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Mannheim
*** Shopping-Tipp: Mannheim
{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Stadt Mannheim. Weiteres siehe Mannheim (Begriffsklärung)}}
{{Infobox Ort in Deutschland
|Art = Stadt
|Wappen = Wappen Mannheim.png
|lat_deg = 49.4890 | lat_min = 0 | lat_sec = 0
|lon_deg = 8.4691 | lon_min = 0 | lon_sec = 0
|Lageplan =
|Lageplanbeschreibung =
|Bundesland = Baden-Württemberg
|Regierungsbezirk = Karlsruhe
|Landkreis = Stadtkreis
|Höhe = 97
|Fläche = 144.96
|Einwohner = 308070
|Stand = 2006-09-30
|PLZ = 68001–68309
|PLZ-alt = 6800
|Vorwahl = 0621
|Kfz = MA
|Gemeindeschlüssel = 08 2 22 000
|NUTS = DE126
|LOCODE = DE MHG
|Gliederung = 17 Stadtbezirke
|Adresse = E5 68159 Mannheim
|Website = [http://www.mannheim.de/ www.mannheim.de]
|Bürgermeister = Gerhard Widder
|Bürgermeistertitel = Oberbürgermeister
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Bild:Dennis Mannheim September 05 0771.jpg Mannheimer_Wasserturm.html" title="thumb thumb|297px|[[Mannheimer Wasserturm in der Abenddämmerung.html" title="297px|[[Mannheimer Wasserturm">thumb|297px|[[Mannheimer Wasserturm in der Abenddämmerung">297px|[[Mannheimer Wasserturm">thumb|297px|[[Mannheimer Wasserturm in der Abenddämmerung
Die Universitätsstadt '''Mannheim''' ist mit etwa 320.000 Einwohnern nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs. Die ehemalige Residenzstadt der historischen Kurpfalz bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar-Dreieck. Von seiner rheinland-pfälzischen Nachbarstadt Ludwigshafen am Rhein Ludwigshafen ist Mannheim nur durch den Rhein getrennt.
Seit 1896 Großstadt, ist Mannheim heute bedeutende Handelsstadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Frankfurt am Main und Stuttgart, unter anderem mit dem zweitgrößten Rangierbahnhof Deutschlands und einem der bedeutendsten Binnenhafen Binnenhäfen Europas.
Einige wichtige Erfindungen stammen aus Mannheim: Hier baute Karl Drais 1817 das erste Draisine Laufrad, 1886 rollte das erste Automobil von Carl Benz über die Straßen und 1921 folgte der erste Traktor. Der Mannheimer Julius Hatry konstruierte 1929 das erste Raketenflugzeug der Welt. In den letzten Jahren ist die sehr aktive Musikszene der Stadt überregional bekannt geworden.
''Eine thematische Sammlung der Artikel rund um die Stadt findet sich im '''Portal:Mannheim Portal Mannheim'''.''
Geografie
Bild:Mannheim-stadtteile.png thumb|Stadtbezirke
Bild:Mannheim_Innenstadt.jpg thumb|Mannheimer Stadt
Mannheim liegt im nördlichen Oberrheinische Tiefebene Oberrheingebiet am Mündung (Gewässer) Mündungsdreieck von Rhein und Neckar. Die Ortsteil Stadtteile verteilen sich auf der rechten Rheinseite zu beiden Seiten des Neckars.
Die Stadt liegt in der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar-Dreieck, einem 2,35 Millionen Einwohner zählenden Verdichtungsraum, der neben Teilen Hessen Südhessens und der Rheinland-Pfalz rheinland-pfälzischen Vorderpfalz in Baden-Württemberg die beiden Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie die westlichen und südlichen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises umfasst (''siehe auch: Portal:Rhein-Neckar-Dreieck'')
Innerhalb der Verband Region Rhein-Neckar Region Rhein-Neckar bildet Mannheim neben Heidelberg ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Mannheim übernimmt für die Gemeinden Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Ilvesheim und Ladenburg die Funktion eines Mittelbereichs. Ferner gibt es Verflechtungen mit Gemeinden in Hessen und Rheinland-Pfalz und den dortigen Mittelbereichen.
Nächstgrößere Städte sind Frankfurt am Main, etwa 70 km nördlich, und Stuttgart, etwa 95 km südöstlich.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Mannheim ist in sechs innere und elf äußere Stadtbezirke gegliedert:
Quadratestadt Innenstadt/Jungbusch, Mannheim-Lindenhof Lindenhof, Mannheim-Neckarstadt-Ost/Wohlgelegen Neckarstadt-Ost/Wohlgelegen, Mannheim-Neckarstadt Neckarstadt-West, Mannheim-Neuostheim/Neuhermsheim Neuostheim/Neuhermsheim, Mannheim-Schwetzingerstadt Schwetzingerstadt/Mannheim-Oststadt Oststadt sowie Mannheim-Feudenheim Feudenheim, Mannheim-Friedrichsfeld Friedrichsfeld, Mannheim-Käfertal Käfertal, Mannheim-Neckarau Neckarau, Mannheim-Rheinau Rheinau, Mannheim-Sandhofen Sandhofen, Mannheim-Seckenheim Seckenheim, Mannheim-Schönau Schönau, Mannheim-Vogelstang Vogelstang, Mannheim-Waldhof Waldhof und Mannheim-Wallstadt Wallstadt
In jedem der 17 Stadtbezirke gibt es einen Bezirksbeirat, der aus 12 im Stadtbezirk wohnenden Bürgern besteht. Die Bezirksbeiräte sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme trifft dann jedoch der Rat der Stadt Mannheim.
Die 17 Stadtbezirke sind in Stadtteile beziehungsweise statistische Bezirke untergliedert. ''Siehe hierzu Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Mannheim.''
Bild:Mannheim_Innenstadtschema.png thumb|Innenstadtschema
Bild:Mannheim-Quadrat.jpg thumb|Straßenschild in den Mannheimer Quadraten
Innenstadt: Die „Quadrate“
''Siehe auch den separaten Artikel: Mannheimer Quadrate''
Die hufeisenförmige Innenstadt Mannheims zwischen Rhein und Neckar ist gitterförmig in rechtwinklingen Häuserblöcken angelegt, man nennt dies die „Mannheimer Quadrate“. Die Bismarckstraße verläuft vor der Front des Schlosses und verbindet die Enden der Ringstraßenabschnitte miteinander. Dazwischen liegen rechtwinklig angelegte Straßenzüge. Die Planung dieses Netzes geht auf Kurfürst Friedrich IV. (Pfalz) Friedrich IV. von der Pfalz um 1600 zurück, sie ist bis heute erhalten geblieben.
Die Innenstadt wird von zwei Hauptachsen durchzogen. Die auch als „Breite Straße“ bekannte Kurpfalzstraße verläuft vom Mannheimer Schloss Schloss bis zum Neckartor. Auf die Haupteinkaufsstraße, die „Mannheimer Planken Planken“, trifft sie am Mannheimer Paradeplatz Paradeplatz. Die Parallelstraßen der beiden Hauptachsen tragen in aller Regel keinen Namen, statt dessen werden die dazwischenliegenden Quadrate aus einer Kombination von Buchstabe und Zahl benannt. Diese erhalten gebliebene „künstlich“ wirkende und in der Umgangssprache auch genutzte Benennung ist einzigartig.
Architekturhistorisch wird die mittels der Straßenanordnung erzeugte städtebauliche Dominanz der Residenz als Abbild der Absolutismus absolutistischen Regierungsform interpretiert. Die Mannheimer Quadrate und besonders die sogenannte ''Breite Straße'' betonen das „neue“ Schloss.
Die Prinzipien einer Idealstadt wurden in verschiedenen Residenzstädten des absolutistischen Barock wie Erlangen, Glückstadt oder Karlsruhe umgesetzt. Aber auch neuere Zeiten versuchen Ideale und Architektur in Verbindung zu setzen (Planstadt, Planhauptstadt).
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mannheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Lampertheim und Viernheim (beide Kreis Bergstraße in Hessen), Heddesheim, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen, Heidelberg, Plankstadt, Schwetzingen, Brühl (Baden) (alle mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Heidelberg im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg) sowie Altrip, Ludwigshafen, Frankenthal (Pfalz) und Bobenheim-Roxheim (alle mit Ausnahme der kreisfreien Städte Ludwigshafen und Frankenthal im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz).
