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Sachalin

*** Shopping-Tipp: Sachalin

Bild:Rs-Sachalin-map.png thumb|Sachalin Bild:Sakhalin.PNG thumb|Sachalin '''Sachalin''' (Russische Sprache russisch Сахалин, {{IPA2|səxʌˈlʲin}}; auf japanisch: Karafuto 樺太) ist eine zu Russland gehörige Insel im Nord-Pazifik (nördlich von Japan). Sie liegt geographisch betrachtet im Ochotskischen Meer, einem Randmeer des Pazifischen Ozeans in Ostasien, politisch in der Oblast Sachalin (Verwaltungsbezirk). Hauptstadt ist Juschno-Sachalinsk. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt ca. 700 km, die Fläche 76400 km². Auf der Insel befinden sich die bedeutendsten Erdgasvorkommen Russlands. Bis zum Jahr 1855 gab es keine internationale Verabredung über die Souveränität der Insel. In dem Jahr schlossen Japan und Russland zwar einen Handels- und Friedensvertrag, aber die Insel blieb ein gemischtes Gebiet, in dem Japaner, Russen, Ainu und Uilta wohnten. 1875 schlossen Japan und Russland den Vertrag von Sankt Petersburg Sankt Petersburger Vertrag. Der Vertrag legte die Souveränität Russlands auf Sachalin und die Souveränität Japans auf den ganzen Kurilen bis Kamtschatka fest. Als Folge des Russisch-Japanischer Krieg russisch-japanischen Krieges schlossen beide Staaten 1905 den Vertrag von Portsmouth. Japan gewann das Gebiet südlich von 50 Grad nördlicher Breite (vgl. Präfektur Karafuto). Am 8. August 1945 erklärte die Sowjetunion Japan den Krieg (Siehe auch: Japanisch-Sowjetischer Neutralitätspakt). Obwohl die japanische Armee schon am 15. August 1945 vor den Alliierten kapitulierte, stoppte die Sowjetunion den Kampf bis zum 5. September nicht und besetzte die ganze Insel und die Kurilen. In den Kämpfen um die Besetzung Südsachalins und der Kurilen waren über 8.000 sowjetische Soldaten und Offiziere gefallen. Aufgrund des Friedensvertrag von San Francisco Friedensvertrages von San Francisco verzichtete Japan am 28. Mai 1952 auf die Souveränität über Sachalin und einen großen Teil der Kurilen. Der Vertrag legte aber die Souveränität über den Teil, auf den Japan verzichtet hatte, nicht fest. Während des Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkriegs bauten die Japaner die bis jetzt vorhandene Infrastruktur im Süden der Insel auf. Noch heute fährt die Eisenbahn auf der schmaleren japanischen Spurweite von 1067 mm. Bis 1991 war die Insel militärisches Sperrgebiet und nur mit spezieller Genehmigung zu betreten. Heute ist dies weitgehend aufgehoben, wobei man theoretisch für die Gebiete außerhalb der Hauptstadt weiterhin eine Registrierung und Genehmigung braucht. Das Fotografieren von Flughäfen und anderen als Militär militärisch deklarierten Objekten ist streng untersagt. Ab dem 19. Jahrhundert war die Insel eine Strafkolonie für russische Gefangene. Aus diesen Gefangenen und ihren Nachkommen setzt sich die Bevölkerung der Insel hauptsächlich zusammen. 1983 kam die Insel in die Nachrichten, als sowjetische Kampfjets in der Nacht zum 1. September eine Korea koreanische Boeing 747 (Korean Airlines Flug KAL007 KAL 007) über der Insel abschossen, die – so nahm die sowjetische Führung an – von den USA US-Amerikanern beauftragt worden sei, die Militäranlagen auf der Insel auszuspionieren. Während nach 1991 viele sowjetische Unterlagen zugänglich wurden, bleiben die entscheidenden Unterlagen der US-Geheimdienste weiter unter Verschluss. Seit Dezember 2003 verlaufen internationale Flugrouten über Sachalin, ähnlich der des Irrfluges von KAL 007. Am 28. Mai 1995 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,5 die Stadt Neftegorsk, dabei starben ca. 2.000 Menschen. Sachalin gewinnt seit 1996 Bedeutung bei der Förderung von und beim Handel mit fossilen Brennstoffen. Auf 20.000 km² Küstengebiet werden 700 Millionen t Öl und 2500 Mrd. m³ Erdgas erwartet, etwa ähnlich große Reserven wie in der Nordsee. Russland ist an Investitionen Japans und der USA im Fernen Osten hoch interessiert. 2004 wurde mit Japan ein Vertrag über die Lieferung von 1,5 Mio Tonnen LNG (Flüssigerdgas) abgeschlossen. Am Südende der Insel Sachalin entsteht derzeit im Rahmen des Projektes Sachalin II eine – ökologisch umstrittene – LNG-Anlage , von der aus ab 2008 auch in die USA Flüssigerdgas geliefert wird.

Literatur
* Anton Tschechow: ''Die Insel Sachalin'', 1893 ISBN 3-257-20270-9 * György Dalos: ''Die Reise nach Sachalin. Auf den Spuren von Anton Tschechow.'' Europäische Verlagsanstalt/Rotbuch Verlag, Hamburg 2001 ISBN 3-434-50503-2 * Wladimir Kaminer: ''Russendisko'', 2000 ISBN 3-442-54175-1 GOLDMANN

Siehe auch
* Liste geteilter Inseln

Weblink
{{commonscat|Sakhalin}}
- Beschreibung der Region Sachalin (samt Kurilen-Inseln)
- Sachalin News (russisch und englisch)
- Report über Sachalin
- Ski in Sakhalin ;Rohstoffe *Peter A. Fischer: [http://www.nzz.ch/2006/11/04/fw/articleEMGQ8.html „Auf Sachalin wird an der Zukunft der Petro-Energie gebaut“], Neue Zürcher Zeitung, 4. November 2006
- „Gasprom übernimmt Mehrheit von „Sachalin 2" “, FAZ, 22. Dezember 2006 Kategorie:Insel (Asien) Kategorie:Insel (Russland) Kategorie:Japanische Geschichte {{Koordinate Artikel|50_17_7_N_142_58_5_E_type:isle_region:RU|50° 17′ n. Br., 142° 58′ ö. L.}} bg:Сахалин ca:Sakhalín cs:Sachalin cv:Сахалин da:Sakhalin en:Sakhalin eo:Saĥaleno es:Sajalín et:Sahhalin fi:Sahalin fr:Sakhaline he:סחלין hr:Sahalin it:Sakhalin ja:樺太 ko:사할린 섬 lt:Sachalinas nl:Sachalin no:Sakhalin pl:Sachalin pt:Sacalina ru:Сахалин sv:Sachalin uk:Сахалін zh:库页岛

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