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0-9
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Sanskrit
*** Shopping-Tipp: Sanskrit
{{Infobox_Sprache|
Sprache=Sanskrit (संस�कृत)|
Länder=Indien|
Klassifikation=* Indogermanische Sprachen
*: Indoiranische Sprachen
*:: Indoarische Sprachen|
KSprache=Sanskrit|
Sprecher=nur als Zweitsprache (1961:190.000)|
Amtssprache=-|
ISO1=sa|
ISO2=san|
SIL=san
}}
Bild:Sanskrit.png thumb|Das Wort Sanskrit in Devanagari-Schrift
'''Sanskrit''' (संसà¥?कृत, n., {{IAST|saṃská¹›ta}}, von ''sam'' „zusammen“ und {{IAST|''ká¹›ta''}} „gemacht“, wörtl: „zusammengefügt“, {{IAST|saṃská¹›tÄ? vÄ?k}}: „zusammengesetzte Sprache“) ist die Sprache der ältesten Indische Literatur indischen Literatur, der Veden und spielt vor allem im Hinduismus eine wesentliche Rolle. Sanskrit ist die klassische Sprache der Brahmanen, sie wurde erstmals von Panini (Grammatiker) Panini im 4. Jahrhundert v. Chr. systematisiert.
Die Entstehung wird auf 1200 v. Chr. datiert, das zu dieser Zeit übliche Vedische Sprache Vedisch unterscheidet sich jedoch noch vom klassischen Sanskrit. Beim Ausbausprache Sprachausbau des Hindi wurden sehr viele Sanskrit-Wörter verwendet. Sanskrit wird seit einigen Jahrhunderten hauptsächlich in Devanagarischrift geschrieben, gelegentlich auch in lokalen Schriften. Es ist heute eine weitgehend „tote“ Sprache wie Latein, aber immer noch die heilige Sprache der Hindus, da alle religiösen Schriften von den Veden und Upanishaden bis zur Bhagavad-Gita in Sanskrit verfasst wurden und häufig auch so vorgetragen werden. Auch für religiöse Rituale wie Gottesdienste, Hochzeiten und Totenrituale ist sie noch heute unerlässlich.
Beispiele für Sanskrit-Lehnwort Lehnwörter im Deutschen: Arier, Ashram, Avatar, Bhagwan, Chakra, Guru, Dschungel, Ingwer, Orange (Frucht) Orange, Kajal, Mandala, Mantra, Moschus, Nirwana, Swastika, Tantra, Yoga
Geschichte
Sanskrit ist in der Form des Vedische Sprache Vedischen die älteste der Indoarische Sprachen Indoarischen Sprachen. Aus ihm entstanden Sprachen wie Hindi, Urdu, Bengali, Marathi, Kashmiri, Punjabi, Nepalesische Sprache Nepalesisch und Romani. ''Vedisches Sanskrit'' (Vedisch) ist eine archaische Form des Sanskrit, in der die vier heiligen Veden der Hindus verfasst wurden. Vedisches Sanskrit unterscheidet sich von Klassischem Sanskrit in etwa wie Homerisches Griechisch von Klassischem Griechisch. Zu den wichtigsten Unterschieden zählen:
* Mindestens drei Phoneme des Vedischen Sanskrit sind verloren gegangen: der Stimmloser bilabialer Frikativ stimmlose bilabiale Frikativ (/{{IPA|ɸ}}/), der Stimmloser velarer Frikativ stimmlose velare Frikativ (/x/) und der Stimmhafter lateraler retroflexer Approximant stimmhafte laterale retroflexe Approximant (/{{IPA|É}}/).
* Der Modus Konjunktiv (Subjunktiv) taucht im Sanskrit nicht mehr auf.
* Vedisches Sanskrit hatte ungefähr zwölf Möglichkeiten den Infinitiv zu bilden; klassisches Sanskrit nur eine.
* Klassisches Sanskrit hat viele Wörter aus den Dravidische Sprachen Dravidischen Sprachen entlehnt.
Sanskrit wurde im Gegensatz zum Prakrit als die reine und heilige Sprache bewertet und war immer eine Hoch- bzw. „Literatur“-Sprache für religiöse und wissenschaftliche Themen. Viele Sanskrittexte wurden mündlich überliefert, bevor sie in späteren Jahrhunderten (oft erst im Mittelalter) niedergeschrieben wurden. Die älteste erhaltene Grammatik zum Sanskrit stammt von Panini (Grammatiker) Panini, der bereits im 5. bzw. 4. Jahrhundert v. Chr. in seinem Werk ''Ashtadhyayi'' die fast 4000 Regeln der Sanskrit-Morphologie beschrieb. In seiner ausgeklügelten Systematik entwickelte er die Konzepte der Phoneme, Morpheme und Wurzeln, die in die westliche Linguistik erst rund 2500 Jahre später Eingang fanden:
An erster Stelle stehen bei Panini die Vokale (a {{IAST|Ä?}} i {{IAST|Ä«}} u {{IAST|Å«}} {{IAST|á¹›}} {{IAST|á¹?}} {{IAST|ḷ}} {{IAST|ḹ}} e ai o au), dann kommen - nach der Artikulationsstelle - von hinten nach vorne die Konsonantenreihen:
1. Gutturale (Kanthya, कणà¥?ठय, {{IAST|''kaṇá¹hya''}}),
2. Palatale (Talavya, तालवà¥?य, {{IAST|''tÄ?lavya''}}),
3. Zerebrale (Murdhanya, मूर�धन�य, {{IAST|''mūrdhanya''}}),
4. Dentale (Dantya, ढन�त�य, {{IAST|''dantya''}}),
5. Labiale (Oshthya, ओषà¥?ठà¥?य, {{IAST|''oá¹£á¹hya''}}).
Am Ende der Liste stehen:
* Halbvokale (ya, la, la, va)
* Zischlaute ({{IAST|śa}}, {{IAST|ṣa}}, sa)
* Hauchlaut (ha)
Diese (auf der genauen Beobachtung von Klängen basierende) Systematik des Sanskrit wurde einige Zeit vor den indischen Schriften (Brahmi, Devanagari) entwickelt.
Indogermanische Sprache
Sanskrit gehört zum Indische Sprachen indischen Zweig der Indogermanische Sprachfamilie indogermanischen Sprachfamilie und hat damit einen gemeinsamen Ursprung mit der großen Mehrheit der modernen europäischen Sprachen, aber auch mit den klassischen Sprachen wie Latein und Griechische Sprache Griechisch. Die Verwandtschaft kann beispielsweise illustriert werden mit den Worten für Mutter und Vater: ''matr.'' und ''pitr.'' in Sanskrit; ''mater'' und ''pater'' in Latein sowie metÄ“r (μήτηÏ?) beziehungsweise patÄ“r (πατήÏ?) im Altgriechischen, aber auch der Begriff ''yoga'' geht auf die selbe Wortwurzel wie lat. ''jugum'', dt. ''Joch'' zurück. Bemerkenswert ist auch die ähnliche Grundstruktur in der Grammatik, etwa Genus Geschlechter, Funktion der Kasus (Fälle), Tempus Tempora (Zeitgefüge), Modus (Grammatik) Modi.
Im Sanskrit sind alle acht Fälle der Indogermanische Ursprache indogermanischen Ursprache erhalten geblieben: Nominativ, Vokativ, Akkusativ, Instrumentalis, Dativ, Ablativ, Genitiv und Lokativ. Zusätzlich zu Singular und Plural gibt es im Sanskrit noch den Dual (Grammatik) Dual.
Die Ähnlichkeiten zwischen Latein, Griechisch und Sanskrit spielten eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Indogermanistik; erst als im Rahmen der Kolonialisierung Europäer nach Indien kamen und begannen, indische Literatur zu übersetzen, wurde die auffallende Ähnlichkeit der Sprachen entdeckt.
Phonologie und Schrift
Klassisches Sanskrit hat 48 Phoneme, vedisches Sanskrit hat 49.
Die Phoneme werden hier in ihrer traditionellen Reihenfolge beschrieben:
Vokale, Plosive und Nasal (Phonetik) Nasale (geordnet nach dem Artikulationsort, von hinten nach vorne) und schließlich Approximanten und Frikative.
Die Transliteration erfolgt in den beiden Systemen IAST (International Alphabet of Sanskrit Transliteration) und HK (Harvard-Kyoto).