Klima
Bild:Mannheim-Klima.png thumb|Klimadiagramm Mannheim
Aufgrund der durch Pfälzerwald und Odenwald geschützten Lage im Oberrheinische Tiefebene Oberrheingraben herrscht in Mannheim ein sehr mildes Klima vor. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 19,9°C, der kälteste der Januar mit 1,8°C. Temperaturen über 30°C sind im Hochsommer keine Seltenheit. Der Spitzenwert wurde am 8. August 2003 mit 39,0°C gemessen (DWD, eine private Wetterstation in Mannheim-Seckenheim kam am gleichen Tag auf 40,1°C). Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 668 mm Niederschlag. Der Spitzenmonat ist wiederum der Juli. Begünstigt von Rhein und Neckar kann es insbesondere im Herbst zu Nebelbänken kommen. Die beiden Flüsse sorgen auch für eine überdurchschnittliche Luftfeuchtigkeit, die besonders im Hochsommer zu drückender Schwüle führen kann. Mannheim ist eine der wärmsten Städte Deutschlands.
Geschichte
''Eine ausführlichere Darstellung findet sich unter Geschichte Mannheims.''
Die Anfänge
Bild:MannheimRheinschanze.jpg Mannheimer_Rheinschanze thumb|[[Mannheimer Rheinschanze|Rheinschanze und Zitadelle Mannheim im Jahr 1620.html" title="Rheinschanze.html" title="thumb|[[Mannheimer Rheinschanze|Rheinschanze">thumb|[[Mannheimer Rheinschanze|Rheinschanze und Zitadelle Mannheim im Jahr 1620">Rheinschanze.html" title="thumb|[[Mannheimer Rheinschanze|Rheinschanze">thumb|[[Mannheimer Rheinschanze|Rheinschanze und Zitadelle Mannheim im Jahr 1620
Das Dorf ''Mannenheim'' (= Heim des Manno) wurde im Jahre 766 erstmals im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Lange Jahre ein kleines unbedeutendes Fischerdorf fiel Mannheim 1284 an den Pfalzgrafen bei Rhein aus dem Hause Wittelsbach. Regionale Bedeutung erlangte die 1349 auf dem heutigen Mannheim-Lindenhof Lindenhof errichtete Zollburg Eichelsheim, die den Rheinschiffern einen Obolus abverlangte. 1415 wurde in ihr der abgesetzte Papst Johannes XXIII. (Gegenpapst) Johannes XXIII. im Auftrag des Sigismund (HRR) Kaisers Sigismund gefangen gehalten. Durch den Sieg in der Schlacht bei Seckenheim 1462 über das Heer seiner verbündeten Gegner, des Grafen von Württemberg, des Markgrafen von Baden (Land) Baden und des Bischofs von Metz, begründete Kurfürst Friedrich I. (Pfalz) Friedrich von der Pfalz "der Siegreiche" die pfälzische Vormachtstellung am mittleren Oberrhein. 1566 zählte Mannheim mit etwa 700 Einwohnern zu den größten Dörfern des Oberamts Heidelberg.
Entstehung einer Stadt
Bild:Mannheimer Schloß.jpg Mannheimer_Schloss.html" title="thumb thumb|[[Mannheimer Schloss um 1725.html" title="[[Mannheimer Schloss">thumb|[[Mannheimer Schloss um 1725">[[Mannheimer Schloss">thumb|[[Mannheimer Schloss um 1725
Am 24. Januar 1607 erhielt Mannheim die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. (Pfalz) Friedrich IV. von der Pfalz am 17. März 1606 den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist bis heute erhalten geblieben, auf sie ist die Bezeichnung ''Quadratestadt'' zurückzuführen. Erstmals 1622 während des Dreißigjähriger Krieg Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) unter Johann t'Serclaes von Tilly Tilly zerstört, fiel Mannheim 1689 den Frankreich französischen Truppen im Pfälzischer Erbfolgekrieg Pfälzischen Erbfolgekrieg wieder zum Opfer, wurde aber erneut aufgebaut.
Kultureller und politischer Aufstieg der Stadt
Bild:Karte_Mannheim_MKL1888.png thumb|Historische Karte von Mannheim (1888)
1720 verlegte Kurfürst Karl III. Philipp (Pfalz) Karl Philipp seinen Hof von Heidelberg nach Mannheim und begann den Bau des Mannheimer Schlosses (1760 gemeinsam mit der Mannheimer Jesuitenkirche Jesuitenkirche vollendet). Mannheim wurde Residenzstadt der Kurpfalz und es begann eine kurze aber glanzvolle Prachtzeit der mittlerweile 25.000 Einwohner zählenden Stadt. Der kurpfälzische Hof förderte Kunst und Musik, Wissenschaft und Handel. Johann Wolfgang von Goethe Goethe, Friedrich Schiller Schiller und Gotthold Ephraim Lessing Lessing weilten in Mannheim ebenso wie Wolfgang Amadeus Mozart Mozart.
Um seine Bayern bayerische Erbschaft antreten zu können, musste Karl Theodor (Pfalz) Karl Theodor 1778 die Residenz nach München verlegen. Damit setzte ein wirtschaftlicher und kultureller Aderlass ein. 1795 erneut von den Franzosen besetzt und daraufhin von Österreich österreichischen Truppen zurückerobert, verlor Mannheim 1803 endgültig seine politische Stellung: Die Kurpfalz wurde im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses aufgelöst und Mannheim fiel an Baden (Land) Baden, in dem es - geografisch an den nordwestlichen Rand gedrängt - den Status einer Grenzstadt einnahm.
Der erneute wirtschaftliche Aufschwung
Geprägt vom wirtschaftlichen Aufstieg des Bürgertums begann eine weitere Blütezeit Mannheims. 1828 wurde der Hafen Mannheim Rheinhafen, 1840 die erste badische Eisenbahnlinie von Mannheim nach Heidelberg eröffnet. Mannheim war ein Mittelpunkt der politischen und Revolution revolutionären Bewegung (Märzrevolution) von 1848. 1865 gründete Friedrich Engelhorn die BASF Badische Anilin- und Soda-Fabrik (BASF), die dann allerdings später nach Ludwigshafen verlegt wurde. Aus der Farbenfabrik wurde das bis heute größte Chemieunternehmen der Welt. 1886 ließ Carl Benz sein "Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb" patentieren. Nach dem Erster Weltkrieg Ersten Weltkrieg stellte die Heinrich Lanz AG mit dem "Bulldog" den ersten Traktor vor. 1922 wurde das Großkraftwerk Mannheim in Betrieb genommen. Die Stadt zählte um 1930 gemeinsam mit der Schwesterstadt Ludwigshafen, die sich aus der alten Mannheimer Rheinschanze entwickelte, 385.000 Einwohner.
Vom Dritten Reich bis heute
Image:Victoria-Turm in Mannheim.jpg Victoria-Turm_(Mannheim) thumb|[[Victoria-Turm (Mannheim)|Victoria-Turm..html" title="Victoria-Turm.html" title="thumb|[[Victoria-Turm (Mannheim)|Victoria-Turm">thumb|[[Victoria-Turm (Mannheim)|Victoria-Turm.">Victoria-Turm.html" title="thumb|[[Victoria-Turm (Mannheim)|Victoria-Turm">thumb|[[Victoria-Turm (Mannheim)|Victoria-Turm.
Während des Drittes Reich Dritten Reichs wurden fast 2.000 Mannheimer jüdischen Glaubens deportiert, die Stadt im Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe fast völlig zerstört und 1945 von US-Streitkräfte US-Truppen besetzt. Im Pentagon soll es Gerüchten zufolge Pläne gegeben haben, die erste Atombombe auf Mannheim abzuwerfen.
Nur mühsam setzte der Nachkriegszeit Wiederaufbau der Stadt ein. Mannheimer Schloss Schloss und Mannheimer Wasserturm Wasserturm wurden wiederaufgebaut, das Nationaltheater Mannheim Nationaltheater an neuer Stelle errichtet. Die Wohnungsnot führte zur Erschließung zahlreicher neuer Wohngebiete.
1964 wurde das „''Städtische Krankenhaus''“ am Neckar Fakultät der Universität Heidelberg für Klinische Medizin Mannheim. 1967 wurde Mannheim Universität Mannheim Universitätsstadt.
1975 bildete die Bundesgartenschau einen Glanzpunkt in Luisenpark Luisen- und Herzogenriedpark. Eine Reihe baulicher Maßnahmen wurde umgesetzt: der Fernmeldeturm Mannheim Fernmeldeturm und eine zweite Rheinbrücke wurden gebaut, die ''Planken'' wurden zur Fußgängerzone, der neue Mannheimer Rosengarten Rosengarten wurde eingeweiht und der Aerobus schwebte durch Mannheim. Auch in den 1980er und 1990er Jahren wurden eine Reihe von Großprojekten verwirklicht: Planetarium Mannheim Planetarium, Kunsthallenerweiterung, neues Reiß-Museum, Stadthaus, neues Maimarktgelände, Synagoge, Moschee, Landesmuseum für Technik und Arbeit, Carl-Benz-Stadion und Fahrlachtunnel wurden eröffnet.
