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Oerlikon

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{{Dieser Artikel|beschreibt den Stadtteil von Zürich, weitere Bedeutungen unter Oerlikon (Begriffsklärung)}} {{Infobox Quartier von Zürich |NAME_ORT=Oerlikon |WAPPENLINK=Wappen_zuerich-oerlikon.png |KREIS=11 |JAHRE=seit 1934 |EINWOHNER=19585 |STAND_EINWOHNER=2005-12-31 |FLÄCHE=2.67 |PLZ=8050, 8057 |CH-Y=683460 |CH-X=251640 |HÖHE=443 |BILDPFAD_KARTE=Karte Quartier Oerlikon.png }} '''Oerlikon''' ist ein Stadtteile der Stadt Zürich Quartier der Stadt Zürich. Die ehemals selbständige Gemeinde Oerlikon wurde 1934 eingemeindet und bildet heute zusammen mit Affoltern (Stadt Zürich) Affoltern und Seebach (Stadt Zürich) Seebach den Kreis 11 (Stadt Zürich) Kreis 11.

Wappen
Blasonierung : ''In Rot über einem abwärts gebogenen silbernen Hufeisen eine gestürzte silberne Pflugschar''

Geschichte
Der Name Oerlikon geht auf den alemannischen Siedlungsgründer ''Orilo'' zurück. Oerlikon wurde erstmals im Jahre 946 (andere Quelle: 942) urkundlich als ''Orlinchowa'' erwähnt. In der Neuzeit zählte der Ort etwas mehr als ein dutzend Häuser und war Teil der Gemeinde Schwamendingen. Dort besuchten die Einwohner von Oerlikon auch die Schule und Kirche. 1855 eröffnete die Schweizerische Nordostbahn Nordostbahn (NOB) die Stammstrecke Romanshorn–Winterthur–Oerlikon, die 1856 bis nach Zürich verlängert wurde und den süddeutschen Raum mit Zürich verbindet. Dadurch wurde Oerlikon für Industrie und Gewerbe interessant, was Oerlikon ein sehr schnelles Wachstum verschaffte. 1872 löste sich Oerlikon von Schwamendingen und wurde zu einer eigenständigen Gemeinde. Die 1876 gegründete Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) liess sich nördlich der Bahnlinie nieder und prägte die Gemeinde massgeblich. 1897 wurde die private Strassenbahn Zürich-Oerlikon-Seebach (ZOS) gebaut. Zweiglinien führten auch nach Schwamendingen und Opfikon. Gebaut und massgeblich finanziert wurde die Tramlinie von der MFO.

Eingemeindung
Oerlikon entwickelte sich unabhängig von Zürich, erst 1934 wurde Oerlikon – zusammen mit Seebach (Stadt Zürich) Seebach, Affoltern (Stadt Zürich) Affoltern, Schwamendingen, Witikon, Höngg, Altstetten (Stadt Zürich) Altstetten und Albisrieden – in Zürich eingemeindet. Oerlikon, das in der Vergangenheit vor allem ein Industriegebiet war, ist heute einer der am schnellsten wachsenden Stadtteile Zürichs. Oerlikon geriet in den Jahren 1992 und 2003 aufgrund von Zugunglücken am Bahnhof Zürich Oerlikon Bahnhof Oerlikon in die Schlagzeilen. Der Unfall von 1992 machte die Belastung des Bahnknotens Oerlikon durch die S-Bahn Zürich#Zugunglücke S-Bahn Zürich deutlich und führte zur Beschaffung des Zugsicherungssystems ZUB 121 bei den Schweizerische Bundesbahnen Schweizerischen Bundesbahnen.