Anmerkung: Die Vokalquantität langen Vokale werden etwa doppelt so lang wie ihre kurzen Gegenstücke ausgesprochen. Darüber hinaus existiert für die meisten Vokale eine dritte Quantitätsstufe 'sehr lang', die z. B. im Vokativ Anwendung findet.
Vokale
{| class="prettytable"
|-bgcolor="#EFEFEF" align="center"
| '''DevanÄ?garÄ«'''||'''Diakritisches Zeichen mit “{{Unicode|पà¥?}}â€?'''||'''Aussprache'''||'''Aussprache mit / p /'''||IAST '''||'''ITRANS ||'''Deutsch '''
|-align="center"
| {{Unicode|अ}}||{{Unicode|प}}||{{IPA|/ ə /}}||{{IPA|/ pə /}}||a||a||kurzer Schwa: wie ''e'' in alt'''e'''
|-align="center"
| {{Unicode|आ}}||{{Unicode|पा}}||{{IPA|/ É‘Ë? /}}||{{IPA|/ pÉ‘Ë? /}}||Ä?||A||langer Ungerundeter offener Hinterzungenvokal: wie ''a'' in V'''a'''ter
|-align="center"
| {{Unicode|इ}}||{{Unicode|पि}}||{{IPA|/ i /}}||{{IPA|/ pi /}}||i||i|| kurzer Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal: wie ''i'' in s'''i'''ngen
|-align="center"
| {{Unicode|ई}}||{{Unicode|पी}}||{{IPA|/ iË? /}}||{{IPA|/ piË? /}}||Ä«||I||langer Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal: wie ''ie'' in Sp'''ie'''l
|-align="center"
| {{Unicode|उ}}||{{Unicode|प�}}||{{IPA|/ u /}}||{{IPA|/ pu /}}||u||u|| kurzer Geschlossener hinterer gerundeter Vokal: wie ''u'' in H'''u'''nd
|-align="center"
| {{Unicode|ऊ}}||{{Unicode|पू}}||{{IPA|/ uË? /}}||{{IPA|/ puË? /}}||Å«||U|| langer Geschlossener hinterer gerundeter Vokal: wie ''u'' in t'''u'''n
|-align="center"
| {{Unicode|à¤?}}||{{Unicode|पे}}||{{IPA|/ eË? /}}||{{IPA|/ peË? /}}||e||e|| langer Ungerundeter halbgeschlossener Vorderzungenvokal: wie ''e'' in d'''e'''m
|-align="center"
| {{Unicode|�}}||{{Unicode|पै}}||{{IPA|/ əi / ''od.'' / ai /}}||{{IPA|/ pəi / ''od.'' / pai /}}||ai||ai|| ein langer Diphthong: wie ''ei'' in h'''ei'''lig
|-align="center"
| {{Unicode|ओ}}||{{Unicode|पो}}||{{IPA|/ οË? /}}||{{IPA|/ poË? /}}||o||o|| langer Gerundeter halbgeschlossener Hinterzungenvokal: wie ''o'' in r'''o'''t
|-align="center"
| {{Unicode|औ}}||{{Unicode|पौ}}||{{IPA|/ əu / ''od.'' / au /}}||{{IPA|/ pəu / ''od.'' / pau /}}||au||au|| ein langer Diphthong: wie ''au'' in h'''au'''s
|-align="center"
| {{Unicode|ऋ}}||{{Unicode|पृ}}||{{IPA|/ɻˌ /}}||{{IPA|/ pɻˌ /}}||{{Unicode|ṛ}}||R|| kurzer syllabischer Stimmhafter retroflexer Approximant wie ein Vokal: ungefähr wie ''ir'' in Americanisch Englisch b'''ir'''d
|-align="center"
| {{Unicode|ॠ}}||{{Unicode|पॄ}}||{{IPA|/ ɻˌË? /}}||{{IPA|/ pɻˌË? /}}||{{Unicode|á¹?}}||RR|| langer syllabischer Stimmhafter retroflexer Approximant wie ein Vokal: Eine längere Variante von {{IPA|/ rÌ© /}}
|-align="center"
| {{Unicode|ऌ}} ||{{Unicode|पॢ}}||{{IPA|/ ÉËŒ /}}||{{IPA|/ pÉ̩ˌ /}}||{{Unicode|ḷ}}||LR|| kurzer syllabischer Stimmhafter lateraler retroflexer Approximant wie ein Vokal: ungefähr wie ''l'' in Englisch hand'''l'''e
|-align="center"
| {{Unicode|ॡ}} ||{{Unicode|पॣ}}||{{IPA|/ É̩ˌË? /}}||{{IPA|/ pÉ̩ˌË? /}}||{{Unicode|ḹ}}||LRR|| langer syllabischer Stimmhafter lateraler retroflexer Approximant wie ein Vokal: Eine längere Variante von {{IPA|/ ÉËŒ /}}
|-
|}
Anders als in den meisten europäischen Sprachen einschließlich des Deutschen sind {{IAST|á¹›}}, {{IAST|á¹?}} und {{IAST|ḷ}} im Sanskrit Vokale. Einige Grammatiken erwähnen noch ॡ {{IAST|ḹ}}, eine längere Version des {{IAST|ḷ}}, aber dieser Vokal tritt eigentlich im Sanskrit nicht auf und ist augenscheinlich in Analogie zu den anderen Vokalen hinzugefügt worden, um eine Symmetrie von langen und kurzen Vokalen zu komplettieren. Die Sanskrit-Grammatiker klassifizieren / eË? / und / oË? / für grammatikalische Zwecke als Diphthonge, aber sie werden als Monophthonge ausgesprochen. Wenn ein einzelner Konsonant ohne Vokal geschrieben werden soll, wird der sogenannte „halanta/virama“ ({{Unicode|पà¥?}}) verwendet. Dieser wird besonders am Ende eines Wortes verwendet. Ein Konsonant ohne irgendein diakritisches Zeichen bedeutet, dass ihm der kurze Vokal schwa (/ {{IPA|É™}} /) folgt.
Alle Vokale können Nasalvokal nasaliert werden.
Konsonanten
Diese Tabelle gibt die Phonologie der Konsonanten in Sanskrit wieder.
{| class="prettytable"
|-bgcolor="#EFEFEF"
!colspan="2"|
!colspan="2"| '''Labial'''
| '''Labiodental'''
!colspan="2"| '''Dental'''
!colspan="2"| '''Retroflex'''
!colspan="2"| '''Palatal'''
!colspan="2"| '''Velar'''
!colspan="2"| '''Pharyngal'''
|-
!bgcolor="#EFEFEF" rowspan="2"| '''Plosive'''
!bgcolor="#EFEFEF"| '''Aspiration (Phonetik) unaspiriert'''
| p {{Unicode|प}}|| b {{Unicode|ब}}|| || t {{Unicode|त}}|| d {{Unicode|द}} || {{Unicode|Ṡ(T) ट}} || {{Unicode|� (D) ड}} || c (ch) {{Unicode|च}} || j {{Unicode|ज}} || k {{Unicode|क}} || g {{Unicode|ग}}
!colspan="2"|
|-
!bgcolor="#EFEFEF"| '''Aspiration (Phonetik) aspiriert'''
| ph {{Unicode|फ}} || bh {{Unicode|à¤}} || || th {{Unicode|थ}} || dh {{Unicode|ध}} || {{Unicode|á¹h (Th) ठ}} || {{Unicode|á¸?h (Dh) ढ}} || ch (chh) {{Unicode|छ}} || jh {{Unicode|à¤?}} || kh {{Unicode|ख}} || gh {{Unicode|घ}}
!colspan="2"|
|-
!bgcolor="#EFEFEF" colspan="2"| '''Nasale'''
!colspan="2" style="font-weight: normal"| m {{Unicode|म}}
|
!colspan="2" style="font-weight: normal"| n {{Unicode|न}}
!colspan="2" style="font-weight: normal"| {{Unicode|ṇ}} (N) {{Unicode|ण}}
!colspan="2" style="font-weight: normal"| ñ (J) {{Unicode|ञ}}
!colspan="2" style="font-weight: normal"| {{Unicode|ṅ}} (G) {{Unicode|ङ}}
!colspan="2"|
|-
!bgcolor="#EFEFEF" colspan="2"| '''Halbvokale'''
!colspan="2"|
!style="font-weight: normal"| v {{Unicode|व}}
!colspan="2"|
!colspan="2"|
!colspan="2" style="font-weight: normal"| y {{Unicode|य}}
!colspan="2"|
!colspan="2"|
|-
!bgcolor="#EFEFEF" colspan="2"| '''Approximanten'''
!colspan="2"|
|
!colspan="2" style="font-weight: normal"| l {{Unicode|ल}}
!colspan="2" style="font-weight: normal"| r {{Unicode|र}}
!colspan="2"|
!colspan="2"|
!colspan="2"|
|-
!bgcolor="#EFEFEF" colspan="2"| '''Frikative'''
!colspan="2"|
|
!colspan="2" style="font-weight: normal"| s {{Unicode|स}}
!colspan="2" style="font-weight: normal"| {{Unicode|ṣ}} (S) {{Unicode|ष}}
!colspan="2" style="font-weight: normal"| ś (z) {{Unicode|श}}
!colspan="2"|
!style="font-weight: normal"| {{Unicode|ḥ (H) ः}}
!style="font-weight: normal"| h {{Unicode|ह}}
|}
Daneben gibt es noch das {{IAST|anusvÄ?ra}} ({{IAST|ṃ (M) ं}}), das entweder die Nasalierung des vorhergehenden Vokals oder einen zum folgenden Konsonanten Artikulationsort homorganen Nasal anzeigt.
