W i l l k o m m e n   b e i   [ www.mauspfeil.com ]
 
 







          

 

Wörterbuch der Bedeutung
<<Zurück
Bitte wählen Sie einen Buchstaben:
A, Ä | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O, Ö | P | Q | R | S | T | U, Ü | V | W | X | Y | Z | 0-9

Suchen:

(Groß-/Kleinschreibung wird nicht unterschieden)

Shopping-Bestseller-Suche:   
 Klicken Sie hier, um zur Shopping-Mall zu gelangen

Google


Silbe

*** Shopping-Tipp: Silbe

Die '''Silbe''' (v. lat.: ''syllaba'', griech.: ''συλλαβή'' "Zusammenfassung". Hier: Zsf. von Lauten oder Phonemen) ist ein Grammatik grammatischer beziehungsweise Sprachwissenschaft linguistischer Begriff, der eine Einheit aus einem oder mehreren aufeinander folgenden Lauten (Phonemen) bezeichnet, die sich in einem Zug aussprechen lassen (Sprecheinheit). Sie stellt die kleinste Lautgruppe im natürlichen Sprechfluss dar. Sie ist eine phonetische und keine Sinneinheit. Das bedeutet, dass die Einteilung in Silben oft nicht mit der Einteilung in bedeutungstragende Einheiten (Morpheme) übereinstimmt. Jedes Phonologie phonologische Wort lässt sich in Silben unterteilen - diese Unterteilung dient als Basis für die schriftsprachliche Trennung am Zeilenende (Silbentrennung), welche durch einen Trennstrich gekennzeichnet wird (beispielsweise Faul-heit, Weis-heit, Sil-be, lus-tig, Lü-cke, wa-rum, Chi-rurg). In der Lyrik und jeder anderen Versdichtung konstituiert der Wechsel aus betonten und unbetonten Silben das Metrum. In diesem Zusammenhang wird eine vom Metrum geforderte betonte Silbe als Hebung (Verslehre) Hebung, eine unbetonte als Senkung (Verslehre) Senkung bezeichnet. Zwar hat jede Sprache eigene Regeln für den Aufbau ihrer Silben, aber einige davon gelten Universalie universell: Eine Silbe muss immer genau einen Silbengipfel enthalten. Das ist meistens ein Vokal oder Doppelvokal (Diphthong). Zusätzlich kann sie einen oder mehrere Konsonanten aufweisen. Manche Sprachen (z.B. Deutsche Sprache Deutsch) erlauben in unbetonten Silben auch Sonorität sonore Konsonanten wie Nasale oder Liquiden als Silbengipfel. Andere Sprachen, z.B. Tschechische Sprache Tschechisch, erlauben auch in betonten Silben bestimmte Konsonanten als Silbengipfel, z.B. StrÄ? prst skrz krk "Steck den Finger durch den Hals". Als '''silbisch''' bezeichnet man einen Konsonanten, wenn er in einem Wort Silbenträger ist. Beispiel ist das Wort "Laden" [{{IPA|ˈlaË?dnÌ©}}] mit Internationales Phonetisches Alphabet#Darstellung des Standarddeutschen silbischem /n/.

Silbenstruktur
Die Silbe setzt sich zusammen aus einer Gruppe von Lauten im natürlichen Sprechfluss, welche der Sprecher in einem Atemzug aussprechen kann. Die Silbe ist also die kleinste freie phonologische Einheit. Die Silbenstruktur gliedert sich in genau einen '''Silbengipfel''' mit einem optionalen linken und rechten Rand. Der linke Silbenrand (Anfangsrand) nennt sich '''Silbenansatz'''. Der rechte Rand heißt '''Silbenkoda''' (von ital. ''coda'' für ''Schwanz''). Der Silbengipfel gilt als obligatorisch in allen oder fast allen Sprachen der Welt. Der Silbenansatz (engl. ''onset'') ist in vielen Sprachen obligatorisch, in anderen (inkl. Deutsche Sprache Deutsch) darf der Silbenansatz auch fehlen. Die Silbenkoda ist in keiner Sprache obligatorisch, sie ist immer entweder fakultativ (z.B. im Deutschen) oder sie kommt gar nicht vor (z.B. im Hawaiische Sprache Hawaiischen).

