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Rostock

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{{Begriffsklärungshinweis}} {{Infobox Ort in Deutschland |Art = Stadt |Wappen = Rostock Wappen.svg |lat_deg = 54 | lat_min = 5 |lon_deg = 12 | lon_min = 8 |Lageplan = Rostock Verwaltungsgliederung.png |Lageplanbeschreibung = Verwaltungsgliederung Rostock |Bundesland = Mecklenburg-Vorpommern |Höhe = 13 |Fläche = 181.44 |Einwohner = 199097 |Stand = 2006-06-30 |PLZ = 18001–18147 |PLZ-alt = 2500–2550 |Vorwahl = 0381 |Kfz = HRO |Gemeindeschlüssel = 13 0 03 000 |Gliederung = 21 Stadtbereiche |Adresse = Neuer Markt 1
18050 Rostock |Website = [http://www.rostock.de/ www.rostock.de] |Bürgermeister = Roland Methling |Bürgermeistertitel = Oberbürgermeister |Partei = parteilos }} Bild:Rostock Wahlspruch.jpg Steintor_(Rostock)#Das zweite Tor 297px|right|thumb|[[Steintor (Rostock)#Das zweite Tor|'''Wahlspruch''': In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen.html" title="'''Wahlspruch''': In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen.html" title="297px|right|thumb|[[Steintor (Rostock)#Das zweite Tor|'''Wahlspruch''': In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen">297px|right|thumb|[[Steintor (Rostock)#Das zweite Tor|'''Wahlspruch''': In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen">'''Wahlspruch''': In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen.html" title="297px|right|thumb|[[Steintor (Rostock)#Das zweite Tor|'''Wahlspruch''': In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen">297px|right|thumb|[[Steintor (Rostock)#Das zweite Tor|'''Wahlspruch''': In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen Die '''Hansestadt Rostock''' /{{IPA.html">Deutschlands. Sie wurde spätestens 1218 gegründet. Rostock zieht sich etwa 20 Kilometer am Lauf der Warnow, bis hin zur Ostsee entlang. Der größte Teil Rostocks befindet sich auf der westlichen Seite der Warnow. Der östliche Teil der Stadt wird durch Gewerbestandorte und einem Waldgebiet, der Rostocker Heide, geprägt. Die Kyzziner, welche zum slawischen Stammesverband der Wilzen gehörten und bereits um 600 dort Siedlungen gehabt haben müssen, nannten in ihrer Sprache das Auseinanderfließen der Warnow ''roztoc'' und gaben der Stadt somit ihren Namen. Rostock ist heute mit nahezu 200.000 Einwohnern die größte Stadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, nach Lübeck die zweitgrößte Hafenstadt an der deutschen Ostseeküste und einer der größten Kreuzfahrthäfen Deutschlands. Kulturell wie wirtschaftlich gilt sie als die wichtigste Stadt im Land. Geprägt ist sie durch die Lage am Meer, den Hafen, die Hanse und deren Backsteingotik, sowie die Universität Rostock, die bereits 1419 gegründet wurde und so zu den ältesten Nordeuropas zählt. Rostock liegt im Landesteil Mecklenburg und gehörte bis 1918 zum Großherzogtum, dann zum Freistaat Mecklenburg-Schwerin. Die Stadt ist eines der vier Oberzentrum Oberzentren.html"_title="ʀɔsdɔk}}/) ist eine kreisfreie Stadt im Norden Oberzentren">Oberzentren des Landes. Wirtschaftlich dominiert neben Schiffbau und Schifffahrt, dem Tourismus und Servicesektor deutlich die Universität als größter Arbeitgeber der Stadt.

Geografie
Bild:WorldWind12.11775E 54.13745N.png World Wind.html" title="thumb thumb|300px|Satellitenbild Rostocks
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Quelle: [[World Wind Bild:Klimadiagramm-deutsch-Rostock-Warnemünde (MV)-Deutschland.png thumb|300px|Klimadiagramm von Rostock-Warnemünde Rostock liegt ziemlich genau in der nördlichen Mitte Mecklenburg-Vorpommerns. Das Stadtgebiet erstreckt sich beiderseits des Unterlaufs der Warnow (Fluss) Warnow, die als Unterwarnow vom Rostocker Stadtzentrum bis zur etwa 16 Kilometer entfernten Küste schiffbar ist. Vor der Mündung in die Ostsee beim Ortsteil Warnemünde weitet sich die Unterwarnow in Richtung Osten zum Breitling (Warnow) Breitling aus. Hier befindet sich der Hafen Rostock Rostocker Seehafen. Der Südosten und das westliche Warnowufer sind dicht besiedelt, während der Nordosten durch ländliche Ortsteile und den ca. 6.000 Hektar großen Küstenwald ''Rostocker Heide'' geprägt wird. Rostocks Größte Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 21,6 Kilometer und von Ost nach West 19,4 Kilometer. Die Länge der Stadtgrenze (ohne Küste) beträgt 97,9 Kilometer. Rostocks Küste selbst hat eine Länge von 18,5 Kilometer. Die Warnow im Stadtgebiet erstreckt sich über 16 Kilometer weit. Der höchste Punkt in der Stadt mit etwa 49 m ü. NN liegt im Ortsteil Biestow (Biestow-Ausbau, Friedrichshöhe), der niedrigste mit etwa 1,5 m unter NN im Ortsteil Warnemünde (Diedrichshäger Moor). Die Geografie der Altstadt, aber auch die der Gegend um Warnemünde haben sich im Laufe der Zeit sichtbar verändert. Wo heute ''Am Strande'' eine Hauptverkehrsstraße verläuft, war früher wirklich Strand und lange Brücken führten in das schiffbare Wasser. Um die Stadt verlief außerdem lange ein Wassergraben zum Schutz, der – nutzlos geworden – im Zuge der Entfestigung und dem Ausbau des Stadthafens korrigiert wurde. Auf alten Fotos und Abbildungen sind noch die Brücke vor dem Petritor (Rostock) Petritor und die vor dem Kröpeliner Tor zu sehen, die heute nicht mehr existieren. Dabei wurde neben dem Fischer-Hafen der Haedge-Hafen mit dem Kohlenkai – heute Haedge-Halbinsel – gebaut. Darüber hinaus ist auch der Abfluss der Warnow in Warnemünde verändert worden. War es früher der ''Alte Strom'', ist es heute der ''Neue Strom'', der auch deutlich ausgebaut worden ist. Auch der Breitling wurde mit der Anlage großer Hafenbecken verändert.

Klima
Die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt 8,4 °C, im Jahresmittel fallen 591 mm Niederschlag.