Wirtschaftlich prägten in der jüngeren Vergangenheit die Abnahme der industriellen Arbeitsplätze Mannheim. Die Stadt versuchte mit der Ausweisung von Gewerbegebieten und der Ansiedlung von Dienstleistungsunternehmen entgegenzuwirken. Paradebeispiel ist der Bau des Victoria-Hochhaus 2001, eines der höchsten Gebäude der Stadt, am Bahngelände.
Im Hinblick auf das 400. Stadtjubiläum 2007 wurden seit 2000 einige städtebauliche Aktivitäten umgesetzt: SAP-Arena mit Anschluss an den neuen Stadtbahnring Ost, Sanierung der Fußgängerzone ''Breite Straße'', komplette Umgestaltung des Alten Messplatzes und die Stadtbahnneubaustrecke Schafweide.
Eingemeindungen
Zwischen 1895 und 1944 wurden mehrere umliegende Ortschaften zu Mannheim Eingemeindung eingemeindet, darunter mit Mannheim-Neckarau Neckarau das damals größte badische Dorf. Bei der großen Gebietsreform Gemeindereform in den 1970ern gab es Pläne Brühl (Baden) Brühl, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen und Ladenburg einzugemeinden. Wegen der großen Proteste nahm man aber davon Abstand und Mannheim war eine der wenigen Städte Baden-Württembergs, die keinen Flächenzuwachs erhielten. Vor der ersten Eingemeindung umfasste das Stadtgebiet 2.384 Hektar:
{| class="prettytable"
|- style="background:#e3e3e3"
! Jahr || Orte || Zuwachs in ha
|-----
| 1895 || Friesenheimer Insel || align="right" | 717
|-----
| 1897 || Käfertal || align="right" | 1.776
|-----
| 1899 || Neckarau || align="right" | 1.575
|-----
| 1910 || Feudenheim || align="right" | 781
|-----
| 1913 || Sandhofen || align="right" | 2.437
|-----
| 1913 || Mannheim-Rheinau Rheinau || align="right" | 959
|-----
| 1929 || Wallstadt || align="right" | 674
|-----
| 1930 || Seckenheim || align="right" | 1.687
|-----
| 1930 || Mannheim-Friedrichsfeld Friedrichsfeld || align="right" | 225
|-----
| 1930 || Mannheim-Kirschgartshausen Kirschgartshausen || align="right" | 483
|-----
| 1930 || Sandtorf || align="right" | 264
|-----
| 1930 || Straßenheim || align="right" | 406
|-----
| 1944 || Gemarkung Rohrhof (zum Teil ) || align="right" | 233
|}
Einwohnerentwicklung
''Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Mannheim''
Die Einwohnerzahl der Stadt Mannheim überschritt 1896 die Grenze von 100.000 und machte sie damit zur Großstadt. 1905 hatte die Stadt über 160.000 Einwohner, bis 1961 verdoppelte sich diese Zahl. 1970 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 333.000 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2005 betrug die „Einwohnerzahl Amtliche Einwohnerzahl“ für Mannheim nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 307.900 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Statistische Landesämter Landesämtern).
Der Anteil von Einwohnern anderer Nationalitäten lag bei 22,5 Prozent. Die größten Gruppen waren nach Angaben der Stadtverwaltung am 31. Dezember 2005: Türken (19.831), Italiener (8.324), Serben (3.550), Polen (3.389), Kroaten (2.780) und Griechen (2.777).
Religionen
Bild:Mannheim-jesuitenkirche.JPG Jesuitenkirche_(Mannheim) thumb|[[Jesuitenkirche (Mannheim)|Jesuitenkirche in A4.html" title="Jesuitenkirche.html" title="thumb|[[Jesuitenkirche (Mannheim)|Jesuitenkirche">thumb|[[Jesuitenkirche (Mannheim)|Jesuitenkirche in A4">Jesuitenkirche.html" title="thumb|[[Jesuitenkirche (Mannheim)|Jesuitenkirche">thumb|[[Jesuitenkirche (Mannheim)|Jesuitenkirche in A4
Die ersten Kirchengebäude Kirchen lassen sich im 8. Jahrhundert in den Vororten Scharhof, Mannheim-Wallstadt Wallstadt und Mannheim-Feudenheim Feudenheim nachweisen. Eine Pfarrei in Mannheim selbst wird erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Sie gehörte zur Bistum Worms Diözese Worms und war dem Sebastian (Heiliger) hl. Sebastian geweiht.
=Protestanten
=
Kurfürst Ottheinrich (Pfalz) Ottheinrich führte mit Mandat vom 4. April 1556 die Reformation lutherischen Bekenntnisses in der Kurpfalz ein, nachdem bereits sein Vorgänger Friedrich II. (Pfalz) Friedrich II. zehn Jahre zuvor ernsthafte Anstrengungen in dieser Richtung unternommen hatte (erste lutherische Abendmahlsfeier in der Heidelberger Heiliggeistkirche am 18. April 1546). Unter Ottheinrichs Nachfolger Friedrich III. (Pfalz) Friedrich III. wechselte die Kurpfalz ab 1561 zum reformierten Bekenntnis Calvinismus calvinistischer Prägung (Heidelberger Katechismus 1563). Die Zeit der Mannheimer Stadtgründung fiel somit in die Phase des kurpfälzischen Reformiertentums, welches der Stadt für lange Zeit eine reformiert-protestantische Prägung verlieh.
1821 wurde im Großherzogtum Baden die Union zwischen Lutheraner lutherischen und Reformation reformierten Gemeinden durchgeführt. Heute gehören alle protestantischen Gemeinden, sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören, zum Kirchenkreis Kirchenbezirk Mannheim innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelische Landeskirche in Baden Evangelischen Landeskirche in Baden. Der Kirchenkreis Nordbaden hat seinen Sitz in Mannheim. 2005 wurde im Stadtteil Mannheim-Waldhof Waldhof die erste Jugendkirche der evangelischen Landeskirche Baden eröffnet.
=Katholiken
=
Nach Gründung der Stadt Mannheim zogen auch Katholische Kirche katholische Gemeindeglieder zu. Die älteste katholische Kirche ist die Pfarrkirche Untere Pfarrei St. Sebastian St. Sebastian am Marktplatz, die 1723 fertig gestellt wurde. 1729 stiftete Kurfürst Karl III. Philipp (Pfalz) Karl Philipp 100.000 Gulden für den Bau der Jesuitenkirche (Mannheim) Jesuitenkirche, die als Hofkirche dienen sollte. Zusammen mit der Liebfrauenkirche (Mannheim) Liebfrauenkirche gehören sie seit 2005 zu einer gemeinsamen Pfarrgemeinde St. Sebastian. Die übrigen 28 römisch-katholischen Gemeinden sind zu 10 Seelsorgeeinheiten zusammengefasst und gehören zum Stadtdekanat Mannheim der Erzdiözese Freiburg.
Daneben gibt es heute in Mannheim weitere christliche Glaubensgemeinschaften, u.a. die Neuapostolische Kirche und eine Freireligiöse Bewegung Freireligiöse Gemeinde, die während der Badische Revolution badischen Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. Die Gemeinde der Alt-Katholische Kirche altkatholischen Kirche ist in der Schlosskirche (Mannheim) Schlosskirche zu Hause.
=Juden
=
Bild:Mannheim-Synagoge.jpg Mannheimer_Synagoge.html" title="thumb thumb|[[Mannheimer Synagoge in F 3.html" title="[[Mannheimer Synagoge">thumb|[[Mannheimer Synagoge in F 3">[[Mannheimer Synagoge">thumb|[[Mannheimer Synagoge in F 3
Die erste Synagoge gab es in Mannheim 1660. Die Kurfürsten förderten insbesondere nach den Stadtzerstörungen im 17. Jahrhundert gezielt die Ansiedlung von Juden mit Steuererleichterungen und dem Privileg der Gewerbefreiheit, um Handel und Handwerk zum Aufschwung zu verhelfen. 1719 waren 10,6% der Bevölkerung jüdisch. Bis 1895 vergrößerte sich die jüdische Gemeinde auf 4.768 Mitglieder. Der übrige Bevölkerungszuwachs war allerdings noch rasanter, so dass nach 1900 der jüdische Anteil nur noch um 3% lag. 1933 lebten in Mannheim 6.402 Juden, die die größte Gemeinde in Baden bildeten. Durch die Repressalien nach der Machtergreifung der Nationalsozialismus Nationalsozialisten gerieten viele Juden bereits früh in Not. Schon 1933 verbot der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei NSDAP-Oberbürgermeister die Auftragsvergabe an jüdische Firmen, wurden an der Handelshochschule jüdische Dozenten beurlaubt, entließ das Nationaltheater jüdische Schauspieler und wurden jüdischen Arzt Ärzten die Kassenzulassung entzogen. Viele Familien emigrierten ins Ausland, insbesondere in die USA. Nach der Verwüstung der drei Mannheimer Synagogen 1939 wurden 1940 fast 2.000 und damit fast alle verbliebenen Juden nach Gurs deportiert. Die meisten wurden von dort in die Konzentrationslager in Polen verschleppt und ermordet. Nach dem Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg kehrten nur wenige Emigration Emigranten nach Mannheim zurück. Die Wiedergründung der jüdischen Gemeinde nach der nationalsozialistischen Verfolgung erfolgte mit nur 120 Mitgliedern. Die neue Synagoge der jüdischen Gemeinde wurde erst 1987 eröffnet. 2005 leben etwa 600 Juden in Mannheim.
