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Schnittstelle

*** Shopping-Tipp: Schnittstelle

Die '''Schnittstelle''', auch '''Interface''' [{{IPA|ˈɪntÉšfeɪs}}] (Englische Sprache englisch „von Angesicht zu Angesicht“), ist ein Teil eines Systems und dient der Kommunikation. Der Austausch von Informationen erfolgt in Form von physikalischen (z. B. Elektrische Spannung, Stromstärke) oder logischen Größen (Daten#Informatik Daten) und kann analog (z.B. Mikrofon an einer Soundkarte) oder digital (z.B. Parallelschnittstelle des PC) erfolgen. Nicht als ''Interface'' bezeichnet werden allgemeine mechanische Verbindungselemente der Konstruktionslehre, die der Informationsübermittlung dienen (etwa Seilzüge oder Federn). Man unterscheidet: * ''Datenschnittstellen'' (''data interface''), Schnittstellen zur Datenübermittlung im allgemeinen * ''Maschinenschnittstelle'' zwischen physischen Systemen * ''Hardwareschnittstelle'' (''hardware interface'') zwischen physischen Systemen der Computertechnik * ''Softwareschnittstelle'' (''software interface'') zwischen Programmen * ''Benutzerschnittstelle'' (''user interface''), Schnittstellen zwischen Mensch und Gerät Eine Schnittstelle wird durch eine Menge von Regeln beschrieben, der ''Schnittstellenbeschreibung''. Neben der Beschreibung, welche Funktionen vorhanden sind und wie sie benutzt werden, gehört zu der Schnittstellenbeschreibung auch ein so genannter ''Kontrakt'', der die Formale Semantik Semantik der einzelnen Funktionen beschreibt. Standardisierte Schnittstellen bieten den Vorteil, dass Komponenten oder Module, die die gleiche Schnittstelle unterstützen, gegeneinander ausgetauscht werden können, das heißt sie sind zueinander Kompatibilität (Technik) kompatibel. Es kommt häufig vor, dass zwei Teilnehmer der Kommunikation unterschiedliche, aber zueinander passende Schnittstellen besitzen müssen (Kompatibilität, z.B. Stecker - Buchse).

Maschinenschnittstellen
''Maschinenschnittstellen'' sind der Punkt, an dem ein Gerät bzw. eine Maschine mit einem weiteren Gerät bzw. mit einer weiteren Maschine Interaktion interagiert. Eine solche Schnittstelle wird wie folgt beschrieben.

Physikalische Daten
Mechanische Parameter: *Örtliche Lage (Länge, Breite, Höhe bezogen auf einen festzulegenden Referenzpunkt (Koordinaten) Bezugspunkt) *Abmessungen (Längen, Breite, Höhe, ggf. andere Abmessungen der mechanischen Schnittstelle, wie beispielsweise Lochabstände oder Durchmesser für Befestigung) *Verbindungselemente (Art und Lage) *Erforderliche Kräfte und Momente, um eine statische Bestimmtheit des Systems zu gewährleisten (z.B. Anzugsmomente für Schrauben, Nietverbindungen) *Lage der Kraftangriffspunkte *Dynamische Belastungen (z. B. Schwingungen, Explosionen) *Drücke (max., min. bei Hydraulik, Pneumatik, ggf. bei Förderung) *Bei Materialförderung (auch Luft oder Flüssigkeiten): Art des Materials und Menge je Zeiteinheit (min., max.) *Nichtelektrische Energieformen an der Schnittstelle (Pneumatik, Hydraulik) Elektrische Parameter: *Lage und Art der elektrischen Verbindung(en) *Elektrische Spannung (min., max.) *Elektrischer Strom (min., max.) *Weitere, notwendige Informationen über Leitungsdaten (Art und Querschnitt), Erdung *Systemparameter elektrischer Steuerungen Thermische Parameter: *Systemtemperaturen (max., min.)

Chemische Daten
*Erforderliche Materialeigenschaften der Konstruktionsmaterialien des Ursprungssystems und der anzuschließenden Systeme *Gegebenenfalls Eigenschaften zu fördernden Materials

Hardwareschnittstellen
''Hardwareschnittstellen'' sind Schnittstellen zwischen physikalischen Systemen in der ''Elektrotechnik'' und ''Elektronik''. Hardwareschnittstellen sind in der ''Computertechnik'' weit verbreitet. Industrienormen sorgen zum Beispiel dafür, dass ein Personal Computer PC ein offenes System ist, das aus Komponenten verschiedener Hersteller zusammengesetzt werden kann. Beispiele für Hardwareschnittstellen die in Computern eingesetzt werden sind der PCI-Bus, Small Computer System Interface SCSI, Universal Serial Bus USB, Firewire und die ältere EIA-232 (auch als RS-232 oder V24 bekannt). Man unterscheidet zwischen Parallele Schnittstelle paralleler und Serielle Schnittstelle serieller (Hardware-)Schnittstelle, je nach dem, ob mehrere Bits gleichzeitig übertragen werden können (siehe Parallele Datenübertragung). Im Kontext von Peripheriegeräten für Computer ist mit ''paralleler Schnittstelle'' im allgemeinen der IEEE 1284-Anschluss gemeint, der meistens für den Drucker verwendet wird; als ''serielle Schnittstelle'' bezeichnet man in diesem Zusammenhang die veraltete EIA-232-Schnittstelle. In der ''Elektrotechnik'' ergibt jedes Verbinden von analogen oder digitalen Geräten beim Zusammentreffen eine Schnittstelle. Bei jeder Schnittstelle bildet der Ausgangswiderstand ''R''a der Quelle mit dem Eingangswiderstand ''R''i der Last eine Anpassungsdämpfung. Besonders ist der wichtige Dämpfungsfaktor für diese Anpassungsdämpfung bei der Schnittstelle vom Endverstärker zum Lautsprecher zu beachten; letzteres ist wie bei allen Verbindungen in der Tontechnik ausschließlich Spannungsanpassung mit ''R''i ≪ ''R''a. Das Verbinden eines Mikrofons mit dem Eingang einer Soundkarte ergibt eine Schnittstelle mit den Problemen der Anpassungsdämpfung, genauso das Verbinden eines Endverstärkers mit dem Lautsprecher. Bei der Verbindung von digitalen Geräten ist Leistungsanpassung mit ''R''i = ''R''a üblich.

