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Ostalpen

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Als '''Ostalpen''' bezeichnet man den Teil der Alpen östlich einer gedachten Linie vom Bodensee entlang des Rheins über den Splügenpass zum Comer See und dem Lago Maggiore. Sie sind im Vergleich zu den Westalpen niedriger und "sanfter", mit niedrigeren Übergang Übergängen (Gebirgspass Pässen). Die Ostalpen durchziehen ganz Österreich - von Vorarlberg bis hin zum Burgenland. Im Gegensatz zu den Westalpen schließen die Ostalpen keine autochthonen Massen ein; sie sind ein Faltengebirge Decken- und Faltgebirge, in dem westalpine Decken nur randlich und in geologischen Fenstern hervortreten. Drei Deckensysteme werden über den breiten Rand der Böhmische Masse Böhmischen Masse nach Norden geschoben: * ''Helvetisches System'': Die helvetische Decke tritt am Nordrand der Alpen zu Tage. * ''Penninisches System'': Die penninische Decke baut die Sandsteinzone (Flyschzone) auf und erscheint mit kristallinen Gesteinen in geologischen Fenstern, z.B. Unterengadiner Fenster, bis Prutz in Tirol (Bundesland) Tirol hereinreichend; Tauernfenster zwischen Brennerfurche und Liesertal; Fenster von Rechnitz (Günser Berge). * ''Ostalpines System'': Sie bauen die Nördliche Kalkzone, Schieferzone (Grauwackenzone), kristalline Zone (Zentralzone) auf - mit Ausnahme der geologischen Fenster, Gailtaler Alpen und dem nördlichen Zug der Karawanken. Südlich der Störungslinie Gailtal-Eisenkappl ("alpin-dinarische Narbe") folgen südbewegte dinarische Decken (sie zeigen nur kleine Überschiebungen).

Geografische Gliederung der Ostalpen
{| |Image:Alps - Regions (Eastern Alps).png 300px|thumb |Einteilung basierend auf einer Übereinkunft der Alpenvereine von 1984. Aufgebaut auf der ''Moriggl-Einteilung'' aus dem Jahr 1924. |}

Geologische Gliederung der Ostalpen


Nordalpen
Die Nordalpen umfassen Sandsteinzone, die nördliche Kalkzone und den Hauptteil der nördliche Schieferzone nördlichen Schieferzone. Die Sandsteinzone, auch Flyschzone genannt, besteht aus Gesteinen der Kreidezeit und des Alttertiärs. Sie erhebt sich deutlich über das Alpenvorland. Die Sandsteinzone ist schmal, verbreitert sich nur im Wienerwald Wiener- und Bregenzerwald und ist ungefähr 1000 m hoch. Es gibt zwar weit höhere Berge im Bregenzerwald - doch diese bestehen aus Kalkstein. Die Zone besteht aus wenig widerstandsfähigen Gesteinen wie Sandstein, Mergel und Tonschiefer. Sie bilden die Rücken und Kuppen; und im Westen auch Schneiden. Diese Rücken, Kuppen, etc. tragen vorwiegend Laubmischwald Laubmischwälder und Wiesen. Die dicke, Lehm lehmige Verwitterungsdecke neigt zu Rutschungen und begünstigt durch den raschen Abfluss die Entstehung von Hochwasser Hochwässern.