Diese Tabelle zeigt die Liste der Sanskrit Konsonanten mit Aussprachebeispielen in Deutsch und Englisch.
{| class="prettytable"
|-bgcolor="#EFEFEF"
|align="center" colspan="6"|'''Plosive'''
|-
!
!Aspiration (Phonetik) unaspiriert Stimmlosigkeit
!Aspiration (Phonetik) aspiriert Stimmlosigkeit
!Aspiration (Phonetik) unaspiriert Stimmhaftigkeit
!Aspiration (Phonetik) aspiriert Stimmhaftigkeit
!Nasal
|-align="center"
|Velar
|{{Unicode|क}} {{IPA|/ kə /}}; Deutsch: '''k'''lar
|{{Unicode|ख}} {{IPA|/ khə /}}; ≈Deutsch: '''k'''ein
|{{Unicode|ग}} {{IPA|/ gə /}}; Deutsch: '''g'''ehen
|{{Unicode|घ}} {{IPA|/ gɦə /}}; aspiriert / g /
|{{Unicode|ङ}} {{IPA|/ ŋə /}}; Deutsch: ri'''ng'''
|-align="center"
|Palatal
|{{Unicode|च}} {{IPA|/ cə /}}; ≈Deutsch: Deu'''tsch'''land
|{{Unicode|छ}} {{IPA|/ chə /}}; aspiriert / c /
|{{Unicode|ज}} {{IPA|/ ɟə /}}; ≈Englisch: '''j'''oke
|{{Unicode|�}} {{IPA|/ ɟɦə /}}; aspiriert {{IPA|/ ɟ /}}
|{{Unicode|ञ}} {{IPA|/ ɲə /}}; Englisch: fi'''n'''ch
|-align="center"
|Retroflex
|{{Unicode|ट}} {{IPA|/ ʈə /}}; Americanisch Eng: hur'''t'''ing
|{{Unicode|ठ}} {{IPA|/ ʈhə /}}; aspiriert {{IPA|/ ʈ /}}
|{{Unicode|ड}} {{IPA|/ ɖə /}}; Americanisch Eng: mur'''d'''er
|{{Unicode|ढ}} {{IPA|/ ɖɦə /}}; aspiriert {{IPA|/ ɖ /}}
|{{Unicode|ण}} {{IPA|/ ɳə /}}; Americanisch Eng: hu'''n'''ter
|-align="center"
|Apico-Dental
|{{Unicode|त}} {{IPA|/ t̪ə /}}; '''T'''oma'''t'''e
|{{Unicode|थ}} {{IPA|/ t̪hə /}}; aspiriert {{IPA|/ t̪ /}}
|{{Unicode|द}} {{IPA|/ d̪ə /}}; Spanish: '''d'''on'''d'''e
|{{Unicode|ध}} {{IPA|/ d̪ɦə /}}; aspiriert {{IPA|/ d̪ /}}
|{{Unicode|न {{IPA|/ nə /}}; Deutsch: '''N'''ame
|-align="center"
|Labial
|{{Unicode|प}} {{IPA|/ pə /}}; Deutsch: '''P'''latz
|{{Unicode|फ}} {{IPA|/ phə /}}; Deutsch: '''P'''ik
|{{Unicode|ब}} {{IPA|/ bə /}}; Deutsch: '''B'''eruf
|{{Unicode|à¤}} {{IPA|/ bɦə /}}; aspiriert / b /
|{{Unicode|म}} {{IPA|/ mə /}}; Deutsch: '''m'''ein
|-
|}
{| class="prettytable"
|-bgcolor="#EFEFEF"
|align="center" colspan="5"|'''Non-Plosives/Sonorants'''
|-
!
!Palatal
!Retroflex
!Dental/ Alveolar
!Velar/ Glottal
|-align="center"
|Approximant
|{{Unicode|य}} {{IPA|/ jə /}}; Deutsch: '''J'''ude
|{{Unicode|र}} {{IPA|/ ɻə /}}; Americanisch Eng: tea'''r'''ing
|{{Unicode|ल}} {{IPA|/ lə /}}; Deutsch: '''l'''ieben
|{{Unicode|व {{IPA|/ ʋə /}}; ≈Deutsch: '''w'''as
|-align="center"
|Sibilant/ Frikative
|{{Unicode|श}} {{IPA|/ ɕə / od. / ʃə /}}; Deutsch: '''Sch'''af
|{{Unicode|ष}} {{IPA|/ ʂə /}}; Retroflex {{IPA|/ ʃ /}}
|{{Unicode|स}} {{IPA|/ sə /}}; Deutsch: wi'''ss'''en
|{{Unicode|ह}} {{IPA|/ ɦə /}}; ≈Deutsch: '''h'''eim
|-
|}
Betonung
Im Sanskrit werden Silben durch einen sogenannten melodischen oder musikalischen Akzent betont, d.h. die betonte Silbe durch eine hörbar anderen Tonhöhe markiert. Sanskrit ist also eine gemäßigte Tonsprache. Indische Grammatiken definieren drei Töne (''svara''): {{IAST|''udÄ?tta''}} 'erhöht', {{IAST|''anudÄ?tta''}} 'nicht erhöht' und ''svarita''. In der Transliteration wird {{IAST|udÄ?tta}} üblicherweise mit einem Akut (´) und {{IAST|anudÄ?tta}} mit einem Grave (`) angezeigt. Svarita tritt nur als Produkt euphonischer Vokalkombinationen auf und ist dadurch deutlich seltener als die beiden anderen Töne. Der Tonakzent (Linguistik) Tonakzent ist im klassischen Sanskrit verloren gegangen (und wurde nur in vedischen Gesängen bewahrt).
Sandhi
Sanskrit hat ein komplexes System Phonologie phonologischer Regeln namens Sandhi und Samaas, die auch in der Schriftsprache (außer in sogenannten ''pada''-Texten) wiedergegeben werden. Sandhi meint die beim Kombinieren von Phonemen auftretenden Veränderungen, insbesondere an Wortgrenzen. Diese Vorgänge sind in jeder gesprochenen Sprache anzutreffen, im Sanskrit jedoch sind sie genau reguliert und kodifiziert.
Beispiele:
* a + u → o (Kath'''o'''panishad)
* o + i → avi
* t + c → cc (Sa'''cc'''it)
Anfängern und ungeübten Lesern können Sandhi erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen von Sanskrittexten bereiten. Sie erzeugen außerdem Mehrdeutigkeiten, die von guten Dichtern genutzt werden, um Gedichte zu schreiben, die auf verschiedenartige und durchaus widersprüchliche Weisen gelesen werden können - je nachdem, wie der Leser die Sandhi auflöst.