Geschichte
*''Hauptartikel:'' Geschichte Rostocks Bild:Rostocker Stadtbestätigung 1213.png thumb|Bestätigung des Lübischen Stadtrechts von 1218 Bild:Karte-Mecklenburg 1300.png thumb|Das Fürstentum Rostock im 14. Jahrhundert Die Geschichte um die Gründung Rostocks ist gleichzeitig die Geschichte um die Gründung des mecklenburgischen Herrschergeschlechts. Beides ging miteinander einher und bedingte einander. Schon lange vor der Neugründung der Stadt Rostock siedelten Stämme, bereits seit ca. 600 die zu dem sagenhaften Volk der Wilzen gehörenden Kyzziner, dann die Wenden in dem Gebiet um die Warnow (Fluss) Warnow. In der Zeit der Stadtgründung fanden Auseinandersetzungen vor allem zwischen dem Reich der Sachsen und dem der Abodriten (Volk) Abodriten statt, auch die Dänen waren in diesen Konflikt stark involviert. 1159–1185 fanden so regelmäßig Flottenzüge des dänischen Königs Waldemar I. (Dänemark) Waldemar I., dem Sohn Knud Lavards (1096–1131), gegen die Wenden statt, welche die süddänischen Inseln bedrohten. Als erster wirklicher Beleg Rostocks gilt aber der Bericht des Saxo Grammaticus in dessen 16-bändiger Geschichte Dänemarks, den Taten der Dänen (gesta danorum). 1161, so berichtete er, zerstörten die mit den Sachsen verbündeten Dänen unter Waldemar I. die slawische Fürstenburg Rostock (urbs roztoc). Nach dieser Zerstörung wurde die Siedlung mit einem -wik Handelswik wieder aufgebaut. Noch im 12. Jahrhundert hatten sich Handwerker und Kaufleute dort niedergelassen. Ein früher Beleg ist 1189 die Existenz einer Burg, eines Marktes und einer St. Clemens-Kirche mit deutschem Priester. Um 1200, als die Siedlung in den Warnowniederungen zu klein geworden war, wurde auf einer Anhöhe auf der benachbarten, gegenüberliegenden Seite der Warnow, Rostocks ältester Stadtkern neu und nach Lübischem Vorbild gegründet. Der Alte Markt entstand damals um die Petrikirche herum und so existierten zwei erste Rostocker Siedlungen nebeneinander. Rostock wurde schnell zum eigentlichen Kernstück Mecklenburgs. 1214 rang Waldemar II. (Dänemark) Waldemar II. Kaiser Friedrich II. (HRR) Friedrich II. die Lehnshoheit über das Land ab. 1218 dann ist die Siedlung um die Petrikirche erstmals schriftlich bezeugt: In einer ersten überlieferten Urkunde vom 24. Juni 1218 bestätigt Heinrich Borwin I., der ''Fürst von Mecklenburg und Herr über Rostock'', das Lübisches Recht Lübische Stadtrecht. Um die historisch gewachsene Eigenständigkeit Rostocks gegenüber den mecklenburgischen Fürsten zu betonen und nachzuweisen, wurde dieses Datum über die Jahrhunderte und zuweilen bis heute als der eigentliche Geburtstag der Stadt im Bewusstsein verfestigt.Vgl. u. a.: Paul Meyer: Die Rostocker Stadtverfassung bis zur Ausbildung der bürgerlichen Selbstverwaltung (um 1325). Dissertation. Schwerin i. M. 1929, S. 5 ff. Darauf bildeten sich die beiden weiteren Teilstädte in Rostock. In der Mittelstadt am Neuen Markt wurde 1230 mit dem ersten Bau der Marienkirche begonnen, wo 1232 die zweite Siedlung (später Mittelstadt) bezeugt ist, von 1252 existiert ein erster Beleg der Neustadt um die heute zerstörte Jakobikirche (Rostock) Jakobikirche. Um 1240 bzw. 1256 kamen die Bettelorden der Franziskaner bzw. der Dominikaner in die Stadt (sie erbauten Katharinenkonvent bzw. Johanniskonvent).Vgl. Ulpts, Ingo: Die Bettelorden in Mecklenburg (Saxonia Franciscana 6) Werl 1995, 34-43/80-86. 1251 erhielt Rostock vom dänischen König Abel (Dänemark) Abel die gleichen Handelsprivilegien wie zuvor schon Lübeck und 1252, die dritte Rostocker Teilstadt war wahrscheinlich schon gegründet, wurde die Stadtrechtbestätigung von 1218 wiederholt, in der nun auch die Zollfreiheit in der Herrschaft Rostock bestätigt wurde, was die Grundlage bildete für die städtische Machtstellung. Als sich 1257 die Ratsherren der Städte Lübeck, Rostock und Wismar über wirtschaftliche und politische Fragen berieten, bestand Rostock noch aus diesen drei voneinander getrennten Teilstädten, die sich erst 1265 vereinigten. Darauf wurde der Neue Markt zum Zentrum der Stadt und zum Schutz eine Stadtmauer gebaut, die ca. 1 km² umschloss, ein Gebiet, das bis in das 19. Jahrhundert nicht nach Außen wuchs. Die hanseatische Tradition der Stadt ist bis heute deutlich spürbar. In bewusster Anlehnung daran trägt Rostock seit 1990 auch wieder den Titel ''Hansestadt''. Begonnen hatte sie damit, dass 1283 Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Stettin, Demmin, Anklam und einige Fürsten das Rostocker Landfriedensbündnis schlossen und somit das Wendisches Quartier Wendische Quartier begründeten. Zwanzig Jahre später, 1323, wurde von Rostock das kleine Fischerdorf Warnemünde den Dänen abgekauft. 1325 erwarb die Stadt mit dem Münzrecht das Recht, eine eigene Münze, die Mark Rostocker Pfennige, zu prägen. Darüber hinaus erwarb Rostock 1358 die volle Gerichtsbarkeit. So wurde Rostock zu einem der bedeutendsten Mitglieder der Hanse, der Hafen war längst der wichtigste des Landes. Zeichen der Bedeutung der Stadt war vor allem, dass 1419 mit der Universität Rostock eine der ältesten Universitäten Nordeuropas gegründet wurde. Von Papst Martin V. wurde die Gründung einer theologischen Fakultät aber noch untersagt. {{Großes Bild|Vicke Schorler Rolle.jpg|7000px|
Vicke Schorler: ›Wahrhaftige Abcontrafactur der hochloblichen und weitberuhmten alten See- und Hensestadt Rostock –
Heuptstadt im Lande zu Meckelnburgk‹}} War Rostock auch bis zum letzten Hansetag 1669 Mitglied der Hanse, begann mit dem Erstarken der landesfürstlichen Macht über die Städte auch ihr Ende. An Rostock ist das sehr deutlich zu sehen. 1484 erklärte Papst Innozenz VIII. die Jacobikirche in einer Bulle zum Domstift. Dass sich die Rostocker zunächst dagegen verwahrten, führte zu einer von 1486 bis 1491 andauernden Domfehde, nach der die Schweriner Herzöge Buße forderten, höhere Abgaben verlangten, sowie Soldaten für das mecklenburgische Heer. Darüber hinaus wurde Rostock vom Bistum Ratzeburg Bischof von Ratzeburg 1487 mit dem Kirchenbann belegt, was bedeutete, dass die Universität die Stadt verlassen muss. Erst 1488 erlaubte der Papst die Rückkehr. Nachdem um 1520 die reformatorischen Lehren Martin Luthers nach Rostock kamen, setzte sich die Reformation relativ schnell durch. Schon im April 1531 entschied der Rat der Stadt über die Verbindlichkeit der reformatorischen Lehre in Gottesdiensten. Bild:Wallenstein, Duke of Friedland.jpg thumb|Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein|Wallenstein Bild:Blücher.jpg Gebhard_Leberecht von Blücher thumb|[[Gebhard Leberecht von Blücher|Blücher.html" title="Blücher.html" title="thumb|[[Gebhard Leberecht von Blücher|Blücher">thumb|[[Gebhard Leberecht von Blücher|Blücher">Blücher.html" title="thumb|[[Gebhard Leberecht von Blücher|Blücher">thumb|[[Gebhard Leberecht von Blücher|Blücher 1565 kam es zu weiteren Auseinandersetzungen mit Schwerin, die weitgehende Folgen hatten. Unter anderem ging es dabei um die Einführung einer Bieraktie zugunsten der Herzöge. Johann Albrecht I. (Mecklenburg-Schwerin) Johann Albrecht I. zog mit 500 Reitern, nachdem Rostock ihm den formalen Huldigung Huldigungseid verweigerte und ließ die Stadtmauer schleifen um eine Festung zu bauen. Erst der Rostocker Erbvertrag Erste Rostocker Erbvertrag vom 21. September 1573, in dem den Landesfürsten die Erbherrschaft über die Stadt für Jahrhunderte garantiert wurde, Rostock sich also auf lange Zeit band, und sie außerdem als höchste Richter anerkannt wurden, beendete den Konflikt. Die Bürger schliffen im folgenden Frühjahr die Festung. Von 1575 bis 1577 erfolgte dann der Wiederaufbau der Mauer, sowie des Lagebuschturms und des Steintors im Stil der niederländischen Renaissance. Die Inschrift ''sit intra te concordia et publica felicitas'', die noch heute auf dem Tor zu lesen ist, bezieht sich direkt auf den Konflikt mit dem Herzog. 1584 kam es schließlich zum Zweiten Rostocker Erbvertrag, der eine weitere Abgabe früherer Privilegien nach sich zog. Mit den Erbverträgen wurde gleichzeitig die Hoffnung Rostocks darauf zunichte gemacht, wie Lübeck#Die Zeit der Hanse bis zum Frieden von Stralsund Lübeck bereits 1226, die Reichsunmittelbarkeit zu erlangen. Während des Dreißigjähriger Krieg Dreißigjährigen Krieges (1618–1648), der das endgültige Ende der Hanse herbeiführte, litt Rostock stark unter den ständig wechselnden Besetzungen und Plünderungen. Im Zentrum langfristiger Konflikte stand dabei der Schwedenzoll, der in Warnemünde vom Schwedenkönig Gustav II. Adolf (Schweden) Gustaf Adolf erhoben wurde. Wallenstein war es, der Rostock befestigte, um von dort aus die Eroberung Pommerns zu unternehmen, verlor die Stadt aber 1631 an die Schweden. Erst nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, 1648, zogen diese sich aus Warnemünde zurück, bezogen aber noch bis 1654 den Zoll. Rostock war in dieser Zeit völlig verarmt. Waren die Konflikte mit Schweden nicht genug, sorgte spätestens der Brand am 11. August 1677 dafür, dass ein Drittel der Stadt vernichtet wurde, also etwa 700 von zuvor 2000 Häusern, und Rostock völlig in die politische und wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit geriet. Die Einwohnerzahl sank so in der Zeit von 1594 bis 1677 von einst 14.800 auf 5.000 ab. Das Ende des Dreißigjährigen Krieges bedeutete für Rostock nicht das Ende des andauernden Verfalls von Macht und Stärke. Der Nordischer Krieg Nordische Krieg und der Siebenjähriger Krieg Siebenjährige Krieg zeichneten die Stadt weiter. Darüber hinaus nutzten die Fürsten die Schwäche Rostocks aus und sicherten in dieser Zeit langfristig mit den Landesherrlichen Erbverträgen von 1755 und 1788 ihre Macht. Bild:Tarnow.jpg thumb|left|Rostock 1780-90 Erst Ende des 18. Jahrhunderts begann langsam der Wiederaufstieg der Hansestadt. Allerdings wurde Mecklenburg 1806 von den Franzosen besetzt, Rostock musste sich den Bedingungen der Kontinentalsperre beugen und Rostocker Bürger mussten in der napoleonischen Armee dienen. Ein anderer Rostocker allerdings, Gebhard Leberecht von Blücher, kämpfte während der Befreiungskriege auf der Seite der Allianz und war entscheidend an der Schlacht von Waterloo beteiligt, in der Napoleon geschlagen werden konnte. Bild:MAP Rostock 1910.jpg thumb|left|Rostock 1910 Das 19. Jahrhundert brachte dann der Stadt mit der umfassenden Industrialisierung neuen Reichtum, was sich in vielen Gebäuden und Anlagen dieser Zeit heute noch deutlich zeigt. Um 1830 begannen die Rostocker auch außerhalb der Stadtmauergrenzen zu bauen. Villen- und Arbeiterviertel entstanden. Um die gleiche Zeit entwickelte sich auch Warnemünde zu einem der bedeutendsten Seekurorte in Deutschland. 