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Rugier
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Die '''Rugier''' waren ein zwischen Weichsel und Oder ansässiger Ostgermanen ostgermanischer Stamm (Germania (Tacitus) Tacitus Germania 44, bei Ptolemäus Ptolemaios ''Rutiklier'' genannt). Ursprünglich waren sie wohl aus Südnorwegen eingewandert über die Insel Rügen. Von ihnen hat die Insel den Namen.
Im Zuge der Völkerwanderung bewegten sich die Rugier mit den Goten nach Süden. Im Gebiet der nördlichen mittleren Donau setzten sie sich fest, ehe sie vom Hunnen Hunnenkönig Attila besiegt wurden und erneut auf Wanderschaft gingen, die sie ins heutige Niederösterreich verschlug, wo sie nördlich der Donau ein Reich begründeten, das 487/488 durch Odoaker zerstört wurde. Die Rugier gingen daraufhin in den Ostgoten auf und mit diesen 553 unter.
Die letzten mit Namen bekannten rugischen Könige:
* ''Flaccitheus'' (regierte bis 475)
* ''Feletheus'', Sohn des Flaccitheus (regierte 475-487, mit seiner Gattin Giso von Odoaker gefangen genommen, in Ravenna hingerichtet)
* ''Fredericus'', Sohn des Feletheus (musste 488 zu Theoderich der Große Theoderich dem Großen ins Ostgotenreich fliehen)
Nach einer gängigen Mythe, der Gisolegende, soll eine Königin der Rugier namens Giso um das Jahr 500 zwei Schmiede gefangengehalten haben, die für sie Schmuck anfertigen mussten. Endlich vermochten die Schmiede den Sohn der Königin zu fangen und konnten gegen dessen Freilassung entkommen. Aus diesem Stoff und unter Hinzunahme griechisch-römischer Sagen (Vulcanus bzw. Hephaistos, Dädalus) soll die Wieland der Schmied Wielandsage entstanden sein, was aber in der Wissenschaft umstritten ist, bzw. abgelehnt wird.
Literatur
* Alfred Becker: ''Franks Casket. Zu den Bildern und Inschriften des Runenkästchens von Auzon''. Sprache und Literatur. Regensburger Arbeiten zur Anglistik und Amerikanistik. Bd 5. Hans Carl, Regensburg 1973, S.167 (u. Fussnoten). ISBN 3-418-00205-6 {{ISSN|0172-1178}}
Kategorie:Germanischer Stamm
ca:Rugis
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en:Rugians
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it:Rugi
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sv:Rugier
[Der Artikel zu Rugier stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Rugier zu editieren.
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