Nördliche Kalkalpen
Bild:Laliderer Wand von N HQ.jpg thumb|Blick auf die [[Karwendel|Karwendelhauptkette]] Die Nördliche Kalkalpen nördlichen Kalkalpen bestehen aus Mesozoikum mesozoischen Gesteinen (besonders Trias (Geologie) Trias). Die Kalkalpen kann man in die ''Kalkvoralpen'' und die ''Kalkhochalpen'' unterteilen. Die ''Kalkvoralpen'' bestehen aus Dolomiten und Kalken und sind ein Mittelgebirge mit Schneiden, Kegeln und Stöcken, welche bis zu 1600 m hoch werden können. Die nördlichen Kalkalpen sind vorwiegend von Fichtenmischwald Fichtenmischwäldern bedeckt. Im Kalk entstehen Karsterscheinungen. Der wasserundurchlässige Dolomit hingegen ist stark zertalt, mit brüchigen Felsbildungen und Schutthalden aus feinem Grus versehen. In den Kalkvoralpen gibt es einzelne höhere Erhebungen wie den Ötscher oder das Sengsengebirge. Ihre Zuordnung zu den Voralpen oder den Kalkhochalpen ist jedoch strittig. Etwas südlich der Kalkvoralpen erstrecken sich die felsigen ''Kalkhochalpen'', die vorwiegend aus Kalken (im Westen Wettersteinkalk, im Osten Dachsteinkalk) sowie Dolomiten bestehen. Vom Wilder Kaiser Wilden Kaiser gegen Westen bestehen sie vorwiegend aus wasserarmen Ketten, die steil geschichtet und mit Waldfluchten versehen sind. Außerdem sind die Kalkhochalpen mit Gebirgskamm Graten, Spitzen, Türmen, tief eingefressenen Kar (Talform) Karen und mächtigen Schutthalden versehen. Der Kettencharakter, der in den westlicheren Kalkhochalpen überwiegt, ist in den Lechtaler Alpen (mit dem höchsten Berg der Nordalpen), dem Wettersteingebirge und dem Karwendelgebirge besonders ausgeprägt. Vom Zahmer Kaiser Zahmen Kaiser gegen Osten finden sich Kalkstöcke mit verkarsteten, wasserlosen, öden Hochflächen mit Karst (Geologie) Karrenfeldern und Dolinen. Darauf wachsen weite Bestände von Bergkiefer Legföhren (Latschen). Zwischen den Kalkplateaus liegt ein weitmaschiges Flussnetz in tiefen Tälern und Schluchten. Die Hochflächen zeigen eine buckelige, kuppige Altlandschaft (im Osten auch "Raxlandschaft" genannt) und konservieren des flachere Relief der tertiären Alpen, das infolge der Karst (Geologie) Verkarstung bei und nach Hebung des Gebirges nicht zerschnitten, jedoch eiszeitlich überformt wurde. Die östlichen Kalkhochalpen weisen Plateaucharakter auf. Viele Höhlen sind als Reste ehemaliger unterirdischer Entwässerung übrig geblieben. An der Basis der Kalkberge befinden sich Salze Salz- und Gipslager, sowie Quellhorizonte (Karstquellen) über Schiefern.

Schiefer-Grauwacken-Zone
Die Schiefer-Grauwackenzone ist ein schmaler Streifen Paläozoikum paläozoischer Schiefer, Sandsteine und Kalke. Im Westen zeigen die Schieferalpen Alm (Bergweide) almen- und quellenreiche Rücken und Schneiden, darüber stellenweise Grate und Spitzen in härteren Schiefern und Kalken: Kitzbühler Alpen (von Bevölkerung als "Grasberge" bezeichnet). In den Eisenerzer Alpen dominieren dagegen Kalkklötze. Die Schieferzone enthält Lager von Eisenerz Eisen- und Kupfererz, Magnesit, Graphit und Talk. Die Schieferalpen liegen großteils südlich der Längstalflucht und werden daher meist zu den Zentralalpen gerechnet.

Nördlicher Längstalzug
Der nördliche Längstalzug bildet die ungefähre Grenze zwischen Nord- und Zentralalpen. Sie verläuft weithin innerhalb der Schieferzone oder an ihrem Rande: Walgau (untere Ill (Vorarlberg) Ill) - Klostertal - Arlberg - Stanzertal - Inntal - Zillertal - Gerlospass (oder Inntal - Talfurche von Ellmau - Grießenpass Pass von Grießen - Saalachtal - Talwasserscheide von Zell - Salzachtal) - Wagrainer Höhe - (oder Fritzbachtal) - Ennstaler Alpen Ennstal - Paltental - Schoberpass - Liesingtal - Murtal - Mürztal - Semmering-Pass Semmering - Schwarzatal. Der Talzug ist von Westen bis zum Schobersattel meist breit, eiszeitlich ausgestaltet und zeigt Schwemmkegel der Seitenbäche und Terrassen.