Schrift
Bild:Devimahatmya Sanskrit MS Nepal 11c.jpg thumb|Devimahatmya in Sanskrit auf Palmblättern, Bihar oder Nepal, 11. Jahrnundert
Sanskrit hatte in seiner Geschichte keine einzelne mit ihm assoziierte Schrift. Ashoka benutzte die Brahmi-Schrift für seine Edikte des Ashoka Säuleninschriften (die nicht in Sanskrit, sondern Prakrit-Dialekte und anderen Sprachen verfasst wurden). Ungefähr zur selben Zeit wie die Brahmi-Schrift wurde auch die Kharoshthi-Schrift benutzt. Später, etwa im vierten bis achten nachchristlichen Jahrhundert, war die aus der Brahmi-Schrift abgeleitete Gupta-Schrift vorherrschend in Gebrauch. Etwa im 8. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Gupta die Sharada-Schrift, die vom 12. Jahrhundert an über Zwischenstufen wie Siddham wiederum durch Devanagari abgelöst wurde. Daneben wurde noch in anderen Schriften geschrieben, z. B. Kannada im Süden oder in Bengalische Schrift bengalischer Schrift im Norden.
Seit dem Mittelalter und insbesondere heute ist DevanÄ?garÄ« ('die in der Stadt der Götter benutzte (Schrift)') die am weitesten verbreitete und gebräuchlichste Schrift für Sanskrit. Gelegentlich finden sich in Gegenden Indiens, in denen Devanagari nicht die übliche Gebrauchsschrift ist, noch Texte in lokalen Schriften.
Die Schrift kam erst relativ spät nach Indien und war auch dann nur von untergeordneter Bedeutung, da Wissen meist mündlich vermittelt und auswendig gelernt wurde. Nach Thomas William Rhys Davids könnte die Schrift von Händlern aus dem Naher Osten Nahen Osten nach Indien gebracht worden sein. Sanskrit, das ausschließlich zu sakralen Zwecken benutzt wurde, blieb jedoch bis weit in die klassische Periode Indiens eine rein mündliche Sprache.
Seit dem 19. Jahrhundert gibt es auch eine Transliteration des Sanskrit in lateinischer Umschrift. Die gebräuchlichste Umschrift ist gegenwärtig IAST (International Alphabet of Sanskrit Transliteration), der akademische Standard seit 1912. Andere Transliterationssysteme wurden entwickelt, um die Schwierigkeiten bei Anzeige und Druck der notwendigen Sonderzeichen für Sanskrit zu umgehen, so etwa das früher gängige Harvard-Kyoto und ITRANS, ein verlustloses Transliterationssystem, das vor allem im Internet weite Verbreitung findet.
In der Wissenschaft verwendet man für die Transkription und Reproduktion ganzer Texte und längerer Ausschnitte entweder lateinische Umschrift oder {{IAST|DevanÄ?garÄ«}}. Individuelle Namen und einzelne Wörter werden in Texten, die in europäischen Sprachen verfasst sind, meist in lateinischer Umschrift wiedergegeben. Für religiöse Zwecke bedient man sich aber bevorzugt der Devanagarischrift, manchmal auch zusammen mit Glossen in lateinischer Umschrift.
Morphologie
Sanskrit ist wie Deutsch oder Latein eine flektierende Sprache, hat jedoch eine noch viel umfangreichere Flexionsmorphologie als diese. Im Allgemeinen wird die grammatikalische Funktion eines Substantivs oder Verbs innerhalb eines Satzes durch Suffixe ausgedrückt. Die folgenden Abschnitte benutzen das IAST Transliterationsschema.
Verben
Die Konjugation der Verben im Sanskrit hat folgende Kategorien:
* drei Genus verbi Genera verbi: Aktiv (parasmaipada), Medium (Grammatik) Medium (Atmanepada Ä?tmanepada), Passiv (auch in unpersönlicher Form: „Es soll gegangen werden“ = höfliche Form für „Geht bitte!“)
* sechs Tempora: Präsens, Imperfekt, Futur, Konditional, Aorist, Perfekt. Zur Bildung der Tempora gibt es vier Tempusstämme:
** ''Präsensstamm'' für Präsens und Imperfekt
** ''Futurstamm'' für Futur und Konditional
** ''Aoriststamm'' für Aorist
** ''Perfektstamm'' für Perfekt
* drei Modus Modi: Indikativ, Optativ, Imperativ. Der Optativ im Aorist wird Prekativ genannt. Außerdem finden sich Reste eines vierten Modus, dem Injunktiv in der Aoristform, welche Prohibitiv genannt wird.
* drei Numerus Numeri: Singular (ekavacana), Dual (dvivacana), Plural (bahuvacana)
* drei Person (Sprache) Personen je Numerus: 1. Person (prathamapuruṣa), 2. Person (madhyamapuruṣa), 3. Person (uttamapuruṣa). Im Sanskrit ist die 1. Person „Er/Sie/Es“ bzw. „Sie“ (Pl) und die 3. Person „Ich“
= Präsenssystem
=
Die Verben des Sanskrit wurden von den alten indischen Grammatikern in 10 Klassen zur Formbildung im Präsenssystem eingeteilt. Viele Verben können nach mehreren Präsensklassen flektiert werden. Man vermutet, dass diese Klassen ursprünglich auch semantische Unterschiede kennzeichneten. Im Sanskrit gibt es meist jedoch keine Bedeutungsdifferenzierung mehr (z. B. bibharti (3. Kl.) und bharati (1. Kl.) sind synonym). Die 10 Klassen kann man in athematische und thematische Klassen kategorisieren. Thematisch bedeutet dabei, dass der Wortstamm Stamm mittels eines Themavokals - im Sanskrit ''a'' als letzter Vokal des Stammes - gebildet wird. Bei athematischen Stämmen erfolgt die Bildung anders. Nach Zählung der indischen Grammatiker hat man folgende Präsensklassen:
# Präsensklasse: thematisch, Themavokal ''a'' tritt an vollstufige Wurzel. Bsp. √bhṛ, Vollstufe √bhar, '''bhara'''ti („er trägt“)
# Präsensklasse: athematisch, Stamm ist identisch mit Wurzel. Bsp. √as, '''as'''ti („er ist“)
# Präsensklasse: athematisch, Stamm wird mit Reduplikation gebildet, Bsp. √dhÄ?, '''dadhÄ?'''ti („er legt“)
# Präsensklasse: thematisch, Suffix ''ya'' tritt an die vollstufige Wurzel, wenn der Wurzelsonant ''a'' ist, sonst an die schwundstufige Wurzel. Bsp. √pś, '''paśya'''ti („er sieht“)
# Präsensklasse: athematisch, Suffix ''nu/no'' tritt an die Wurzel, Bsp. √stṛ, '''stṛno'''ti („er streut“), '''stṛnu'''maḥ („wir streuen“), '''stṛnv'''anti („sie streuen“)
# Präsensklasse: thematisch, Themavokal ''a'' tritt an die schwundstufige Wurzel. Bsp. √tud, '''tuda'''ti („er stößt“)
# Präsensklasse: athematisch, die Wurzel wird durch Infix ''na/n'' ergänzt. Bsp. √yuj, Stamm: '''yunaj''', '''yuna''k'''''ti („er verbindet“)
# Präsensklasse: athematisch, Suffix ''o/u'' tritt an die Wurzel, Bsp. √kṛ, '''karo'''ti („er macht“)
# Präsensklasse: athematisch, Suffix ''nÄ?/nÄ«'' tritt an die Wurzel, Bsp. √pÅ«, '''pÅ«na'''ti („er reinigt“)
# Präsensklasse: thematisch, Suffix ''aya'' tritt an die Wurzel. Bsp. √pÅ«j, '''pÅ«jaya'''ti („er ehrt“), √cur, Vollstufe √cor, '''coraya'''ti ("er stiehlt"), √du, Dehnstufe √dÄ?v, '''dÄ?vaya'''ti („er brennt“),
Mit den so gebildeten Stämmen können im Präsenssystem die Präsens- und Imperfektformen im Aktiv und Medium gebildet werden. Die folgende Tabelle zeigt die Präsens- und Imperfektkonjugation für die 1. Präsensklasse am Beispiel des Verbs √bhṛ (tragen).