(''Zur Geschichte siehe auch: Jüdisches Leben in Mannheim'')
=Muslime
=
Bild:Mannheim-Moschee.jpg Yavuz-Sultan-Selim-Moschee.html" title="thumb thumb|[[Yavuz-Sultan-Selim-Moschee.html" title="thumb|[[Yavuz-Sultan-Selim-Moschee">[[Yavuz-Sultan-Selim-Moschee">thumb|[[Yavuz-Sultan-Selim-Moschee
Mit der zweiten Gastarbeiter-Welle Mitte der 1960er kamen viele Türken und damit erstmals eine nennenswerte Anzahl von Muslimen nach Mannheim. Ihre Zahl stieg bis 2004 auf 20.827 und damit 7 Prozent der Mannheimer Bevölkerung. 1995 wurde daher die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee, die bis dahin größte Moschee Deutschlands, gebaut, die 2.500 Gebetsplätze bietet. 2005 wurde das bereits baufällig gewordene Minarett schlanker und höher neuerrichtet.
Politik
Gemeinderat
Bild:Mannheim-Gemeinderat.jpg thumb|Gemeinderat 2007
Der Gemeinderat hat 48 Sitze und wird in direkter Wahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Nach dem baden-württembergischen Kommunalwahlrecht hat der Wähler die Möglichkeit des Kumulieren Kumulierens und Panaschieren Panaschierens. Nachdem seit dem 2. Weltkrieg die SPD immer die meisten Stimmen erhielt, stellt die CDU seit 1999 die stärkste Fraktion. Die nächste Gemeinderatswahl findet turnusgemäß 2009 statt.
Bei der letzten Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergaben sich folgende Verhältnisse:
{| class="prettytable"
|- style="background:#e3e3e3" align="center"
| colspan="5" | Gemeinderat 2004
|- align="right"
| align="left"| Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU
|| 37,4 % || -7,4 || 19 Sitze || -4
|- align="right"
| align="left"| Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD
|| 32,0 % || -1,9 || 16 Sitze || -1
|- align="right"
| align="left"| Bündnis 90/Die Grünen
|| 11,7 % || +4,2 || 5 Sitze || +2
|- align="right"
| align="left"| Mannheimer Liste
|| 8,6 % || +3,9 || 4 Sitze || +1
|- align="right"
| align="left"| Freie Demokratische Partei FDP
|| 4,2 % || +1,7 || 2 Sitze || +1
|- align="right"
| align="left"| Bunte Liste Mannheim
|| 2,3 % || +2,3 || 1 Sitz || +1
|- align="right"
| align="left"| Linke Liste Mannheim
|| 2,3 % || +2,3 || 1 Sitz || +1
|- align="right"
| align="left"| Andere
|| 1,2 % || -5,1 || 0 Sitze || -1
|- align="center"
| colspan="5" | Wahlbeteiligung 41,4 %
|}
Bürgermeister
An der Spitze der Stadtverwaltung und gleichzeitig Vorsitzender des Gemeinderats ist der Oberbürgermeister. Er wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Der seit 1983 amtierende Oberbürgermeister ist Gerhard Widder (SPD). Die nächste Oberbürgermeisterwahl, bei der der Amtsinhaber nicht mehr antritt, findet am 17. Juni 2007 statt.
Ihm zur Seite gestellt sind ein Erster Bürgermeister (zugleich stellvertretender Oberbürgermeister) und vier weitere Bürgermeister. Sie werden vom Gemeinderat für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt und spiegeln daher parteipolitisch die jeweiligen Mehrheitsverhältnisse zum Zeitpunkt der Wahl wieder. Jeder Bürgermeister führt in der Stadtverwaltung ein Dezernat (zum Beispiel Finanzen, Soziales, Kultur).
Die Stadtoberhäupter seit 1810:
{|
|
*1810-1820: Johann Wilhelm Reinhardt
*1820-1832: Valentin Möhl
*1833-1835: Heinrich Andriano
*1836-1849: Ludwig Jolly
*1849-1852: Friedrich Reiss
*1852-1861: Hans Christian Diffené
*1861-1870: Ludwig Achenbach
*1870-1891: Eduard Moll
*1891-1908: Otto Beck
*1908-1913: Paul Martin (Mannheim) Paul Martin
|
*1914-1928: Theodor Kutzer
*1928-1933: Hermann Heimerich (SPD)
*1933-1945: Carl Renninger (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei NSDAP)
*1945-1948: Josef Braun (Zentrum) Josef Braun (Zentrum)
*1948-1949: Fritz Cahn-Garnier (SPD)
*1949-1955: Hermann Heimerich (SPD)
*1956-1972: Hans Reschke (parteilos)
*1972-1980: Ludwig Ratzel (SPD)
*1980-1983: Wilhelm Varnholt (SPD)
*1983-2007: Gerhard Widder (SPD)
|}
Regionale Gremien
Die Stadt gehört zum Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim, dieser Nachbarschaftsverband erstellt im Auftrag seiner 18 Mitgliedsgemeinden den Flächennutzungsplan (FNP). Er umfasst in Nordbaden ca. 488 km² mit ca. 666 000 Einwohner.
Wappen
Bild:Wappen Mannheim.png thumb|Wappen der Stadt Mannheim
'''Beschreibung''':
In gespaltenem Schild vorn in Gold ein aufrechter roter Doppelhaken (Wolfsangel), hinten in Schwarz der rot bewehrte, rot bezungte und rot gekrönte doppelschwänzige goldene kurpfälzische Löwe. Die Stadtfarben sind Blau-Weiß-Rot.
'''Bedeutung''':
Das Wappen wurde 1896 vom Stadtrat festgelegt und vom badischen Großherzog bestätigt. Die Wolfsangel ist seit dem 17. Jahrhundert auf einem Grenzstein nachweisbar. Es handelt sich wohl um ein Fleckenzeichen. Der Löwe ist das Wappentier der Kurfürsten von der Pfalz, deren Residenzstadt Mannheim ab 1720 war. Beide Wappenbilder tauchen seit dem 18. Jahrhundert in den Siegeln der Stadt auf. Die Stadtfarben sind erst seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlich und deuten auf eine Siegelschnur aus dem Jahr 1613 hin. Die Stadtfarben sind nicht von den Wappenfarben abgeleitet, was völlig unüblich ist.
'''Logo''':
Mannheim im Quadrat:
Anfang 2003 hat sich die Stadtverwaltung zur Außenwerbung ein neues Logo zugelegt. Es zeigt ein rotes Quadrat mit innenliegender Ziffer Zwei in weiß in einer serifenlosen halbfetten Schrift und soll die Quadratur der Straßen der Innenstadt symbolisieren.
Städtepartnerschaften
Mannheim unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
{|
| valign="bottom" |
*Bild:Flag of the United Kingdom.svg 25px Swansea, Vereinigtes Königreich (seit 1957)
*Bild:Flag of France.svg 25px Toulon, Frankreich (seit 1959)
*Bild:Flag of Berlin.svg 25px Berliner Stadtbezirk Berlin-Charlottenburg Charlottenburg (seit 1961)
*Bild:Flag of Canada.svg 25px Windsor (Ontario) Windsor, Kanada (seit 1980)
*Bild:Flag of Saxony.svg 25px Riesa, Sachsen (seit 1988)
| valign="bottom" |
*Bild:Flag of Moldova.svg 25px Chişinău Kischinau (mold. Chişinău), Moldawien (seit 1989)
*Bild:Flag of Poland.svg 25px Bydgoszcz Bromberg (poln. Bydgoszcz), hist. Provinz Posen, Polen (seit 1991)
*Bild:Flag of Lithuania.svg 25px Klaipėda Memel (lit. Klaipėda), Litauen (seit 2002)
*Bild:Flag of the People's Republic of China.svg 25px Zhenjiang, Volksrepublik China (seit 2004)
|}
Konsularische Vertretungen
*Bild:Flag of Italy.svg 25px Italienische Konsulatagentur
*Bild:Flag of France.svg 25px Honorarkonsulat der Französischen Republik
*Bild:Flag of Niger.svg 25px Honorarkonsulat der Republik Niger
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Im Jahr 2004 waren von den 158.021 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 34,6 Prozent im produzierenden Gewerbe, 22,8 Prozent in Handel, Gastgewerbe und Verkehr und 42,2 Prozent im sonstigen Dienstleistungssektor tätig. Die Arbeitslosenrate liegt bei 9,3% (''(Januar 2007)''). Obwohl Mannheim spätestens seit den 1970ern von einem tiefgreifenden Strukturwandel geprägt ist, der gezeichnet ist von einem Abbau von industriellen Arbeitsplätzen und der Zunahme des Dienstleistungssektors, ist die Metallindustrie Metall- und die chemische Industrie immer noch sehr präsent.
