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Russische Sprache
*** Shopping-Tipp: Russische Sprache
{{Infobox_Sprache|
Sprache=Russisch (руÑ?Ñ?кий Ñ?зык)
|Länder=Russland, Mitgliedsstaaten der GUS und baltischen Staaten, sowie von Emigranten in den USA, Israel, Deutschland und weiteren europäischen Ländern
|Sprecher=145 Millionen Muttersprachler Liste von Sprachen nach der Anzahl ihrer Muttersprachler (Platz 8)
etwa 110 Millionen Zweitsprachler
|Klassifikation=* Indogermanische Sprachen
*: Slawische Sprachen
*:: Ostslawische Sprachen
|KSprache= Russisch
|Amtssprache=Russland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisistan (regional), Ukraine (regional), Vereinte Nationen
|ISO1=ru
|ISO2B=rus
|ISO2T=-
|SIL=RUS
}}
Die '''russische Sprache''' (früher auch ''Großrussisch'' genannt; im Russischen: {{lang|ru|руÑ?Ñ?кий Ñ?зык}}, {{IPA|[ˈru.skʲɪj jɪˈzɨk]}}/ Transkription {{lang|ru-Latn|russki jasyk}} {{Audio|Ru-russkiy jizyk.ogg|Aussprache}}) ist die Slawische Sprachen slawische Sprache mit den meisten Sprechern und gilt als Weltsprache. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainische Sprache Ukrainischen (früher auch als ''Kleinrussisch'' bezeichnet), dem Weißrussische Sprache Weißrussischen und dem Russinische Sprache Russinischen die Gruppe der Ostslawische Sprachen ostslawischen Sprachen. Die russische Standardsprache beruht auf den mittelrussischen Mundarten der Gegend um Moskau.
Russisch wird von etwa 145 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 118 Millionen in Russland leben. Es ist Amtssprache in Russland, Weißrussland (zusammen mit Weißrussisch) und offizielle Sprache in Kasachstan (mit Kasachische Sprache Kasachisch als Amtssprache), Kirgisistan (mit Kirgisische Sprache Kirgisisch als Amtssprache) und der zur Ukraine gehörenden Autonomen Republik Krim (zusammen mit Ukrainisch und Krimtatarische Sprache Krimtatarisch). In manchen Oblasten der Südostukraine ist sie die regionale Amtssprache, wobei dieser Status wegen Verfassungswidrigkeit umstritten ist. Sie ist auch eine der Amtssprachen in den völkerrechtlich nicht anerkannten Staaten Transnistrien (zusammen mit Ukrainisch und Moldawisch), Südossetien (zusammen mit Ossetisch) und Abchasien (zusammen mit Abchasisch). In diesen Staaten bzw. Regionen ist es sowohl Muttersprache eines Teiles der Bevölkerung als auch Sprache eines großen Teils des öffentlichen Lebens. Daneben gibt es russischsprachige Minderheiten in allen GUS-Staaten sowie im Baltikum. In Israel bilden die russischsprachigen Einwanderer ca. ein Sechstel der Bevölkerung. Die russische Sprache ist ebenso eine verbreitete Sprache für Wissenschaft, Kunst und Technik. Zählt man die Zweitsprache Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 255 Millionen Russischsprecher.
Verbreitung
{| cellpadding="2" cellspacing="2" border="0" align="center"
|-----
| valign="top" | Bild:KarteRussischeSprache.png center|550px|Die russischsprachige Welt
|-----
| valign="top" align="center" | ''Die russischsprachige Welt''
|}
Alphabet
Russisch wird mit dem Kyrillisches Alphabet#Russisch russischen Alphabet geschrieben (''russ.'': '''руÑ?Ñ?кий алфавит''' ''od.'' '''руÑ?Ñ?каÑ? азбука'''/ Transkription ''russki alfawit'' ''od.'' ''russkaja asbuka''), das dem Kyrillisches Alphabet kyrillischen Alphabet (''rus.'': '''кирилличеÑ?кий алфавит''' ''od.'' '''кириллица'''/ Transkription ''kirillitscheski alfawit'' ''od.'' ''kirilliza'') entstammt.