{| class="prettytable"
|rowspan=2 colspan=3 bgcolor=#EFEFEF|
|colspan=4 align=center bgcolor=#EFEFEF|Präsens
|bgcolor=#EFEFEF|Imperfekt
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Indikativ
| bgcolor=#EFEFEF|Optativ
| bgcolor=#EFEFEF|Imperativ
| bgcolor=#EFEFEF|Prohibitiv
| bgcolor=#EFEFEF|Indikativ
|-
|rowspan=9 bgcolor=#EFEFEF|Aktiv
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Singular
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''Ä?-mi'''
|bhar-'''ey-am'''
|bhar-'''Ä?-ni'''
|mÄ? bhar-'''am'''
|'''a-'''bhar-'''a-m'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''a-si'''
|bhar-'''e-ḥ'''
|bhar-'''a'''
|mÄ? bhar-'''aḥ'''
|'''a-'''bhar-'''a-ḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''a-ti'''
|bhar-'''e-t'''
|bhar-'''a-tu'''
|mÄ? bhar-'''at'''
|'''a-'''bhar-'''a-t'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Dual
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''Ä?-vaḥ'''
|bhar-'''e-va'''
|bhar-'''Ä?-va'''
|mÄ? bhar-'''Ä?va'''
|'''a-'''bhar-'''Ä?-va'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''a-thaḥ'''
|bhar-'''e-tam'''
|bhar-'''a-tam'''
|mÄ? bhar-'''atam'''
|'''a-'''bhar-'''a-tam'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''a-taḥ'''
|bhar-'''e-tÄ?m
|bhar-'''a-tÄ?m'''
|mÄ? bhar-'''atÄ?m'''
|'''a-'''bhar-'''a-tÄ?m'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Plural
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''Ä?-maḥ'''
|bhar-'''e-ma'''
|bhar-'''Ä?-ma'''
|mÄ? bhar-'''Ä?ma'''
|'''a-'''bhar-'''Ä?-ma'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''a-tha'''
|bhar-'''e-ta'''
|bhar-'''a-ta'''
|mÄ? bhar-'''ata'''
|'''a-'''bhar-'''a-ta'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''a-nti'''
|bhar-'''ey-uḥ'''
|bhar-'''a-ntu'''
|mÄ? bhar-'''an'''
|'''a-'''bhar-'''a-n'''
|-
|rowspan=9 bgcolor=#EFEFEF|Medium
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Singular
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''e'''
|bhar-'''ey-a'''
|bhar-'''ai'''
|mÄ? bhar-'''e'''
|'''a-'''bhar-'''e'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''a-se'''
|bhar-'''e-thÄ?ḥ'''
|bhar-'''a-sva'''
|mÄ? bhar-'''athÄ?ḥ'''
|'''a-'''bhar-'''a-thÄ?ḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''a-te'''
|bhar-'''e-ta'''
|bhar-'''atÄ?m'''
|mÄ? bhar-'''ata'''
|'''a-'''bhar-'''a-ta'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Dual
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''Ä?-vahe'''
|bhar-'''e-vahi'''
|bhar-'''Ä?vahai'''
|mÄ? bhar-'''Ä?vahi'''
|'''a-'''bhar-'''Ä?-vahi'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''ethe'''
|bhar-'''ey-Ä?thÄ?m'''
|bhar-'''ethÄ?m'''
|mÄ? bhar-'''ethÄ?m'''
|'''a-'''bhar-'''ethÄ?m'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''ete'''
|bhar-'''ey-Ä?tÄ?m'''
|bhar-'''etÄ?m'''
|mÄ? bhar-'''etÄ?m'''
|'''a-'''bhar-'''etÄ?m'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Plural
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''Ä?-mahe'''
|bhar-'''e-mahi'''
|bhar-'''Ä?mahai'''
|mÄ? bhar-'''Ä?mahi'''
|'''a-'''bhar-'''Ä?-mahi'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''a-dhve'''
|bhar-'''e-dhvam'''
|bhar-'''a-dhvam'''
|mÄ? bhar-'''adhvam'''
|'''a'''-bhar-'''a-dhvam'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''ante'''
|bhar-'''eran'''
|bhar-'''a-ntÄ?m'''
|mÄ? bhar-'''anta'''
|'''a-'''bhar-'''a-nta'''
|}
Man beachte das Augment ''a'' im Imperfekt, das dem Stamm vorangesetzt wird. Auch der Prohibitiv wird vom Präsensstamm gebildet, er entspricht der Form nach dem Imperfekt ohne Augment und existiert im Sanskrit nur noch in der verneinten Form (''mÄ?'') des ehemaligen Injunktivs.
Neben den oben genannten primären Stämmen (Präsensstamm, Futurstamm, Perfektstamm, Aoriststamm) für die Tempora gibt es noch weitere sekundäre Stammformen für den Passiv, Kausativ, Desiderativ, Intensiv und Denominativ.
Das '''Passiv''' besitzt im Präsens einen besonderen Stamm, der mit dem Suffix ''ya'' gebildet wird, welches direkt an die (schwundstufige) Wurzel tritt. Die Personalendungen sind identisch mit den Medialendungen im Präsens. Obige Tabelle kann also folgendermaßen ergänzt werden.
{| class="prettytable"
|rowspan=2 colspan=3 bgcolor=#EFEFEF|
|colspan=4 align=center bgcolor=#EFEFEF|Präsens
|bgcolor=#EFEFEF|Imperfekt
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Indikativ
| bgcolor=#EFEFEF|Optativ
| bgcolor=#EFEFEF|Imperativ
| bgcolor=#EFEFEF|Prohibitiv
| bgcolor=#EFEFEF|Indikativ
|-
|rowspan=9 bgcolor=#EFEFEF|Passiv
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Singular
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhri-'''ye'''
|bhri-'''yeya'''
|bhri-'''yai'''
|mÄ? bhri-'''ye'''
|'''a-'''bhri-'''ye'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhri-'''yase'''
|bhri-'''yethÄ?ḥ'''
|bhri-'''yasva'''
|mÄ? bhri-'''yathÄ?ḥ'''
|'''a-'''bhri-'''yathÄ?ḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhri-'''yate'''
|bhri-'''yeta'''
|bhri-'''yatÄ?m'''
|mÄ? bhri-'''yata'''
|'''a-'''bhri-'''yata'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Dual
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhri-'''yÄ?vahe'''
|bhri-'''yevahi'''
|bhri-'''yÄ?vahai'''
|mÄ? bhri-'''yÄ?vahi'''
|'''a-'''bhri-'''yÄ?vahi'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhri-'''yethe'''
|bhri-'''yeyÄ?thÄ?m'''
|bhri-'''yethÄ?m'''
|mÄ? bhri-'''yethÄ?m'''
|'''a-'''bhri-'''yethÄ?m'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhri-'''yete'''
|bhri-'''yeyÄ?tÄ?m'''
|bhri-'''yetÄ?m'''
|mÄ? bhri-'''yetam'''
|'''a-'''bhri-'''yetam'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Plural
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhri-'''yÄ?mahe'''
|bhri-'''yemahi'''
|bhri-'''yÄ?mahai'''
|mÄ? bhri-'''yÄ?mahi'''
|'''a-'''bhri-'''yÄ?mahi'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhri-'''yadhve'''
|bhri-'''yedhvam'''
|bhri-'''yadhvam'''
|mÄ? bhri-'''yadhvam'''
|'''a-'''bhri-'''yadhvam'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhri-'''yante'''
|bhri-'''yeran'''
|bhri-'''yantÄ?m'''
|mÄ? bhri-'''yanta'''
|'''a-'''bhri-'''yanta'''
|}
Der '''Kausativ''' wird in der Regel mit dem Suffix ''aya'' gebildet, welches an die Verbalwurzel tritt. Zum Beispiel wird aus ''karoti'' („er macht“) ''kÄ?r-'''aya'''-ti'' („er lässt machen“).
Der '''Desiderativ''' ist in der Regel gekennzeichnet durch Reduplikation der Wurzel und dem Suffix ''sa''. Zum Beispiel wird aus ''karoti'' („er macht“) '''''ci'''-kÄ«r-'''á¹£a'''-ti'' („er wünscht zu tun“). Dies kann auch mit dem Kausativ kombiniert werden, z. B. wird aus ''kÄ?r-'''aya'''-ti'' (er lässt machen) '''''ci'''-kÄ?r-ay-i-'''á¹£a'''-ti'' („er wünscht machen zu lassen“).