Bild:Mercedes benz cito viernheim 100 1795.jpg thumb|Bus aus Mannheimer Produktion
Am stärksten ist die Elektroindustrie Elektro- und Maschinenbauindustrie. Zu den größten Unternehmen zählen DaimlerChrysler (Motoren), EvoBus (Omnibusse), Asea Brown Boveri ABB (Elektro- und Automationstechnik), ALSTOM Alstom (Kraftwerke), Bombardier Transportation (elektrische Ausrüstung von Triebwagen), John Deere (Landmaschinen), Joseph Vögele (Straßenfertiger), Deutz AG Deutz (Motoren), Bopp & Reuther (Sicherheits- und Regelarmaturen), Pepperl+Fuchs (Fabrik- und Prozessautomation), WIMA (Elektronik-Bauelemente) und York (Kältetechnik).
Die chemische Industrie ist vertreten mit Hoffmann-La Roche Roche (Pharma und Diagnostika), Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA Hygiene (Zellulose- und Papierprodukte wie 'Zewa'), Fuchs Petrolub (Schmierstoffe), Unilever (Dove-Seifen), Reckitt Benckiser (Haushaltsreiniger), Phoenix Pharmahandel Phoenix (Pharmahandel) und Deutsche Hutchinson (Gummi-Erzeugnisse).
Der Finanzplatz Mannheim ist nicht mehr führend wie um 1900, hat aber immer noch große Bedeutung insbesondere mit seinen Versicherungsgesellschaft Versicherungsunternehmen. Ihren Hauptsitz in Mannheim haben die Baden-Württembergische Bank BW-Bank, die Produktenbörse, die Mannheimer Versicherung, die Inter Versicherungen und die NRV-Rechtsschutz Neue Rechtsschutz Versicherung. Eine wichtige Zweigniederlassung unterhält weiterhin die SV SparkassenVersicherung.
Die Lebensmittelindustrie Nahrungsmittelbranche wird vertreten durch Südzucker, Birkel Birkel Teigwaren, die Eichbaum-Brauereien, der Schokinag-Schokolade-Industrie Herrmann (Schokoladenhersteller) sowie Bunge Deutschland (Öl- und Getreidesaatverarbeitung).
1987 eröffnete in Mannheim der erste Alnatura Alnatura Super Natur Markt.
Der Bauindustrie gehören Bilfinger Berger und Diringer & Scheidel an, der Informationstechnik IT-Branche Comparex und CEMA, aus dem Bereich Handel ist Bauhaus (Baumarkt) Bauhaus vertreten.
Mit dem Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus (Brockhaus, Duden, Langenscheidt, Meyer) ist ein bedeutender Verlag in Mannheim ansässig.
Die MVV GmbH MVV Energie ist der größte kommunale Energieversorger in Deutschland.
Medien
Bild:Mannheimer fernmeldeturm.jpg Fernmeldeturm_Mannheim thumb|[[Fernmeldeturm Mannheim|Fernmeldeturm.html" title="Fernmeldeturm.html" title="thumb|[[Fernmeldeturm Mannheim|Fernmeldeturm">thumb|[[Fernmeldeturm Mannheim|Fernmeldeturm">Fernmeldeturm.html" title="thumb|[[Fernmeldeturm Mannheim|Fernmeldeturm">thumb|[[Fernmeldeturm Mannheim|Fernmeldeturm
Neben der Mannheimer Tageszeitung Mannheimer Morgen bieten die Ludwigshafener Die Rheinpfalz Rheinpfalz, die Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung und die Bild-Zeitung Bild Rhein-Neckar einen Lokalteil für Mannheim. Hinzu kommen mit wöchentlicher Erscheinungsweise das Sportmagazin ''SportWoche'', der ''Mannheimer Blick am Sonntag'' und das ''Wochenblatt Mannheim'' mit dem Amtsblatt, sowie das monatlich erscheinende Stadtmagazin Meier (Zeitschrift) Meier.
Als regionaler Fernsehsender für das Rhein-Neckar-Dreieck ist das Rhein-Neckar Fernsehen in Mannheim beheimatet. In Mannheim befindet sich auch ein Studio des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird unter anderem das Regionalprogramm ''Kurpfalz-Radio'' ausgestrahlt. Seit 2004 sendet die Europazentrale von American Forces Network AFN ihr Programm von Mannheim-Sandhofen aus, das Lokalprogramm ''AFN Heidelberg'' wird in Mannheim-Seckenheim produziert. Ebenfalls in Mannheim ansässig sind die privaten Hörfunksender big FM, Radio Regenbogen und seit 2006 sunshine live.
Vor Ort dominierend ist die Dr.-Haas-Mediengruppe, der Mannheimer Morgen, Radio Regenbogen und big FM gehören.
Folgende Hörfunksender sind in Mannheim auf Ultrakurzwelle UKW zu empfangen:
* Die Programme des Südwestrundfunks: SWR1 Baden-Württemberg SWR1 BW, SWR1 Rheinland-Pfalz SWR1 RP, SWR2, SWR3, SWR4 Baden-Württemberg SWR4 BW, SWR4 Rheinland-Pfalz SWR4 RP, DASDING
* Die Programme des Hessischer Rundfunk Hessischen Rundfunks
* Die Privatsender: big FM, Hit Radio FFH, Radio Regenbogen, Radio RPR RPR1, sunshine live, Rockland Radio
* Die Lokalsender bermuda.funk und RadioAktiv, die sich die Frequenz teilen
* In schlechterer Qualität die Programme des Bayerischer Rundfunk Bayerischen Rundfunks (BR)
''Mehr dazu unter: Medien im Rhein-Neckar-Dreieck.''
Gerichte
In Mannheim befindet sich mit dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) die Berufungsinstanz für alle Verwaltungsgerichte des Landes.
Des Weiteren verfügt die Stadt über ein Amtsgericht Amts- und ein Landgericht mit Patentrechtskammern, die beide zum Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe gehören, sowie über ein Arbeitsgericht und ein Sozialgericht. Das Landesarbeitsgericht mit Sitz in Stuttgart verfügt über Kammern in Mannheim.
Kliniken
* Universitätsklinikum Mannheim
* Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
* Theresienkrankenhaus
* Diakonie-Krankenhaus Mannheim Diakonie-Krankenhaus
Behörden und Institutionen
In Mannheim ist der Sitz der Geschäftsstelle des Verband Region Rhein-Neckar Verbands Region Rhein-Neckar. Ferner sind hier die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer IHK Rhein-Neckar ansässig, deren Kammerbezirke jeweils die Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie den Rhein-Neckar-Kreis und den Neckar-Odenwald-Kreis umfassen. Zwei große Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben ihren Hauptsitz in Mannheim: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten sowie die Großhandels- und Lagerei-Berufsgenossenschaft. Auch gibt es eine Agentur für Arbeit und zwei Finanzämter. Außerdem ist Mannheim Sitz eines Kirchenbezirks der Evangelische Landeskirche in Baden Evangelischen Landeskirche in Baden und eines Dekanats des Erzbistum Freiburg Erzbistums Freiburg.
Die Justizvollzugsanstalt Mannheim (JVA) ist mit über 800 Haftplätzen die größte im Lande.
