W i l l k o m m e n   b e i   [ www.mauspfeil.com ]
 
 







          

 

Wörterbuch der Bedeutung
<<Zurück
Bitte wählen Sie einen Buchstaben:
A, Ä | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O, Ö | P | Q | R | S | T | U, Ü | V | W | X | Y | Z | 0-9

Suchen:

(Groß-/Kleinschreibung wird nicht unterschieden)

Shopping-Bestseller-Suche:   
 Klicken Sie hier, um zur Shopping-Mall zu gelangen

Google


Romanik

*** Shopping-Tipp: Romanik

Bild:SpeyererDomLangschiff.jpg Speyerer Dom.html" title="thumb thumb|Romanik: Das Hauptschiff des [[Speyerer Doms mit den charakteristischen Rundbögen der Hochromanik.html" title="Romanik: Das Hauptschiff des [[Speyerer Dom">thumb|Romanik: Das Hauptschiff des [[Speyerer Doms mit den charakteristischen Rundbögen der Hochromanik">Romanik: Das Hauptschiff des [[Speyerer Dom">thumb|Romanik: Das Hauptschiff des [[Speyerer Doms mit den charakteristischen Rundbögen der Hochromanik Image:Poitiers notre dame1.JPG thumb|Notre-Dame-la-Grande, Poitiers Der Begriff '''Romanik''' (auch: ''romanischer Stil, vorgotischer Stil, Lombardischer Stil lombardischer Stil'') beschreibt eine kunstgeschichtliche Epoche aus den Jahren von etwa 1000 bis 1200 nach Christus, deren Stilprinzipien jedoch in manchen Gebieten bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts beibehalten werden. Die Romanik ist die erste große europäische Kunstepoche seit dem Ende der Antike mit dem Untergang Roms im 6. Jahrhundert. Als „typisches Erkennungsmerkmal“ romanischer Bauten gilt der Rundbogen.

Die romanische Baukunst
Typisch für die romanische Baukunst sind Rundbögen, dicke, festungsartige Mauern (besonders im Westwerk) mit kleinen Fenstern sowie Würfelkapitelle auf den Säulen. In frühromanischer Zeit finden sich flache Kassettendecken, später dann Kreuzgratgewölbe. Der romanische Kirchenbau wird bestimmt durch die Einführung der Überwölbung großer Raumweiten. Die Skulpturen und Malereien zeigen oftmals drastische Motive. Der ''Romanik'' voraus gingen die Vorromanik vorromanischen Epochen der Merowinger merowingischen, Karolinger karolingischen und Ottonen ottonischen Kunst, deren Baudenkmäler noch gedrungener und archaischer als die der Romanik sind, sich in ihren Elementen jedoch sehr ähneln. Es sind jedoch nur sehr wenige Bauwerke aus diesen frühen Zeiten erhalten, so dass generelle Aussagen nur unter Vorbehalt möglich sind; eine Ausnahme bildet beispielsweise das Aachener Münster. Der Übergang von der Vorromanik zur Romanik wird für Frankreich um 1000, für Deutschland um 1020/1030 (Hildesheimer Michaeliskirche (Hildesheim) Michaeliskirche ab 1010, Dom zu Speyer ab 1025, Kloster Limburg Klosterkirche Limburg an der Haardt ab 1025) angesetzt. In Polen hingegen mit der Krönung von Kasimir I. (Polen) Kasimir I. dem Erneuerer im Jahre 1038. Die Romanik in Deutschland lässt sich in Früh-, Hoch- und Spätromanik einteilen. Eine genaue zeitliche Abgrenzung zur Gotik ist wegen des fließenden Überganges nicht möglich.