1852 wurde der erste deutsche Schraubendampfer fertiggestellt, und 1870 erhielt die Universität ihr heutiges Hauptgebäude. Gegen Ende des Jahrhunderts, 1891, wurde die „Neptun Schiffswerft und Maschinenfabrik AG“ als der erste industrielle Großbetrieb Mecklenburgs gegründet. Die Bevölkerungszahl stieg um fast 80.000 auf 121.000 Einwohner. Auch Industrien wie die Chemischen Fabriken des Friedrich Witte sowie Landmaschinenbau, Bauwesen und die Entwicklung Rostocks zum Verwaltungs- und Bankenstandort trugen dazu bei, der Stadt zu einem seit langem ungekannten Aufstieg zu verhelfen. Die schnelle Industrialisierung brachte aber nicht nur Gutes. Spätestens mit dem Erster Weltkrieg Ersten Weltkrieg kam es zu viel Armut unter den Arbeitern, die sich in Unruhen äußerten und in der Forderung nach einem Ende des Krieges, sowie der Beseitigung der Feudalismus halbfeudalen Verhältnisse in Mecklenburg. So waren es vor allem die Rostocker, die für die Demokratie Demokratisierung und den Sturz des Großherzogs im Land verantwortlich waren. Die erste demokratische Verfassung Rostocks war es schließlich erst, welche den Landesherrlichen Erbvergleich von 1788, der die Stadt über Jahrhunderte an einer freien Entwicklung hinderte, außer Kraft setzte. In den 20er Jahren konnte bereits die Industrialisierung fortgesetzt werden. So wurden vor allem die Ernst Heinkel Flugzeugwerke Flugzeugwerke von Ernst Heinkel 1922 in Rostock gegründet. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Joachim Pabst von Ohain entwickelte Ernst Heinkel das weltweit erste funktionsfähige Flugzeug mit Düsenantrieb. Der Jungfernflug dieser als He 178 bezeichneten Maschine wurde am 27. August 1939 in Rostock durchgeführt. In der Vorbereitung des Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkriegs wurde Rostock als Industriestandort in die allgemeine Aufrüstung eingebunden. Wie in anderen deutschen Städten kam es allerdings auch in Rostock in der Nacht vom 9. zu 10. November 1938 zu den Antisemitismus antisemitischen Ausschreitungen der Reichskristallnacht, in deren Verlauf die Rostocker Synagoge von den Nationalsozialismus Nationalsozialisten niedergebrannt wurde. Ebenso wurden auch aus Rostock Menschen deportiert und getötet. Seit 2001 erinnern Gedenkplatten, so genannte ''Stolpersteine'' an die jüdischen Opfer des Holocaust. Durch die Erweiterung der Heinkel-Werke ab 1933 wurde Rostock zu einem Schwerpunkt der Rüstungsindustrie des Zeit des Nationalsozialismus Deutschen Reiches ausgebaut. Das Unternehmen wurde so zum größten Arbeitgeber Mecklenburgs. Diese Entwicklung hatte allerdings nicht nur zur Folge, dass Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene von Heinkel beschäftigt wurden, sondern auch, dass die Stadt zu einem wichtigen Angriffsziel der Alliierten im Zweiten Weltkrieg geworden war. Schon 1942 bombardierte die Royal Air Force die Werke der Firmen Heinkel und Arado. Eine U-Boot Werft und zwei Flugzeugfabriken sowie große Teile von Rostock und Warnemünde wurden zerstört. Zum Ende des Krieges waren von vormals 10.535 Wohnhäusern in der Stadt 2611 vollständig zerstört, weitere 6735 beschädigt. Rostock wurde am 1. Mai 1945 – kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs – durch die Rote Armee besetzt. Die Überreste der weitgehend zerstörten Flugzeugwerke fielen als Reparation Reparationen an die Sowjetunion. Die Neptun-Werft wurde wieder aufgebaut und in Warnemünde entstand 1945/46 die Warnowwerft. Beide Werften führten anfangs fast ausschließlich Reparationsaufträge durch. Bild:Briefmarke DDR - Rostock-Warnemünde 80.png thumb|180px|Diese DDR-Briefmarke fügt einige Sehenswürdigkeiten der Hansestadt zusammen. Durch Kriegsheimkehrer und den Zustrom Vertriebener stieg die Einwohnerzahl bis 1950 wieder auf den Vorkriegsstand. Schnell wurde der Wiederaufbau der zerstörten Stadt in Angriff genommen, viele Gebäude – wie das Stadttheater – waren jedoch nicht mehr zu retten. Andere, wie die Jakobikirche (Rostock) Jacobikirche hätten möglicherweise gerettet werden können. Das erste Neubaugebiet nach dem Krieg entstand ab 1953 in Reutershagen im Stil des sozialistischer Klassizismus sozialistischen Klassizismus. 1952 wurde Rostock durch die Verwaltungsreform Bezirksstadt des gleichnamigen Bezirks (siehe: Bezirk Rostock). Dieser Status führte zu einer wachsenden Bedeutung innerhalb der Deutsche Demokratische Republik DDR. In den Folgejahren entwickelte sich die Stadt zum Schiffbau- und Schifffahrtszentrum der DDR. Neben den Werften entstanden 1949 das Dieselmotorenwerk, 1950 das spätere Fischkombinat und 1952 die Deutsche Seereederei Rostock (DSR). Infolge des Krieges und der deutschen Teilung verfügte die DDR jedoch über keinen bedeutenden Seehafen. So entstand zwischen 1957 und 1960 der Hafen Rostock Überseehafen Rostock. Auch die Hochschullandschaft folgte dabei der maritimen Ausrichtung. Der wirtschaftliche Aufschwung ließ viele Zuwanderer nach Rostock strömen. Bis 1988 wuchs die Stadt auf über 250.000 Einwohner. Bild:Rostock Petrikirche.jpeg :Commons:Rostock#Petrikirche thumb|St. Petri ([[:Commons:Rostock#Petrikirche|weitere Bilder).html" title="weitere Bilder.html" title="thumb|St. Petri ([[:Commons:Rostock#Petrikirche|weitere Bilder">thumb|St. Petri ([[:Commons:Rostock#Petrikirche|weitere Bilder)">weitere Bilder.html" title="thumb|St. Petri ([[:Commons:Rostock#Petrikirche|weitere Bilder">thumb|St. Petri ([[:Commons:Rostock#Petrikirche|weitere Bilder) Mit der Wende (DDR) politischen Wende 1989 und der Deutsche Einheit Deutschen Wiedervereinigung 1990 erlebte die Stadt wichtige Veränderungen. Am deutlichsten war jedoch zunächst ein starker Bevölkerungsrückgang um ungefähr 50.000 Einwohner, der erst knapp 15 Jahre später zum Stillstand kam. Gleichzeitig verloren viele Menschen, wie in der ganzen Region, Arbeitsplätze und neue konnten aufgrund fehlender, wirtschaftlicher Strukturen nicht schnell genug entstehen. Seit 1990 wurde viel an der Stadt gebaut: Gebäude, die vor dem Verfall standen, wurden gerettet, ein behutsamer Rückbau und Umbau in den Plattenbaugebieten wurde zusammen mit Verbesserungen des Wohnumfelds begonnen, um einem Leerstand von Wohnungen entgegenzuwirken. Die Infrastruktur wurde erneuert und als ein wichtiges, sichtbares Zeichen für den Neuanfang erhielt St. Petri seinen neu errichteten Turmhelm, der unter anderem aus Spendengeldern finanziert worden ist. Aus Rostock entstand so das wichtigste wirtschaftliche Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Ein gesellschaftlicher Tiefpunkt waren im August 1992 ausländerfeindliche Übergriffe im Stadtteil Lichtenhagen, welche das Bild der Stadt noch Jahre danach in der Öffentlichkeit prägten. Eine Antwort Rostocks darauf war die Initiative „Bunt statt Braun“ (siehe Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen). Bild:Logo Ich bin ein Rostock Olymp.png 100px|left Rostock richtete 2003 die IGA (Rostock) Internationale Gartenschau (IGA) aus. Im selben Jahr wurde auch der Warnowtunnel eröffnet. Die gemeinsame Bewerbung mit Leipzig um die Austragung der Olympische Sommerspiele 2012 Olympischen Sommerspiele 2012 aber misslang schon in der internationalen Vorauswahl durch das Internationales Olympisches Komitee IOC am 18. Mai 2004. Zu einer stärkeren Identifizierung mit der Stadt tragen auch bis heute weitere umfangreiche Renovierungen der historischen Bausubstanz in Rostock bei und nicht zuletzt Veranstaltungen wie die Hanse Sail. Diese Jahre sind neben einerseits einer wirtschaftlichen Konsolidierung im Gegensatz zur Zeit vor 1990, allerdings ebenso geprägt von emotionalen Auseinandersetzungen mit der Politik des Landes und des Bundesebene (Deutschland) Bundes um Kürzungen der Finanzierung vor allem im Bildungswesen, sowie in der Kultur. Die Universität ist so beispielsweise gezwungen, älteste Fakultäten zu schließen. Rostock selbst ist verschuldet und kämpft um seine Verwaltungsautonomie. Daher werden einige umfangreiche strukturelle Reformen in der Stadt, aber auch der Verwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern unternommen, die zu mehr Effizienz führen sollen.