Seit der letzten Russische Rechtschreibreform von 1918 Rechtschreibreform im Jahre 1918 besteht das russische Alphabet aus 33 Buchstaben. Davon dienen 10 Buchstaben zur Wiedergabe der Vokale, und zwar: '''а''', '''е''', '''Ñ‘''', '''и''', '''о''', '''у''', '''Ñ‹''', '''Ñ?''', '''ÑŽ''' und '''Ñ?'''. Die übrigen 23 Buchstaben werden zur Wiedergabe von Konsonanten verwendet, wobei die Buchstaben '''ÑŠ''' und '''ÑŒ''' nicht zur Nachbildung bestimmter, eigenständiger Laute, sondern als Indikatoren für die Härte oder Weichheit vorangehender Konsonanten dienen [''mehr dazu siehe unter:'' Russische Phonetik].
'''''Siehe auch''''': Russische Rechtschreibreform von 1918
Phonetik und Phonologie
: ''Hauptartikel: Russische Phonetik''
Einleitung
Die phonetische Struktur der modernen russischen Standardsprache zählt 42 bedeutungsunterscheidende Einzellaute (Phoneme), die sich wiederum in 6 Vokal- und 36 Konsonantenlaute aufteilen lassen. Das umfangreiche Phoneminventar des Russischen erklärt sich durch eine für slawische Sprachen typische Besonderheit der Aussprache, und zwar werden die meisten russischen Konsonanten sowohl ''hart'' als auch ''weich'' (Palatalisierung palatalisiert) ausgesprochen. Hierbei handelt es sich aber nicht um sogenannte Phon (Linguistik) Phone, sondern um einzelne Phoneme, denn jede dieser Aussprachevarianten ist bedeutungsunterscheidend. Einige Russische Sprache#Dialekte russische Dialekte haben einen spezifischen Phonembestand, in dem einige Konsonanten vorwiegend hart bzw. palatalisiert oder etwas anders (z. B. Gutturaler Laut guttural) ausgesprochen werden.
Die Aussprache russischer Vokale und Konsonanten variiert in Abhängigkeit davon, welche Position sie in einem Wort einnehmen. Dabei unterscheidet man bei Vokalen zwischen einer ''betonten'' und einer ''unbetonten'' Position. So wird beispielsweise das "o" als [o] in betonter und als [a] oder Schwa [ə] in unbetonter Position ausgesprochen. Die Aussprache vieler russischer Konsonanten wird wiederum durch andere, ihm nachfolgende Konsonanten bestimmt. So werden u. a. alle stimmhaften Konsonanten nicht nur am Wortende stimmlos ausgesprochen, sondern auch dann, wenn sie einem anderen stimmlosen Konsonanten vorangehen.
Im Unterschied zum Deutschen ist die Länge der Vokale im Russischen weder bedeutungsunterscheidend (wie z.B. in ''Stiel'' – ''still'') noch für die richtige Aussprache eines Wortes ausschlaggebend. Die betonten Vokale werden in der Regel halblang ausgesprochen. Die unbetonten Vokale sind dagegen kurz und unterscheiden sich häufig von den entsprechenden betonten Vokalen auch qualitativ. So wird das unbetonte o stets zu einem (kurzen) a (sog. аканье); das unbetonte e oder Ñ? geht deutlich in Richtung i (иканье). Beispiele: молоко (Milch) /mÉ™lako/ пÑ?тнадцать (fünfzehn) /pit'natsiÅ£/ землÑ? (Land) /zim'ļa/ Sowohl Doppelvokale als auch zwei unterschiedliche, aufeinander folgende Vokale werden in der Regel als einzelne Laute ausgesprochen (wie z.B. in ''Kooperation'', ''aktuell'', ''Museum'', ''geimpft''). Ausnahmen hierfür sind die mit dem й (и краткое = kurzes i, vergleichbar mit deutschem j) gebildeten Diphthonge: ой (betont) = wie eu/äu im Deutschen, ай = ei/ai im Deutschen. Auch wird die Verbindung ао/ау gelegentlich in Fremdwörtern zu einem Diphthong: Фрау (Frau als Anrede einer dt. Staatsbürgerin). Das е (je) wird vor palatalisierten Konsonanten in der Regel zu einem geschlossenen Vokal: кабинет (Studien-, Arbeitszimmer) /kabi'ņet/, hingegen в кабинете (im Arbeitszimmer) /fkabi'ne:Å£e/ Andere Beispiele hierfür: универÑ?итет (Universität), газета (Zeitung).