Amerikanische Präsenz
Eine Reihe wichtiger Nato- und amerikanischer militärischer Einrichtungen befinden sich in Mannheim, so das Hauptquartier des 5th Signal Command, das Telekommunikationskommando der United States Army in Europa. Folgende Kasernen bilden die US-Garnison Mannheim:
*Funari Barracks (Käfertal) (5th Signal Command headquarters)
*Sullivan Barracks (Käfertal) (7th Signal Brigade headquarters)
*Benjamin Franklin Village (Käfertal) mit der amerikanischen Highschool
*Turley Barracks (Neckarstadt-Ost/Wohlglegen)
*Taylor Barracks (Vogelstang) (2nd Signal Brigade headquarters)
*Spinelli Barracks (Feudenheim)
*Coleman Barracks (Sandhofen) (AFN, U.S. Army Confinement Facility Europe)
*Friedrichsfeld Quartermaster Depot (Friedrichsfeld)
Ob diese Militärische Community bestehen bleibt ist zweifelhaft, nachdem sie im ''U.S. Army Europe's 2004 Announcement'' nicht enthalten war. Die Bedeutung für das Nachkriegsmannheim jedoch war unzweifelhaft enorm. Nicht nur wirtschaftlich und sicherheitspolitisch sondern vor allem im kulturellen Leben der Stadt
Verkehr
= Straße
=
Bild:Mannheim-Strassenverkehr.png thumb|Hauptverkehrsstraßen
Die Agglomeration Mannheim/Ludwigshafen ist von einem Autobahnring mit insgesamt sieben Autobahnkreuzen umgeben. Im Norden und Osten umschließt die Autobahn (Deutschland) Bundesautobahn Bundesautobahn 6 A 6 (Saarbrücken – Nürnberg) das Stadtgebiet, den Autobahnring vervollständigt die linksrheinische Bundesautobahn 61 A 61 im Westen und Süden Ludwigshafens. Im Nordosten Mannheims zweigt die Bundesautobahn 67 A 67 nach Darmstadt und Frankfurt am Main Frankfurt ab, im Osten die Bundesautobahn 656 A 656 nach Heidelberg und die Bundesautobahn 659 A 659 nach Weinheim. Weiter im Osten verläuft parallel die Bundesautobahn 5 A 5 (Frankfurt – Karlsruhe). Durch die Stadt führen die Bundesstraßen Bundesstraße 36 B 36, Bundesstraße 37 B 37, Bundesstraße 38 B 38, Bundesstraße 38a B 38a und Bundesstraße 44 B 44. (''Mehr dazu unter: Straßenverkehr in Mannheim'')
= Schiene / ÖPNV
=
Mannheim ist der größte Eisenbahnknoten in Südwestdeutschland. 2005 hielten im Mannheim Hauptbahnhof Mannheimer Hauptbahnhof täglich 185 Fernverkehrszüge. Über eine Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke besteht seit 1991 eine schnelle und leistungsfähige Verbindung in die Region Stuttgart.
Bild:Riedbahn Mannheim 100 0974.JPG left|thumb|Ein ICE auf der westlichen Riedbahneinführung.
Mit der Neubaustrecke Rhein/Main–Rhein/Neckar ist eine vergleichbare Anbindung an die benachbarte Rhein-Main-Gebiet Rhein-Main-Region in Planung, nachdem bereits seit der Eröffnung der westlichen Einführung der Riedbahn (WER) 1985 von Frankfurt am Main Frankfurt kommende Züge halten können, ohne im Hauptbahnhof wenden zu müssen. Ab 2007 soll die Europäische Hochgeschwindigkeitsverbindung Paris - Frankfurt - Berlin (Rhealys) mit dem TGV durch Mannheim führen.
Der Mannheim Rangierbahnhof Rangierbahnhof ist nach Maschen (Hamburg) der zweitgrößte in Deutschland. 2005 wurden täglich 30 internationale, 60 nationale und 440 regionale Güterzug Güterzüge abgefertigt.
Image:Mannheim10b.jpg thumb|Straßenbahn in der Innenstadt
Seit 2003 fährt die S-Bahn RheinNeckar S-Bahn, die fast den gesamten Rhein-Neckar-Raum erschließt und Linien bis in die Pfalz, den Odenwald und nach Südhessen führt. Alle S-Bahn Linien der S-Bahn RheinNeckar fahren über den Mannheimer Hauptbahnhof. Weitere S-Bahn Stationen sind derzeit Mannheim-Rangierbahnhof, Mannheim-Seckenheim und Mannheim-Friedrichsfeld-Süd.
Den öffentlichen Nahverkehr in Mannheim versorgt seit dem 2. Juni 1878 die Straßenbahn. Elf Stadtbahn- und zahlreiche Buslinien der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH RNV sind heute in Betrieb. Alle öffentlichen Verkehrsmittel können zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Verkehrsverbund Rhein-Neckar Rhein-Neckar (VRN) benutzt werden. Zusätzlich gibt es in Mannheim mit über 50 CarSharing Fahrzeugen ein gut ausgebautes Carsharing-Angebot. Kooperationen des Verkehrsverbundes und der RNV mit Stadtmobil ermöglichen die besonders günstige Nutzung von CarSharing durch Besitzer von Jahrestickets für den ÖPNV.
Das in den 1970ern begonnene U-Bahn-Netz Mannheim-Ludwigshafen wurde bis auf kleine Teilstücke aus Kostengründen nicht realisiert. Die einzige unterirdische Station in Mannheim ist die Haltestelle Dalbergstraße. Die U-Bahn-Planungen wurden mittlerweile eingestellt. ''(Siehe auch: Nahverkehr in Mannheim)''
= Wasser
=
Bild:Mannheim-Hafen-Container.jpg thumb|Containerhafen
Begünstigt durch den Zusammenfluss von Rhein und Neckar ist der Hafen Mannheim Mannheimer Hafen mit einer Fläche von 1.131 ha heute einer der bedeutendsten Binnenhafen Binnenhäfen Europas. 2005 wurden wasserseitig 8,1 Mio t an Gütern umgeschlagen. Knapp 500 Unternehmen mit 20.000 Arbeitsplätzen sind im Hafengebiet angesiedelt.
= Luft
=
Mannheim besitzt neben einem Fliegerhorst Militärflughafen in Mannheim-Sandhofen Sandhofen einen im Stadtteil Mannheim-Neuostheim Neuostheim gelegenen Zivilflughafen, den City-Airport Mannheim (International Air Transport Association IATA-Code: MHG, ICAO-Code: EDFM), der Linienflüge nach Berlin, Hamburg und Saarbrücken anbietet. Der internationale Flughafen Frankfurt liegt 65km nördlich und ist mit dem ICE in 30 Minuten zu erreichen.
Bildung
Vom Mannheimer Schulsystem gingen im 20. Jhdt. wichtige Beiträge zum dt. Bildungswesen aus (Joseph Anton Sickinger, in MA tätiger Schulreformer).
Hochschulen
Bild:Universität Mannheim Haupteingang.jpg Universität Mannheim.html" title="thumb thumb|Eingang der BWL-Fakultät der [[Universität Mannheim.html" title="Eingang der BWL-Fakultät der [[Universität Mannheim">thumb|Eingang der BWL-Fakultät der [[Universität Mannheim">Eingang der BWL-Fakultät der [[Universität Mannheim">thumb|Eingang der BWL-Fakultät der [[Universität Mannheim
Über 24.000 Studenten sind an zehn Hochschulen in Mannheim eingeschrieben:
*Universität Mannheim, 1907 als Handelshochschule gegründet, ist sie seit 1967 Universität. Ihre Wirtschafts- und Sozialwissenschaften belegen in Hochschulrankings regelmäßig Spitzenplätze. Rund 12.500 Studenten sind hier immatrikuliert.
*Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Medizinische Fakultät Mannheim, der Universität Heidelberg angegliedert, mit 800 Studenten.
*Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, gegründet 1978. Der Fachbereich Bundeswehrverwaltung ist in Mannheim angesiedelt. Rund 1.200 Studenten haben sich eingeschrieben.
*Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik, gegründet 1961, ist sie heute die höchste zentrale Bildungseinrichtung der Bundeswehrverwaltung und zuständig für die Laufbahnsausbildung Fachrichtung Wehrtechnik.
*Bundeswehrverwaltungsschule I (Technik), bietet Aus- und Fortbildung für Beamte des technischen Dienstes.
*Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, 2006 aus der Fachhochschule des Bundes hervorgegangen, bietet für 900 Studienplätze Bachelor-Abschlüsse.
*Hochschule Mannheim, ursprünglich 1898 als Ingenieurschule gegründet, seit 1971 Fachhochschule für Technik. Durch die Fusionen 1995 mit der Fachhochschule für Gestaltung und 2006 mit der Fachhochschule für Sozialwesen sind an ihr heute 4.100 Studenten eingeschrieben.
*Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim; Nachfolger der 1762 gegründeten ''Academie de Danse'' und einer 1776 gegründeten privaten Tonschule am Hofe Carl Theodors, hat etwa 600 Studenten.
*Berufsakademie Mannheim, als Modellversuch 1974 gegründet gehört sie mit 4.500 Studenten heute zu den größten drei Berufsakademien nach Baden-Württemberger Modell.