Der '''Intensiv''' (auch Frequentativ genannt) bezeichnet eine wiederholte oder besonders intensive Tätigkeit. Bei Verben der Bewegung bedeutet er soviel wie „hin und her“. Gebildet wird der Intensiv durch eine besondere Reduplikation und das Suffix ''ya'' mit medialer Flexion bei thematischen Stämmen, ansonsten ohne Suffix und aktiver Flexion bei athematischen Stämmen. Zum Beispiel wird aus ''bhramati'' („er schweift umher“) '''''baṃ'''-bhram'''-ya'''-te'' („er schweift kreuz und quer umher“)
= Futursystem
=
Der Futurstamm des '''einfachen Futurs''' und des '''Konditionals''' wird mit dem Suffix ''-sya'' gebildet, welches bei Verben der 1.-9. Klasse an die vollstufige Wurzel gesetzt wird, gegebenenfalls mit Bindevokal ''i''. Aus √bhṛ wird also ''bhar-i-ṣya.'' Bei Verben der 10. Klasse wird das Suffix an den Präsensstamm gesetzt, z. B. wird aus √cur mit dem Präsensstamm ''cor-aya'' der Futurstamm ''coray-i-ṣya''.
Neben dem einfachen Futur gibt es noch das '''periphrastische Futur'''. Es wird wie bei den Nomina Agentis mit dem Suffix ''tar'' gebildet und Formen der Wurzel √as („sein“).
Alle Passivformen sind identisch mit dem Medium. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über alle Formen des Futurstamms.
{| class="prettytable"
| bgcolor=#EFEFEF colspan=3 rowspan=3|
|colspan=3 bgcolor=#EFEFEF align=center|Indikativ
|-
| bgcolor=#EFEFEF|einfaches Futur
| bgcolor=#EFEFEF|Konditional
| bgcolor=#EFEFEF|periphrastisches Futur
|-
| bgcolor=#EFEFEF colspan=2 align=center|√bhṛ (tragen)
| bgcolor=#EFEFEF align=center|√kṛ (tun/Täter sein)
|-
|rowspan=9 bgcolor=#EFEFEF|Aktiv
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Singular
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''i-á¹£yÄ?-mi'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-m'''
|kar-'''tÄ?-smi'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''i-á¹£ya-si'''
|'''a'''-bhar-'''i-ṣya-ḥ'''
|kar-'''tÄ?-si'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''i-á¹£ya-ti'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-t'''
|kar-'''tÄ?'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Dual
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''i-á¹£yÄ?-vaḥ'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£yÄ?-va'''
|kar-'''tÄ?-svaḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''i-ṣya-thaḥ'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-tam'''
|kar-'''tÄ?-sthaḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''i-ṣya-taḥ'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-tÄ?m'''
|kar-'''tÄ?r-au'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Plural
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''i-á¹£yÄ?-maḥ'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£yÄ?-ma'''
|kar-'''tÄ?-smaḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''i-á¹£ya-tha'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-ta'''
|kar-'''tÄ?-stha'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''i-á¹£ya-nti'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-n'''
|kar-'''tÄ?r-aḥ'''
|-
|rowspan=9 bgcolor=#EFEFEF|Medium & Passiv
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Singular
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''i-á¹£y-e'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£y-e'''
|kar-'''tÄ?-he'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''i-á¹£ya-se'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-thÄ?ḥ'''
|kar-'''tÄ?-se'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''i-á¹£ya-te'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-ta'''
|kar-'''tÄ?'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Dual
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''i-á¹£yÄ?-vahe'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£yÄ?-vahi'''
|kar-'''tÄ?-svahe'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''i-á¹£y-ethe'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£y-ethÄ?m'''
|kar-'''tÄ?-sÄ?the'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''i-á¹£y-ete'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£y-etÄ?m'''
|kar-'''tÄ?r-au'''
|-
|rowspan=3 bgcolor=#EFEFEF|Plural
| bgcolor=#EFEFEF|1. Person
|bhar-'''i-á¹£yÄ?-mahe'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£yÄ?-mahi'''
|kar-'''tÄ?-smahe'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|2. Person
|bhar-'''i-á¹£ya-dhve'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-dhvam'''
|kar-'''tÄ?-dhve'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|3. Person
|bhar-'''i-á¹£ya-nte'''
|'''a'''-bhar-'''i-á¹£ya-nta'''
|kar-'''tÄ?r-aḥ'''
|}
= Aoristsystem
=
Die Zeitform des Aorist taucht im klassischen Sanskrit im Indikativ, im Prekativ und im Prohibitiv auf. Es gibt sieben verschiedene Arten, den Verbstamm für den Aorist zu bilden:
* Wurzelaorist
* thematischer Aorist
* reduplizierter Aorist
* athematischer s-Aorist
* athematischer iá¹£-Aorist
* athematischer siá¹£-Aorist
* thematischer s-Aorist
= Perfektsystem
=
Der Perfekt im Sanskrit tritt in Form des '''einfachen Perfekts''' und des '''periphrastischen Perfekts''' auf. Den Tempus des Perfekts gibt es nur im Indikativ. Das einfache Perfekt ist die verbreitetste Form und wird von den meisten Wurzeln gebildet. Hierbei wird der Perfektstamm durch Reduplikation und gegebenenfalls durch Stammabstufung gebildet. Die konjugierte Form erhält besondere Perfektendungen. Das periphrastische Perfekt wird bei Kausativen, Desiderativen, Denominativen und Wurzeln mit Prosodie prosodisch langem anlautenden Vokal (außer a/Ä?) verwendet. Nur wenige Wurzeln können sowohl das einfache als auch das periphrastische Perfekt bilden. Diese sind √bhá¹› (tragen), √uá¹£ (brennen), √vid (wissen), √bhi (sich fürchten), √hu (opfern).
Substantive
Die Deklination der Substantive im Sanskrit erfolgt nach
* drei Genus Genera: Maskulinum (puṃliṅga), Femininum (strīliṅga), Neutrum (napuṃsakaliṅga)
* drei Numeri: Singular (ekavacana), Dual (dvivacana), Plural (bahuvacana)
* acht Kasus: Nominativ (prathamÄ?), Akkusativ (dvitÄ«yÄ?), Instrumental (tá¹›tÄ«yÄ?), Dativ (caturthÄ«), Ablativ (pañcamÄ«), Genitiv (á¹£aá¹£á¹hÄ«), Lokativ (saptamÄ«), Vokativ (sambodhana)
Die Substantive im Sanskrit werden in vokalische und bukkalische Stämme geteilt.
= Vokalische Stämme
=
zu den vokalische Stämmen zählen
* Stämme auf '''a''' (Maskulina, Neutra)
* Stämme auf '''Ä?''' (Feminina)
* Stämme auf '''i''' (Maskulina, Feminina, Neutra)
* Stämme auf '''ī''' (Feminina)
* Stämme auf '''u''' (Maskulina, Feminina, Neutra)
* Stämme auf '''ū''' (Feminina)
* Stämme auf Diphthong ('''ai''', '''au''', '''o''') (nur drei Substantive nach dieser Deklination: √rai „Besitz“, √nau „Schiff“, und √go „Kuh“).
Einen Überblick über die Deklinationsmuster der vokalischen Stämme gibt folgende Tabelle.
{| class="prettytable"
|rowspan=2 colspan=2 bgcolor=#EFEFEF|
|colspan=2 bgcolor=#EFEFEF align=center|'''a-Stamm'''
| bgcolor=#EFEFEF align=center|'''Ä?-Stamm'''
|colspan=3 bgcolor=#EFEFEF align=center|'''i-Stamm'''
|colspan=2 bgcolor=#EFEFEF align=center|'''Ä«-Stamm'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|√''kÄ?ma'' (m) (Liebe)
| bgcolor=#EFEFEF|√''rūpa'' (n) (Schönheit)
| bgcolor=#EFEFEF|√''bÄ?la'' (f) (Mädchen)
| bgcolor=#EFEFEF|√''agni'' (m) (Feuer)
| bgcolor=#EFEFEF|√''vÄ?ri'' (n) (Wasser)
| bgcolor=#EFEFEF|√''mati'' (f) (Meinung)
| bgcolor=#EFEFEF|√''dhī'' (f) (Gedanke)
| bgcolor=#EFEFEF|√''nadī'' (f) (Fluss)
|-
|rowspan=8 bgcolor=#EFEFEF|Singular
| bgcolor=#EFEFEF|Nominativ
|kÄ?ma'''ḥ'''
|rūpa'''m'''
|bÄ?lÄ?
