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Mil Mi-28

*** Shopping-Tipp: Mil Mi-28

{| class="prettytable" width="250px" align="right" |- ! colspan="2" | Bild:AF Mil Mi-28 Paris Juni1997.jpg center|thumb|250px|Mi-28 am Luftfahrtsalon in Paris Le Bourget im Juni 1997 |- ! colspan="2" bgcolor="#2E3291" style="color:#ffffff;"| Daten & Fakten |- |Hersteller: |Mil (Hubschrauber) Mil |- |Typ: |Kampfhubschrauber |- |Nutzung: |militärisch |} Die '''Mil Mi-28''' ist ein zweisitziger russischer Kampfhubschrauber.

Entwicklung
In den 1970er Jahren entwickelten die Konstruktionsbüros von Kamow und Mil die ersten sowjetischen Hubschraubertypen, die speziell für den Einsatz gegen Panzer konstruiert wurden. In Konkurrenz zur Kamow Ka-50 entstand die Mil Mi-28. In ihrer Konfiguration (zweisitzig mit Bordschütze vorne, Pilot erhöht dahinter) sowie Sensorausrüstung ähnelt die Mi-28 dem amerikanischen AH-64 Apache. Jedoch verfügt sie über größere Reichweite, umfangreichere Avionik und stärkere Bewaffnung. Der Erstflug war am 10. November 1982 in der damaligen UdSSR. Mit Identifizierung durch die NATO erhielt die Mi-28 den NATO-Codenamen "Havoc". Er soll den in die Jahre gekommenen Mi-24 ersetzen und steht dabei in Konkurrenz zum einsitzigen Kamow Ka-50. Zurzeit werden beide parallel in kleiner Stückzahl gebaut, wobei gerade der Ka-50 im Ausland vermarktet wird. Aufgrund fehlender Mittel blieb bis jetzt der in Afghanistan erprobte Mi-24 aber der wichtigste Kampfhubschrauber der russischen Streitkräfte. 2003 wurde angekündigt, das das russische Verteidigungsministerium bei Rostwertol 50 Mi-28N bestellt hat. Mitte 2006 wurden die ersten beiden Mi-28N ausgeliefert, fünf weitere sollen bis Jahresende folgen, sodass man bis 2015 auf 67 Stück kommt, um die ältesten Mi-24 abzulösen. Weißrussland erwägt derzeit die Anschaffung der Mi-28NE. Für den Einsatz bei Nacht entstand die nachtflugtaugliche '''Mi-28N'''. Zur Ausrüstung gehört ein FLIR und ein Nachtsichtgerät NVG. Der Erstflug der Mi-28N fand am 14. November 1996 statt. Neueste Version ist die auf dem Aerosalon 2005 in Flughafen Le Bourget Le Bourget als Modell vorgestellte '''Mi-28NE''' mit Mastvisier.

Technik
Bild:Mil-38.jpg thumb|Mil-28 Image:Mi-28.jpg 250px|thumb|Mil Mi-28 auf der MACS Die Mi-28 verfügt über elastisch aufgehängte Rotorblätter aus Verbundwerkstoffen, ähnlich der erstmals beim Bölkow Bo 105 Bo-105 realisierten Bauweise. Beim Mi-28N werden reine Kunststoff-Rotorblätter eingesetzt, die auch 30mm-Geschossen standhalten sollen. Der Heckrotor ist vierblättrig, X-förmig und aus 2 unabhängig steuerbaren Blättern aufgebaut. Am Ende des Heckauslegers ist asymmetrisch eine verstellbare Höhenflosse angebracht. Als Triebwerk kommen zwei Isotow TW3-117WMA Gasturbinen zum Einsatz. Eine eigene Hilfsenergieeinheit ermöglicht den Betrieb von unvorbereiteten Startplätzen. Die Mi-28 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h, sie kann auch seitwärts und rückwärts mit bis zu 100 km/h fliegen.