Gesellschaft und Politik


Stadtverwaltung und Bürgermeister
Bild:Rostock Rathaus.jpg Rathaus (Rostock) thumb|left|Das Rostocker [[Rathaus (Rostock)|Rathaus.html" title="Rathaus.html" title="thumb|left|Das Rostocker [[Rathaus (Rostock)|Rathaus">thumb|left|Das Rostocker [[Rathaus (Rostock)|Rathaus">Rathaus.html" title="thumb|left|Das Rostocker [[Rathaus (Rostock)|Rathaus">thumb|left|Das Rostocker [[Rathaus (Rostock)|Rathaus Bild:Sitzverteilung Bürgerschaft Rostock 2005.png thumb|right|Sitzverteilung der Rostocker Bürgerschaft An der Spitze der Stadt stand seit dem 13. Jahrhundert der Rat mit zunächst 10, später 24 Ratsherren. Den Vorsitz hatte der Proconsules beziehungsweise Bürgermeister. Im 19. Jahrhundert gab es sogar 3 Bürgermeister. Ab 1925 tragen die Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister (Liste der Rostocker Bürgermeister). Dieser wurde über Jahrhunderte vom Rat der Stadt gewählt. Seit 2002 wird er direkt vom Volk gewählt. Als Vertretung der Bürger gibt es eine Stadtvertretung, die in Rostock die Bezeichnung Bürgerschaft (Vertretungsorgan) Bürgerschaft trägt ''(in anderen Städten heißt dieses Gremium auch Gemeinderat, Stadtverordnetenversammlung oder Rat der Stadt)''. Die Mitglieder der Bürgerschaft werden von den Bürgern der Stadt auf 5 Jahre gewählt. Nach dem Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde zur Kommunalwahl am 13. Juni 2004 wurden die Mehrheitsverhältnisse in der Rostocker Bürgerschaft unübersichtlich. Die Bürgerschaft besteht derzeit aus 53 Abgeordneten; die Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU und die Die Linkspartei PDS stellen jeweils 13, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 11, Bündnis 90/Die Grünen 6, die Freie Demokratische Partei FDP und der Rostocker Bund jeweils 3 und sonstige 4 (darunter GRAUE und SAV). Vorsitzender ist der ''Präsident der Bürgerschaft''. Dieses zusätzliche repräsentative Amt in der Stadt wurde 1990 neben dem Amt des Oberbürgermeisters durch das „Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR“ durch die damalige Volkskammer der Deutsche Demokratische Republik DDR eingeführt. Es wurde zunächst hauptamtlich wahrgenommen. Seit der Änderung der Kommunalverfassung 1994 wird es nur noch ehrenamtlich ausgeführt. Der Präsident der Bürgerschaft leitet die Sitzungen, bereitet diese vor und vertritt die Bürgerschaft nach außen. Er repräsentiert zusammen mit dem Oberbürgermeister die Stadt. Zum Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock wurde am 27. Februar 2005 Roland Methling (parteilos) im ersten Wahlgang gewählt.

Wappen, Flagge und Logo
*''Hauptartikel:'' Rostocker Wappen, Rostocker Flaggen
*''Weitere Artikel:'' Hanseflaggen Bild:FlaggeRostock1.jpg Bild:FIAV_100000.svg thumb|left|[[Bild:FIAV 100000.svg|20px Flagge Rostocks
Seitenverhältnis: 3:5.html" title="20px.html" title="thumb|left|[[Bild:FIAV 100000.svg|20px">thumb|left|[[Bild:FIAV 100000.svg|20px Flagge Rostocks
Seitenverhältnis: 3:5">20px.html" title="thumb|left|[[Bild:FIAV 100000.svg|20px">thumb|left|[[Bild:FIAV 100000.svg|20px Flagge Rostocks
Seitenverhältnis: 3:5 {| align="right" | Bild:logo hro.png thumb|right|Logo der Stadt seit 1993 |} Rostock führte in seiner Geschichte drei verschiedene Wappen. Das Signum, Secretum und Sigillum. Das Signum, welches seit 1367 als Siegelstempel nachweisbar ist, entstand zuletzt und ist bis heute das Wappen der Hansestadt. In einem Schild ist oben ein auf blauem Grund schreitender goldener Greif mit aufgeworfenem Schweif und aufgeschlagener roter Zunge – das herrschaftliche Zeichen der Rostocker Fürsten. Darunter Silber (bzw. Weiß) und Rot sind die Farben der Hanse. Die heutige Rostocker Flaggen Stadtflagge ist diesem Wappen nachempfunden. Der blaue Streifen nimmt dabei die Hälfte der Flaggenhöhe ein. Der Greif ist zum Liek gewendet. Im Laufe der Geschichte hat sich die Rostocker Flaggen Stadtflagge mehrmals verändert. In der heutigen Form wurde sie zuletzt in der Hauptsatzung von 1991 vom Rat der Stadt festgelegt. Der Greif ist ein typisches Wappentier für die wendische Region, mit Greifswald wurde selbst eine Stadt nach ihm benannt. Der Greif ist das Schutztier. Mit seinen Krallen hält es Feinde fern. Das Wappen ist in Rostock nicht nur auf Flaggen, Häusern und Haltestellen zu sehen, sondern auch auf Kanaldeckeln, Gartenzäunen, Brücken sowie an Schiffen und Restaurants. *''Siehe auch:'' Liste der Wappen der kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern

Stadtgliederung
Bild:Rostock Ortsämter.svg Warnemünde thumb|left|250px|'''Ortsämter:''' '''1''': [[Warnemünde|Seebad Warnemünde, Diedrichshagen, Markgrafenheide, Hohe Düne, Hinrichshagen (Rostock) Hinrichshagen, Wiethagen, Torfbrücke, '''2''': Rostock-Lichtenhagen Lichtenhagen, Groß Klein, '''3''': Lütten Klein, '''4''': Evershagen, Schmarl, '''5''': Reutershagen, Hansaviertel (Rostock) Hansaviertel, Gartenstadt, '''6''': Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Stadtmitte (Rostock) Stadtmitte, Brinckmansdorf, '''7''': Südstadt (Rostock) Südstadt, Biestow, '''8''': Dierkow Dierkow-Neu, Dierkow Dierkow-Ost, Dierkow Dierkow-West, Toitenwinkel, Gehlsdorf, Hinrichsdorf, Krummendorf, Nienhagen, Peez, Stuthof, Jürgeshof.html" title="Seebad Warnemünde.html" title="thumb|left|250px|'''Ortsämter:''' '''1''': [[Warnemünde|Seebad Warnemünde">thumb|left|250px|'''Ortsämter:''' '''1''': [[Warnemünde|Seebad Warnemünde, Diedrichshagen, Markgrafenheide, Hohe Düne, Hinrichshagen (Rostock) Hinrichshagen, Wiethagen, Torfbrücke, '''2''': Rostock-Lichtenhagen Lichtenhagen, Groß Klein, '''3''': Lütten Klein, '''4''': Evershagen, Schmarl, '''5''': Reutershagen, Hansaviertel (Rostock) Hansaviertel, Gartenstadt, '''6''': Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Stadtmitte (Rostock) Stadtmitte, Brinckmansdorf, '''7''': Südstadt (Rostock) Südstadt, Biestow, '''8''': Dierkow Dierkow-Neu, Dierkow Dierkow-Ost, Dierkow Dierkow-West, Toitenwinkel, Gehlsdorf, Hinrichsdorf, Krummendorf, Nienhagen, Peez, Stuthof, Jürgeshof">Seebad Warnemünde.html" title="thumb|left|250px|'''Ortsämter:''' '''1''': [[Warnemünde|Seebad Warnemünde">thumb|left|250px|'''Ortsämter:''' '''1''': [[Warnemünde|Seebad Warnemünde, Diedrichshagen, Markgrafenheide, Hohe Düne, Hinrichshagen (Rostock) Hinrichshagen, Wiethagen, Torfbrücke, '''2''': Rostock-Lichtenhagen Lichtenhagen, Groß Klein, '''3''': Lütten Klein, '''4''': Evershagen, Schmarl, '''5''': Reutershagen, Hansaviertel (Rostock) Hansaviertel, Gartenstadt, '''6''': Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Stadtmitte (Rostock) Stadtmitte, Brinckmansdorf, '''7''': Südstadt (Rostock) Südstadt, Biestow, '''8''': Dierkow Dierkow-Neu, Dierkow Dierkow-Ost, Dierkow Dierkow-West, Toitenwinkel, Gehlsdorf, Hinrichsdorf, Krummendorf, Nienhagen, Peez, Stuthof, Jürgeshof Bild:Rostock11.jpg thumb|Hafeneinfahrt in Warnemünde Bild:Rostock Steintor 1.jpg Steintor_(Rostock) thumb|[[Steintor (Rostock)|Steintor (:commons:Category:Steintor Rostock weitere Bilder).html" title="Steintor.html" title="thumb|[[Steintor (Rostock)|Steintor">thumb|[[Steintor (Rostock)|Steintor (:commons:Category:Steintor Rostock weitere Bilder)">Steintor.html" title="thumb|[[Steintor (Rostock)|Steintor">thumb|[[Steintor (Rostock)|Steintor (:commons:Category:Steintor Rostock weitere Bilder) Das Stadtgebiet Rostocks ist in 31 Ortsteile gegliedert. Mehrere Ortsteile sind insgesamt in acht Ortsamtsbereiche zusammen gefasst, für die jeweils ein Ortsamt zuständig ist. Hier werden Einwohnerangelegenheiten (z. B. Meldungen) bearbeitet. Alle Ortsteile der Stadt sind zu insgesamt 19 Ortsteilvertretungen zusammen gefasst. Diese Gremien heißen Ortsbeiräte und werden von der Bürgerschaft der Stadt Rostock nach jeder Kommunalwahl neu bestimmt. Ihre Mitgliederzahl schwankt je nach Größe ihres Zuständigkeitsbereichs zwischen 9 und 13. Die Ortsbeiräte sind zu wichtigen Angelegenheiten in ihren Ortsteilen zu hören und sind vor allem beratend tätig. Eine endgültige Entscheidungskompetenz hat jedoch nur die Bürgerschaft der Gesamtstadt. *''Siehe auch'': Liste der Ortsteile von Rostock (Ortsteile & Ortsvertretungen)

Nachbargemeinden
In dem Bereich, in welchem die Hansestadt nicht an die Ostsee grenzt, ist sie vollständig vom Landkreis Bad Doberan umgeben. Seit den 1990er Jahren ist so direkt am Rostocker Stadtgebiet durch neu entstandene Siedlungen und Gewerbegebiete eine zum Teil recht dichte Agglomeration entstanden, also ein Gebiet, welches lediglich administratorisch nicht zu der Stadt selbst zählt, jedoch geografisch. Bei den Nachbargemeinden Rostocks handelt es sich um die Folgenden: Im Nordosten die amtsfreie Gemeinde Graal-Müritz, im Osten das Amt Rostocker Heide (mit den Gemeinden Gelbensande, Rövershagen, Mönchhagen und Bentwisch), im Südosten das Amt Carbäk (mit Broderstorf und Roggentin (bei Rostock) Roggentin), im Süden das Amt Warnow-Ost mit Kessin. Im Süden bis in den Nordwesten grenzt Rostocks an das Amt Warnow-West (mit den Gemeinden Papendorf (Warnow) Papendorf, Kritzmow, Lambrechtshagen, sowie Elmenhorst/Lichtenhagen), unterbrochen nur von einer kurzen Angrenzung an das Amt Bad Doberan-Land mit der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen.