Vokale
Das Russische besitzt in der betonten Silbe 6 Monophthonge (ɨ wird aber oft ein Allophon des i beachtet).
{| border="2" cellpadding="5" style="margin: 1em 1em 1em 0; background: #f9f9f9; border: 1px #aaa solid; border-collapse: collapse; text-align: center; font-size: 95%;"
|+Monophthonge des Russischen
!
! vorne
! zentral
! hinten
|-
! align=left | geschlossen
| {{IPA|i}}
| {{IPA|ɨ}}
| {{IPA|u}}
|-
! align=left | mittel
| {{IPA|e}}
|
| {{IPA|o}}
|-
! align=left | offen
|
| {{IPA|a}}
|
|}
In unbetonten Silben entfällt in der Aussprache allerdings die mittlere Reihe mit ''e'' und ''o'', da ''e'' entweder mit ''i'' (so meist) oder ''a'' (in Flexionsendungen) und ''o'' immer mit ''a'' zusammenfällt. In Folge davon sind zum Beispiel bei Adjektiven die feminine Form (geschrieben ''-aja'') und die neutrale Form (geschrieben ''-oje'') lautlich meist nicht zu unterscheiden. Die Schrift lässt davon nichts erkennen; es gibt auch Dialekte, in denen die unbetonten Vokale z.T. noch besser als in der Standardsprache differenziert werden.
Konsonanten
Das Russische hat 36 Konsonanten. Davon treten 16 in Paaren mit einem palatalisierten und einem nicht palatalisierten Laut auf. Die Laute {{IPA|/ts/}}, {{IPA|/tʲʃʲ/}}, {{IPA|/ʒ/}} und {{IPA|/j/}} verfügen über kein genaues Gegenstück.
Die Tabelle enthält von jedem Konsonantenpaar nur die nicht palatalisierte Variante.
{| border="2" cellpadding="5" style="margin: 1em 1em 1em 0; background: #f9f9f9; border: 1px #aaa solid; border-collapse: collapse; text-align: center; font-size: 95%;"
|+ Konsonanten des Russischen
!
! bilabial
! Labiodental labio- dental
! alveolar
! Postalveolar post- alveolar
! palatal
! velar
|-
! align=left | Plosive
| {{IPA|p}} {{IPA|b}}
|
| {{IPA|t}} {{IPA|d}}
|
|
| {{IPA|k}} {{IPA|g}}
|-
! align=left | Affrikaten
|
|
| {{IPA|ts}}
| {{IPA|tʲʃʲ}}
|
|
|-
! align=left | Nasal (Phonetik) Nasale
| {{IPA|m}}
|
| {{IPA|n}}
|
|
|
|-
! align=left | Vibranten
|
|
| {{IPA|r}}
|
|
|
|-
! align=left | Frikative
|
| {{IPA|f}} {{IPA|v}}
| {{IPA|s}} {{IPA|z}}
| {{IPA|ʃ}} {{IPA|ʒ}}
|
| {{IPA|x}}
|-
! align=left | Approximanten
|
|
|
|
| {{IPA|j}}
|
|-
! align=left | Lateral (Phonetik) Laterale
|
|
| {{IPA|l}}
|
|
|
|}
'''Quelle:''' [http://www.phon.ucl.ac.uk/home/sampa/russian.htm SAMPA für Russisch (englisch)]
Aussprache
: ''Hauptartikel: Russische Phonetik''
Die '''Aussprache der russischen Sprache''' bezeichnet die Phonetik und die Phonologie der russischen Standardsprache. Im weiteren Sinne kann darunter auch die Aussprache in verschiedenen Varietät (Linguistik) Varietäten (Dialekt Dialekten und Mundarten) der russischen Sprache verstanden werden.