Softwareschnittstellen
''Softwareschnittstellen'' oder softwareseitige ''Datenschnittstellen'' sind logische Berührungspunkte in einem Softwaresystem: sie definieren, wie Kommandos und Daten zwischen verschiedenen Prozess (Computer) Prozessen und Softwarekomponente Komponenten ausgetauscht werden. Dabei unterscheidet man Schnittstellen zum Zugriff auf Systemroutinen, zur Kommunikation mit anderen Prozessen und zum Verbinden einzelner Softwarekomponenten (Module) eines Programmes bzw. programmübergreifende Schnittstellen.

Schnittstellen zur Interprozesskommunikation
Manche Schnittstellen ermöglichen die Kommunikation zwischen verschiedenen Programmen (Interprozesskommunikation, ''IPC'') auf dem gleichen oder einem anderen Computer. Beispiele für solche Kommunikationsschnittstellen über ein Netzwerk hinweg sind Remote Procedure Call, Distributed Component Object Model DCOM, Remote Method Invocation RMI oder CORBA (siehe auch Interface Definition Language), aber auch ODBC und Java Database Connectivity JDBC. Auch die bekannten Netzwerkprotokolle wie Transmission Control Protocol TCP, Hypertext Transfer Protocol HTTP, usw. können als IPC-Schnittstellen verstanden werden.

Schnittstellen für Programmkomponenten
''Schnittstellen für Programmkomponenten'' sind eine formale Deklaration, welche Funktionen vorhanden sind und wie sie angesprochen werden können. Das hat den Vorteil, dass Modul (Softwarearchitektur) Module, die die gleiche Schnittstelle besitzen, gegeneinander ausgetauscht werden können. Auch ist es auf diese Weise möglich, verschiedene Komponenten gleichzeitig zu entwickeln, ohne dass die erste fertig sein muss um die zweite zu übersetzen. Solche Schnittstellen dienen der Modularisierung einer Softwarearchitektur. Ein frühes Beispiel für solche Komponenten-Schnittstellen sind Header-Dateien, wie sie in C (Programmiersprache) C und C++ verwendet werden. Besonders wichtig sind Schnittstellen aber für Programmbibliotheken, die erst zur Laufzeit geladen werden (so genannte ''Dynamische Bibliotheken''): Sie erlauben zu erkennen, welches Programm welche Bibliothek in welcher Version benötigt. Eine besondere Bedeutung haben ''Schnittstellen in der Objektorientierte Programmierung Objektorientierten Programmierung'': Hier werden sie verwendet, um für bestimmte Objektorientierte Programmierung Klassen festzulegen, welche Objektorientierte Programmierung Methoden sie unterstützen müssen und an welchen Stellen Objekt (Programmierung) Instanzen dieser Klasse verwendet werden dürfen. Ontologie (Informatik) Ontologisch bedeutet die Zugehörigkeit einer Instanz zu einem bestimmten Interface eine ''ist-ein''-Relation.
''Siehe dazu:'' Schnittstelle (objektorientierte Programmierung) Schnittstellen in der objektorientierten Programmierung

Benutzerschnittstellen
''Benutzerschnittstellen'' (oder Mensch-Maschine-Schnittstellen) ist der Punkt, an dem ein Mensch mit einem Gerät Interaktion interagiert. Das können Schalter und andere Bedienelemente sein, Anzeigen von Geräten, aber auch die Grafische Benutzeroberfläche eines modernen Computers oder eine einfache Kommandozeile.

Siehe auch
*Adapter *Parallele Schnittstelle, Serielle Schnittstelle *Universal Serial Bus USB (Universal Serial Bus) *Small Computer System Interface SCSI (Small Computer System Interface) *Schnittstellendämpfung, Eingangsimpedanz, Ausgangsimpedanz

Literatur
*Wulf R. Halbach: ''Interfaces. Medien- und Kommunikationstheoretische Elemente einer Interface-Theorie.'' Fink, München 1994, ISBN 3-7705-2934-0 Kategorie:Schnittstelle en:Interface es:Interfaz id:Antarmuka ja:インターフェース nl:Interface no:Brukergrensesnitt pl:Interfejs pt:Interface ru:ИнтерфейÑ? sv:Gränssnitt zh:接å?£ Kategorie:Kommunikationstechnik Kategorie:Softwarearchitektur Kategorie:Systemengineering

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