Eingemeindungen
Image:Schematisierte Stadtentwicklung Rostock.png thumb|left|200px|Entwicklungsstufen {| class="prettytable" |----- bgcolor="#e4e0e4" ! Jahr !! Orte |----- | align="right" | 25. März 1252 || Rostocker Heide |----- | align="right" | 1323 || Warnemünde |----- | align="right" | 1. Januar 1913 || Dierkow |----- | align="right" | 14. Juli 1919 || Barnstorf, Bartelsdorf, Bramow, Brinckmansdorf, Dalwitzhof, Damerow, Kassebohm, Riekdahl |----- | align="right" | 9. Dezember 1924 || Hinrichshagen (Rostock) Hinrichshagen, Markgrafenheide, Meyers Hausstelle, Schnaterman, Torfbrücke, Waldhaus, Wiethagen |----- | align="right" | 1. April 1930 || Kloster zum Heiligen Kreuz |----- | align="right" | 8. März 1934 || Diedrichshagen, Gehlsdorf, Groß Klein, Lütten Klein, Marienehe, Schmarl, Schutow |----- | align="right" | 1. Juli 1950 || Biestow, Evershagen, Krummendorf, Peez, Petersdorf, Stuthof, Toitenwinkel |----- | align="right" | 1. Januar 1960 || Hinrichsdorf, Nienhagen |----- | align="right" | 10. September 1978 || Jürgeshof |----- |} Image:Rostock Kröpeliner Straße.jpg thumb|Blick in den ehemals Blutstraße genannten Teil der Kröpeliner Straße Nach der Gründung der Stadt und der Vereinigung der Stadtteile erwarb Rostock im 13. Jahrhundert die große Rostocker Heide sowie einige nahe gelegenen Dörfer (Bartelsdorf, Bentwisch, Brodersdorf, Kassebohm, Kessin, Rövershagen, Riekdahl, Stuthof, Willershagen und Gragetopshof). Die meisten dieser Orte wurden jedoch später wieder als eigenständige Gemeinden geführt und erst im 20. Jahrhundert wieder dem Stadtgebiet Rostocks angeschlossen (''vergleiche Tabelle''). Im 14. Jahrhundert erwarb die Stadt das Dorf Warnemünde und hält so den Zugang zum Meer. Bis in das 20. Jahrhundert hinein war Warnemünde eine Rostocker Exklave. Ein geschlossenes Stadtbild besteht erst ab 1934. Man kann somit drei Stufen der Stadtentwicklung festhalten: Die erste im 13. und 14. Jahrhundert, die zweite nach der Industrialisierung, also seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die dritte nach dem Zweiten Weltkrieg (''siehe Grafik'').

Neugliederung der Landkreise
Bild:KreisreformMecklenburgVorpommern2009.png 400px|Auswirkungen der Kreisreform 2009|right Gemäß einer Entscheidung des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern vom 5. April 2006 soll es ab dem 1. Oktober 2009 einen Mittleres Mecklenburg Großkreis Mittleres Mecklenburg mit der ''Kreisstadt'' Rostock geben (siehe Abb.). Dieser Großkreis wird voraussichtlich die bisherigen Landkreise Landkreis Bad Doberan Bad Doberan, und Landkreis Güstrow Güstrow sowie die bisher kreisfreie Stadt Rostock umfassen, die mit dieser Zusammenführung ''Große Kreisangehörige Stadt'' würde.

Einwohnerentwicklung
* ''Hauptartikel'': Einwohnerentwicklung von Rostock Da Rostock lange Zeit nicht über seine Grenzen hinauswuchs, blieb die Einwohnerzahl vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert konstant bei maximal 11–14.000 Personen. Erst mit der Industrialisierung begann diese schnell zu wachsen und überschritt bereits 1935 die Grenze von 100.000, wodurch Rostock zur Großstadt wurde. Bis 1940 stieg die Bevölkerungszahl dann auf 129.500. Auf Grund der Ereignisse um den Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg sank diese bis Mai 1945 um etwa die Hälfte auf 68.928, stieg dann aber schnell mit der Einwanderung einiger Vertriebener. Im Jahre 1971 wurde die Grenze von 200.000 Einwohnern überschritten. 1988 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 254.000 ihren historischen Höchststand. Seit der Wende in der DDR verlor die Stadt wegen hoher Arbeitslosigkeit, des Wegzugs vieler Einwohner in das Umland und des Geburtenrückgangs 22 Prozent ihrer Bewohner (55.000 Personen). Am 31. Dezember 2005 betrug die „Einwohnerzahl Amtliche Einwohnerzahl“ für Rostock nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommern 199.288 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Religionen
Bild:Rostock St. Marien Kirche 5.jpg Marienkirche_(Rostock).html" title="thumb thumb|180px|right|[[Marienkirche (Rostock) (:Commons:Rostock#Marienkirche weitere Abbildungen).html" title="180px|right|[[Marienkirche (Rostock)">thumb|180px|right|[[Marienkirche (Rostock) (:Commons:Rostock#Marienkirche weitere Abbildungen)">180px|right|[[Marienkirche (Rostock)">thumb|180px|right|[[Marienkirche (Rostock) (:Commons:Rostock#Marienkirche weitere Abbildungen) Bild:Rostock Jacobikirche.jpg Jakobikirche_(Rostock) thumb|180px|right|[[Jakobikirche (Rostock)|St. Jakobi um 1920.html" title="St. Jakobi.html" title="thumb|180px|right|[[Jakobikirche (Rostock)|St. Jakobi">thumb|180px|right|[[Jakobikirche (Rostock)|St. Jakobi um 1920">St. Jakobi.html" title="thumb|180px|right|[[Jakobikirche (Rostock)|St. Jakobi">thumb|180px|right|[[Jakobikirche (Rostock)|St. Jakobi um 1920 Bild:Rostock Michaeliskloster.jpg thumb|180px|right|Das Michaeliskloster ist heute Geschichtsbibliothek

= Heidentum und Katholizismus
= Waren die Wenden noch „Heidentum Heiden“, die sich gegen die gewaltsame Christianisierung wehrten, wurde der Katholizismus unter dem politischen Einfluss von Heinrich dem Löwen spätestens mit Pribislaw in Mecklenburg und somit auch der Region um Rostock eingeführt. Allerdings ist die Rostocker Geschichte durchaus auch durch Auseinandersetzungen mit der Kirche und vor allem dem Papst geprägt, der nach einem Konflikt den Kirchenbann über die Universität aussprach, die darauf für kurze Zeit aus der Stadt ziehen musste.

= Reformation
= Nachdem 1525 vom Kaplan der Petrikirche, Joachim Slüter, ein niederdeutsches Gesangbuch mit lutherischen Liedern für „werkleute“ herausgegeben wurde, begann in Rostock die lutherische Reformation Stadtreformation, die Slüter bis 1531 durchsetzte. Nachdem er 1532 stirbt, wird der Prozess von seinem Nachfolger, Johann Oldendorp, fortgesetzt. Zeitgleich setzt sich die Reformation auch in den anderen Hansestädten durch, die zum bürgerlichen Zentrum dieser Konfession werden. Spätestens 1534 wird darauf der Katholizismus stark unterdrückt und die Katholiken als „Papisten“ beschimpft. Rostock bekam einen eigenen Superintendenten und ein eigenes Geistliches Ministerium. Während der Dreißigjähriger Krieg 30-jährige Krieg für die Stadt vor allem Armut brachte, konnte der Protestantismus in der Region nur durch die Schweden erfolgreich verteidigt werden, die Rostock mit dem Schwedenzoll wirtschaftlich ruinierten.

= Religion heute
= Heute gehören die meisten protestantischen Kirchengemeinden der Stadt zu den Propsteien Rostock-Nord, Rostock-Ost und Rostock-Süd innerhalb des Kirchenkreises Rostock der Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Im 19. Jahrhundert zogen dann wieder Katholiken in die Stadt. Sie gründeten 1872 die erste Pfarrgemeinde seit der Reformation. Seit 1909 gab es erstmals auch wieder eine katholische Kirche in Rostock, die Christuskirche (Rostock) Christuskirche am Schröderplatz. Die Gemeinde gehörte – wie ganz Mecklenburg – zunächst zum Apostolischen Vikariat der Nordische Mission Nordischen Missionen, dessen Jurisdiktion dauernd mit dem Bischofsstuhle zu Osnabrück verbunden war. 1930 wurde das Gebiet offiziell Teil des Bistum Osnabrück Bistums Osnabrück (Dekanat Mecklenburg). 1941 wurde das Dekanat Mecklenburg in einen westlichen, einen mittleren und einen östlichen Konferenzbezirk aufgeteilt. Durch die Grenzziehung nach dem Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg wurde es immer schwieriger für den Osnabrücker Bischof, seine Amtsgeschäfte in Mecklenburg wahrzunehmen. So entstand 1946 das Bischöfliche Kommissariat Schwerin, aus dem 1973 das Bischöfliches Amt Schwerin Bischöfliche Amt Schwerin mit einem Weihbischof als „residierenden Bischof“ hervorging. Dieses ging nach Gründung des Erzbistum Hamburg Erzbistums Hamburg 1995 in dieses neue Erzbistum über. Die Pfarrgemeinden der Stadt Rostock gehören somit heute zum Dekanat Rostock des Erzbischöfliches Amt Schwerin Erzbischöflichen Amtes Schwerin innerhalb des Erzbistums Hamburg. Im Jahre 1971 wurde die Christuskirche gesprengt. Der Pastor, der früh von den Plänen erfuhr, wehrte sich vergeblich. Als Grund angegeben wurden Städtebaupläne, insbesondere der Verlauf der „sozialistischen Magistrale“. Daneben gibt es in Rostock auch noch Freikirchen, darunter zwei Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten und Brüderbewegung Brüdergemeinde), die Evangelisch-methodistische Kirche St. Michaelis, eine Gemeinde der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, das „Christliche Zentrum“ (Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden) und das Neocharismatische Bewegung charismatische „Gospelzentrum“. Ferner gibt es die Landeskirchliche Gemeinschaft. Darüber hinaus ist auch die Die Christengemeinschaft Christengemeinschaft vertreten. In Rostock ist ebenfalls die Neuapostolische Kirche mit zwei Gemeinden vertreten. Die Gemeinde mit der größeren Mitgliederzahl befindet sich in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) in der Ulmenstraße 25 und existiert an diesem Standort seit 1965. Die andere Gemeinde befindet sich in Warnemünde an der Seestraße. Heute gibt es auch wieder eine Jüdische Gemeinde in Rostock. Diese hat heute 600 Mitglieder und ist seit kurzem auch in Besitz eines neuen Gemeindezentrums mit Synagoge. Betreut wird die Gemeinde durch den Rabbiner Landesrabbiner William Wolff. Außerdem leben in Rostock einige hundert Muslime. Es gibt eine Moschee in der Erich-Schlesinger-Straße, deren Trägerverein der Islamische Bund in Rostock e.V. ist. Vor allem durch die Zeit der Teilung Deutschlands geprägt aber auch durch die Universität, ist Rostock heute, wenn nicht vorwiegend Atheismus atheistisch, so doch areligiös oder Agnostiker agnostizistisch, und praktizierende Christen befinden sich mit Juden und Muslimen in der religiösen Minderheit.

