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Serife

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Bild:Typografische Begriffe.png thumb|400px|Typografische Begriffe Als '''Serife''' (''franz. Füßchen'' oder auch ''Schraffe'') bezeichnet man die (mehr oder weniger) feinen Linien, die einen Buchstabenstrich am Ende, quer zu seiner Grundrichtung abschließen. Es wird allgemein angenommen, dass Serifen die Leserlichkeit eines (gedruckten) Textes verbessern, daher werden längere Texte üblicherweise in einer Serifenschrift gedruckt. Die bessere Leserlichkeit soll dabei vor allem durch die Betonung der Grundlinie und Mittellinie einer Schrift durch die Serifen zustandekommen. Serifenlose Schriften werden dagegen eher für kurze Texte und Überschriften eingesetzt. Die bekannteste Serife-Schriftart ist Times New Roman. Eine bekannte Sans-Serife (''franz. ohne Füßchen'') Schriftart ist Arial

Ursprung
Über den Ursprung der Serifen ist man sich uneins. Sicher ist, dass schon die Römisches Reich Römer ihre Inschriften mit Serifen in Stein gemeißelt haben, nachdem die Buchstaben mit einem Pinsel vorgezeichnet worden waren. Möglich ist, dass die Serifen durch das Ansetzen des Pinsels entstanden und beim Meißeln übernommen wurden. Dafür spricht, dass sich Serifen auch in handschriftlichen Dokumenten wiederfinden, die mit Tinte und Feder geschrieben wurden. Vielleicht hatten die Serifen auch einen praktischen Grund: Durch einen „Querschlag“ am Anfang und am Ende eines jeden Striches wurde verhindert, dass der Stein beim Meißeln weiter aufplatzt. Aus handwerklicher Sicht (Steinmetz/Steinbildhauer) ist die Anarbeitung einer Serife in jedem Fall sehr aufwendig. Gerade im Hinblick der römischen Capitalis Monumentalis als möglichen Ursprung der Serife, ist sie im Ursprung eher ein Gestaltungsmerkmal oder dient der Verbesserung der Lesbarkeit der Schrift. Dafür spricht, dass vorrömische Schriftzeichen, wie zum Beispiel frühe Keilschrift Keilschriften oder Semitische Sprachen Sabäisch, technisch einfach und anscheinend auf das wesentliche reduziert, gesetzt worden sind. Unter anderem ist mit der etruskischen Schrift eine Übergangsphase weg von der klaren funktionalen Schriftform, hin zur gestalteten Schriftsprache der Römer zu erkennen.

Schriftklassifikation
Bild:Serifenformen.png thumb|300px|Serifenformen In der Schriftklassifikation spielen Serifen eine wichtige Rolle. Durch Beurteilung von Stärke und Form der Serifen können Schriften in verschiedene Klassen eingeordnet werden. Über Jahrhunderte hinweg hat sich das Aussehen der Serifen gewandelt. Während sie in der '''Französischen''' und der '''Venezianischen Renaissance-Antiqua''' noch kräftig und der Übergang zum Buchstabenstrich deutlich gerundet war, wurden die Strichstärkenkontraste in der '''Barock-Antiqua''' schon deutlich ausgeprägter, die Serifen dadurch gerader und feiner. Bei der '''Klassizistischen Linear-Antiqua''' waren die Serifen nur noch zarte, völlig waagerechte Striche ohne Übergang zum Hauptstrich. Mit Aufkommen der Industrialisierung Anfang des 19. Jahrhunderts kehrte sich die Entwicklung um: Für Reklame und Plakate erfand man die Egyptienne oder '''Serifenbetonte Linear-Antiqua'''. Bei diesen Schriften gibt es (fast) keinen Strichstärkenkontrast mehr, dadurch wurden die Serifen ebenso stark ausgeprägt wie Grund- und Haarstriche. Diese Schriften waren die typischen Schreibmaschinen-Schriften. Ebenfalls Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte man serifenlose Schriften, die so genannte Grotesk (Schrift) Grotesk oder '''serifenlose Linear-Antiqua'''. Die serifenlosen Schriften haben sich ab Anfang des 20. Jahrhunderts einen festen Platz in der Typografie erarbeitet. Bei Nichtproportionale Schriftart nichtproportionalen Schriftarten wie Courier (Schriftart) Courier kann mit Serifen der Leerraum, der um schmale Buchstaben wie "i" und "l" entsteht, gefüllt werden.

Abhängigkeit der Form von der Technik
Zum Teil ist die Form der Serife technisch bedingt. Wenn der Buchstabe dadurch entsteht, dass vom Stempelschneider das umgebende Material entfernt wird, entstehen, bedingt durch die Form des Schneidewerkzeuges und die Art des Schnitts, abgerundete Ecken am Übergang von der Serife zum angrenzenden Strich. Wenn der Buchstabe herausgeschnitten, gestochen wird, entsteht zum Beispiel ein scharfer rechter Winkel. Auch feinere Linien sind möglich. Die Buchstaben sehen „wie gestochen“ aus. Beim Computerdruck ergeben sich wiederum andere Bedingungen. Jede beliebige Form ist prinzipiell möglich, aber es gibt Grenzen durch die begrenzte Auflösung zum Beispiel durch die Rasterung des Bildschirms oder durch das Druckerraster. Kategorie:Typografie Kategorie:Schrift Kategorie:Schreibtechnik be:СÑ?рыф cs:Serif da:Serif en:Serif eo:Serifo es:Gracia (tipografía) et:Seriif eu:Serif fr:Empattement (typographie) ja:セリフ lt:Serifai nl:Schreef pl:Szeryf (typografia) pt:Serifa sk:Serif sv:Serif zh:白体 (字体)

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