Silbenansatz
Der Silbenansatz (auch: Anfangsrand, Silbenanlaut, Anlaut, Kopf, onset, Silbenansatz) besteht aus einem oder mehreren Konsonanten, z. B. die Konsonanten [{{IPA|n}}] und [{{IPA|m}}] im Wort ''Name'' bilden jeweils den Ansatz einer Silbe. Aufeinanderfolge und maximale Anzahl sind dabei eingeschränkt. Die Beschränkung gilt sowohl einzelsprachlich unter Gesichtspunkten der Phonotaktik, als auch universell wegen der Sonoritätshierarchie. Eine Konsonantenfolge im Silbenansatz hat meistens steigende Sonorität, aber es gibt Ausnahmen wie die Folge [{{IPA|ʃt}}] im deutschen Wort ''Stock''. Phoneme, die nicht im Silbenkern einer Silbe stehen können, sondern nur in der Silbenschale, heißen Satellitenphoneme. Dazu zählen Syllabizität nichtsilbische Konsonanten oder die nicht voll vokalischen Teile eines Diphthongs. Im Deutsche Sprache Deutschen sind mit wenigen Ausnahmen (z. B. /n/ und /l/) alle Konsonanten Satellitenphoneme, in anderen Sprachen ist die Anzahl der Konsonanten, die als Silbenkern auftreten können, bedeutend größer. Vokale können in der Regel immer den Silbenkern bilden, sie gehören daher nicht in die Kategorie Satellitenphonem. Der morphologische Anlaut als der erste Sprachlaut eines Wortes siehe Anlaut.

Silbenreim
Die konsonantische Silbenkoda bildet zusammen mit dem vokalischen Silbenkern den '''Silbenreim'''.

=Silbengipfel
= Der '''Silbengipfel''' ('''Nukleus''', '''Silbenkern''') ist der Moment der größten Schallfülle einer Silbe und damit deren sonoranter Hauptteil ("Segment mit der höchsten Prominenz"). In der Regel ist dieser Silbengipfel vokalisch, z.B. der Vokal [{{IPA|a}}] im wort ''Kamm'' bildet den Gipfel einer Silbe. Ist kein Vokal vorhanden, so liegt der Silbenkern auf einem Fließlaut (Liquida) oder auf einem Nasallaut, z.B. der [{{IPA|l}}]-Laut im Wort ''Gipfel'' und der [{{IPA|n}}]-Laut im Wort ''laden'' bilden jeweils den Gipfel einer vokallosen Silbe. Die Silbe als kleinste freie phonologische Einheit hat genau einen Nukleus. Konsonantische Satellitenphoneme (Silbenanlaut und Silbenkoda) können den Nukleus umgeben. Eine größere phonologische Einheit kann mehrere Silbengipfel aufweisen. Ein Silbenkern besteht im einfachsten Falle aus exakt einem Vokal. In den meisten Sprachen findet sich als leichteste Abweichung ein Silbengipfel aus zwei Vokalen und somit aus einem Diphthong, z.B. {{IPA.html">Triphthong, also eine unmittelbar Folge von drei Vokalen oder Halbvokalen im Nukleus, silbengipfelfähig, z.B. im englischen Wort ''fire'' [{{IPA faɪə}}]_(Britisches Englisch#Received Pronunciation|RP). Silbenkerne : Einzelvokale: a, e, i, o, u, y, ä, ö, ü Doppelvokale: aa, ee, ie, oo Diphthonge: ai, au, äu, ei, eu

=Silbenkoda
= Die Silbenkoda besteht aus einem oder mehreren Konsonanten. Aufeinanderfolge und maximale Anzahl der Konsonanten sind dabei eingeschränkt. Die Beschränkung gilt sowohl einzelsprachlich unter Gesichtspunkten der Phonotaktik, als auch universell wegen der Sonoritätshierarchie. Eine Konsonantenfolge in der Silbenkoda hat meistens fallende Sonorität, aber es gibt Ausnahmen wie die Folge [{{IPA|pʃ}}] im deutschen Wort ''hübsch''. In vielen Sprachen, inkl. Deutsch, muss ein Obstruent in der Koda stimmlos sein, siehe dazu Auslautverhärtung.

= Silbenschale
= Die Silbenschale setzt sich zusammen aus den fakultativen Silbenrändern (Silbenkopf und Silbenkoda). Kopf und Koda bilden die konsonantische Umgebung des obligatorischen vokalischen Silbengipfels.

Silbenbildung
Die '''Silbenbildung''' beschreibt die Bildung von Silben aus Lautsegmenten, welche aufeinanderfolgen nach bestimmten Regeln. Verwendung finden z.B: die Regeln der Sonoritätshierarchie.

Phonotaktische Einordnung
Das Sonoritätsprinzip besagt, dass die Sonorität jeder Silbe zum Silbengipfel hin zunimmt und dann wieder abnimmt. Die Phonologie einer Sprache teilt die Sprachlaute ein nach phonologischen Sonoritätsklassen, welche relativ voneinander sind. Die Syllabizität eines Sprachlauts ist kein intrinsisches, kontextfreies Merkmal eines Segments, sondern das vergleichende Ergebnis des syntagmatischen Kontrasts des Segmentes mit hinreichender Sonorität gegenüber anderen Segmenten mit Lauten geringerer Sonorität. Ein Laut ist Syllabizität silbisch, wenn er einen '''Silbenkern''' aufweist.