Organisierte Kriminalität
:''Hauptartikel: Organisierte Kriminalität in der Hansestadt Rostock'' Bereits nach der deutschen Wiedervereinigung entstanden und verfestigten sich mehr und mehr die Strukturen organisierte Kriminalität organisierter Kriminalität in der Hansestadt Rostock. Gründe für diesen Prozess müssen unter anderem in dem politischen Systemwechsel selbst gesehen werden, da sich in dem neuen System, anders als in den alten Bundesländern, keine demokratisch-rechtsstaatlichen Strukturen zur ausreichenden Bekämpfung dieser Form der Kriminalität entwickelt hatten. Dass Rostock hier für das Land Mecklenburg-Vorpommern eine entscheidende Position einnimmt, liegt daran, dass die Stadt als einzige Großstadt des Landes einfach am reichsten ist. Gleichzeitig sind die Aktivitäten organisierter Kriminalität in der Stadt nicht ohne die Kontexte denkbar, die in viele andere Ländern Europas reichen. Organisierte Kriminalität in Rostock umfasst in erster Linie den Bereich der illegalen Prostitution in Verbindung mit Menschenhandel. Gleichzeitig geht es um den Handel mit Drogen, Waffen und gestohlenen Waren. Rostock ist aufgrund des Hafens, über welchen dieser Handel läuft, als Umschlags- und Handelsplatz, quasi prädestiniert. Nicht zuletzt ist das in Rostock aber auch das große Problem der Schutzgelderpressungen.[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index..html?Param=DB-Artikel&ID=2433192&Pre=DB-Artikel&Typ=Artikel&Card=2 OZ: 02. September 2006. Schutzgeld: Opfer klagen über Polizei] Abgesehen von den „großen“ Unternehmen und Hotels, sind davon heute mehr als 400 Geschäfte und Restaurants des Rostocker und Warnemünder Boulevards betroffen. Anders als in anderen ostdeutschen Städten, ist diese Situation in der Öffentlichkeit kaum wahrnehmbar, reicht aber durch seine Verstrickungen recht weit.

Städtepartnerschaften
Rostock unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten: {| width="590px" |{{border|Bild:Flag of Poland.svg 20px|Polen}} || Stettin in Polen seit 1957 |{{border|Bild:Flag of Norway.svg 20px|Norwegen}} || Bergen (Norwegen) Bergen in Norwegen seit 1965 |- |{{border|Bild:Flag of Finland.svg 20px|Finnland}} || Turku in Finnland seit 1959 |{{border|Bild:Flag of Bulgaria.svg 20px|Bulgarien}} || Warna in Bulgarien seit 1966 |- |{{border|Bild:Flag of France.svg 20px|Frankreich}} || Dünkirchen in Frankreich seit 1960 |{{border|Bild:Flag of Croatia.svg 20px|Kroatien}} || Rijeka in Kroatien seit 1966 |- |{{border|Bild:Flag of Latvia.svg 20px|Lettland}} || Riga in Lettland seit 1961 |{{border|Bild:Flag of Germany.svg 20px|Deutschland}}{{border|Bild:Flag of Bremen.svg 20px|Freie Hansestadt Bremen}} || Bremen in Deutschland seit 1987 |- |{{border|Bild:Flag of Belgium.svg 17px|Belgien}} || Antwerpen in Belgien seit 1963 |{{border|Bild:Flag of the People's Republic of China.svg 20px|China}} || Dalian in der Volksrepublik China seit 1988 |- |{{border|Bild:Flag of Denmark.svg 20px|Dänemark}} || Århus in Dänemark seit 1964 |{{border|Bild:Flag of the United States.svg 20px|Deutschland}}{{border|Bild:Flag of North Carolina.svg 20px|North Carolina}} || Raleigh (North Carolina) Raleigh in den USA seit 2001 |- |{{border|Bild:Flag of Sweden.svg 20px|Schweden}} || Göteborg in Schweden seit 1965 |} Rostock ist darüber hinaus Teil der internationalen Städtegemeinschaft Neue Hanse.

Wirtschaft und Infrastruktur
In der Hansestadt, sowie der nächsten Umgebung angesiedelt sind abgesehen von vielen kleineren Unternehmen, die Universität Rostock, Werft Werftindustrie, Reedereien, Biotechnologie, Nahrungsmittelindustrie und Information und Telekommunikation IT- und Informationstechnologie Softwareunternehmen.

Verkehr


= Hafen
= Bild:Rostock22.jpg thumb|right|Speicherhalbinsel im Stadthafen Der Hafen Rostock Überseehafen ist - gemessen am jährlichen Umschlag - nach dem in Lübeck der zweitgrößte deutsche Ostseehafen. Seit Jahren die Nummer 1 im Passagierverkehr ist dieser Hafen Verkehrsknotenpunkt für Reisen nach Gedser/Dänemark, Trelleborg/Schweden, Ventspils/Lettland, Finnland, Estland und Russland. Nach Kriegsende wurde der in der Stadt befindliche, stark zerstörte Hafen in mehrjähriger Arbeit wieder instand gesetzt. Das Wirtschaftswachstum der DDR und der Aufbau einer großen staatlichen Handelsflotte erforderten den Bau eines neuen, leistungsfähigen Hochseehafens, der außerhalb der bebauten Stadt am Breitling 1960 in Betrieb genommen wurde. Dazu wurde in Warnemünde ein neuer Zugang zur Ostsee gebaggert. Um an die Bedürfnisse der DDR- und Ostblock-Wirtschaft angepasst zu sein, wurde der Überseehafen ständig aus- und umgebaut und erreichte 1989 mit über zwanzig Millionen Tonnen Umschlag – überwiegend Massenschüttgütern – sein bis dahin bestes Ergebnis. Mit der deutschen Einheit begann der mühevolle Weg, den ausschließlich auf DDR-Bedürfnisse ausgelegten Hafen so umzugestalten, dass er einen akzeptablen Platz im Ensemble der deutschen Häfen finden konnte. In den vergangenen 15 Jahren hat der Überseehafen sein Erscheinungsbild und sein Leistungsangebot deshalb stark verändert. Aufgrund des modernen Ölhafens, der Anlagen für den Getreide-, Kohle-, Düngemittel- und Zementumschlag, und des Terminals für den Export von Zucker, Holz, Schrott und Stückgütern ist er nach wie vor ein universaler Umschlagplatz. Rostock ist aktuell der größte deutsche Kreuzfahrthafen, bedingt vor allem durch den guten Anschluss an den Raum Berlin als Touristenziel und das 2005 eröffnete moderne „Cruise Center“ in Warnemünde.

= Öffentlicher Personennahverkehr
= Image:Rostock Straßenbahn.jpg thumb|right|Rostocker Straßenbahn am Neuen Markt 1881 begann in Rostock die Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs. Die erste Pferdebahn mit Waggon auf Schienen, die von der Mecklenburgischen Straßen-Eisenbahn Actien Gesellschaft betrieben wurde, ging in Betrieb. Bereits zu Anfang gab es drei verschiedene Linien. Ab 1904 nahm die erste elektrische Straßenbahn unter der Rostocker Straßenbahn AG ihren Betrieb auf. 1951 wird die RSAG zum VEB Nahverkehr Rostock, 39 Jahre später wieder zur RSAG umbenannt. Das gesamte Verkehrsnetz wird seit den letzten 125 Jahren bis heute hin erweitert und so kamen zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien dazu. Die Infrastruktur Rostocks ist für eine Stadt mit etwa 200.000 Einwohnern beachtlich. Der ''Öffentliche Personennahverkehr'' (ÖPNV) wird unter anderem durch die S-Bahn Rostock sowie durch Straßenbahn Straßenbahnen und Busse der ''Rostocker Straßenbahn AG'' (Rostocker Straßenbahn AG RSAG) bedient. Rostock hat sechs Straßenbahnlinien, 22 Buslinien und zwei Nachtbuslinien. Die Stadt Rostock ist ein Teil vom Verkehrsverbund Warnow, welcher 1997 gegründet wurde. In den letzten Jahren wurde fast jedes Jahr eine Straßenbahnnetzerweiterung gefeiert. Aktuell hat die Rostocker Straßenbahn AG RSAG ein 3-Stufen-Projekt, das bis 2007 eine Verkürzung der Fahrtzeit in der Innenstadt bewirken soll. Zurzeit kann man in Rostock auf beiden Warnowseiten mit den Straßenbahnen fahren. Wegen des moorigen Gebietes im Norden Rostocks wurden dort noch keine Schienen verlegt. Die mit der Straßenbahn unerreichbaren Ziele bedienen Buslinien. Das nächste Vorhaben ist ein Projekt der RSAG zusammen mit der DB Regio AG, bis womöglich 2010 ein Stadtbahn Stadtbahnsystem zu realisieren. Eine Verknüpfung der Straßenbahn-, Regionalbahn- und S-Bahn-Strecken verbindet dann Rostock mit seinem Umland. Hat der Oberbürgermeister gegenwärtig noch finanzielle Bedenken, hält die RSAG doch an dem Projekt fest. Dieses Projekt wäre das bisher größte seiner Art in Rostock und Umgebung.