*Popakademie Baden-Württemberg, gegründet 2003, bietet die deutschlandweit einzigartige Institution die Studiengänge ''Musikbusiness'' und ''Popmusikdesign'' an.
*Freie Hochschule für anthroposophische Pädagogik Mannheim, bildet Lehrer nach den anthroposophischen Grundlagen der Waldorfpädagogik aus.
*Akademie für Betriebswirtschaft und Welthandelssprachen (ABW), gegründet 1956, Private Business School in E1
Forschungszentren und Institute
*Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik (IMGB), 1998 von den Universitäten Heidelberg und Mannheim gegründet, ist deutschlandweit eines der renommiertesten Zentren für die Forschung auf den Gebieten Medizin- und Gesundheitsrecht sowie Bioethik.
*Institut für Deutsche Sprache, 1964 gegründet widmet es sich der Sprachforschung.
*Institut für Mittelstandsforschung, erforscht seit 1989 empirisch und interdisziplinär die Entwicklung der mittelständischen Wirtschaft.
*Forschungsgemeinschaft für elektrische Anlagen und Stromwirtschaft e.V., fördert die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Versorgung mit elektrischer Energie.
*Forschungsgruppe Wahlen, erforscht Wählerverhalten und beobachtet gesellschaftliche Trends und Stimmungen.
*Internationales Institut für Berufsbildung Mannheim, untersteht dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
*Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung, zuständig für Grund- und Hauptschulen
*Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung, erforscht seit seiner Gründung 1989 die gesellschaftliche, soziale und politische Entwicklung in Europa.
*Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, arbeitet seit 1991 auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung.
*Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA), beobachtet und analysiert die gesellschaftliche Entwicklung mit sozialen Indikatoren.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Bild:Mannheim Nationaltheater Fassade 2005.jpg thumb|Nationaltheater Mannheim
Das Nationaltheater Mannheim besteht seit 1779 und ist damit die älteste kommunale Bühne in Deutschland. 1782 wurden hier Friedrich Schillers ''Die Räuber'' uraufgeführt. Heute hat das Vierspartentheater eigenen Ensembles für Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Schauspiel, Ballett und das Kinder- und Jugendtheater Schnawwl.
Hinzu kommen mehrere kleinere Bühnen darunter das Oststadt-Theater, das TIG7 (Theater im Quadrat G7), das Theater Oliv, die Freilichtbühne, das Theater31, das Theater ImPuls, die Mannheimer Puppenspiele und die Kleinkunstbühne Klapsmühl' Kleinkunstbühne Klapsmühl'.
Musik
Die Mannheimer Schule war - um 1750 von Johann Stamitz begründet - zunächst ein Musikerkreis am kurpfälzischen Hof. Später verstand man darunter eine ganze Kompositionsschule, die sich vom bis dahin die europäische Tradition prägenden generalbass-dominierten Orchestersatz und dem spätbarocken Pathos abwandte und einen neuen, anmutigeren Stilwandel Stil entwickelte, dessen Harmonik dem Melodieverlauf folgte. Sie leistete damit wesentliche Vorarbeiten zur Entwicklung der Wiener Klassik.
Das Kurpfälzische Kammerorchester wurde 1952 gegründet. Es pflegt die Tradition der Mannheimer Schule, aber auch die Musik der Wiener Schule (Musik) Wiener Schule und der Wiener Klassik.
Die Mannheimer Bläserphilharmonie geht zurück auf das 1987 von Stefan Fritzen gegründete Sinfonische Jugendblasorchester Mannheim.
Die ehemals zahlreich vertretenen Gesangsvereine leiden in jüngster Vergangenheit sehr unter Nachwuchsproblemen. Dafür haben sich viele Gospel-Chöre entwickelt, wie der Celebration Gospel Choir, die Preacherman's Friends, die Rainbow-Gospel-&-Soul-Connection und die Joyful Voices.
In den letzten Jahren hat sich Mannheim aber auch in der Populärmusik einen Namen gemacht. Die Popakademie Baden-Württemberg ist die erste derartige Einrichtung in Deutschland. Erfolgreiche Mannheimer Musiker sind unter anderen Joy Fleming, die Ludwigshafenerin Julia Neigel, Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims, Laith Al-Deen, Wallis Bird sowie die Band Blaues Wunder.
Museen
Bild:Mannheim-Kunsthalle.JPG thumb|Kunsthalle
Die Kunsthalle Mannheim wurde zum 300. Mannheimer Stadtjubiläum 1907 begründet. Ein traditioneller Schwerpunkt der Sammlung ist die deutsche und französische Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die internationalen Skulpturen des 20. Jahrhunderts. Hinzu kommt ein umfangreiches Kupferstichkabinett, eine graphische Sammlung, Plakate, Werkkunst und aus der neueren Zeit Fotografien und Videoinstallationen.
Das Landesmuseum für Technik und Arbeit Baden-Württemberg - 1990 eröffnet - bietet Anschauungsmaterial zur Industrialisierung des deutschen Südwestens. Dazu kommen wechselnde Ausstellungen, so waren die Körperwelten von Gunther von Hagens 1997 erstmals in Europa in Mannheim zu sehen.
Bild:Reiss-Engelhorn-Museen.JPG thumb|Museum D5
Die Reiss-Engelhorn-Museen gehen zurück auf die 1763 gegründete Kurfürstliche Akademie der Wissenschaften. Heute sind unter
einem Dach mehrere Museen und Institutionen vereinigt:
* Museum D5 für Archäologie und Kulturen der Welt
* Museum Zeughaus für Kunst-, Stadt- und Theatergeschichte
* Museum Schillerhaus
* Institut für internationale Kunst- und Kulturgeschichte
* Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (An-Institut der Universität Tübingen)
* Zephyr (im Quadrat C4), ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Fotografie
Des Weiteren finden im Museum D5 wechselnde Sonderausstellungen statt. Themen vergangener Ausstellungen waren beispielsweise die Maya, Pompeji, Frühgeschichte Japans und die Germanen.
Der Mannheimer Kunstverein, der aktuelle und neue Kunst zeigt, besteht seit 1833 und ist einer der ältesteten und größten Kunstvereine.
Die alljährliche Lange Nacht der Museen (gemeinsam mit Heidelberg und Ludwigshafen) gilt nach Berlin als zweitgrößte Veranstaltung dieser Art in Deutschland.
Bauwerke
= Plätze
=
Bild:Mannheim-Wasserturm-2005-06-26.jpg Friedrichsplatz_(Mannheim) thumb|[[Friedrichsplatz (Mannheim)|Friedrichsplatz mit Wasserturm.html" title="Friedrichsplatz.html" title="thumb|[[Friedrichsplatz (Mannheim)|Friedrichsplatz">thumb|[[Friedrichsplatz (Mannheim)|Friedrichsplatz mit Wasserturm">Friedrichsplatz.html" title="thumb|[[Friedrichsplatz (Mannheim)|Friedrichsplatz">thumb|[[Friedrichsplatz (Mannheim)|Friedrichsplatz mit Wasserturm
Der '''Friedrichsplatz (Mannheim) Friedrichsplatz''' liegt im Osten der Innenstadt. In seinem Zentrum steht das Wahrzeichen Mannheims, der 60 Meter hohe Mannheimer Wasserturm Wasserturm. Er wurde 1889 im Neobarock Neubarock-Stil erbaut und wird gekrönt von einer 3,50 Meter großen Statue der Amphitrite (Mythologie) Amphitrite. Der Platz um ihn herum wurde bis 1903 von Bruno Schmitz mit Brunnen, Wasserspielen, Laubgängen und Grünanlagen im Jugendstil gestaltet. Die Wasserspiele werden im Sommer nach Einbruch der Dunkelheit eine Stunde lang illuminiert. Im Winter befindet sich zwischen dem Wasserturm und dem Triton (Mythologie) Tritonenbrunnen ein Weihnachtsmarkt. Das östliche Halbrund des Friedrichsplatzes begrenzen Arkade Arkadenhäuser mit roten Sandsteinfassaden. In der Nord-Süd-Achse des Wasserturms wurden Kunst- und Festhalle errichtet. Die Kunsthalle_Mannheim Kunsthalle - 1907 von Hermann Billing erbaut und 1983 mit einem Erweiterungsbau versehen - korrespondiert mit ihrem roten Sandstein mit der bereits vorhandenen Bebauung am Friedrichsplatz. Der Mannheimer Rosengarten Rosengarten - dessen Name sich von einem alten Gewannnamen ableitet - wurde 1903 als Festhalle eröffnet und beherbergte damals mit dem Nibelungensaal den größten Saal Deutschlands. Heute findet sich dort ein Kongress- und Tagungszentrum.
