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Lungern

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{{Infobox Ort in der Schweiz| NAME_ORT = Lungern| GEMEINDEART = Gemeinde| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Lungern.png| BILDPFAD_WAPPEN = Lungern-coat of arms.svg| PIXEL = 100px| KANTON = Obwalden| ISO=CH-OW| BEZIRK = (Obwalden kennt keine Bezirke)| BFS = 1405| PLZ = 6078| CH-X=182067| CH-Y=655060| HÖHE = 715| FLÄCHE = 44.99| EINWOHNER = 1970| STAND_EINWOHNER = 31. November 2005| WEBSITE = www.lungern.ch| }} '''Lungern''' ist eine politische Gemeinde des Kanton (Schweiz) Kantons Kanton Obwalden Obwalden in der Schweiz und liegt auf 750 m.ü.M. am gleichnamigen See und am Fusse des Brünig Brünigpasses.

Geografie
Bild:Lungern.jpg thumb|240px|left Lungern liegt im obersten Teil des Kanton (Schweiz) Kantons Kanton Obwalden Obwalden auf 750 m.ü.M. am gleichnamigen See und am Fusse des Brünig Brünigpasses. Als höchst gelegenes Dorf im Sarneraatal liegt es in einem Talkessel, der nur gegen Norden offen ist und auf den übrigen Seiten von steilen, bewaldeten Hängen und Felsen eingeschlossen wird. Der Gemeindebann erstreckt sich über eine Fläche von 4633 ha, wovon 684 ha Wies- und Ackerland, 1920 ha Weidland und 1597 ha Wald sind, währendem 291 ha unproduktive Fläche bilden.

Gliederung
Das Dorf gliedert sich in drei Bezirke. Am nördlichen Ende des Sees liegt auf den angrenzenden Hügelzügen Kaiserstuhl-Bürglen, währenddessen sich der eigentliche Dorfkern am östlichen Seeufer angesiedelt hat. Der Weiler Obsee schliesst am südlichen Seeufer an und darf als der noch besterhaltenste Teil des alten Dorfes bezeichnet werden. Hier finden sich noch alte Häuser in ihrer ursprünglichen Anordnung.

Geschichte
Der erste urkundlich Nachweis findet sich für Lungern im Jahre 1275 in einem Steuerrodel des Bistums Konstanz. Einzelfunde aus dem Mesolithikum, aus der Bronzezeit Bronze- und Römerzeit belegen die prähistorische Besiedlung sowie die Begehung der Route über den Brünigpass.

Tieferlegung des Lungernsees
Zur Landgewinnung entschloss sich die Bevölkerung von Lungern gegen Ende des 18. Jahrhunderts ihren See tieferzulegen. Dies stellte kein leichtes Unterfangen dar, das auch keineswegs nur Befürworter hinter sich scharrte. Das Unternehmen spaltete die Dorfbevölkerung in zwei Parteien, nämlich "diä Nasse und diä Trochenä". Was für die einen utopisch und undurchführbar, war für die anderen ein notwendiger Akt zur Verbesserung der Lebensbedingungen. Bild:Lungern2.jpg thumb|250px Nachdem Messungen ergeben hatten, dass durch die Absenkung des Sees um 35m ungefähr 180 ha Weidland gewonnen werden könnte, liess man die für die Landesregierung erforderlichen Gutachten erstellen. Im Jahr 1790 konnte mit den eigentlich Bauarbeiten begonnen werden. Politische Unruhen, Geldmangel und konfessionelle Spannungen verzögerten das ganze Vorhaben. Am 9. Januar 1836 erfolgte die letzte Sprengung am 410m langen Kanal durch den Felsen, der das Seebecken an seinem Nordende bei Bürglen abschloss. Damit wurde der Seespiegel um 35m gesenkt und dadurch neues Weidland gewonnen. Fast ein Jahrhundert später kauft die CKW (Central-schweizerische Kraftwerke in Luzern) den ganzen See mit dem Boden und den damals bestehenden Häusern sowie einer kleinen Sägerei. Zur damaligen Zeit standen zirka 12 Wohnhäuser im Seeboden und verschiedene gut erhaltene Häuser wurden damals abgebrochen und später wieder in der Gemeinde Lungern aufgebaut. Zum Betreiben des Kraftwerkes am Lungernsee haben die CKW den See im Jahre 1926/1927 wieder aufgeflutet. Seit 1982 betreibt das Elektrizitätswerk Kanton Obwalden Obwalden das Kraftwerk Lungerersee.

Wappen
Ursprünglich hatte die Gemeinde Lungern ein blaues Wappen mit einem silbernen (weissen) geradarmigem Tatzenkreuz. Anfangs des 19. Jahrhunderts empfand man das alte Wappen als sehr einfach und man beschloss in Mailand ein neues Wappen (Mailänderli) in Auftrag zu geben. Ein Künstler von Mailand entwarf ein Fantasiewappen ohne jeglichen Bezug zur Gemeinde Lungern. An der Maiengemeinde im Jahre 1952 beschlossen die Lungerer, das alte Wappen wieder als Gemeindewappen anzuerkennen.