Tonalität
Russisch ist eine Tonsprache nicht-tonale Sprache, d.h. die Tonhöhe der Vokale hat keinen Einfluss auf die Bedeutung eines Wortes. Wie auch im Deutschen wird im Russischen innerhalb oder am Ende eines Satzes eine unterschiedliche Stimmhöhe benutzt, um z.B. einen Aussagesatz von einem Frage- oder Ausrufesatz kenntlich zu machen. Es gibt hierfür im Russischen 7 verschiedene Intonationskonstruktionen (интонационные конÑ?трукции), die mit ИК-1 bis ИК-7 bezeichnet werden und verschiedene Arten von Aussage- und Fragesätzen kennzeichnen. In Tonsprache tonalen Sprachen hingegen ändert der Ton die Bedeutung einzelner ''Wörter''.
Wortbetonung
'''''Siehe auch :''''' Wortbetonung in der russischen Sprache
Die Betonung eines Wortes (der Wortakzent) hat im Russischen eine wichtige und häufig eine sinnunterscheidende Bedeutung. Falsch betonte Wörter können zu Verständnisschwierigkeiten führen, insbesondere dann, wenn sie aus dem sprachlichen Kontext isoliert oder einzeln ausgesprochen werden. In der Sprachwissenschaft sprachwissenschaftlichen Literatur wird die russische Wortbetonung u.a. als '''frei''' und '''beweglich''' bezeichnet. So werden z.B. durch die Verlagerung der Betonung innerhalb einiger russischen Wörter ihre unterschiedlichen Flexionsformen gebildet.
Grammatik
: ''Hauptartikel: Russische Grammatik''
Wie die meisten Slawische Sprache slawischen Sprachen ist auch das Russische '''stark Flektierende Sprache flektierend'''. In einer flektierenden Sprache ändert sich die Gestalt eines Wortes innerhalb diverser Grammatische Kategorie grammatischen Kategorien, und zwar einerseits durch Hinzufügung von Affixen (''schwache'' od. ''äußere Flexion'') oder durch Veränderung des Wortstammes (''starke'' od. ''innere Flexion''). Für das Russische sind die beiden Flexionsarten charakteristisch. Im Falle der starken Flexion verändert sich der Stamm vieler russischen Wörter bei deren Beugung (Deklination (Grammatik) Deklination, Konjugation (Grammatik) Konjugation, Komparation), und zwar durch Ablaut (''z.B.'': м'''ы'''ть - м'''о'''ю, ж'''е'''вать - ж'''у'''ёт), Konsonantenverschiebung (''z.B.'': во'''з'''ить - во'''ж'''у) oder Hinzufügung bzw. Wegfall der Stammvokale (''z.B.'': брать - б'''е'''ру, од'''и'''н - одна). Dabei können die Attribute der schwachen und der starken Flexion jeweils einzeln oder in Kombination miteinander auftreten (z.B.: ж'''е''''''ч'''ь - ж'''ё''''''г''' - ж'''г'''у).
