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Operationszone Alpenvorland
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Die '''Operationszone Alpenvorland''' wurde am 10. September 1943 von der deutschen Besatzungsmacht errichtet und bestand aus den Ländern (Provinzen) Südtirol, Trentino und Belluno. Am gleichen Tag wurde auch die Operationszone Adriatisches Küstenland (mit den Provinzen Udine, Görz, Triest, Pula Pola, Rijeka Fiume, Kvarner und Ljubljana Laibach) errichtet. Formell gehörten die Operationszonen zur Republik von Salò Repubblica Sociale Italiana, die von Salò am Gardasee die restlichen besetzten Gebiete Italiens regierte. Der italienische Einfluss wurde hier aber zurückgedrängt, was sich auch in der Wiederherstellung der Provinzgrenzen von 1919 und dem Austausch der italienischen Amtsbürgermeister (Podestà) zeigte. Die Bürgermeister wurden durch (deutschsprachige) ''kommissarische Bürgermeister'' ersetzt, die aus den ortsansässigen Option in Südtirol Optanten rekrutiert wurden. In Südtirol wurden die deutschen Orts- und Straßennamen neben den italienischen wieder zugelassen.
Die Operationszone wurde vom Obersten Kommissar Franz Hofer (Gauleiter) Franz Hofer geleitet, der alle Parteien verbot und die italienische Verwaltung bestehen ließ (nur ''freie'' Stellen wurden in Südtirol durch geeignete Vertreter der deutschen Volksgruppe besetzt).
Für den Ordnungsdienst bzw Polizeiaufgaben wurde unter anderem der ''SOD'' (Südtiroler Ordnungsdienst) eingesetzt, der aus der ''ADO'' (ADO (Südtirol) Arbeitsgemeinschaft der Optanten für Deutschland) hervorgegangen war. Der SOD war auch aktiv an der Verfolgung der Juden und der bekannten "Dableiber" (Optanten für Italien), wie Michael Gamper, Friedl Volgger, Rudolf Posch und Josef Ferrari, beteiligt.
Als neuer Präfekt wurde zunächst Volksgruppenleiter Peter Hofer bestellt, der aber schon im Dezember 1943 durch eine Fliegerbombe getötet und durch den ehemaligen Parlamentarier Karl Tinzl ersetzt wurde.
Literatur
* Margareth Lun, NS-Herrschaft in Südtirol. Die Operationszone Alpenvorland 1943–1945. (=Innsbrucker Forschungen zur Zeitgeschichte, Bd. 22). Studienverlag, Wien, Innsbruck, München, Bozen 2004, 612 S.
* Margareth Lun, Südtirol und die Operationszone Alpenvorland 1943–1945, Diss. phil., Innsbruck 2003
* Margareth Lun, Südtirol unter NS-Herrschaft. In: Südtirol in Wort und Bild. 3. Quartal 2005/49. Jg., S. 26–32
* Martha Verdorfer, vertrauter Faschismus in der Operationszone Alpenvorland. ''In:'' Gottfried Solderer (Hrsg.), Das 20. Jahrhundert in Südtirol; Band 3 (1940 – 1959); Totaler Krieg und schwerer Neubeginn, S. 48 -60.
Kategorie:Militärische Operation im Zweiten Weltkrieg
Kategorie:Italienische Geschichte
Kategorie:Geschichte Südtirols
Kategorie:1943
en:Operation Zone of the Alpine Foothills
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[Der Artikel zu Operationszone Alpenvorland stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Operationszone Alpenvorland zu editieren.
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