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Maribor

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{{Infobox Ort in Slowenien |Wappen = Wappen Maribor si.png |lat_deg = 46 | lat_min = 33 | lat_sec = 17 |lon_deg = 15 | lon_min = 38 | lon_sec = 48 |Beschriftung = left |HistRegion = Untersteiermark (Spodnja Štajerska) |Region = Podravska (Draugegend) |Bezirk = Maribor |Höhe = |Fläche = 147.5 |Ortsteile = |Einwohner = 110668 |Stand = 2002 |PLZ = 2000 |Vorwahl = 02 |Kfz = MB |Bürgermeister = |Partei = |Website = [http://www.maribor.si/ www.maribor.si] |Schutzpatron = |Stadtfest = }} Bild:Maribor small panorama 20070107.jpg thumb|300px|right|Maribor (2007) Bild:Maribor Lent.jpg thumb|300px|right|Maribor im Frühjahr 2004 '''Maribor''' (deutsch: ''Marburg an der Drau'') ist mit 108.122 Einwohnern (2002) die zweitgrößte Stadt Sloweniens. Sie ist ein Römisch-Katholische Kirche römisch-katholischer Erzbischofssitz und beherbergt seit 1975 die Universität Maribor. Die Stadt liegt am Fuße des Bachern-Gebirges (Pohorje) und der Windischen Bühel (Slovenske gorice) am Ufer des Flusses Drau (Drava). Maribor ist die größte Stadt der slowenischen Region Untersteiermark (Štajerska).

Geschichte
Die Stadt wurde zum ersten Mal im 13. Jahrhundert erwähnt. Obwohl sie zweimal von den Osmanisches Reich Türken belagert wurde, blieb Maribor bzw. Marburg bis zum Ende des Erster Weltkrieg Ersten Weltkrieges unter der Herrschaft der Habsburger als Teil des Herzogtums Steiermark. Während des Krieges kam es wegen vermuteter Staatsfeindlichkeit zu Zwangsinternierungen vieler Slowenen in Kärnten und der Steiermark, was zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der deutschen Volksgruppe (Deutschösterreicher) und den Slowenen führte. In den Wirren nach dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns wurde die Stadt von der neu gegründeten Deutschösterreich Republik Deutschösterreich, aber auch vom neu gegründeten SHS-Staat Staat der Slowenen, Kroaten und Serben beansprucht und von slowenischen Truppen unter dem späteren jugoslawischen General Rudolf Maister gewaltsam besetzt. Am 27. Januar 1919 wurden 13 deutsche Marburger, die auf dem Hauptplatz auf die US-Friedensdelegation warteten, von Maisters Soldaten erschossen, mehr als 60 verletzt (Marburger Blutsonntag). Später wurde es ohne Volksabstimmung und gegen den Willen der frei gewählten Gemeinderäte, Landtags- und Reichsratsabgeordneten dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen zugesprochen (SHS-Staat, dem späteren Königreich Jugoslawien). Die deutsche Bevölkerungsgruppe stellte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges in 1918 die große Mehrheit und dominierte das öffentliche Leben (die Volkszählung 1890 ergab 19898 Einwohner, davon 2653 Slowenen). Das galt auch für die Nachbardörfer Brunndorf (Studenci), Pobersch (Pobrežje), Thesen (Tezno), Rothwein, Kartschowin und Leitersberg, die mit der Stadt Marburg eine deutsche Sprachinsel bildeten. Bei der Volkszählung von 1910 lebten hier 80% deutsch- und 20% slowenischsprachige Menschen. Das weitere Umland hingegen war (mit Ausnahme anderer kleinerer Städte, wie Pettau (Ptuj), St. Leonhard in Windischbüheln (Lenart v Slovenskih Goricah), Luttenberg (Ljutomer), Friedau (Ormož), Windisch Feistritz (Slovenska Bistrica) und Pragerhof (Pragersko) fast vollständig von Slowenen besiedelt. Obwohl nach dem Ersten Weltkrieg ein großer Teil der deutschen Bevölkerung (vor allem das Beamtentum, teilweise schon unter General Maisters Militärherrschaft) nach Österreich vertrieben wurde und alle deutschen Schulen und Vereine zwangsaufgelöst bzw. beschlagnahmt wurden, betrug der deutsche Anteil in den 1930er Jahren (nach deutschen Angaben) noch immer etwa 25 %. Die Volkszählungen ergaben allerdings 21 % für 1921 und für 1931 nur noch 7 % Deutsche. Es folgte eine Phase staatlicher Slawisierungspolitik der Sprachinseln, die von jugoslawischer Seite als eine Antwort auf die zwangsweise Germanisierung der Slowenen in der neu gegründeten deutschösterreichischen Republik dargestellt wurden. Die slowenische Volksgruppe im österreichischen Kärnten behielt allerdings bis zum Anschluss Österreichs an das Hitlerreich 1938 alle Minderheitenrechte, wie zweisprachige Schulen, Pfarren, eigene Zeitungen, Vereine, Banken und politische Vertreter in Gemeinden und im Landtag. 1941 wurde der gesamte jugoslawische Teil der Steiermark vom großdeutschen Reich Annektierung annektiert. Der deutsche Diktator Adolf Hitler besuchte die Stadt und forderte seine Anhänger in einer Rede vom Balkon des Rathauses auf, „dieses Land wieder deutsch zu machen�. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt mehrere Male bombardiert. Nach dem Krieg 1945 wurden die verbliebenen deutschen Marburger nach Österreich vertrieben. Nach 1945 entwickelte sich die Stadt zu einem blühenden industriellen und kulturellen Zentrum für den gesamten Osten Sloweniens. Nach der Unabhängigkeit (Politik) Unabhängigkeit Sloweniens von Jugoslawien im Jahr 1991 verlor die gesamte neu gegründete Republik den innerjugoslawischen Binnenmarkt. Die Auswirkungen dieses Verlustes auf die Wirtschaft der Stadt waren erheblich - eine hohe Arbeitslosenquote war die Folge. Laut einer vergleichenden Studie des Europäischen Statistikamtes EUROSTAT Eurostat erlitt Marburg den größten Bevölkerungsverlust in Europa: In den Jahren 1996 bis 2001 verlor die Stadt im Schnitt jährlich 3,1 Prozent ihrer Einwohner. Maribor war Alpenstadt des Jahres 2000. Seit 1969 besteht eine Städtepartnerschaft mit der Hessen hessischen Stadt Marburg Marburg an der Lahn. Zehn Kilometer südlich des Stadtzentrums bei Slivnica befindet sich der Flughafen Maribor.