'''Wortarten und deren grammatische Kategorien:'''
Wie im Deutschen werden im Russischen Substantive, Adjektive und Pronomen nach Kasus, Genus und Numerus gebeugt und Adverbien nur gesteigert. Russische Verben werden hingegen nicht nur nach Tempus und Numerus, sondern in der Vergangenheitsform auch nach Genus gebeugt. Wie im Deutschen werden im Russischen auch Eigennamen (Personen-, Städte-, Ländernamen u.ä.) und Zahlwörter gebeugt. Außerdem kennt das Russische weder bestimmte noch unbestimmte Artikel (Wortart) Artikel. Für die Anzeige von Kasus, Genus und Numerus treten stattdessen zahlreiche Suffixe auf. Bei einer kleinen Gruppe russischer Wörter können grammatische Kategorien durch Verlagerung der Wortbetonung von einer auf die andere Silbe gebildet werden (''mehr dazu siehe unter'': Wortbetonung in der russischen Sprache). Weitere Wortarten im Russischen sind Präpositionen, Konjunktion (Wortart) Konjunktionen, Interrogativpronomen Fragewörter, Interjektionen, Fragepartikel Frage- und Modalpartikeln sowie die Verbpartikel «бы». In einem Satz bleiben sie immer ungebeugt.
'''Substantive:'''
Das Russische kennt drei Geschlecht (Grammatik) grammatische Geschlechter und sechs grammatische Fälle (Kasus). Bei der Deklination wird innerhalb der grammatischen Geschlechter weiterhin nach belebten (d.h. Lebewesen) und unbelebten (d.h. Sachen) Substantiven unterschieden. Dies bezieht sich jedoch nur auf die Akkusativbildung.
'''Verben:'''
Eine Besonderheit der russischen Verben besteht darin, dass sie zwei unterschiedliche Formen haben, um eine Handlung im Zeitgeschehen als vollendet oder unvollendet zu spezifizieren. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird diese verbale Kategorie als Aspekt (Linguistik) Aspekt bezeichnet (''mehr dazu siehe unter:'' Aspekt (Linguistik)#Der Aspekt in den slawischen Sprachen Der Aspekt in den slawischen Sprachen, Verlaufsform).
'''Tempus:'''
Im Unterschied zu anderen indoeuropäischen Sprachen, z. B. dem Deutschen, gibt es in der russischen Standardsprache anstatt sechs nur drei Zeiten. Die Vergangenheitsform wird häufig analog zur Deutsche Grammatik Deutschen Grammatik als Präteritum bezeichnet. Diese Bezeichnung ist lediglich auf die Art und Weise, wie die Vergangenheitsform russischer Verben gebildet wird, zurückzuführen. Diese erfolgt ausschließlich durch Änderung der Gestalt eines Verbs, wie etwa durch Anhängen spezifischer Suffixe. Die Tempus Nebenzeiten, die im Deutschen durch zusätzliche Nutzung der Hilfsverben „''haben''“ oder „''sein''“ gebildet werden, entfallen komplett.
'''Syntax (Satzbildung):'''
Da das Russische stark flektierend ist, sind die gebeugten Formen vieler russischen Wörter oft einzigartig und entsprechen jeweils nur einer bestimmten grammatischen Kategorie. Deshalb ist die Verknüpfung einzelner Satzglieder im Russischen nicht so streng wie im Deutschen geregelt. So muss das Subjekt (Grammatik) Subjekt nicht notwendigerweise unmittelbar vor oder nach dem Prädikat (Grammatik) Prädikat gesetzt werden, ein Aussagesatz kann mit dem Prädikat anfangen oder enden. Innerhalb kurzer Sätze oder einzelner, geschlossener Satzteile kann die Wortfolge oft stark dennoch nicht willkürlich variieren, ohne dabei die Semantik Satzsemantik zu verändern. Insbesondere in der Poesie wird dieses besondere Merkmal der russischen Syntax häufig verwendet, indem Sätze zuweilen durch eine unübliche Umstellung der Wörter gebildet werden und somit die Reimfindung erleichtern.
