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Semnonen

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Die '''Semnonen''' waren der bedeutendste Germanen germanische Zweigstamm der Sueben im Raum zwischen Elbe und Oder von der Böhmen böhmischen Grenze bis an die Havel, zeitweise auch jenseits der Oder und der Warthe. Die Semnonen hatten im Gegensatz zu den meisten anderen Germanen westgermanischen Stämmen noch um 100 n. Chr. Könige. Nach Tacitus hatten sie 100 Gaue, in denen sich jeweils ein heiliger Hain, das kultische Zentrum der Sueben#Sueben bei Tacitus Sueben, befand. Die Semnonen wurden zum letzten Mal 260 n. Chr. als Synonym zu Juthungen, einem Alamannen alamannischen Teilstamm, erwähnt. Damals war ein großer Teil der Semnonen bereits nach Südwestdeutschland gewandert. In Brandenburg verbliebene Reste gingen erst im 6./7. Jahrhundert in den Slawen auf.

Heiliger Hain der Semnonen
„Als die ältesten und vornehmsten Sueben betrachten sich die Semnonen. Den Glauben an ihr hohes Alter bestätigt ein religiöser Brauch. Zu bestimmter Zeit treffen sich sämtliche Stämme desselben Geblüts, durch Abgesandte vertreten, in einem Haine, der durch die von den Vätern geschauten Vorzeichen und durch uralte Scheu geheiligt ist. Dort leiten sie mit öffentlichem Menschenopfer die schauderhafte Feier ihres rohen Brauches ein. Dem Hain wird auch sonst Verehrung gezeigt: niemand betritt ihn, er sei denn gefesselt, um seine Unterwürfigkeit und die Macht der Gottheit zu bekunden. Fällt jemand hin, so darf er sich nicht aufheben lassen oder selbst aufstehen; auf dem Erdboden wälzt er sich hinaus. Insgesamt gründet sich der Kultbrauch auf den Glauben, dass von dort der Stamm sich herleite, dort die allbeherrschende Gottheit wohne, der alles unterworfen, gehorsam sei.“ ''(Tacitus: Germania)''

Bauwerke
Die elbgermanischen Semnonen bauten ihre Siedlungen aus Holz oder Flechtwerkswänden und gaben ihnen einen Verputz aus Lehm. Ein Kalkanstrich gab den Bauwerken die notwendige Wetterfestigkeit und schützte sie vor Ungeziefer. Pro Siedlung gab es in der Regel 1 oder 2 Speicher, die zum Schutz vor Nagetieren auf Stelzen gebaut worden waren. Diese wurden vorzugsweise zum Spinnen und Weben beansprucht. In den Siedlungsgebieten standen Ausschmelzherde für die Gewinnung von Raseneisenerz, ein schmiedbares Eisen sowie Öfen für die Kalkstein Kalkgewinnung.

Landwirtschaft
In der Landwirtschaft setzte man vor allem auf die Zucht von Hausschwein Schweinen, Hausschaf Schafen, Hausrind Rindern und Hausziege Ziegen. Gemäß der Pollenanalyse von Tacitus bestanden jeweils drei Viertel eines Feldmarks aus Weidland, während der übrige Anteil für den Getreideanbau verwendet wurde. Als Pflug gab es einen einfachen Haken mit einer Eichengabel. Dabei spielte die Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus eine wichtige Rolle.

Literatur
* Tacitus, Germania, Kapitel 39 (z.B. bei Reclam) * Hans J. Arnold, ''Als in Hermsdorf noch die Semnonen wohnten'', ISBN: 3927611182 Kategorie:Germanen Kategorie:Germanischer Stamm als:Semnonen ca:Sèmnons en:Semnoni fi:Semnonit fr:Semmons nl:Semnonen

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[Der Artikel zu Semnonen stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Semnonen zu editieren.
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