Stilphasen


Frühromanik
Bild:Nuernberg-burg-doppelkapelle-turm-v-o.jpg thumb|left|Nürnberger Burg, Romanische Doppelkapelle von Osten Die frühe Romanik wurde wesentlich von den jungen Klostergemeinschaften, die überall in Europa entstanden, entwickelt und in denen nach dem Untergang Roms erstmals wieder auch weltliches Wissen systematisch gesammelt und durch Forschung erweitert wurde. Die Urform des romanischen Kirchenbaus orientierte sich am römischen Profanbau, der Basilika, die aus einem mittleren Hauptschiff und zwei niedrigeren Seitengängen (Seitenschiff Seitenschiffe) bestanden, welche durch längs laufende Säulenreihen voneinander getrennt waren. Diese Grundform wurde später weiterentwickelt und durch das Querschiff ergänzt und findet noch einen Anklang in der Gotik gotischen Kathedrale. Eine andere frühe Bauform war der Zentralbau, der sich um einen zentralen Raum gruppiert. In einigen frühen romanischen Bauwerken finden sich noch originale antike Bauteile wie Kapitelle oder Säulen (Spolien), die aus Italien importiert worden waren und als Ideengeber dienten. Daraus entwickelte sich dann eine eigene Formensprache. Die wachsenden ökonomischen und technischen Voraussetzungen ermöglichten später enorme Leistungen in der Baukunst. Die größte Kirche war die Abtei von Cluny. Sie bestand aus fünfschiffigen, gewölbten Basiliken, zwei Ostquerhäusern und einem Chor (Architektur) Chor mit Umgang und Kapellenkranz. Die größte Kirche der salischen Kaiser war der Dom zu Speyer, der Höhepunkt der Frühromanik; der Dom diente zugleich als Grablege der salischen Kaiser. Sie bestand aus einem Mittelschiffgewölbe, aus der ältesten durchgehend mit Kreuzgewölbe überdeckten Basilika und aus der größten Krypta. Zur Frühromanik kann man aber auch schon den Mainzer Dom zählen, der zwar schon 975 begonnen wurde, jedoch als erster großer Kirchenbau jenseits der Alpen gilt. Seine Maße dienten Domen wie Speyer und Worms als Vorbild. Zudem brannte der Dom schon 1009 größtenteils ab und musste im Wesentlichen neu errichtet werden.


Hochromanik
Bild:BambergDom.jpg thumb|Bamberger Dom, östliche Doppelturmfassade mit polygonalem Chor In der Hochromanik spielte Bauschmuck eine große Rolle. Hinzu kamen mehr und mehr freistehende figürliche Bildwerke, die oft aus Holz (Triumphkreuze, Madonnenfiguren, Lettnerfiguren), aber auch aus Bronze (Braunschweiger Löwe, Wolframleuchter in Erfurt) gearbeitet wurden. Italienische Einflüsse sind wahrscheinlich, so zunächst wohl bei der St. Servatii (Quedlinburg) Quedlinburger Stiftskirche mit ihrem vielfältigen bauplastischen Schmuck. Kennzeichen der Hochromanik ist auch die Einführung des Großgewölbebaus, der erstmals beim Speyerer Dom verwirklicht werden konnte, als dieser um 1100 umgebaut wurde. Eine bildnerische Prachtentfaltung ist danach z.B. bei der Benediktiner-Abteikirche "St. Peter und Paul" (Kaiserdom (Königslutter) Kaiserdom Königslutter) festzustellen; in einem teilweise engen Zusammenhang stehen Bauten z.B. in Hildesheim (St. Godehard; Michaeliskirche, Langhaus und Kreuzgang), Goslar, Braunschweiger Dom Braunschweig, Magdeburg und Liebfrauenkirche zu Halberstadt Halberstadt. In Sizilien ist die Romanik durch eine Arabisch-byzantinisch-normannische Kunst arabisch-byzantinisch-normannische Symbiose in der Kunst gekennzeichnet.


Spätromanik
Bild:Feldkirchegalerie.JPG thumb|Spätromanischer Innenraum der Feldkirche Neuwied Die Spätromanik war weitestgehend auf den deutschen Raum beschränkt, während sich in Frankreich und England bereits das Bauen in gotischen Formen durchgesetzt hatte. Die Spätromanik zeichnet sich durch Vielseitigkeit von Baukörpern und Innenräumen aus, die mit großer Zierfreude gebaut wurden. Analog zu den französischen Bauten wurden verstärkt Doppelturmfassaden gebaut, teils auch in Verbindung mit prächtig ausgebildeten Vierungstürmen. Die für die Gotik typische Vertikalisierung der Bauformen fand in Deutschland teilweise auch schon in der Spätromanik statt, Spitzbögen begannen die für die Romanik üblichen Rundbögen zu ersetzen. Prächtiges Beispiel für diesen Stil ist der Limburger Dom (ca.1190-1235) mit Doppelturmfassade und einzelnen Spitzbögen. Die Spätromanik ist also teilweise schon Übergangsstil zur Gotik. Die Romanik wurde in Frankreich ab etwa 1140 (St. Denis), in England 1175 (Canterbury) und Bild:Bad-Muenstereifel-Romanisches-Haus01.jpg Bad_Münstereifel.html" title="thumb thumb|[[Bad Münstereifel: Romanisches Haus von 1167.html" title="[[Bad Münstereifel">thumb|[[Bad Münstereifel: Romanisches Haus von 1167">[[Bad Münstereifel">thumb|[[Bad Münstereifel: Romanisches Haus von 1167 in Deutschland um 1235 (Elisabethkirche (Marburg) Elisabethkirche in Marburg, Liebfrauenkirche (Trier) Liebfrauenkirche in Trier) durch die Gotik abgelöst.

