W i l l k o m m e n   b e i   [ www.mauspfeil.com ]
 
 







          

 

Wörterbuch der Bedeutung
<<Zurück
Bitte wählen Sie einen Buchstaben:
A, Ä | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O, Ö | P | Q | R | S | T | U, Ü | V | W | X | Y | Z | 0-9

Suchen:

(Groß-/Kleinschreibung wird nicht unterschieden)

Shopping-Bestseller-Suche:   
 Klicken Sie hier, um zur Shopping-Mall zu gelangen

Google


Meridiankreis

*** Shopping-Tipp: Meridiankreis

Der '''Meridiankreis''' ist das klassische Instrument zur Messung von Sternörtern im Meridian. Er entspricht einem sehr großen Theodolit ohne Stehachse, der nur in der Meridianebene (Südpunkt - Zenit - Nordpunkt) schwenkbar ist, und zählt damit zu den sogenannten Durchgangs- oder Passageinstrumenten. Ein Meridiankreis ist auf zwei Pfeilern montiert, auf denen die beiden Achszapfen (präzise, kreisrund geschliffene Achsenden von Meridiankreisen oder Passageninstrumenten) der horizontalen West-Ost-Achse ruhen. Das präzise Mess-Fernrohr von 1-3m Brennweite sitzt drehbar auf dieser Achse. Mit dem Fernrohr drehen sich 1-2 große Vertikalkreise mit Ablesemikroskopen und Libelle (Messtechnik) Libellen (siehe Bild 5-6 auf der 1.Website und die 4.Website). Der Meridiankreis wurde von Olaf Römer aus dem freiäugigen Mauerquadranten (Mauerkreis) weiterentwickelt und war ab ~1810 bis 1950 das wichtigste Messgerät vieler Sternwarten. Mit etwa 20 global verteilten Meridiankreisen wurden alle genauen Sternkataloge und Eigenbewegung (Astronomie) Eigenbewegungen gemessen (z.B. AGK1 1868-1908, AGK2 1924-33, 200.000 Sterne bis ±0.1"). Man misst Zeit und Höhenwinkel der Sterne, wenn sie im Meridian den Höchststand erreichen (kulminieren). Dieser tritt genau am Vertikalfaden ein, wenn Fernrohr und Achszapfen Kalibrieren kalibriert sind. Die Zeitdifferenz zweier Sterne entspricht ihrer Rektaszensionsdifferenz, aus Höhenwinkel und geographische Breite folgt die Deklination (Astronomie) Deklination. Schon früh wurden statt visueller Messungen am Fadennetz "unpersönliche Mikrometer" eingesetzt, die man den Sternen nachführt. Um 1920 baute man viele Instrumente auf Fotografie fotografische Kreisablesung um, ab den 1970ern auf elektro-optische Messmethoden und in letzter Zeit auf Charge-coupled Device CCD. Die volle Messgenauigkeit erhielt man früher durch Zeitmessung an etwa 20 parallelen Fäden im Gesichtsfeld mittels des Tickens einer Pendeluhr. Für die Höhenmessung stellt man den Stern auf den Horizontalfaden, hinter dem man ihn einige Sekunden lang ''biseziert''. Dadurch fallen eventuelle Luftturbulenzen großteils heraus.
Die Neigung der Achse wird durch ein ''Hängeniveau'' (große Libelle) kontrolliert, ihre Richtung durch zwei Kollimatoren (Hilfsfernrohre in einiger Entfernung). Der Höhenindexfehler wird durch senkrechte Messung zu einer Schale mit spiegelndem Quecksilber bestimmt. Auch heute werden spezielle Sternkataloge mit Meridiankreisen gemessen - z.B. für die Raumfahrt oder für Kometen-Astrometrie. Präzise elektro-optische Instrumente sind jenes in Bordeaux und der Carlsberg-Meridiankreis auf La Palma. Letzterer arbeitet seit 1984 auf ±0.003" genau.

Weblinks

- http://www.friedensblitz.de/sterne/glanzzeiten/agk2.html (Meridiankreis, Bild)
- http://www.math.uni-hamburg.de/math/ign/gauss/register.htm (Gauß-Gesellschaft: Briefthemen)
- http://www.ast.cam.ac.uk/~dwe/SRF/camc.html (Carlsberg Meridian Telescope) Kategorie:Astronomisches Instrument Kategorie:Historische Sternwarten und Instrumente

*** Shopping-Tipp: Meridiankreis




[Der Artikel zu Meridiankreis stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Meridiankreis zu editieren.
Die Texte von Wikipedia und dieser Seite stehen unter der GNU Free Documentation License.]

<<Zurück | Zur Startseite | Impressum | Zum Beginn dieser Seite