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Rodeneck

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{{Infobox Ort in Südtirol | Name=Rodeneck | AndereNamen=ital: ''Rodengo'' | BZG=Eisacktal | BezugsdatumEinwohnerAktuell=31.12.2005 | EinwohnerVZ=1.157 | EinwohnerAktuell=1.160 | VZJahr=2001 | ProzDeutsch=99,64 | ProzItal=0,18 | ProzLad=0,18 | KoordTechnisch=46_47_N_11_41_E | Koordinate=46°47' Nord, 11°41' Ost | Meereshöhe= 850 – 1200 (Zentrum 885) | Fläche=29,5 | Dauersiedlungsraum=5,1 | Fraktionen=Vill, Gifen, Nauders, St. Pauls, Spisses, Ahnerberg, Fröllerberg | Nachbargemeinden=Mühlbach (Südtirol) Mühlbach, Vintl, Kiens, St. Lorenzen, Lüsen, Natz-Schabs | Partnergemeinde=Mainz-Finthen, Gnadenwald | Postleitzahl= 39030 | Vorwahl=0472 | ISTAT=021075 | Steuernummer=81006010219 | JahrBürgermeister=2005 | Bürgermeister=Klaus Faller (Südtiroler Volkspartei SVP) | Karte=Location of Rodeneck (Italy).png | Wappen=CoA civ ITA Rodeneck-Rodengo.png }} '''Rodeneck''' ist eine Gemeinde Südtirols am Eingang des Pustertals, südöstlich von Mühlbach (Südtirol) Mühlbach. Der Ort liegt verstreut auf einer Mittelgebirgsterrasse nordöstlich über der Rienzschlucht; das Gemeindesgebiet reicht von 590 m bis auf 2100 m (Rodenecker Alm bis unterhalb des Astjoches), das Siedlungsgebiet an sich erstreckt sich von einer Höhe von 750 m bis auf 1400 m. Rodeneck gehört zur Bezirksgemeinschaft Eisacktal und hat knapp 1200 Einwohner, eine Zahl, die sich in den letzten 200 Jahren nur geringfügig geändert hat. So waren 1821 schon 933 Einwohner gemeldet, 1900 waren es 746, im Jahr 1961 893, bei der Volkszählung 1991 schließlich 1031 und um die Jahrtausendwende erstmals über 1100. Eine gut ausgebaute Straße führt ins 4 Kilometer entfernte Mühlbach; die nächsten Städte sind Brixen (16 km; dorthin auch tägliche Linienbusverbindung) und Bruneck (30 km); die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen ist 60 km entfernt, die Tirol (Bundesland) Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck knapp 100 km.

Ortsteile
Rodeneck besteht aus sieben Fraktionen. Im Hauptort Vill (885 m; ca. 500 Einwohner) befinden sich Grundschule und Kindergarten, Gemeindeamt und Bibliothek, das Mehrzweckgebäude „Haus Konrad von Rodank“ und die Feuerwehrhalle, Widum und Pfarrkirche, eine Bank und ein Gewerbegebiet sowie die Hauptsehenswürdigkeit, das Schloss Rodenegg. Durch eine Art Ringstraße mit Vill verbunden und jeweils ca. 1 Kilometer voneinander entfernt finden sich die Fraktionen Gifen (980 m; Haufendorf; ca. 100 Einwohner), Nauders (980 m; Straßendorf; ca. 250 Einwohner) und St. Pauls (860 m; kleiner Dorfkern mit weiter Streusiedlung; ca. 100 Einwohner). Zwischen Vill und Gifen zweigt die Straße ab, die nach Spisses führt (960 m; ca. 80 Einwohner), einer südöstlich gegen Lüsen hin sich erstreckenden ausgedehnten Streusiedlung. Von Nauders aus führt eine Bergstraße vorbei am 2004 neu errichteten Kunstrasen-Fußballplatz zu den Bergweilern Ahnerberg (1200 m; ca. 40 Einwohner) und Fröllerberg (1200 m; ca. 70 Einwohner), weiter bis an den Rand der Rodenecker Alm (Bergweide) Alm (Parkplatz Zumis; 1750 m) und von dort hinab ins Nachbardorf Lüsen. Bild:Rodeneck.jpg thumb|left|400px|Blick über Rodeneck von Straße auf die Rodenecker Alm aus