Profanbauten
Aus der Romanik sind auch die ältesten Profanbauten erhalten (Wohnhäuser in Cluny, das Overstolzenhaus in der Rheingasse 8 in Köln, Dreikönigenhaus in Trier), romanisches Haus in Bad Münstereifel, die Steinwerke von Osnabrück ebenso Pfalz (Palatium) Pfalzen und Burgen. In Südtirol gibt es im Ladiner ladinischen Kulturbereich noch romanische Bauernhäuser, sie gehören dort zum frühesten Typ ladinische Haustypen ladinischer Häuser.

Kunst der Romanik
Die künstlerischen Erzeugnisse sind bis auf Buchmalerei und Plastik weitgehend der Zeit zum Opfer gefallen. Werke der Romanik zeichnen sich vor allem durch einen geringen Naturalismus und hohen Symbolismus aus. Ihre Archaik erweckt schnell Gefühle im Betrachter. Weiterhin werden häufig hierarchische Strukturen durch die Bedeutungsperspektive und abgestufe Anordnung dargestellt. image:St-Jacques-des-Guerets1.jpg|St-Jacques-des-Guerets (Loir-et-Cher, Frankreich) image:saint-savin arche noah1.jpg|Abtei Saint-Savin (Vienne, Frankreich), Arche Noah aus dem Deckenfresko image:St-Genest Lavardin1.jpg|St-Genest, Lavardin (Loir-et-Cher, Frankreich) image:St-Gilles Montoire-sur-le-Loir1.jpg|St-Gilles, Montoire-sur-le-Loir (Loir-et-Cher, Frankreich)

Herkunft des Begriffs
Die Bezeichnung ''romanesque'' wurde um 1820 von französischen Gelehrten für den Rundbogenstil eingeführt. Der Begriff wurde gewählt als Hinweis auf die Verwandtschaft zur Römische Architektur römischen Architektur, von der Rundbogen, Pfeiler, Säulen und Gewölbebau übernommen waren.

Neuromanik
Romanische Bauwerke (insbesondere Kirchen) wurden um 1850 gerne nachgebaut bzw. ''stilrein'' erneuert (Dom zu Speyer); dabei wurden oftmals originale Barockausstattungen beseitigt (z. B. Michaelskirche (Hildesheim) St. Michael in Hildesheim). Diesen Baustil nennt man '''Neuromanik neuromanisch''' (siehe auch Historismus).

Beispiele romanischer Baudenkmäler
Bild:Gurk_Cathedral.jpg Dom_zu Gurk.html" title="thumb thumb|[[Dom zu Gurk (Turmhelme aus der Barockzeit).html" title="[[Dom zu Gurk">thumb|[[Dom zu Gurk (Turmhelme aus der Barockzeit)">[[Dom zu Gurk">thumb|[[Dom zu Gurk (Turmhelme aus der Barockzeit) * Die rheinischen ''Kaiserdome'' zu Mainzer Dom Mainz, Wormser Dom Worms und Speyerer Dom Speyer * Abtei Maria Laach * Limburger Dom in Limburg an der Lahn (Übergang zur Gotik) * Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode * Kathedrale Kathedrale von Autun Saint-Lazare d'Autun * Fontenay (Abtei) Abtei von Fontenay * Basilika Sainte-Marie-Madeleine in Vézelay * Clonfert Kathedrale von Clonfert in Irland * Dom (Pisa) Dom zu Pisa mit dem zugehörigen Baptisterium (Pisa) Baptisterium; auch der dazugehörige Schiefer Turm von Pisa schiefe Turm wurde während der Romanik begonnen. * Dom zu Gurk, das bedeutendste romanische Bauwerk Österreich Österreichs ''Siehe auch: :Kategorie:Romanisches Bauwerk''