Silbenqualität und -quantität


Silbenqualität
Die Silbenqualität beschreibt eine Silbe bezüglich ihrer Segment segmentellen Struktur. Unterschieden wird zwischen offener und geschlossener Silbe sowie zwischen nackter und bedeckter Silbe.

=Bedeckte und nackte Silben
= Eine bedeckte Silbe ist eine Silbe mit einem konsonantischen Silbenkopf. Beginnt die Silbe jedoch mit einem Vokal, so handelt es sich um eine nackte Silbe. ''Beispiel:'' Die dritte Silbe des Wortes „Museum“ ist eine nackte Silbe.

=Offene und geschlossene Silben
= Silben mit leerer Koda, also Silben, bei denen dem Silbengipfel kein Konsonant folgt, sind '''offene Silben'''. '''Geschlossene Silben''' wiederum enden auf mindestens einem Konsonanten im Auslaut. ''Beispiele'': *Die erste Silbe des Wortes ''Silbe'' ist eine geschlossene Silbe. *Die zweite Silbe des Wortes ''Silbe'' ist eine offene Silbe.

Silbenquantität
Die Silbenquantität beschreibt einzelne Silben nach ihrer Silbendauer Dauer bzw. nach ihrer Silbengewicht Schwere. Bezüglich der Silbendauer wird unterschieden zwischen '''kurzen und langen Silben''' und bezüglich des Silbengewichts zwischen '''leichten und schweren Silben'''.

Silbenposition
Um Silben eines Wortes in Hinsicht auf ihre Position zu bezeichnen, sind für die letzten drei Wortsilben lateinische Fachausdrücke gebräuchlich: die letzte Silbe eines Wortes nennt man '''Ultima''' (lat. ''ultima'', "die Letzte"), die vorletzte '''Pänultima''' (lat. ''paenultima'') und die vorvorletzte '''Antepänultima''' (lat. ''antepaenultima''). Um Wörter der klassischen und der romanischen Sprachen in Hinsicht auf diejenige Silbe zu bezeichnen, die den Hauptakzent trägt, sind dagegen griechische Fachausdrücke gebräuchlich: liegt der Hauptakzent auf der letzten Silbe, nennt man das Wort ein '''Oxytonon'''; liegt er auf der vorletzten Silbe, spricht man von einem '''Paroxytonon''', und fällt er auf die vorvorletzte Silbe, so ist das Wort ein '''Proparoxytonon'''. Alle drei Begriffe sind ihrerseits "proparoxytonal", nämlich mit der Hauptbetonung auf dem "y", auszusprechen.

Optimale Silbe
Eine '''optimale Silbe''' weist lediglich zum Silbenkern einen initialen Silbenansatz auf und verzichtet auf die Koda. ''Beispiele'' Sprachen wie die austronesischen Hawaiische Sprache Hawaiisch und Rotokas oder das australische Mudburra gestatten nur optimale Silben. (Bsp: hawaiisch: ''Honolulu'').

Siehe auch
* Silbenkern * Silbengewicht * Silbengrenze * Silbenzählung *Silbenphonologie

Quellen
*Duden Band 4 Grammatik, Mannheim 2005 *Greenberg, Joseph H. „Some generalizations concerning initial and final consonant clusters.“, 1978 *Greenberg, Joseph H. (Hsg), Universals of human language, 1978, S. 243-279 *Glück, Helmut (Hsg), Metzler-Lexikon Sprache, 2000
- Meinschaefer, Judith, Silbe und Sonorität in Sprache und Gehirn (pdf), 1998, S. 26-76
- Stolz, Thomas Herbert. Komplexe Nuklei (pdf) Kategorie:Silbe ! af:Lettergreep br:Silabenn ca:Síl·laba cs:Slabika cy:Sillaf en:Syllable eo:Silabo es:Sílaba fi:Tavu (kielitiede) fr:Syllabe gl:Sílaba he:הברה io:Silabo it:Sillaba ja:音節 ko:�절 mr:विकिपीडिया साहाय�य:संपादन nl:Lettergreep nn:Staving no:Stavelse oc:Sillaba pl:Sylaba pt:Sílaba ro:Silabă ru:Слог simple:Syllable sq:Rrokja sv:Stavelse zh:音节 Die Silbe wird in Phonetik und Phonologie verschieden definiert. In beiden Fällen ist es die kleinste suprasegmentale Merkmale suprasegmentale (lautübergreifende) Einheit. Kategorie:Phonetik Kategorie:Phonologie

*** Shopping-Tipp: Silbe




[Der Artikel zu Silbe stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Silbe zu editieren.
Die Texte von Wikipedia und dieser Seite stehen unter der GNU Free Documentation License.]

<<Zurück | Zur Startseite | Impressum | Zum Beginn dieser Seite