Einige Unterschiede zwischen den Satzbildungsregeln im Deutschen und im Russischen können durch folgende Beispiele veranschaulicht werden:
*Im deutschen Satz „''Maria fragt Jan.''“ wird die Satzsemantik durch die Reihenfolge [Subjekt] → [Prädikat] → [Akkusativobjekt] bestimmt. Die Substantive, in diesem Fall die Eigennamen „''Maria''“ und „''Jan''“, weisen keine grammatischen Merkmale auf, die sie als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen lassen. Deshalb, sobald man die beiden Substantive miteinander vertauscht, ändert sich die Bedeutung des Satzes im Deutschen: „''Jan fragt Maria.''“. Im Russischen lassen sich die beiden Substantive durch ihre Flexionsformen eindeutig als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen. Die Bedeutung des Satzes „МариÑ? Ñ?прашивает Яна.“ („''Maria fragt Jan.''“) wird im Russischen also nicht durch die Reihenfolge der Satzglieder, sondern durch deren Flexionsformen bestimmt. Deshalb ändert sich die Satzsemantik durch die Umstellung der Satzglieder nicht. Im russischen Satz wird es immer Maria sein, die Jan fragt und nicht umgekehrt: „МариÑ? Ñ?прашивает Яна.“ oder „МариÑ? Яна Ñ?прашивает.“ oder „Яна МариÑ? Ñ?прашивает.“ oder „Яна Ñ?прашивает МариÑ?.“. Will man im Russischen sagen, dass Jan Maria fragt, muss man die Flexionsformen der beiden Substantive ändern: „Ян Ñ?прашивает Марию.“.
*Im deutschen Satz „''Ich liebe dich.''“ muss das Prädikat immer an der zweiten Stelle stehen. Im Russischen Satz kann es entweder an der zweiten oder an der letzten Stelle sein: „Я люблю тебÑ?.“ bzw. „Я тебÑ? люблю.“. Wird das Prädikat an die erste Stelle im Satz gesetzt, so leitet es im Russischen nicht eine Frage ein, sondern hebt lediglich die Handlung hervor und weist in diesem Fall auf die Gefühlsstärke des Sprechenden: „Люблю Ñ? тебÑ?.“ („''Ich liebe dich so sehr.''“).
Dialekte
Man unterscheidet im europäischen Teil Russlands drei sprachlich unterschiedliche Gebiete: Nord-, Mittel- und Südrussland. Die Gebiete unterteilen sich ferner in einzelne Dialekte. Generell sind die Dialekte im Russischen aber trotz großer Entfernungen weitaus weniger ausgeprägt, als etwa in Deutschland oder Frankreich. Unterschiede in der Aussprache liegen nirgendwo im Land so auseinander, dass sich zwei Russen nicht verstehen könnten.
Nordrussisch
Nord-östlich einer Linie vom Ladogasee über Nowgorod und Jaroslawl bis Joschkar-Ola. Diese Mundart kennzeichnet sich durch ein klar ausgesprochenes unbetontes "o" (''оканье'' - Okanje), ein Gutturaler Laut gutturales "g" und ein hartes "t".
* Mundartengruppe von Ladoga und Tichwin
* Mundartengruppe von Kostroma
* Mundartengruppe von Wologda
* Mundartengruppe von Onega
* Mundarten von Beloozersk
Mittelrussisch
Die Nördliche Grenze verläuft von Sankt-Petersburg über Nowgorod und Iwanowo bis Nischni Nowgorod und Tscheboksary, die südliche von Welikije Luki über Moskau bis Pensa. Dieses Gebiet zeigt sowohl nördliche als auch südliche Sprachzüge. Im Westen ist das unbetonte "o" ein "o", im Osten ein "a" (''аканье'' - Akanje).
* Westmittelrussisch von Pskow
* Westmittelrussisch von Nowgorod
* Ostmittelrussisch von Moskau und Umgebung
* Ostmittelrussisch von Jegorewsk und Umgebung
* Ostmittelrussisch von Temnikow und Umgebung
* Ostmittelrussisch vom Wolga-Wladimir Gebiet
Südrussisch
Im Bereich südlich von Welikije Luki über Rjasan bis Tambow. Hier spricht man das unbetonte "o" als "a", ein Frikativ frikatives "g" und ein weiches "t".
