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Meinungsbildung

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Die '''Meinungsbildung''' ist der Prozess der Bildung einer Meinung. Ein Mensch nimmt im Laufe desselben eine bestimmte Haltung zu einem Zustand, einem Ereignis, einem Gegenstand, einer Person oder einer Ansicht ein.

Meinungsbeeinflussung
Mehreres prägt eine Meinung: so greift der Mensch auf bisherige Erfahrungen zurück; und er versucht anhand der Meinungen Anderer eine eigene zu entwickeln. Es gilt, um zu einer Haltung zu gelangen, verschiedene Argumente abzuwägen - was zunächst oft vorwiegt. Meinungs- ist sehr leicht auch Ideologiebildung.

Bedeutung der Meinungen
Die Wichtigkeit dieses Prozesses wird oft unterschätzt. Er ist — als öffentliche Meinung — eine Basis Demokratie demokratischer Staatsformen. Nur eine Meinung zu haben ermöglicht den Dialog in der Gesellschaft und sichert (oder auch verunsichert - je nach dem Inhalt der Meinung -) den Bestand einer politischen Ordnung und auch dessen Zukunft. Wägen Menschen nur ab, finden keine Meinung zu einem Thema und versuchen, immer in der Mitte zu stehen, ist ein Zusammenleben und eine Weiterentwicklung kurzfristig erleichtert, längerfristig erschwert. Am einfachsten ist es, sich einer Person, einer Partei oder einer anderen Gruppe anzuschliessen, und dann alles für richtig zu halten, was diese für einen abgewogen haben.

Meinungsbildungsprozess
Der demokratische Meinungsbildungsprozess, wie er beispielsweise im deutschen Bundestag stattfindet, folgte früher in der Regel innerparteilichen Richtlinien. Nähere Einzelheiten über den innerparteilichen Meinungsbildungsprozess erfährt man meist nicht.

Wortumfeld
Als stärkere Form des Meinens wird oft der „Glauben“ angesehen. Dann wird Meinungsbildung oft auch als Suche nach einem Glauben verstanden. Als Gegensatz zum Meinen wird einerseits der Begriff „Wissen“ gebraucht, andererseits aber auch (kritisch) die „Meinungslosigkeit“. Abweichend davon sah der Soziologie Soziologe Ferdinand Tönnies (z. B. in „Kritik der öffentlichen Meinung“ oder in „Gemeinschaft und Gesellschaft“) als „gesellschaftlich“ stärkste (stabilste) Form des für wahr haltenden Meinens die Wissenschaft an, als „gemeinschaftlich“ stärkste Form des für wahr Haltens hingegen den „Glauben“. Bei ihm reicht die Meinungsbildung also von flüchtigem Fürwahrhalten (in heutiger Sprache: ''für uns-hier ist das cool'') bis zum festen Wahrheitsurteil (''das weiß die Wissenschaft und wissen wir doch Alle''). Somit entspricht bei Tönnies die „gesellschaftliche“ öffentliche Meinung der „gemeinschaftlichen“ Religion, in soziologischer Terminologie: Religionsentstehung und Meinungsbildung sind einander Strukturfunktionalismus funktional äquivalent.

Siehe auch
*Meinungsvielfalt, Meinungsforschung, Meinungsfreiheit *Diskussion, Streit, Argument, Toleranz, Werbung *Lehrmeinung, Vorurteil, Manipulation, Dialektik *Pluralismus, Informationsmonopol, Dogma *Grundüberzeugung

Quellen


Weblinks
{{Wiktionary|Meinungsbildung}}
- Online-Lernangebot zum Thema "Meinungsbildung"
- ''Das linke Universitätsmilieu hält den Atem an'' Kategorie:Soziale Interaktion Kategorie:Erkenntnistheorie

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[Der Artikel zu Meinungsbildung stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Meinungsbildung zu editieren.
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