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Mikojan-Gurewitsch MiG-17
*** Shopping-Tipp: Mikojan-Gurewitsch MiG-17
Die '''Mikojan-Gurewitsch MiG-17''' ist ein Sowjetunion sowjetisches Jagdflugzeug des Herstellers Mikojan-Gurewitsch. Der NATO-Codename lautet Fresco.
Bild:MiG 17-AS.jpg thumb|250px|MiG 17-AS
Bild:Mig-17f-03.jpg thumb|250px|MIG 17F
Bild:MiG-17F Top View.JPG thumb|250px|MIG 17F
Bild:Raketenwerfer_UB-16.jpg thumb|Raketenwerfer UB-16
__TOC__
Die Entwicklung der Maschine wurde 1949 im Konstruktionsbüro Mikojan-Gurewitsch begonnen. Sie sollte die Mikojan-Gurewitsch MiG-15 MiG-15 ersetzen. Ziel war es, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten bessere Flugeigenschaften zu erzielen. Im Januar 1950 flog der erste Prototyp. 1951 begann der Serienbau, bereits mit einer verbesserten Version, der MiG-17F (Fresco C). Sie verfügte als erstes sowjetisches Flugzeug über einen Nachbrenner. Doch konnten die Maschinen nicht mehr rechtzeitig ausgeliefert werden, um im Korea-Krieg eine entscheidende Rolle zu spielen. 1955 wurde die MiG-17P (Fresco B) in Dienst gestellt. Sie verfügte über Radar und war damit begrenzt allwetterkampffähig. Ihr folgte die MiG-17PF. Deren Prototyp SP-7F war eine Kombination der Zellen der MiG-17P und MiG-17F. Als Radar fanden das Izumrud bzw. Izumrud-2 (PR-5) Verwendung. Die MiG-17PFU war das erste sowjetische Einsatz-Flugzeug, das mit reiner Raketenbewaffnung insgesamt vier Leitstrahl gesteuerten Luft-Luft-Raketen vom Typ Kaliningrad K-5 ausgerüstet war.
1958 wurden in der Sowjetunion die letzten von insgesamt rund 6000 MiG-17 hergestellt. Mitte der 60er Jahre hatte die technische Entwicklung die MiG-17 überholt. Allerdings war sie im Vietnam-Krieg auf nordvietnamesischer Seite die meistgenutzte Maschine. Vereinzelt fliegen noch heute Maschinen dieses Typs in der dritten Welt. Den größten Bestand an MiG-17 im aktiven Dienst kann die nordkoreanische Luftwaffe mit 100 Maschinen vorweisen. Insgesamt war das Flugzeug in rund 30 Armeen weltweit im Einsatz, außerhalb des Warschauer Pakts unter anderem in Jemen, Sri Lanka, Algerien, Syrien, Marokko, Kuba, Indonesien, Kambodscha und mehreren schwarzafrikanischen Staaten. Lizenzfertigungen waren in der damaligen ČSSR als S-104, in Polen als LIM-5P und ab 1956 in China als Shenyang J-5.
Am 26. Mai 1967 landete ein 22 Jahre alter Oberstleutnant der sowjetischen Luftwaffe mit einer MIG-17 bei Dillingen. Das Kampfflugzeug war 180 km weit in den Luftraum der Bundesrepublik Deutschland eingedrungen.
Am 14. November 1983 flüchtete ein Pilot der chinesischen Luftwaffe mit einer MIG-17 nach Taiwan. Nach dem Prämiensystem für Deserteure aus der Volksrepublik China erhielt er von der taiwanesischen Regierung rund 1.400.000 US-Dollar als Belohnung.