* Mundart von Rjasan
* Mundartengruppe vom Dnjepr
* Mundart von Oskol
Mischsprachen
Es gab und gibt einige natürlich entstandene Mischsprachen mit dem Russischen. Bekannteste Vertreter sind die Mischungen mit den nah verwandten Sprachen Ukrainische Sprache Ukrainisch (Surschyk) und Weißrussische Sprache Weißrussisch (Trasjanka).
Innerhalb der Sowjetunion vermischte es sich einst auch mit den isolierten Sprachen sibirischer und asiatischer Völker Russlands. An dessen Arktis-Grenzen zu Norwegen wurde vor 100 Jahren noch eifrig Russenorsk gesprochen. Im Fernen Osten wiederum brachte der Kontakt mit Chinesen Kjachta-Russisch hervor. Nationalismus hat auch diese Mischsprachen heute vernichtet. Allein das durch den sowjetischen Einfluss auf Kuba entstandene Rusinol lebt. In Deutschland ist unter einem Teil der russischen Einwanderer (nicht zu verwechseln mit den Russlanddeutschen) eine Deutschrussisch deutsch-russische Mischsprache entstanden.
Lehnwörter
Das Russische hat sich eine ganze Reihe von Wörtern aus dem Deutschen entlehnt (''siehe:'' Liste deutscher Wörter in anderen Sprachen#Russisch Deutsche Wörter im Russischen). Darüber hinaus sind auch einige russische Wörter in die deutsche Sprache eingegangen (''siehe auch:'' DDR-Sprachgebrauch).
*Bolschewik (bzw. eingedeutscht auch ''Bolschewist'')– большевик ("Mehrheitler")
*Datsche - дача ("Landhaus", "Bungalow")
*Matroschka - матрёшка ("Matroschka")
*Perestroika - переÑ?тройка ("Umbau")
*Pogrom - погром ("Gemetzel")
*Sowjet, sowjetisch usw. – Ñ?овет (eigentlich "Rat")
*Sputnik - Ñ?путник ("Wegbegleiter", "Satellit")
*Steppe - Ñ?тепь (dass.)
*Subbotnik - Ñ?убботник (von "Ñ?убботa" für Samstag)
*Troika - тройка ("Dreiergespann")
*Wodka - водка ("Wässerchen", "Schnaps")
:Mit dem Wort ''Wodka'' bezeichnet man im Russischen jegliche Art von Schnaps, im Deutschen benützt man dagegen das Wort nur für das Produkt aus den Kartoffeln.
*Zobel - Ñ?оболь (dass.)
Lehnübersetzungen sind unter anderem Kulturhaus oder Ziel''stellung'' (statt Ziel''setzung'').
Weitere verwandte Aktikel
* Russische Rechtschreibreform von 1918
* Wortbetonung in der russischen Sprache
* Russische Phonetik
* Russische Grammatik
* Russische Literatur
* Deutschrussisch
* Russischer Mat
* Lipovaner
Weblinks
- rambler.ru/dict/rude/ Wörterbuch russisch-deutsch
- rambler.ru/dict/deru/ Wörterbuch deutsch-russisch
- russian-online.net Russisch online lernen und üben
- learn.russian-german.net Russisch online lernen und üben
- russisch.ws Informationen über Sprache und Land
- Russisch online lernen. Alphabet mit Hörbeispielen. Sprachübungen.
- Slavistik-Portal Fachportal für slawische Sprachen und Literatur
- Russisches Vokabeltraining
- Online Tastatur für Russisch
- Rusklaviatura.com Online Werkzeug zur Transliteration]
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*** Shopping-Tipp: Russische Sprache
[Der Artikel zu Russische Sprache stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Russische Sprache zu editieren.
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