Wichtige Ereignisse
{| class="prettytable" |1275 |erster urkundlicher Nachweis für Lungern |- |1861 |Bau der alten Brünigstrasse |- |1886 |erste Postkutsche über den Brünig |- |1888 |letzte Postkutsche über den Brünig |- |1888 |Eröffnung der Strasse von Brienz nach Alpnachstad |- |1887 |Überschwemmung des Eibachs, welche die alte Kirche mitriss |- |1893 |Segnung der neu-erbauten Neo-Gothischen Kirche |- |1922 |Bau des Elektrizitätswerk |- |1942 |elektrische Eisenbahn über den Brünig |}

Bevölkerung und Wirtschaft
Die Gemeinde Lungern zählt 1950 Einwohner per 31. Dezember 2005. Die Bevölkerung hat seit längerer Zeit weder zu- noch abgenommen, sodass eine Überalterung eingetreten ist resp. bereits besteht. Von der gesamten Bevölkerung in Lungern sind 19.82% im AHV-Alter, während der Kantonsdurchschnitt bei 12% liegt. Auf Grund der bestehenden beschränkten Arbeitsmöglichkeiten wird dieser Anteil in Zukunft noch steigen. Die Bevölkerung setzt sich wie folgt zusammen {| class="prettytable" |Gemeindebürger |1320 |67.7% |- |CH-Bürger |519 |26.6% |- |Ausländer |111 |5.7% |} Bild:lungern-volklore.jpg thumb|300px In wirtschaftlicher Hinsicht sind die Land- und Forstwirtschaft sowie das Holzgewerbe vorherrschend. Es ergibt sich folgende Aufteilung der erwerbstätigen Personen {| class="prettytable" |24% |Land- und Forstwirtschaft |- |40% |Handwerker |- |13% |Kaufmännische Betriebe und Lehrpersonal |- |12% |Selbstständigerwerbende |- |11% |Haus- und Hotelangestellte |}

Landwirtschaft in Lungern
Rechte, Pflichten und Nutzen von Alpen, Wald und Gartenteil sind seit jeher im "Einig" (Wurfordnung) und in der Waldverordnung geregelt. Die Bewirtschaftung der Alpen während dem Sommermonaten war immer schon von existenzieller Bedeutung, da Tal- und Hangliegenschaften nicht ausreichen um das Vieh ganzjährig zu ernähren. Während im Tal das Heu eingebracht wird und so die Scheunen mit Wintervorrat gefüllt werden, ziehen die Bauern mit ihren Kühen und Rindern auf die Alpen. Die Voralpen werden ca. anfangs Juni bestossen, nach einigen Wochen ziehen die Älpler auf die Hochalpen und Mitte August wiederum zurück auf die Voralpen um anschliessend ins Tal zurückzukehren.

Kultur und Freizeit


Kirchen
Die katholische Pfarrkirche in Lungern steht an einer erhöhten Stelle, da der Schrecken tief sass, von der Überschwemmung im Jahre 1887 und der damit verbundenen fast vollständigen Zerstörung der alten Kirche. Die Kirche ist ein Werk von Architekt Josef Tugginger aus dem Elsass. Sie ist im neogotisch neogotischen Stil kathedralenartig erbaut. Die Bauausführungen erfolgten in den Jahren 1891/93. Die neue Kirche wurde an Allerheiligen im Jahre 1893 von Bischof Johannes Fidelis Battaglia von Chur zu Ehren des heiligen Herz-Jesu sowie der heiligen Katharina und des heiligen Beat (Vorname) Beats eingeweiht. Von der alten Barock barocken Kirche aus dem 14. Jahrhundert ist bedingt durch das Unwetter nur noch ein Turm stehen geblieben am nördlichen Dorfeingang.

Freizeit
*Skiregion auf 2011 m.ü.M. [http://www.panoramawelt.ch Panoramawelt Lungern Schönbüel] *Unterirdische Schiessanlage [http://www.bruenigindoor.ch Brünig Indoor]

Verkehr
Die Strasse verbindet Lungern mit den Nachbargemeinden Giswil und Meiringen. Die Arbeiten für einen Umfahrungstunnel für das Dorf sind im Gange und sollten bis 2018 fertig werden. Ebenfalls ist Lungern mittels der Zentralbahn erreichbar. Für den Aufstieg auf den Brünig sowie für den Abstieg von Kaiserstuhl nach Giswil braucht die Bahn Zahnradunterstützung.

Weblinks

- Offizielle Website der Gemeinde Lungern
- Tourismus Lungern *{{HLS|744}} {{Navigationsleiste Kanton Obwalden}} Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Obwalden Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Wintersportgebiet in der Schweiz en:Lungern es:Lungern fr:Lungern it:Lungern lmo:Lungern nl:Lungern pt:Lungern ro:Lungern

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