Bewaffnung und Panzerung
Die Mi-28 verfügt über ein vollintegriertes Feuerleitsystem, basierend auf einem zweikanaligen (weit-/ engwinkligen) Videosucher, der horizontal um 110 Grad und vertikal von +13 bis -40 Grad schwenkbar ist, ergänzt um einen Laser-Entfernungsmesser. Die Zielerfassung durch den Bordschützen erfolgt via elektronischem Helmvisier (VR-Helm HMD) mit automatischer Augenverfolgung. * Kinnlafette ** eine 2A42-30mm-Maschinenkanone in einem NPPU-28-Turm (synchronisiert mit Sensorturm schwenkbar); 250-Schuss-Magazin; Feuerrate 900 Schuss/Minute. * Vier Außenlasträger unter den Stummelflügeln mit einer Kapazität von je 480 kg ** 16x Panzerabwehrlenkwaffen der Typen ''9M114 Shturm C'' (AT-6 Spiral) (ferngesteuert, Kurzstrecke) oder ''Ataka'' (radargesteuert) mit bis zu 8 km Reichweite. ** Zwei mal zwei UB-20-Behälter für je 20 ungelenkte Luft-Boden Raketen S-8 (80mm) oder zwei B20W-Behälter für 5 S-13 Raketen (130mm). ** Zielsuchende Luft-Luft-Raketen. ** Granatwerfer, 23mm Kanone, 12,7 und 7,62 mm MGs oder Bomben ** Zusatztanks Kabine und Cockpitscheiben halten Geschossen von Kalibern bis zu 12,7 mm stand. Fahrwerk und Sitze sind energieabsorbierend aufgebaut, so dass die Besatzung einen senkrechten Aufschlag mit bis zu 12 m/s überleben kann. Als Gegenmaßnahme zu hitzesuchenden Flugabwehrraketen wurde die thermische Signatur der Mi-28 gegenüber dem Vorgänger Mi-24 um den Faktor 2,5 reduziert.

Sensoren
'''Elektrooptisch''': *TV *Infrarot *Laser '''Radar''' (optional): Phazotron NIIR Arbalet / FH-01 Multifunktionsradar, arbeitet im Zentimeter- und Milimeterwellenbereich. - Funktionen: Luft-Boden: *Suche im Azimuth: 120 Grad *Geländekartographie: 32 km *Geländeverfolgung *Raketenwarnung *Lenkung von elektrooptischen Sensoren *Wetterradar *Zielklassifizierung (mit IFF) *Zielentdeckung: Brücke: 25 km, Panzer: 12 km *Zielverfolgung: gleichzeitig 20 Ziele Luft-Luft: *Volle 360 Grad Suche *Zielentdeckungsreichweite: Kampfflugzeuge: 15 km, Ataka-Raketen: 5 km *Zielverfolgung: 20 gleichzeitig

Technische Daten (Mi-28N / NE)
*Besatzung: 2 *Hauptrotordurchmesser: 17,2 m *Länge: 17,01 m *Breite: 5.89 m *Höhe: 3.82 m *Triebwerke: 2 Klimow (Unternehmen) Klimow Isotow-Wellenturbinen Klimow TV3-117 TV3-117VMA-SB3 (je 2.200 PS) *Leergewicht: 7000 kg *Startgewicht (Normal): 11000 kg *max. Startgewicht: 12100 kg *Höchstgeschwindigkeit: 305 km/h (in 500 m Höhe) *Reisegeschwindigkeit: 270 km/h *Reichweite :*Normal: 470 km mit Reserve :*Überführungsreichweite: 1.100 km *Gipfelhöhe: :*Schwebeflug: 3.600 m :*Dienstgipfelhöhe: 5.700 m

Siehe auch
* Liste der Hubschrauber

Weblinks


Literatur
Bill Gunston, Mike Spick: ''Moderne Militärhubschrauber.'' Verlag Stocker-Schmid AG 1989, ISBN 3-7276-7072-X Kategorie:Hubschraubertyp Kategorie:Mil bg:Ми-28 en:Mil Mi-28 eo:Mil Mi-28 fr:Mil Mi-28 he:מיל Mi-28 hr:Mi-28 it:Mil Mi-28 ja:Mi-28 (航空機) nl:Mil Mi-28 no:Mil Mi-28 pl:Mi-28 sr:Ми-28 tr:Mi-28 Havoc vi:Mil Mi-28

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