|agni'''ḥ'''
|vÄ?ri
|mati'''ḥ'''
|dhī'''ḥ'''
|nadī
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Vokativ
|kÄ?ma
|rūpa'''m'''
|bÄ?l'''e'''
|agn'''e'''
|vÄ?r['''i/e''']
|mat'''e'''
|dhī'''ḥ'''
|nad'''i'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Akkusativ
|kÄ?ma'''m'''
|rūpa'''m'''
|bÄ?lÄ?'''m'''
|agni'''m'''
|vÄ?ri
|mati'''m'''
|dhi'''yam'''
|nad'''īm'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Instrumental
|kÄ?m'''ena'''
|rūp'''ena'''
|bÄ?l'''ayÄ?'''
|agni'''nÄ?'''
|vÄ?ri'''ṇÄ?'''
|mat'''yÄ?'''
|dhi'''yÄ?'''
|nad'''yÄ?'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Dativ
|kÄ?mÄ?'''ya'''
|rÅ«pÄ?'''ya'''
|bÄ?lÄ?'''yai'''
|agn'''aye'''
|vÄ?ri'''ṇe'''
|mat['''aye/yai''']
|dhi['''ye/yai''']
|nad'''yai'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Ablativ
|kÄ?mÄ?'''t'''
|rÅ«pÄ?'''t'''
|bÄ?lÄ?'''yÄ?ḥ'''
|agn'''eḥ'''
|vÄ?ri'''ṇÄ?ḥ'''
|mat['''eḥ/yÄ?ḥ''']
|dhi['''yaḥ/yÄ?ḥ''']
|nad'''yÄ?ḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Genitiv
|kÄ?ma'''sya'''
|rūpa'''sya'''
|bÄ?lÄ?'''yÄ?ḥ'''
|agn'''eḥ'''
|vÄ?ri'''ṇÄ?ḥ'''
|mat['''eḥ/yÄ?ḥ''']
|dhi['''yaḥ/yÄ?ḥ''']
|nad'''yÄ?ḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Lokativ
|kÄ?m'''e'''
|rūp'''e'''
|bÄ?lÄ?'''yÄ?m'''
|agn'''au'''
|vÄ?ri'''ṇi'''
|mat['''au/yÄ?m''']
|dhi['''yi/yÄ?m''']
|nad'''yÄ?m'''
|-
|rowspan=8 bgcolor=#EFEFEF|Dual
| bgcolor=#EFEFEF|Nominativ
|kÄ?m'''au'''
|rūp'''e'''
|bÄ?l'''e'''
|agn'''Ä«'''
|vÄ?ri'''ṇī'''
|mat'''Ä«'''
|dhi'''yau'''
|nad'''yau'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Vokativ
|kÄ?m'''au'''
|rūp'''e'''
|bÄ?l'''e'''
|agn'''Ä«'''
|vÄ?ri'''ṇī'''
|mat'''Ä«'''
|dhi'''yau'''
|nad'''yau'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Akkusativ
|kÄ?m'''au'''
|rūp'''e'''
|bÄ?l'''e'''
|agn'''Ä«'''
|vÄ?ri'''ṇī'''
|mat'''Ä«'''
|dhi'''yau'''
|nad'''yau'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Instrumental
|kÄ?mÄ?'''bhyÄ?m'''
|rÅ«pÄ?'''bhyÄ?m'''
|bÄ?lÄ?'''bhyÄ?m'''
|agni'''bhyÄ?m'''
|vÄ?ri'''bhyÄ?m'''
|mati'''bhyÄ?m'''
|dhÄ«'''bhyÄ?m'''
|nadÄ«'''bhyÄ?m'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Dativ
|kÄ?mÄ?'''bhyÄ?m'''
|rÅ«pÄ?'''bhyÄ?m'''
|bÄ?lÄ?'''bhyÄ?m'''
|agni'''bhyÄ?m'''
|vÄ?ri'''bhyÄ?m'''
|mati'''bhyÄ?m'''
|dhÄ«'''bhyÄ?m'''
|nadÄ«'''bhyÄ?m'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Ablativ
|kÄ?mÄ?'''bhyÄ?m'''
|rÅ«pÄ?'''bhyÄ?m'''
|bÄ?lÄ?'''bhyÄ?m'''
|agni'''bhyÄ?m'''
|vÄ?ri'''bhyÄ?m'''
|mati'''bhyÄ?m'''
|dhÄ«'''bhyÄ?m'''
|nadÄ«'''bhyÄ?m'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Genitiv
|kÄ?ma'''yoḥ'''
|rūpa'''yoḥ'''
|bÄ?la'''yoḥ'''
|agn'''yoḥ'''
|vÄ?ri'''ṇoḥ'''
|mat'''yoḥ'''
|dhi'''yoḥ'''
|nadi'''yoḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Lokativ
|kÄ?ma'''yoḥ'''
|rūpa'''yoḥ'''
|bÄ?la'''yoḥ'''
|agn'''yoḥ'''
|vÄ?ri'''ṇoḥ'''
|mat'''yoḥ'''
|dhi'''yoḥ'''
|nadi'''yoḥ'''
|-
|rowspan=8 bgcolor=#EFEFEF|Plural
| bgcolor=#EFEFEF|Nominativ
|kÄ?mÄ?'''ḥ'''
|rÅ«pÄ?'''ni'''
|bÄ?lÄ?'''ḥ'''
|agn'''ayaḥ'''
|vÄ?rÄ«'''ṇi'''
|mat'''ayaḥ'''
|dhi'''yaḥ'''
|nad'''yaḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Vokativ
|kÄ?mÄ?'''ḥ'''
|rÅ«pÄ?'''ni'''
|bÄ?lÄ?'''ḥ'''
|agn'''ayaḥ'''
|vÄ?rÄ«'''ṇi'''
|mat'''ayaḥ'''
|dhi'''yaḥ'''
|nad'''yaḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Akkusativ
|kÄ?mÄ?'''n'''
|rÅ«pÄ?'''ni'''
|bÄ?lÄ?'''ḥ'''
|agn'''īn'''
|vÄ?rÄ«'''ṇi'''
|mat'''īḥ'''
|dhi'''yaḥ'''
|nad'''yīḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Instrumental
|kÄ?ma'''iḥ'''
|rūpa'''iḥ'''
|bÄ?lÄ?'''bhiḥ'''
|agni'''bhiḥ'''
|vÄ?ri'''bhiḥ'''
|mati'''bhiḥ'''
|dhī'''bhiḥ'''
|nadī'''bhiḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Dativ
|kÄ?m'''ebhyaḥ'''
|rūp'''ebhyaḥ'''
|bÄ?lÄ?'''bhyaḥ'''
|agni'''bhyaḥ'''
|vÄ?ri'''bhyaḥ'''
|mati'''bhyaḥ'''
|dhī'''bhyaḥ'''
|nadī'''bhyaḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Ablativ
|kÄ?m'''ebhyaḥ'''
|rūp'''ebhyaḥ'''
|bÄ?lÄ?'''bhyaḥ'''
|agni'''bhyaḥ'''
|vÄ?ri'''bhyaḥ'''
|mati'''bhyaḥ'''
|dhī'''bhyaḥ'''
|nadī'''bhyaḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Genitiv
|kÄ?mÄ?'''nÄ?m'''
|rÅ«pÄ?'''nÄ?m'''
|bÄ?lÄ?'''nÄ?m'''
|agnÄ«'''nÄ?m'''
|vÄ?rÄ«'''nÄ?m'''
|matÄ«'''nÄ?m'''
|dh['''iyÄ?m/Ä«nÄ?m''']
|nadÄ«'''nÄ?m'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Lokativ
|kam'''eá¹£u'''
|rūp'''eṣu'''
|bÄ?lÄ?'''su'''
|agni'''á¹£u'''
|vÄ?ri'''á¹£u'''
|mati'''á¹£u'''
|dhī'''ṣu'''
|nadī'''ṣu'''
|}
{| class="prettytable"
|rowspan=2 colspan=2 bgcolor=#EFEFEF|
|colspan=3 bgcolor=#EFEFEF align=center|'''u-Stamm'''
|colspan=2 bgcolor=#EFEFEF align=center|'''Å«-Stamm'''
|colspan=3 bgcolor=#EFEFEF align=center|'''Diphthong-Stamm'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|√''vÄ?yu'' (m) (Wind)
| bgcolor=#EFEFEF|√''madhu'' (n) (Honig)
| bgcolor=#EFEFEF|√''dhenu'' (f) (Kuh)
| bgcolor=#EFEFEF|√''bhū'' (f) (Erde)
| bgcolor=#EFEFEF|√''vadhū'' (f) (Frau)
| bgcolor=#EFEFEF|√''rai'' (f) (Besitz)
| bgcolor=#EFEFEF|√''nau'' (f) (Schiff)
| bgcolor=#EFEFEF|√''go'' (f) (Rind)
|-
|-
|rowspan=8 bgcolor=#EFEFEF|Singular
| bgcolor=#EFEFEF|Nominativ
|vÄ?yu'''ḥ'''
|madhu
|dhenu'''ḥ'''
|bhū'''ḥ'''
|vadhū'''ḥ'''
|rÄ?'''ḥ'''
|nau'''ḥ'''
|gau'''ḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Vokativ
|vÄ?y'''o'''
|madh['''u/o''']
|dhen'''o'''
|bhū'''ḥ'''
|vadh'''u'''
|rÄ?'''ḥ'''
|nau'''ḥ'''
|gau'''ḥ'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Akkusativ
|vÄ?yu'''m'''
|madhu
|dhenu'''m'''
|bh'''uvam'''
|vadhū'''m'''
|rÄ?y'''am'''
|nÄ?v'''am'''
|gÄ?'''m'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Instrumental
|vÄ?yu'''nÄ?'''