Bewaffnung
Die Hauptbewaffnung der MiG-17F war viele Jahre lang ihre Kanonenbewaffnung, welche sich auf einer absenkbaren Lafette befand. Auf der rechten Seite befand sich dort eine Kanone Nudelmann N-37 mit 40 Panzer-Brand- beziehungsweise Splitter-Spreng-Granaten. Auf der linken Lafettenseite übereinander versetzt angeordnet, waren 2x Nudelmann-Richter NR-23 Kanonen befestigt. Beide Kanonen verfügten über einen Kampfsatz von je 80 Granaten. Bei der Lizenzfertigung / Instandsetzung der MiG-17F in Polen (Lim 6 bis), wurden 2 zusätzliche Träger vom Typ "MARS" an die Tragflächen angebaut, an denen je ein Abschussbehälter "MARS-2" für ungelenkte Raketen angebaut werden konnten. Diese Transport- bzw. Abschussbehälter für je 16 ungelenkte Raketen S-5M (Splitterwirkung) bzw. S-5K (panzerbrechende-kumulative Wirkung) ähnelten konstruktiv sehr stark den russischen UB-16 Abschussbehältern für ungelenkte Raketen. Der Abschuss der Raketen erfolgte über einen elektrischen Steuerautomaten vom Typ PUS-36 in Salven von je 4, 8 oder 16 Raketen je Behälter. An Stelle der MARS-Abschussbehälter, konnten an die Innenträger je 1x eine 100 kg Splitter-Spreng-Bombe mit dem Aufschlagzünder AMA angebaut werden. Der Abwurf dieser Bomben konnte einzeln oder paarweise erfolgen. An den beiden äußeren Lastenträgern in den Tragflächen, an denen meist die Kraftstoff-Zusatzbehälter aufgehängt waren, konnten maximal je eine 250 kg-Bombe befestigt werden. Diese konnten nur paarweise abgeworfen werde. Mit Hilfe eines einfachen optischen Kollimator-Visiers erfolgte das Zielen beim Einsatz aller Bewaffnungsvarianten. Damit ergaben sich für den Einsatz der Bewaffnung der MiG-17F wesentliche Einschränkungen beim Allwetter- bzw. Nachteinsatz.
Zur Signalgebung, beispielsweise beim Einsatz unter Funkstille, konnte eine pyrotechnische Kassette EKSR-46 mit 4 Farbpatronen (rot, gelb, grün und weiß), die sich in der rechten Seite des Seitenleitwerkes befand, genutzt werden. Die einzelnen Farbpatronen wurden bei Bedarf mittels pyrotechnischer Schlagbolzen vom Typ EPU 253 von der Kabine aus einzeln gezündet.
Technische Daten
{| class="prettytable" style="font-size: 95%;"
|----- class="hintergrundfarbe8"
! Kenngröße
! MiG-17F
! MiG-17PF
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| Länge
| 11,09 m
| 11,68 m
|-----
| Spannweite
| 9,63 m
| 9,63 m
|-----
| Höhe
| 3,35 m
| 3,80 m
|-----
| Flügelfläche
| 22,60 m²
| 22,60 m²
|-----
| Leermasse
| -
| 4.182 kg
|-----
| Startmasse
| -
| normal 5.620 kg, maximal 6.552 kg
|-----
| Flächenbelastung
| -
| 290 kp/m²
|-----
| Triebwerk
| Ein TL Klimow WK-1F, 2.620 kp ohne und 3380 kp mit Nachbrenner
| Ein TL Klimow WK-1F, 2.620 kp ohne und 3380 kp mit Nachbrenner
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| Höchstgeschwindigkeit
| 1.145 km/h in 3.000 m
| 1.123 km/h in 5.000m, 1.121 km/h in 4.000 m
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| Landegeschwindigkeit
| -
| 165 km/h
|-----
| Steigzeit
| -
| auf 1.000 m 0,5 min, auf 5.000 m 2,5 min, auf 10.000 m 4,5 min
|-----
| Gipfelhöhe
| 16.600 m
| Dienst 14.450 m, praktisch 16.300 m
|-----
| Reichweite
| 1.470 km
| normal 1.100 km, maximal 1.930 km
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| Bewaffnung
| 1 Kanone 37mm, 2 Kanonen 23mm
| 3 Kanonen 23mm (NR-23) mit je 80 Granaten, 4 Lenkraketen Luft-Luft
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| Besatzung
| 1 Mann
| 1 Mann
|-----
|}
Versionen
{| class="prettytable" style="width: 100%; font-size: 95%;"
|----- class="hintergrundfarbe8"
! Bezeichnung
!Merkmale
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| I-330 (SI) || Prototyp der MiG-17, Erprobung Anfang 1950, drei Stück gebaut. Die ersten beiden (SI-1, SI-2) besaßen eine MiG-15bis Zelle mit neuen Flügeln, die SI-3 hatte bereits den verlängerten Rumpf der MiG-17.