Bild:Mannheim Paradeplatz Stadthaus N1 2005.jpg left|thumb|Paradeplatz
Vom Friedrichsplatz führt westlich die Fußgängerzone Mannheimer Planken Planken zum zentralen Platz Mannheims dem '''Mannheimer Paradeplatz Paradeplatz'''. Er diente ursprünglich den Kurfürsten für Truppenparaden. Im Zentrum des Platzes befindet sich die Grupello-Pyramide. Sie wurde 1711 von Gabriel de Grupello für Kurfürst Johann Wilhelm (Pfalz) Johann Wilhelm erschaffen und im Düsseldorf Düsseldorfer Schlossgarten aufgestellt. Karl Philipp ließ sie 1743 über den Rhein nach Mannheim bringen. Die Pyramide trägt den Namen ''"Allegorie der herrscherlichen Tugenden"'' und stellt den Triumph der fürstlichen Tugenden dar. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Paradeplatz mit Grünflächen gestaltet, die von sternförmig auf die Grupello-Pyramide zulaufenden Wegen durchtrennt werden. An der Südseite des Platzes erbaute man bis 1746 das alte Kaufhaus, in dem sich zunächst Geschäfte und ab 1909 das Rathaus befanden. Nach der Zerstörung im Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg wurde es nicht wiederaufgebaut, sondern man errichtete bis 1991 das Mannheimer Stadthaus Stadthaus, in dem Geschäfte, die Stadtbibliothek und der Gemeinderat ihren Platz fanden. An den Planken wurde 2003 das Mahnmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Auf dem Glaskubus (Mahnmal in Mannheim) Glaskubus sind in Spiegelschrift die Namen der jüdischen Opfer aus Mannheim angebracht. Der Würfel (Geometrie) Kubus selbst wurde schräg aufgestellt, so dass er auf den Mittelpunkt des Paradeplatzes weist.
Bild:Mannheim_Rathaus_Marktplatz_2005.jpg thumb|Marktplatz
Der '''Marktplatz''' liegt nördlich des Paradeplatzes an der Fußgängerzone ''Breite Straße'' im Zentrum der Unterstadt. In seiner Mitte befindet sich ein Brunnendenkmal aus dem Jahr 1719. Es wurde von Peter van den Branden geschaffen und im Heidelberger Schlossgarten aufgestellt. Kurfürst Karl Theodor (Pfalz) Karl Theodor machte es dann 1767 der Stadt Mannheim zum Geschenk. Die Figuren des Monuments, die ursprünglich die vier Elemente Boden Erde, Wasser, Luft und Feuer symbolisierten, wurden dabei so umgestaltet, dass sie nun eine Allegorie auf Mannheim, Handel, Rhein und Neckar darstellen. An der Südseite des Marktplatzes ist ein barocker Doppelbau, der vermutlich das noch älteste erhaltene Gebäude Mannheims ist: das alte Rathaus und die untere Untere Pfarrei St. Sebastian Pfarrkirche St. Sebastian wurden bis 1713 erbaut. In der Mitte sind beide mit einem Glockenturm verbunden, der in einen mehrfach gestuften Helm mündet. Auf die Funktion weisen die unterschiedlichen Bildhauerei Bildhauerarbeiten an der Fassade hin. Am Alten Rathaus befinden sich Justitia und Atlanten an der Pfarrkirche Pietà Pietas und Engelfiguren. Das Glockenspiel ertönt dreimal täglich.
= Sakralbauten
=
Die Jesuitenkirche (Mannheim) Jesuitenkirche wurde bis 1760 als Hofkirche für die Kurfürsten nach Plänen Alessandro Galli da Bibiena da Bibienas erbaut. Der Kunsthistoriker Georg Dehio Dehio bezeichnete sie als bedeutendste Barockkirche Südwestdeutschlands. Die mächtige Vierungskuppel weist eine Höhe von 75m auf. Die Wandgemälde im Inneren nahm der Münchner Künstler Egid Quirin Asam vor. Der Hochaltar und die sechs Seitenaltäre wurden von Paul Egell Egell und Peter Anton von Verschaffelt Verschaffelt im Spätbarock beziehungsweise Frühklassizismus gestaltet.
Bild:Mannheim_Christuskirche_2005.jpg thumb|Christuskirche
Die Christuskirche (Mannheim) Christuskirche wurde bis 1911 als repräsentativer Sakralbau der evangelischen Kirche in der Oststadt erstellt. Im neubarocken Stil mit Jugendstilelementen erbaut, steht sie auf dem Werderplatz und bildet damit den Endpunkt von drei Sichtachsen. Die Kuppel weist eine Höhe von 65m auf. Den ersten Turmgang umgeben überlebensgroße Statuen der zwölf Apostel. Im Innern findet sich eines der größten Orgelwerke Deutschlands mit 8.600 Pfeifen.
Die Geschichte der neubarocken Konkordienkirche (Mannheim) Konkordienkirche weist zurück bis in das Jahr 1685. Ursprünglich als Doppelkirche für die deutsch und wallonisch reformierten Gemeinden geplant, widerfuhren ihr mehrmals Zerstörungen und Nutzungsänderungen. In ihrer heutigen Form besteht sie seit 1918 mit einer evangelischen Kirche in dem einen und einer Schule in dem anderen Gebäudeteil. Der Kirchturm ist mit 92 Metern der höchste in Mannheim.
Die Mannheimer Synagoge Synagoge wurde 1987 fertiggestellt. Die granitrot gehaltene Fassade des Kubusbaus ist von hohen bleiverglasten Rundbogenfenstern geprägt. Darüber spannt sich eine flache Kuppel. Die beiden Haupteingänge tragen Nachbildungen eines schmiedeeisernen Oberlichtgitters, das von der 1938 zerstörten Hauptsynagoge stammt.
Die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee, erbaut 1995, war bei ihrer Fertigstellung die größte repräsentative Moschee in Deutschland. Die helle Putzfassade wird in der Mitte durch die Auskragung der Gebetsnische betont und ist mit versetzt angeordneten dreieckigen Fenstern gestaltet. Die Stahlbetonstützen des Minaretts wiesen bereits nach kurzer Zeit Risse auf, so dass es 2005 mit 35 Metern etwas höher neugebaut wurde.
= Profanbauten
=
Bild:Mannheim_Schloss.jpg left|thumb|Ehrenhof des Schlosses
Das Mannheimer Schloss Schloss war die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz. 1720-60 erbaut, ist es nach Schloss Versailles Versailles die zweitgrößte geschlossene Barockanlage Europas. Die zur Innenstadt zeigende Schaufront weist eine Länge von 440 Meter auf und ist damit Endpunkt von sieben Parallelstraßen. An der Ausgestaltung waren unter anderen da Bibiena, Egell, Franz Wilhelm Rabaliatti Rabaliatti, Nicolas de Pigage Pigage und Cosmas Damian Asam beteiligt. Im zweiten Weltkrieg völlig zerstört, wurde das Schloss bis 1968 in vereinfachter Form wiederaufgebaut. Bis 2006 wurde das Dach des Corps de Logis in originalgetreuer Form wiederhergestellt, dank einer großzügigen Spende von Hasso Plattner.
Seit April 2007 bietet das Mannheimer Schloss mit seinem neu eröffneten Schlossmuseum wieder Einblick in das Leben im Barock und Empire. Im Krieg zerstörte Räume wurden rekonstruiert, um hochwertigen Ausstellungsstücken eine Kulisse zu bieten. Der Besucher erhält Einblick in das Leben der pfälzischen Kurfürsten (besonders Carl-Theodor) und der badischen Prinzessin Stéphanie von Baden, einer adoptierten Tochter des französischen Kaisers Napoléon I.
Das Zeughaus (Mannheim) Zeughaus stammt aus dem Jahr 1779. Es wurde von Peter Anton von Verschaffelt im klassizistischen Stil erbaut. Seit 1918 beherbergte es die Sammlungen von Carl Reiß, seit 1956 war es Sitz des Reiß-Museums. Bis 2007 wird das Gebäude aufwändig renoviert.
Bild:Neckarhochhäuser_Mannheim.jpg thumb|Die Neckarhochhäuser, umstrittenes Symbol Mannheims.
Ebenfalls nach Plänen von Verschaffelt wurde bis 1788 das klassizistische Palais Bretzenheim errichtet, das Kurfürst Karl Theodor seiner Mätresse und ihren Kindern schenkte. 1899 wurde das Gebäude Sitz der Rheinische Hypothekenbank, seit 2004 wird es vom Amtsgericht Mannheim genutzt.
Der Fernmeldeturm Mannheim Fernmeldeturm ist mit 212,8 Metern das höchste Gebäude der Stadt. Er wurde nach Plänen von | |