Beispiele romanischer Plastik und Skulptur
Bild:Bamberger_Reiter.jpg Bamberger_Reiter.html" title="thumb thumb|[[Bamberger Reiter.html" title="[[Bamberger Reiter">thumb|[[Bamberger Reiter">[[Bamberger Reiter">thumb|[[Bamberger Reiter Image:KoelnGero-Kreuz um 970.jpg thumb|Gero-Kreuz im Kölner Dom (um 970) * Grabplatte Rudolf von Schwaben Rudolfs von Schwaben im Merseburger Dom, um 1080 * Braunschweiger Löwe, ursprünglich vor dem Braunschweiger Dom, um 1166 * Verduner Altar in Klosterneuburg von Nikolaus von Verdun, 1181 vollendet * Dreikönigsschrein im Kölner Dom von Nikolaus von Verdun, um 1180 - um 1230 * Triumphkreuzgruppe im Dom zu Halberstadt, um 1210-1220 * Goldene Pforte am Freiberger Dom, um 1230 * Bamberger Reiter im Bamberger Dom, um 1230-1240 * Naumburger Stifterfiguren im Naumburger Dom, um 1250 * Südportal der ehem. Abteikirche der Abtei St-Pierre (Moissac) Abtei St-Pierre in Moissac, um 1120-1135 * Portico de la Gloria an der Kathedrale von Santiago de Compostela, um 1188 * Kanzeln im Baptisterium (Pisa) Baptisterium in Pisa (1260 vollendet), Dom von Siena Dom zu Siena (1266-1268), Dom zu Pistoia (1301 vollendet) und Dom (Pisa) Dom zu Pisa (1302-1311) von Giovanni Pisano Giovanni und Nicola Pisano

Touristische Erschließung
* Die ''Straße der Romanik'' ist eine Ferienstraße, die seit 1993 in Sachsen-Anhalt besteht. Sie ist 1000 km lang und umfasst 72 Bauwerke wie Kirchen, Pfalzen, Burgen und Dome. * Die ''Straße der Piasten'' ist eine Ferienstraße in Großpolen, Polen. Sie umfasst die vorromanischen, romanischen und frühgotischen Bauwerke, die in dem Kerngebiet der Polanen vom 10. bis zum 13. Jahrhundert entstanden sind.

Literatur
*R. Toman, A. Bednorz: ''Romanik. Architektur-Skulptur-Malerei.'' Könemann im Tandem-Verlag, 2004, ISBN 3833110392. *H. E. Kubach: ''Romanik''. In der Reihe ''Weltgeschichte der Architektur'', Stuttgart: Dt. Verl.-Anstalt, 1986, ISBN 3421028583.

Siehe auch
* Liste romanischer Bauwerke in Österreich

Weblinks
{{Commons|Category:Romanesque architecture|romanische Architektur}} {{Commons|Category:Romanesque paintings|romanische Malerei}} {{Navigationsleiste Epochen der abendländischen Architekturgeschichte}} Kategorie:Romanik ! Kategorie:Kunststil Kategorie:Mittelalter da:Romansk stil en:Romanesque architecture eo:Romaniko es:Arte románico fr:Art roman he:רומנסק it:Romanico ja:ロマãƒ?スク建築 nl:Romaanse stijl pl:Architektura romaÅ„ska pt:Arte românica ru:РоманÑ?кий Ñ?тиль sv:Romansk arkitektur In dieser Kategorie sind die Stilrichtungen und Zertikel zu Bauwerken, Zeugnissen der Bildenden Kunst, Musik und Literartur der Romanik eingeordnet Kategorie:Kunststil Kategorie:Architekturstil Kategorie:Stilepoche Mittelalter pt:Categoria:Românico

*** Shopping-Tipp: Romanik




[Der Artikel zu Romanik stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Romanik zu editieren.
Die Texte von Wikipedia und dieser Seite stehen unter der GNU Free Documentation License.]

<<Zurück | Zur Startseite | Impressum | Zum Beginn dieser Seite