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| MiG-17 (Fresco-A) || Erste Serienversion mit WK-1 Triebwerk ohne Nachbrenner. Bewaffnet mit zwei 23-mm-MK NR-23 und einer 37-mm-MK N-37. Ab Ende 1952 ausgeliefert.
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| MiG-17H || Mit der '''inoffiziellen''' Bezeichnung MiG-17H wurden in der Nationale Volksarmee NVA die MiG-17 des ersten Serienloses bezeichnet, die mit einer verstärkten Hydrauliksteuerung sowie größeren Luftbremsen am Heck nachgerüstet worden waren.
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| MiG-17P (Fresco-B) || Ausführung als Allwetterjäger mit Isumrud-Radar und drei 23-mm-MK NR-23.
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| SP-2 || 1951 Parallel zur MiG-17P geteste Allwetter-Version mit Torij-Radar und zwei 23-mm-MK. Ein WK-1A Triebwerk. Kein Serienbau.
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| SN || Allwetter-Prototyp mit veränderter Bugsektion und seitlich am Rumpf angebrachten Lufteinlasschächten. Wurde 1953 zur Erprobung einer um 40 Grad nach unten oder oben schwenkbaren Waffenanlage (drei 23-mm-MK TKB-495) verwendet. Kein Serienbau.
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| MiG-17F (Fresco-C) || Wichtigste Serienversion als Mehrzweck-Tagjäger mit Nachbrennertriebwerk WK-1F.
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| MiG-17PF (Fresco-D) || Aus der MiG-17P entwickelte Allwetterversion mit stärkerem Triebwerk.
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| MiG-17PFU (Fresco-E) || Letzte Serienversion mit vier ARS-212 Luft-Luft-Raketen unter den Flügeln. Sie war der erste sowjetische Serienjäger mit reiner Raketenbewaffnung.
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| Mikojan-Gurewitsch I-340 I-340 / I-360 (SM-1 / SM-2) || Zwei Prototypen, die Ende 1951 erprobt wurden. Sie waren mit jeweils zwei AM-5A (I-340) und AM-5F (I-360) Antrieben ausgestattet. Die I-360 erreichte solchermassen eine Höchstgeschwindigkeit von 1.193 km/h in 1.000 m Höhe. Vorläufer der SM-Reihe (Mikojan-Gurewitsch MiG-19 MiG-19-Prototypen).
|----
| LIM-5 || Polnische Lizenzausführung der MiG-17F (LIM steht für Licencyjny Myśliwiec, Lizenzjäger).
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| LIM-5P || Polnische Lizenzausführung der MiG-17PF.
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| LIM-5M || Modifizierte Erdkampfversion auf Basis der LIM-5.
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| LIM-5MR || Aufklärer mit Kameras im Bug, aus der LIM-5M entwickelt.
|-----
| LIM-5R || Jagd/- Aufklärungsversion der LIM-5 (MiG-17F) mit Kameras im Bug.
|-----
| LIM-6 || Polnische Weiterentwicklung der MiG-17F zum Jagdbomber. Verbesserte Versionen waren die LIM-6bis (leistungsstärkere LIM-6), LIM-6R und LIM-6bisR (beides Jagdaufklärer).
|-----
| LIM-6M || Durch Umbau von LIM-5P (MiG-17PF) entstandene Schlachtflugzeug-Ausführung.
|-----
| S-104 || Bezeichnung für an die ČSSR gelieferte und eingesetzte MiG-17PF.
|-----
| Shenyang J-5 || Chinesischer Nachbau der MiG-17F
|-----
| Shenyang J-5A || Chinesischer Nachbau der MiG-17PF
|}
Siehe auch
* Liste von Flugzeugtypen/I-M Liste von Flugzeugtypen
Weblinks
{{Commons|Mikoyan-Gurevich MiG-17|Mikojan-Gurewitsch MiG-17}}
Kategorie:Mikojan-Gurewitsch Mikojan-Gurewitsch MiG-017
Kategorie:Militärischer Flugzeugtyp Mikojan-Gurewitsch MiG-017
Kategorie:Koreakrieg Mikojan-Gurewitsch MiG-017
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en:Mikoyan-Gurevich MiG-17
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hu:MiG–17
it:MiG-17
ja:MiG-17 (航空機)
lt:MiG-17
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sv:MiG-17
tr:MiG-17
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[Der Artikel zu Mikojan-Gurewitsch MiG-17 stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Mikojan-Gurewitsch MiG-17 zu editieren.
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