Zentralalpen
Die Zentralalpen sind weitgehend identisch mit der kristallinen Zone bestehend aus Präkambrium präkambrischen und Paläozoikum paläozoischen Resten eines variszischen Gebirges ("Altkristallin") und dem Tauernfenster. Sie bestehen hauptsächlich aus harten, wasserundurchlässigen Gneisen und Granitgneisen (grobes Blockwerk) sowie Glimmerschiefern; stellenweise Kalkschollen (zum Beispiel südlich von Innsbruck) und Kalkbändern. Die Zentralalpen sind reich an Quellen, Bächen und Karseen; im Westen auch an Gletschern. Bedeutende Unterschiede in Höhe und Formbild zwischen Westen und Osten. Im Westen befindet sich die stark zerschnitte Silvretta Silvretta- und Verwallgruppe mit schroffen "Hörnern"; die massigen, asymmetrischen Ötztaler Alpen Ötztaler und die Stubaier Alpen mit langen Seitenkämmen nach Norden sind stark vergletschert; Wildspitze (zweithöchster Berg Österreichs); Weißkugel und Zuckerhütl (nach Firnbedeckung benannt). Östlich der Brennerfurche befinden sich fiederförmig angeordnete, langgestreckte Ketten und werden wegen der Gletscher Vergletscherungen auch als "Keesberge" bezeichnet: Zillertaler Alpen, Hohe Tauern. Ebenso sind den westlichen Zentralalpen (bis zum Katschberg) Pyramidengipfel, weite Firnfelder, die von Felsgraten getrennt werden; tiefer unten Kare mit Seen, z.T. weite Karplatten; in Talanfänge reichende Gletscherzungen; tiefe, stufen- und wasserreiche Trogtal Trogtäler; ausgedehnte Almmatten, Lärchen- und Fichtenwälder gemeinsam. Die östlichen Zentralalpen sind niedriger und in mehrere Kämme aufgeteilt. Dazwischen befinden sich auch Senkungsfelder. Die Niederen Tauern sind heute unvergletschert, doch mit Karen und Karseen, Graten und Pyramidengipfeln (besonders im widerstandsfähigen Granitgneis) versehen. Südlich der Mur-Mürz-Furche überwiegen trotz Höhen über 2000 m die Mittelgebirgsformen: breite Rücken sind vermutliche Reste eines tertiären Flachreliefs und zeigen nur stellenweise Karbildungen. Ebenso sind mehr Matten- als Felsregionen und weite Fichtenwälder zu finden. Die Gurktaler Alpen werden im Südwestteil ihrer Formen wegen "Nockberge" genannt. Die Steirischen Randgebirge umfassen im Halbkreis die Grazer Bucht und endet an der ungarischen Grenze in waldbedeckten Mittelgebirgsspornen. Inselgebirge (Leithagebirge und Hainburger Berge) bilden eine Brücke zu den Karpaten.

Südliche Kalkalpen
Die Grenze zwischen Zentralalpen und südliche Kalkalpen südlichen Kalkalpen wird durch die Störungslinie der periadriatische Naht periadriatischen Naht gebildet. Die Abgrenzung zu den nördlichen Kalkalpen ist durch die Grauwackenzone gegeben.

Südlicher Längstalzug
Der südliche Längstalzug bildet die Grenze zwischen Zentral- und Südalpen. Er verläuft vom Pustertal (Rienztal - Toblacher Feld - oberes Drautal) durch das Drautal weiter in das Klagenfurter Becken bis ins Tal der Mieß/Meza. Der Längstalzug ist glazial verbreitert und mit großen Schwemmkegeln und nassen Talböden durchzogen.

Südliche Ostalpen
Bild:KreuzspitzePares.jpg thumb|[[Kreuzspitze (Südtirol)]] Bild:Dolomiten Drei Zinnen.jpg thumb|[[Drei Zinnen (Südtirol)]] Die südlichen Ostalpen sind nicht so deutlich zonal gegliedert wie die Nordalpen. Infolge der S-förmigen Krümmung streichen Gesteinszüge in Südtirol von Süden heran. Das tief zerschnittene Bozener Porphyrplateau geht im Norden in die kristallinen Sarntaler Alpen über. Östlich schließen die südlichen Kalkalpen aus Mesozoikum mesozoischen Gesteinen an. Formenreiche Dolomiten aus Riffkalken und Dolomiten bilden Zinnen, Türme, Stöcke (Marmolata). Davor befinden sich almenreiche Vorberge aus Schiefer. Die Gailtaler Alpen aus Kalk und Dolomit gipfeln in den wild zerrissenen Lienzer Dolomiten und enden im Osten in einem Plateauberg (Dobratsch). Im Süden wird es von geradlinigem Tal der Gail begrenzt; die alpin-dinarische Narbe (periadriatische Naht) folgt.

Südliche Schieferzone
Die südliche Schieferzone besteht aus den Karnische Alpen Karnischen Alpen mit gerundeten Schieferbergen und -sätteln, die von schroffen Klötzen und Zähnen aus paläozoischen Kalken überragt werden (Hohe Warte). Östlich der Gailitzfurche befinden sich die Kalkketten der Karawanken (Hochstuhl). Unter Felsmauern befindet sich meist dichter Fichtenwald mit relativ wenig Almen. Der Südzipfel Österreichs erreicht noch die Steiner Alpen. Die Zuordnung in Nord-, Zentral- und Südalpen stützt sich auf die bereits genannten großen Längstalzüge. Diese folgen zwar oft den Gesteinsgrenzen, durchschneiden aber stellenweise die Zonen. Daher ist die Zuordnung bei manchen Gruppen umstritten. Die wichtigste Verbindung durch die Alpen ist der Schräge Durchgang (Wiener Becken - Semmering - Mürztal - Murtal - Neumarkter Sattel - Klagenfurter Becken - Gailtal - Kanaltal (Gailitztal - Talwasserscheide von Tarvis - Fellatal). Das größte inneralpine Senkungsfeld ist das Klagenfurter Becken, welches von stehengebliebenen Pfeilern des Grundgebirges, tertiären Konglomeratrücken, Moränen und Schotterfeldern des eiszeitlichen Draugletschers erfüllt ist. Es ist ebenso reich an See (Gewässer) Seen (Kärntner Seen) und Mooren.