Geschichte
Rodenecker Orts- und Hofnamen weisen auf eine Vorgeschichte prähistorische bzw. Raetia römische Besiedlung hin. Gestützt wird diese These auch durch den Fund von Resten von „Wallburgen“, die in die mittlere Bronzezeit zurückreichen (ca. 1500 v. Chr.). Spuren von Jägerrastplätzen (ortsfremde Silex- und Quarz Bergkristallsplitter) auf der Rodenecker Alm (Bergweide) Alm stammen gar aus der Mittelsteinzeit (ca. 5000 v. Chr.). Urkundlich wird die Ansiedlung erstmals im „ Actum Rotungun“ 1050 erwähnt (als Ort von Schenkungen an den Bischof). Sie tritt dann Jahrhunderte lang in verschiedenen Wortwandlungen auf; der Name „Rodeneck“ wird erstmals 1314 genannt. Rodeneck erlangte als eigene Gerichtsherrschaft weit über die Ortsgrenzen hinaus an Bedeutung. Als Burgfrieden von Schloss Rodeneck war die Geschichte des Ortes stets eng mit dem Schicksal der Burg verknüpft; die Einwohner waren verpflichtet, für den Unterhalt des Burgherrn und die Erhaltung der Burg zu sorgen, und genossen dafür ihrerseits so manche (v.a. steuerliche) Vorrechte. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wird Rodeneck als eigenständige Gemeinde (Österreich) Gemeinde geführt, die seit 1822 ein Gemeindevorsteher verwaltete. Schwere Zeiten durchlebte der Ort im Erster Weltkrieg Ersten Weltkrieg und in den darauf folgenden Jahren des Faschismus und der rücksichtslosen Italianisierung. Dabei verlor die Gemeinde 1926 auch ihre Selbstverwaltung und wurde der Gemeinde Mühlbach (Südtirol) Mühlbach unterstellt. Erst 1955 erlangte man nach langem Ringen wieder die Eigenständigkeit zurück.

Sehenswürdigkeiten
* Schloss Rodenegg * Rodenecker Alm

Partnerstädte
* {{DEU|Mainz|Mainz}} (Deutschland, Rheinland-Pfalz)

Persönlichkeiten
* Konrad von Rodank (1178-1200 Propst von Kloster Neustift Neustift, 1197-1200 Propst von Stift Gurk Gurk, 1200-1216 Bischof von Brixen) * Hans Widmann (*1948; Südtiroler Volkspartei SVP-Politiker) * Anton Blasbichler (*1972; mehrfacher Rodeln Naturbahnrodel-Weltmeister)

Verweise


Literatur
* Heimatbuch Rodeneck. Geschichte und Gegenwart. Hrsg. von Alois Rastner und Ernst Delmonego. Brixen: Athesiadruck 1986. * Alois Rastner: Rodeneck – Vom Burgfrieden zur Gemeinde. Brixen: Athesiadruck 1994. * Johann Hochgruber: Rodeneck im Wandel der Zeit. Bozen: Athesiadruck 1974. * Helmut Stampfer: Schloss Rodenegg. Geschichte und Kunst. Bozen: Pluristamp 1998. ISBN 88-87301-01-8 * Ignaz Mader: Ortsnamen und Siedlungsgeschichte von Mühlbach-Rodeneck. In: Schlern-Schriften Bd. 99. Innsbruck 1952. * Rodeneck – Bilder aus vergangenen Zeiten. Hrsg. vom Bildungsausschuss Rodeneck. Brixen: Athesiadruck 2005.

Weblinks

- Homepage der Gemeinde Rodeneck
- www.geschichte-tirol.com: Rodeneck {{Navigationsleiste Gemeinden der Bezirksgemeinschaft Eisacktal}} Kategorie:Ort in Südtirol en:Rodeneck eo:Rodengo fr:Rodengo it:Rodengo (BZ) ja:ロデンゴ nap:Rodengo (BZ) nl:Rodeneck pl:Rodengo pt:Rodengo

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