= Eisenbahn
= Image:Rostock-hbf-nord.jpg thumb|Hauptbahnhof, das historische Nordgebäude Image:S-Bahn Rostock push-pull-train.jpg thumb|S-Bahn-Züge Der größte und wichtigste Bahnhof der Stadt ist der Rostock Hauptbahnhof Rostocker Hauptbahnhof. Weitere wichtige Bahnhöfe sind der Bahnhof Warnemünde, sowie der Bahnhof Seehafen Nord. Im Fernverkehr ist Rostock mit dem InterConnex und den Intercitys, Nachtzug Nachtzügen und Citynightline Citynightlinern der Deutsche Bahn Deutschen Bahn erreichbar. Es bestehen durchgängige Verbindungen, unter anderem nach Hamburg, Karlsruhe, Basel, München, Berlin und Leipzig. Geplant ist außerdem eine Intercityexpress ICE-Verbindung nach München über Berlin ohne Zwischenstopp in Tagesrandlagen ab Juni 2007. Dafür wird derzeit die Infrastruktur erneuert um die Geschwindigkeit der Züge auf dieser Strecke auf 160 km/h anheben zu können. Im Regionalverkehr verkehren die Linien *RE 1 von/nach Hamburg über Schwerin, Bad Kleinen und Bützow *RE 5 von/nach Lutherstadt Wittenberg über Güstrow, Waren (Müritz), Oranienburg und Berlin *RE 8 von/nach Tessin (bei Rostock) Tessin und Wismar über Sanitz, Rostock und Bad Doberan mit Anschluss zur Bäderbahn Molli nach Kühlungsborn *RE 9 von/nach Sassnitz über Ribnitz-Damgarten, Velgast, Stralsund und Bergen auf Rügen mit Anschluss an die Züge nach Ostseebad Binz und Putbus Lauterbach/Mole ''(siehe auch Bahnstrecke Rostock-Stralsund'') *RB 12 von/nach Graal-Müritz und Bad Doberan *Ostseeland-Verkehr OLA von/nach Güstrow über Laage *sowie die S-Bahn Rostock

= Straßen
= Im Jahr 2003 wurde mit dem Warnowtunnel als Verlängerung zur Bundesautobahn Bundesautobahn 19 A 19 beim Überseehafen in Rostock der erste privat finanzierte und mautpflichtige Tunnel Deutschlands eröffnet, welcher mit zwölf Metern unter der Warnow (Fluss) Warnow auf Höhe Schmarl das Stadtgebiet Rostock-Ost und Rostock-West verbindet. Ging man in den Planungen zunächst von 22.000 Durchfahrten pro Tag aus, konnten sich diese Erwartungen bei weitem nicht erfüllen. Eine vollständige Selbstfinanzierung scheiterte somit. Die Autobahnen Bundesautobahn 19 A 19, Bundesautobahn 20 A 20 und die Bundesstraßen Bundesstraße 103 B 103, Bundesstraße 105 B 105 und Bundesstraße 110 B 110 umrahmen Rostock zusätzlich.

= Flugverkehr
= Etwa 25 km südöstlich befindet sich der Flughafen Rostock-Laage. Air Berlin bietet Linienflüge nach Nürnberg an. Seit dem 16 August bedient die OLT Ostfriesische Lufttransport GmbH OLT die Strecke Rostock-München 2x täglich Mo-Fr und 1x am Sonntag. Weitere Charterflieger binden Rostock an viele Ziele in Europa ein.

Ansässige Unternehmen
Bild:Rostock16.jpg :Commons:Category:Steinkohlekraftwerk Rostock thumb|Steinkohlekraftwerk bei Nacht
([[:Commons:Category:Steinkohlekraftwerk Rostock|weitere Bilder
).html" title="weitere Bilder.html" title="thumb|Steinkohlekraftwerk bei Nacht
([[:Commons:Category:Steinkohlekraftwerk Rostock|weitere Bilder">thumb|Steinkohlekraftwerk bei Nacht
([[:Commons:Category:Steinkohlekraftwerk Rostock|weitere Bilder)">weitere Bilder.html" title="thumb|Steinkohlekraftwerk bei Nacht
([[:Commons:Category:Steinkohlekraftwerk Rostock|weitere Bilder">thumb|Steinkohlekraftwerk bei Nacht
([[:Commons:Category:Steinkohlekraftwerk Rostock|weitere Bilder) Traditionell ist Rostock Handels- und Industriestadt. Der Schiffbau und die Fischverarbeitung Rostocks verloren nach der Wiedervereinigung an Bedeutung, zahlreiche Beschäftigte verloren ihre Arbeit. Die Rostocker Werften (Neptun-Werft, Aker Kvaerner Aker Warnow Werft GmbH) blieben erhalten und weitere Industriebetriebe wurden angesiedelt (''Liebherr'', ''Caterpillar'') andere neu gegründet (''Nordex'', ''DOT Dünnschicht-Oberflächen-Technik'', ''EADS RST Rostock-System-Technik GmbH ''). Von überregionaler Bedeutung sind auch die ''Deutsche Seereederei DSR-Gruppe'' und die deutsch-dänische Fährreederei ''Scandlines'', welche ihren deutschen Unternehmenssitz in Rostock hat. Zu den ansässigen Reedereien zählt auch die Kreuzfahrtreederei ''AIDA (Schiff) AIDA Cruises''. "Am Hauptsitz von AIDA Cruises in Rostock sind die Abteilungen Operations, Newbuildings, Marketing, Sales sowie Administration, Finance und Human Resources angesiedelt." Quelle: [http://www.aida.de/deutsch.unternehmen.standort.9933.0.html]. ''AIDA Cruises'' (bis 2004 ''Seetours'') ist ein Unternehmen der ''Carnival Corporation&PLC'' und firmiert als Tochter der italienischen Reederei ''Costa Crociere S.p.A'' (Quellen: [http://www.aida.de/deutsch.presse.pressearchiv.meldungen_2004.aida_-_aidacruises.9889.0.html], [http://www.carnivalcorp.com/Sections/InvestorOverview/Brands.aspx], [http://www.costa.it/Costa/D/MicroSites/Corporate/Page_ChiSiamo.htm?HOBJ=Hcs_#]) ''AIDA Cruises'' ist mit der AIDA-Flotte größter Arbeitgeber im Tourismusbereich in der Hansestadt. Ein ebenfalls überregional weit bekanntes Unternehmen ist die Hanseatische Brauerei Rostock Rostocker Brauerei GmbH, welche die mit der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft DLG-Gold-2006 ausgezeichneten Biersorte Hanseatische Brauerei Rostock Rostocker Pilsener braut und bundesweit vermarktet. Heute gewinnt der Dienstleistungssektor in der Stadt zunehmend an Bedeutung. Vor allem sind das Callcenter, die sich wegen der dialektarmen, hochdeutschen Sprache und des guten Angebots von Arbeitskräften ansiedeln. Der schwedische Ikea-Konzern hat vor kurzem beschlossen, ein Möbelhaus in Rostock zu eröffnen, während der deutsche Möbelhändler Höffner schon etwas länger ein Geschäftshaus in Rostock betreibt. Der größte Arbeitgeber der Stadt ist heute die Universität Rostock Rostocker Universität.

