeinsamen Brücken. * Die im Krieg zerstörte '''Bahnhofbrücke''' wurde nicht wiederaufgebaut, ihre Reste verbinden heute nur noch die Ahrensinsel mit der Silberwiese. * Die '''Eisenbahn''' quert unmittelbar nördlich des Hauptbahnhofs die Westoder, die anschließende Insel Silberwiese und die Parnitz. * Die traditionelle Stadtbrücke in der Altstadt war die '''Hansabrücke''', an ihrer Stelle steht heute die '''Lange Brücke''' ''(Most Dlugi)''. * Zwischen Schloss und Hakenterrasse kreuzt die am Königstor beginnende, autobahnähnliche '''Schlossstraße''' ''(Trasa Zamkowa)'' die Oder. Sie ist die letzte Oderbrücke vor der Mündung.

Stadtverkehr
Bild:Szczecinstreetcar.jpg thumb|Straßenbahnen am Grunwaldzki-Platz Bild:Konstal-Tram in Stettin.jpg thumb|Polnische Einheits-Tramwagen verkehren auch in Stettin, hier in der Nähe des Hauptbahnhofes Die von der Stettiner Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft 1879 als Pferdebahn eröffneten und ab 1897 elektrifizierten Straßenbahnlinien fuhren im Stadtgebiet und in einige nördliche Nachbarorte. Der städtische Verkehrsbetrieb ''MZK'' betreibt heute den öffentlichen Verkehr innerhalb des Stadtgebiets in Form eines umfangreichen Straßenbahnnetzes und ergänzender Autobus Buslinien. In der Stadt verkehren 11 Straßenbahnlinien. Die wichtigsten Umstiegsknoten sind am Berliner Tor sowie am Radisson-Hotel ''(pl. Rodła)''. Zwei Linien fahren über die Lange Brücke auf das östliche Ufer der Westoder, enden dort jedoch nach einigen Kilometern im Hafengebiet. Der Bezirk Altdamm rechts der Ostoder wird nicht von der Straßenbahn erreicht.

Siehe auch
* Liste der Söhne und Töchter von Stettin * {{Commons|Szczecin|Stettin}}

Literatur
* Martin Wehrmann: Geschichte der Stadt Stettin. Stettin: Sauniers 1911 *Herman Schulze: ''Der Stettiner Hafen''. Sonderabdruck aus dem Jahrbuch 1922/23 der Hafenbautechnischen Gesellschaft. Hamburg 1926 ([http://dlib.bg.pwr.wroc.pl/publication/684 Digitalisat]) *Eckhardt Wend (Hrsg.): ''Stettiner Lebensbilder''. (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern: Reihe 5; Bd. 40). Böhlau, Köln u. a. 2004, ISBN 3-412-09404-8 * Ernst Zahnow: Wanderziele in und um Stettin. Ein Ratgeber für Schulen, Jugendverbände und Heimatfreunde. Stettin: Sauniers 1933

Weblinks

- Stadtverwaltung Stettin (poln., dt., engl.)
- Hafen Stettin-Swinemünde (engl.)
- Stadtplan
- Informationen über Stettin (touristisch)
- Ich liebe Stettin (poln.)
- Stettin in alten Ansichtskarten (poln.)
- Fotos aus dem Stadtviertel Braunsfelde (poln.)
- Fotos aus Stettin (poln., engl.)

Quellen
{{Navigationsleiste Woiwodschaft Westpommern}} Kategorie:Stettin Kategorie:Ort in Polen (dt.) Kategorie:Ort mit Seehafen Kategorie:Hauptstadt einer Woiwodschaft be:ШчÑ?цін bg:Шчечин cs:Å tÄ›tín csb:Sztetëno da:Stettin en:Szczecin eo:Szczecin es:Szczecin et:Szczecin eu:Szczecin fi:Szczecin fr:Szczecin hu:Szczecin id:Szczecin is:Szczecin it:Stettino ja:シュãƒ?ã‚§ãƒ?ン jv:Szczecin ko:슈체친 li:Stettin lt:Å Ä?ecinas lv:Å Ä?ecina mt:Szczecin na:Szczecin nds:Stettin nds-nl:Stettin nl:Szczecin no:Szczecin pl:Szczecin pt:Estetino ro:Szczecin ru:Щецин simple:Szczecin sk:Å tetín sl:Szczecin sr:Шчећин sv:Szczecin tr:Szczecin uk:Щецін zh:什切é?’ {{Commons|Category:Szczecin}} Kategorie:Europa nach Ort Kategorie:Polen nach Ort Kategorie:Pommern Kategorie:Ort als Thema en:Category:Szczecin pl:Kategoria:Szczecin

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