|madhu'''nÄ?'''
|dhen'''vÄ?'''
|bhu'''vÄ?'''
|vadh'''vÄ?'''
|rÄ?y'''Ä?'''
|nÄ?v'''Ä?'''
|gav'''Ä?'''
|-
| bgcolor=#EFEFEF|Dativ
|vÄ?y'''ave'''
|madhu'''ne'''
|dhen'''ave'''
|bhu['''ve/vai''']
|vadh'''vai'''
|rÄ?y'''e'''
|nÄ?v'''e'''
|gav'''e'''
|-
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|madhu'''á¹£u'''
|dhenu'''á¹£u'''
|bhū'''ṣu'''
|vadhū'''ṣu'''
|rÄ?'''á¹£u'''
|nau'''á¹£u'''
|go'''á¹£u'''
|}
= Bukkalische Stämme
=
Man kann die Nomen mit bukkalischen Stämmen unterteilen in
*einstämmige Nomen, welche in allen Kasūs den selben Stamm haben. Zu ihnen gehören:
**Wurzelnomen, das sind einsilbige Stämme, an welche direkt die Kasusendung gehängt wird
**zweisilbige Stämme auf Verschlusslaut oder Affrikate
**zwei- oder mehrsilbige Stämme auf '''-as/-is/-us'''
*mehrstämmige Nomen. Zu ihnen gehören Stämme :
**auf '''-(a)nt'''
**auf '''-(a)n'''
**auf '''-(i)n'''
**auf '''-ar/-á¹›'''
**auf '''-iyaá¹?s/-iyas'''
**auf '''-vaá¹?s/-uá¹£'''
**auf '''-añc'''
Bedeutung des Sanskrit
Für Indien spielt Sanskrit eine ähnliche Rolle wie das Latein für Europa oder das Hebräische Sprache Hebräische für die antiken und heutigen Juden. Zahlreiche überlieferte religiöse, philosophische und wissenschaftliche Texte sind in Sanskrit verfasst. Die Rolle einer Sondersprache spielte Sanskrit schon im indischen Altertum. Sanskrit ist in Gegensatz zu sehen zu Prakrit, der damals gesprochenen Populärsprache, wozu auch Pali zählt. Obwohl beispielsweise viele buddhistische Texte in Sanskrit verfasst wurden, soll bereits Buddha selbst die volkstümlichere Sprachvariante Pali bevorzugt haben.
Verbreitung
Bei einer Zählung im Jahre 1981 gab es etwa 6.000 Menschen in Indien, die Sanskrit als Muttersprache angaben. Etwa 190.000 gaben es bei der Volkszählung 1961 als Zweitsprache an. Aktuelle Bemühungen gehen dahin, Sanskrit selbst als ''„Living Sanskrit“'' wiederzubeleben, auch indem man neue Wort Wörter für moderne Gegenstände entwickelt und junge Leute dazu motiviert, sich in dieser Sprache zu verständigen. Es gibt Zeitungen und Radiosendungen in Sanskrit. In den meisten Schulen der Sekundarstufe im modernen Indien (besonders dort, wo die Staatssprache Hindi gesprochen wird) wird Sanskrit als dritte Sprache nach Hindi und Englisch gelehrt.
Im Rahmen des Hindu-Nationalismus gibt es Tendenzen, in Hindi die Begriffe arabischen und persischen Ursprungs durch Sanskrit-Begriffe zu ersetzen und so die Sprache von Fremdeinflüssen zu „reinigen“. Diese Entwicklung dauert noch an, so dass die Unterschiede zwischen Urdu und Hindi größer werden.
Literatur
* Adolf Friedrich Stenzler. Elementarbuch der Sanskrit-Sprache. Als kostenlose PDF-Dateien vom Sanskritweb downloadbar: http://www.sanskritweb.net/deutsch
* Klaus Mylius: ''Sanskrit - Deutsch, Deutsch - Sankrit. Wörterbuch.'' Harrassowitzverlag, Wiesbaden 2005, ISBN 3-447-05143-4
* Manfred Mayrhofer. Sanskrit-Grammatik mit sprachvergleichenden Erläuterungen. Walter de Gruyter. Berlin 1978. ISBN 978-3-11-007177-1
* Delbrück, Berthold. Altindische Syntax. Halle 1988.
* Carl Faulmann: ''Schriftzeichen und Alphabete aller Zeiten und Völker.'' Marixverlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-49-5
* Ulrich Stiehl. Sanskrit-Kompendium. Ein Lehr-, Uebungs- und Nachschlagewerk. Devanagari-Ausgabe, 3. Auflage 2004, 480 Seiten, Verlagsgruppe Huethig-Jehle-Rehm, Heidelberg. ISBN 3-87081-360-1
* Jutta Marie Zimmermann: ''Sanskrit-Devanagari. Die Schrift aus der Stadt der Götter.'' Ein Lehrbuch für Anfänger - Band I" Raja-Verlag ISBN 3-936684-06-5 http://www.raja-verlag.de
* Jutta Marie Zimmermann: ''Sanskrit-Devavani. Die Sprache aus der Stadt der Götter. Ein Lehrbuch für Anfänger - Band II" Raja-Verlag ISBN 3-936684-10-3 http://www.raja-verlag.de
* Wilfried Huchzermeyer: ''Erlebnis: Sanskrit-Sprache.'' edition-sawitri.de, ISBN 3-931172-05-8
* Wilfried Huchzermeyer: ''Die heiligen Schriften Indiens - Geschichte der Sanskrit-Literatur.'' edition-sawitri.de, ISBN 3-931172-22-8
* Wilfried Huchzermeyer: ''Das Yoga-Wörterbuch. Sanskrit-Begriffe, Übungsstile, Biographien.'' edition-sawitri.de, ISBN 3-931172-25-2
* Sampad and Vijay: ''The Wonder that is Sanskrit.''(sanskrit.de[http://www.sanskrit.de])
* Stephanie W. Jamison: ''Sanskrit.'' In: The Cambridge Encyclopedia of the World's Ancient Languages. Cambridge 2004, 673-699.
* Sir Monier Monier-Williams: ''Sanskrit - English Dictionary'', Oxford University Press, 1899. Reprint: Motilal Banarsidass, Delhi, 1985
* Georg Bühler: ''Leitfaden für den Elementarkursus des Sanskrit'', 1882, 1927. Reprint: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1988
* Jeffrey Moussaieff Masson: '' Love Poems from the Ancient Sanskrit (with W.S. Merwin). New York: Columbia University Press, 1981 (paperback entitled The Peacock's Egg, North Point Press, 1983)'' ISBN 0-86547-059-6
Siehe auch
* Sanskrit-Dichtung
* Romani
* Vedisch
* Prakrit
* Pali
* Panini (Grammatiker) Panini
Weblinks
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- http://help.berberber.com/sanskrit (Kostenlose Sanskrit Uebersetzungshilfe )
- http://www.sanskritweb.net/deutsch/ipa_sans.pdf (Internationale phonetische Lautschrift für Sanskrit)
- Links zu Sanskrittexten
- Online-Dictionary
- Monier-Williams (Sankritlexikon) zum Download
- Altindisches Wörterbuch
- Online Hypertext Dictionary zum gemeinsamen Bearbeiten
- Bonji Siddham Character & Pronunciation
- Kostenloser Online-Kurs Sanskrit
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