Medien
Bild:Rostocker Anzeiger 100000 Einwohner.png thumb|right|Der Rostocker Anzeiger titelt politisch instrumentalisierend mit der Überschreitung der 100.000-Einwohner-Grenze Die erste periodisch erscheinende Nachrichtenblatt in Rostock, der ''Auszug der Neuesten Zeitungen'' erschien ab 1711. 1846 wurde daraus die ''Rostocker Zeitung'', die Zeitung des liberalen Bürgertums der Stadt. Lange auflagenstärkste Zeitung des Landes war der 1881 gegründete ''Rostocker Anzeiger''. Im 20. Jahrhundert spiegelten die Zeitungen vorwiegend die politischen Gruppen wider. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts findet sich im linken politischen Spektrum die sozialdemokratische ''Mecklenburgische Volkszeitung'' und die kommunistische ''Volkswacht'', im rechten die völkische ''Mecklenburger Warte'' und der nationalsozialistische ''Niederdeutsche Beobachter''. Zur Zeit der DDR wurde die Medienlandschaft vom Staat bestimmt und so erschienen, als Organ der Sozialistische Einheitspartei Deutschlands SED die ''Volkszeitung'', die ab 1946 ''Landeszeitung'' und dann 1953 ''Ostsee-Zeitung'' heißen sollte. Für die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR) CDU erschien der ''Demokrat'', für die Liberaldemokratische Partei Deutschlands LDPD die ''Norddeutsche Zeitung'', und für die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (DDR) NDPD die ''Norddeutsche Neueste Nachrichten Norddeutschen Neuesten Nachrichten'' '''Auswahl von Zeitungen, die in Rostock erschienen'''[http://www.rostock.de/Internet/stadtverwaltung/archiv/amt47bze.jsp Webseite der Stadt zu den Zeitungen in Rostock]: {| class="prettytable" |----- bgcolor="#e4e0e4" ! Zeitung !! Erscheinungszeitraum |----- | align="left" | Etwas von gelehrten Rostockschen Sachen || 1737-1748 |----- | align="left" | Rostocksche Nachrichten und Anzeigen || 1752-1850 |----- | align="left" | Auszug der Neuesten Zeitungen || 1762-1845 |----- | align="left" | Gemeinnützige Aufsätze || 1765-1799 |----- | align="left" | Rostocker Zeitung || 1846-1920 |----- | align="left" | Rostocker Anzeiger || 1881-1945 |----- | align="left" | Warnemünder Badeanzeiger || 1894-1938 |----- | align="left" | Warnemünder Zeitung || 1907-1940 (lückenhaft) |----- | align="left" | Mecklenburgische Volkszeitung || 1910-1933, 1990 |----- | align="left" | Mecklenburger Warte || 1907-1933 |----- | align="left" | Volkswacht, Welttribüne, Arbeiterzeitung || 1921-1925 (lückenhaft) |----- | align="left" | Rostocker Nachrichten || 1930-1932 |----- | align="left" | Niederdeutscher Beobachter || 1933-1945 |----- | align="left" | Völkischer Beobachter || 1935-1942 |----- | align="left" | Volkszeitung, Landeszeitung, Ostsee-Zeitung || ab 1945 |----- | align="left" | Demokrat || 1947-1991 |----- | align="left" | Norddeutsche Zeitung || 1947-1991 |----- | align="left" | Norddeutsche Neueste Nachrichten || ab 1953 |----- | align="left" | Kulturspiegel || ab 1953 (lückenhaft) |----- | align="left" | Plattform || 1989-1990 |----- | align="left" | Bürgerrat || 1989-1990 |----- |} Bild:Rostock Ostsee-Zeitung.jpg thumb|Gebäude der ''Ostsee-Zeitung'' (''auf dem Platz des früheren Stadttheaters'')In Rostock erscheinen heute als Tageszeitung die ''Ostsee-Zeitung'' (OZ), die ''Norddeutsche Neueste Nachrichten'' (NNN) sowie das Boulevardmagazin ''Bild (Zeitung) Bild'' in der Ausgabe Mecklenburg-Vorpommerns. Des Weiteren erscheinen diverse Anzeigenblätter, wie der ''Hanse-Anzeiger'', der ''Rostocker Blitz'', der ''Warnow-Kurier'', die ''NNNplus'' und der ''Rostocker Sonntag''. Als Monatspublikationen erscheinen regelmäßig die ''Szene'', das ''Stadt- und Szenemagazin Piste'' und ''der o. k. Ostseekalender''. Die Stadt ist Sitz eines Regionalstudios des NDR, das Beiträge für die Hörfunkwellen und das Fernsehprogramm produziert. Presse- und Nachrichtenagenturen in der Hansestadt sind unter anderem die ''Deutsche Presse-Agentur GmbH dpa'', welche die führende deutsche Nachrichtenagentur und eine der großen in der Welt ist, die ''Deutscher Depeschendienst ddp-Nachrichtenagentur'' und die Agentur ''MVregio – Nachrichten für Mecklenburg-Vorpommern''. Rostock bietet seinen Fernsehzuschauern zwei regionale Fernsehsender. Zum einen den Privatsender mit Videotext ''tv.rostock'' und den Bürgerfernsehsender ''rok-tv'' (Rostocker Offener Kanal), bei dem einige Studenten seit Juni 2006 die Serie Platz der Freundschaft über Rostock produzieren, die in 15 deutschen und 2 österreichischen Sendern ausgestrahlt wird. Im Sommer 2005 ging ''LOHRO Radio Lohro'', ein nichtkommerzielles Stadtradio für die Region Rostock, auf Sendung. Ebenfalls aus der Hansestadt sendet der landesweite Sender ''Ostseewelle''. Der Radiosender ''Antenne Mecklenburg-Vorpommern'' besitzt in Rostock ein Regionalstudio. Seit 2000 existiert das von SINN e. V. herausgegebene Online-Jugendmagazin eSINN.

Öffentliche Einrichtungen
Rostock war nie die politische Hauptstadt des Landes. Trotzdem wurde es häufig wegen seiner politischen und wirtschaftlichen Bedeutsamkeit als diese bezeichnet. Noch heute zeigt sich das zum Beispiel an den Institutionen und Einrichtungen sowie Körperschaft des öffentlichen Rechts Körperschaften des öffentlichen Rechts, die ihren Sitz in Rostock haben. Dazu zählen: Landgericht Rostock, Oberlandesgericht Rostock, Arbeitsgericht Rostock, Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern, Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Rostock hat einen der beiden Sitze dieses Amtes; der weitere gleichberechtigte Sitz befindet sich in Hamburg), Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Leibniz-Institut für Ostseeforschung, Marineamt, Stützpunkt Hohe Düne mit Schnellbootflottille und Korvettengeschwader der Deutsche Marine Deutschen Marine, Bundespolizeiamt Rostock, Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, IHK Rostock, Kreiswehrersatzamt Rostock, Oberfinanzdirektion des Bundes, eine Filiale der Deutsche Bundesbank Bundesbank, Bundesforschungsamt für Fischerei, Bundesvermögensamt Rostock, Wasserschutzpolizeidirektion Mecklenburg-Vorpommern, Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern, Landesgesundheitsamt Mecklenburg-Vorpommern, Landesinstitut für Schule und Ausbildung Mecklenburg-Vorpommern, Landesprüfungsamt für Bautechnik Mecklenburg-Vorpommern, Landesversorgungsamt Mecklenburg-Vorpommern, Lehrerprüfungsamt Mecklenburg-Vorpommern, Staatliches Amt für Umwelt und Natur Rostock, Staatliches Schulamt Rostock, Amt für Raumordnung und Landesplanung Mittleres Mecklenburg und schließlich der Deutsche Wetterdienst.

Bildung und Forschung
Bild:Rostock Universität 1.jpg thumb|Hauptgebäude der Universität Bild:Rostock Zoologisches Institut.jpg thumb|Zoologisches Institut Bild:Rostock Große Stadtschule 1.jpg thumb|Innerstädtisches Gymnasium

Universität Rostock
*''Hauptartikel'': Universität Rostock Die mit Abstand größte und wichtigste Bildungseinrichtung der Stadt ist die ''Universität Rostock'': Gegründet 1419 gehört sie nach der Universität von St Andrews in Schottland (1413) zu den ältesten Universitäten Nordeuropas, und nach Universität Heidelberg Heidelberg (1386), Universität Köln Köln (1388), Universität Erfurt Erfurt (1392) und Universität Leipzig Leipzig (1409) zu den ältesten deutschen UniversitätenLeisering, Walter (Hrsg.): Putzger Historischer Weltatlas, 101. Auflage, Berlin 1990, S. 54.. Die seit ihrer Gründung ununterbrochene Lehrtätigkeit macht die Rostocker Universität sogar zur drittältesten deutschen Hochschule. Die Gründungsfakultäten sind die juristische, die philosophische und die medizinische Fakultät, Theologie gehörte noch nicht dazu. Diese wurde erst im Jahre 1432 gestiftet und vervollständigte so die Universität. Nach kurzer Zeit erhielt sie den Beinamen „Leuchte des Nordens“. Die einzelnen Fakultäten und Institutionen sind in den letzten Jahren auf vier Standorte konzentriert worden. Nachdem 1950 auf Betreiben der Sozialistische Einheitspartei Deutschlands SED-Regierung die Rechtswissenschaft Juristische Fakultät geschlossen worden war, konnte sie im Herbst 1989 neu eröffnet werden. Mittlerweile besteht die Hochschule aus neun Fakultäten: Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät, Informations- und Elektrotechnische Fakultät, Juristische Fakultät, Medizinische Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Maschinenbau- Schiffstechnische Fakultät, Philosophische Fakultät, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät sowie die Theologische Fakultät. Die Universität Rostock ist mit ca. 14.500 Studenten (WS 2005) die größte Hochschule Mecklenburg-Vorpommerns. Am 17. Mai 2006 wurde der ursprünglich aus Kanada stammende Informatiker Thomas Strothotte vom Konzil der Universität zum Rektor gewählt und löst somit Hans Jürgen Wendel in dieser Position ab.

Hochschule für Musik und Theater
Neben der Universität hat die Stadt die ''Hochschule für Musik und Theater Rostock'' (HMT): Diese erst 1994 gegründete Hochschule ist eine der jüngsten ihrer Art in ganz Deutschland. Sie fühlt sich stark mit entsprechenden Einrichtungen in Wilna, Riga und Tallinn verbunden und kooperiert auch mit den Hochschulen in Krakau, Danzig und Posen. Es gibt einige Zusammenarbeit mit der Universität, beispielsweise in Form von gemeinsamen Kursen für Studenten der Uni Rostock und der HMT.

Hochschule Wismar
Der Fachbereiches Seefahrt der Hochschule Wismar mit seinem modernen Maritimen Simulationszentrum ist in Warnemünde ansässig.

Sonstige Bildungseinrichtungen
Weitere Bildungseinrichtungen Rostocks sind das ''Max-Planck-Institut für demografische Forschung'', als Institute der Fraunhofer-Gesellschaft: das ''Institut für Graphische Datenverarbeitung'', sowie das ''Institut für Produktionstechnik und Automatisierung Stuttgart, PG Rostock''. Außerdem zu nennen ist der ''Forschungsverbund Mecklenburg-Vorpommern e. V.'' (Staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung in Rostock-Warnemünde) und das ''Leibniz-Institut für Katalyse'', das am 1. Januar 2006 aus dem Zusammenschluss des Instituts für Organische Katalyseforschung und des Instituts für Angewandte Chemie Berlin-Adlershof hervorgegangen ist. In Rostock gibt es ferner das komplette Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Hierzu zählen insgesamt 23 Grundschulen, 6