Persönlichkeiten
* Fredi Bobic (Fußballspieler) * Drago JanÄ?ar (Schriftsteller) * Anton Martin SlomÅ¡ek (Bischof von Lavant (Bistum) Lavant/Maribor) * Elfie Mayerhofer (1917-1992) Filmschauspielerin und Sängerin (''die Wiener Nachtigall'') * Karl Schlöss, Maschinendirektor der Südbahngesellschaft, 1917 zum Ehrenbürger der Stadt Marburg ernannt * Wilhelm von Tegetthoff (Admiral der Österreich-Ungarn k.u.k-Marine) * Aleksander Knavs (Fußballspieler) * August Ritter von Weeber, Generaldirektor der Südbahngesellschaft, 1917 zum Ehrenbürger der Stadt Marburg ernannt * Ferdinand Wittenbauer, (1857-1922), Ingenieur * Amalie Weiss (* 1839), Sängerin

Veranstaltungen
Jedes Jahr im Januar trägt das am Stadtrand gelegene Skigebiet ''Mariborsko Pohorje'' den Damen-Slalom und den Damen-Riesenslalom des Ski-Weltcup Weltcups aus. Im Februar wird Maribor jeweils seit 1992 zum Schauplatz des FinsSwimWordCup (deutsch: Flossenschwimmen Welt-Cup). Jeden Juni findet das zweiwöchige ''Lent-Festival'' statt (genannt nach dem am Drauufer gelegenen Stadtbezirk ''Lent''), mit hunderten von Musik-, Theater- und Kleinkunst-Veranstaltungen. Im September findet der ebenfalls zweiwöchige ''Musikseptember'' (''glasbeni september'') statt.

Sehenswürdigkeiten
Bild:Maribor Stolnica 20070107.jpg thumb|Der Marburger Dom * Stadtburg (''"Mariborski grad"'') - erbaut von 1478-1483 unter Kaiser Friedrich III. (HRR) Friedrich III. * Kathedralkirche sv. Janeza Krstnika am Slomškov-Platz (''"stolnica"'') - errichtet im 12. Jahrhundert * Rathaus am Hauptplatz (''Glavni trg'') * Kulturveranstaltungszentrum (''"narodni dom"'') mit dem Denkmal des Fürsten Kocelj - erbaut von 1897-1898 nach Entwürfen des böhmischen Architekten Jan Veyrich * Wasserturm (''"vodni stolp"'') - erbaut im 16. Jahrhundert und Teil der Renaissance-Stadtfestung * Alte Weinrebe am Lent (''"stara trta"'') - Am Ufer der Drau kann der älteste Weinstock der Welt bewundert werden (sein Alter wird auf über 400 Jahre geschätzt).

Weblinks
{{Commons|Maribor}}
- lent.slovenija.net - Lent-Festival {{Navigationsleiste Bezirke Sloweniens}} Kategorie:Ort in Slowenien bg:Марибор bs:Maribor ca:Maribor cs:Maribor da:Maribor en:Maribor eo:Mariboro es:Maribor et:Maribor fi:Maribor fr:Maribor hr:Maribor it:Maribor ja:マリボル lt:Mariboras lv:Maribora nl:Maribor pl:Maribor pt:Maribor ro:Maribor ru:Марибор sk:Maribor sl:Mestna obÄ?ina Maribor sr:Марибор sv:Maribor tr:Maribor zh:马里å?šå°”

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