Geologische Gliederung der Ostalpen
Bild:Alpen fellhorn2.jpg thumb|[[Fellhorn]] Bild:Grosser Hundstod.jpg thumb|[[Großer Hundstod]] * Sandstein-Flyschzone - etwa zur Hälfte in Bayern * Nördliche Kalkzone - zum kleinen Teil in Bayern * Nördliche Schiefer-Grauwackenzone - Zentralalpen * Kristalline Zone - Zentralalpen * Südliche Schiefer-Grauwackenzone - an der Südgrenze Österreichs in den Zentralalpen * Südliche Kalkzone - großteils in Slowenien und Italien * Südliche Sandsteinzone - kaum ausgebildet; in Italien In Osttirol und Kärnten stimmen Deckengliederung und diese Gesteinszonen nicht überein. Die Gailtaler Alpen liegen nördlich der „alpin-dinarischen Narbe“, bestehen aber aus Kalkgestein und werden daher meist zur südlichen Kalkzone (und damit zu den Südalpen) gerechnet. Die Südliche Schieferzone wird in den Karnische Alpen Karnischen Alpen im Norden und Süden von Zügen der südlichen Kalkzone eingefasst. Im Westen Österreichs befindet sich eine auffällige S-förmige Krümmung der Gesteinszonen. Die kristalline Zone streicht in der Silvretta von Süden heran und biegt dann gegen Osten. Das Kalkgebirge des Rätikons liegt südlich der großen Längstalflucht. Das Etschtal südlich von Bozen ist dem Gesteinsstreichen nach ein Längstal. Der höchste Berg der Ostalpen ist der Piz Bernina, mit 4052 Metern der einzige Viertausender der Ostalpen. Bild:Triglav.jpg thumb|[[Triglav]] Teile der Ostalpen liegen in * Deutschland; höchster Berg: Zugspitze - Wettersteingebirge (Wetterstein-Gebirge), * Italien; höchster Berg: Piz Bernina, (La Spalla oder Spedla - Berninamassiv Bernina), * Liechtenstein; höchster Berg: Grauspitz, (Rätikon), * Österreich; höchster Berg: Großglockner, (Glocknergruppe), * Slowenien; höchster Berg: Triglav, (Julische Alpen), * Schweiz; höchster Berg der Ostalpen: Piz Bernina, (Hauptgipfel) - Berninamassiv (Bernina). In den Ostalpen werden die vorwiegend kristallinen Zentralalpen (Rätische Alpen, Berninamassiv Bernina, Ortlergruppe, Verwallgruppe, Ötztaler Alpen, Zillertaler Alpen, Hohe Tauern Hohe und Niedere Tauern und Lavanttaler Alpen Lavanttaler oder Norische Alpen) durch große Tälerlinien von den Nördliche Kalkalpen Nördlichen Kalkalpen und den Südliche Kalkalpen Südlichen Kalkalpen getrennt. Die Nördlichen Kalkalpen umfassen (von West nach Ost) den Bregenzerwald, das Rätikon, das Lechquellengebirge, die Allgäuer Alpen Allgäuer, Lechtaler Alpen Lechtaler und Ammergauer Alpen, das Wettersteingebirge, das Karwendel- und das Brandenberger Alpen Rofangebirge, die Bayerische Alpen Bayerischen Voralpen, das Kaisergebirge, die Berchtesgadener Alpen, das Salzkammergut sowie die Niederösterreichische Kalkalpen Niederösterreichischen Kalkalpen. Die Südliche Kalkalpen Südlichen Kalkalpen bestehen (von West nach Ost) aus den Bergamasker Alpen, Trienter Alpen, Dolomiten, Karnische Alpen Karnischen und Julische Alpen Julischen Alpen sowie den Karawanken. Kategorie:Alpen Kategorie:Gebirge in Europa Kategorie:Gebirge in Deutschland Kategorie:Gebirge in der Schweiz Kategorie:Gebirge in Italien Kategorie:Gebirge in Slowenien Kategorie:Gebirge in Österreich

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