Ortsgliederung
Bild:Zuerich Swissotel.jpg thumb|Hotel ''Swissôtel'' Südlich der Bahnlinie befindet sich die Oerliker City mit den Einkaufszentren ''Neumarkt'' und ''züri 11 shopping'', dem gediegenen Hotel ''Swissôtel'' und dem Marktplatz. Nördlich des Bahnhofs entsteht das neue Quartier ''Neu-Oerlikon'' (vormals ''Zentrum Zürich Nord''). Im ehemaligen Industriequartier wird neuer Wohn- und Lebensraum geschaffen. Die sehr urban wirkende Architektur wird aufgelockert durch grosszügige Parkanlagen. In den letzten Jahren wurden vier neue, in der Fachwelt sehr angesehene Parks angelegt: Der ''Oerliker Park'' mit Aussichtsturm, gestaltetet von den Landschaftsarchitekten Zulauf + Partner, der ''MFO-Park'' der Architekten Burckhardt und Partner, auf dem Areal der früheren Maschinenfabrik Oerlikon, der ''Traugott-Wahlen-Park'' und der ''Louis-Häfliger-Park''. Der ''Gustav-Ammann-Park'' wurde bereits 1942 nach den Plänen des Gartenarchitekten Gustav Ammann als sogenannter Wohlfahrtsgarten der angelegt und ist auch nach über 50 Jahren eine beschauliche Oase der Ruhe. Entlang der Regensbergstrasse sind mehrere teils monumentale Volksschulbauten (Gubel, Liguster, Halden) aufgereiht, südlich davon befindet sich das ausgedehnte Gartenquartier ''Allenmoos'' mit Bauten aus dem gesamten 20. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur
Die 1876 gegründete Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) war das erste grosse Industrieunternehmen in Oerlikon. Sie wurde 1967 von Brown, Boveri & Cie übernommen, aus der 1988 die Asea Brown Boveri ABB entstand, deren Konzernsitz sich in Oerlikon befindet. Aus der 1906 aus der MFO ausgelagerten Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon entstand der Rüstungskonzern Oerlikon-Bührle, der in den 1990er-Jahren massiv umstrukturiert wurde. Aus dem Mischkonzern wurde unter Verkauf diverser Beteiligungen und Unternehmenszweige die Technologieholding Unaxis, die sich inzwischen OC Oerlikon Corporation nennt und deren Tochterunternehmen teilweise noch in Oerlikon und Seebach angesiedelt sind. Die ''Oerlikon Contraves AG'', eine ehemalige Oerlikon-Bührle-Tochter ist weiterhin in Oerlikon ansässig, gleiches gilt für die ''Allreal Generalunternehmung AG'', die ehemalige Oerlikon-Bührle Immobilien AG. Auf dem ehemaligen MFO-Areal ist inzwischen unter anderem PricewaterhouseCoopers ansässig. Ein weiteres globales Unternehmen, dessen Schweizer Sitz sich in Oerlikon befindet ist Bombardier Transportation, deren weltweites Lokomotiven- und Traktionsentwicklungszentrum auf dem noch aktiven ABB-Areal (''Toro 1'') untergebracht ist. In Oerlikon befinden sich unter anderem das Hallenstadion und das ehemalige Züspa-Messegelände, das seit 1998 im Messezentrum der Messe Zürich zusammengefasst ist. Der Bahnhof Zürich Oerlikon ist ein wichtiger Knotenpunkt im Netz der S-Bahn Zürich und bietet auch Anschlüsse an den nationalen Fernverkehr. Er bildet ein Nadelöhr für den Zugsverkehr. Mit dem Bau des zweiten Bahnhof Zürich Durchgangsbahnhofes (Projekt ''Löwenstrasse'') und dem Weinbergtunnel soll dem bis 2012 zumindest teilweise Abhilfe geschaffen werden. Zudem wird Oerlikon von den Tramlinien 10, 11 und 14 der Verkehrsbetriebe Zürich, sowie einer Reihe von Buslinien erschlossen. Oerlikon ist auch der Ausgangspunkt sich im Aufbau befindlichen Glattalbahn der Verkehrsbetriebe Glattal. Bild:Neuoerlikon18.jpg | Kreuzung Therese-Giehse-Strasse / Binzmühlestrasse in Neu-Oerlikon Bild:Neuoerlikon19.jpg | Blick von der Binzmühlestrasse Richtung Sunrise Towers Bild:Zuerich Neu Oerlikon MFO-Park innen.jpg|Der MFO-Park Bild:Zürich Oerlikon.jpg|Sonnenaufgang über Zürich Nord Bild:Zürich Oerlikon Gebäude.JPG|Bahnhof Zürich Oerlikon Bahnhof Oerlikon Image:Binzmuehle Zuerich.jpg|Wohnpark Binzmühle Zürich (Arch. Justus Dahinden, 2005)

Bildungseinrichtungen
Oerlikon ist ein wichtiges Zentrum im Bildungsbereich. Im Quartier gibt es zwei Kantonsschulen, die Kantonsschule Oerlikon und die Kantonsschule Birch. Zudem lagert die Universität Zürich zunehmend einzelne Lehr- und Forschungseinrichtungen vom Zentrum nach Oerlikon aus. In Oerlikon befindet sich auch das kantonale Zentrum für Berufsberatung.

Literatur
* Hochbaudepartement der Stadt Zürich, Amt für Städtebau: ''Affoltern, Oerlikon, Schwamendingen, Seebach''. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2003 (Baukultur in Zürich, Band I), ISBN 3-03823-034-0 * Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Statistik Stadt Zürich: ''Quartierspiegel Oerlikon''. Zürich 2006 ([http://www.stadt-zuerich.ch/internet/stat/home/publikationen/Quartiere/Quartier_115.ParagraphContainerList.ParagraphContainer0.ParagraphList.0005.File.pdf/QS_2006_115.pdf PDF; 2.23 MB])

Weblinks
{{Commons|Category:Oerlikon|{{PAGENAME}}}}
- Website des Quartiervereins Oerlikon
- AG Industriegeschichte(n) Oerlikon
- Website über Neu Oerlikon
- Website der reformierten Kirchgemeinde Oerlikon
- neu-oerlikonkret.ch - Internet-Plattform für Neu-Oerlikon
{{Navigationsleiste Quartiere der Stadt Zürich}} Kategorie:Stadtteil (Zürich) en:Zürich Oerlikon

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