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Lippe (Fluss)
*** Shopping-Tipp: Lippe (Fluss)
{{Infobox Fluss
|NAME = Lippe
|BILD = LippePanorama.jpg
|BILDBESCHREIBUNG = Die Lippe bei Lünen
|LAGE = Nordrhein-Westfalen
|LÄNGE = 255 km
|QUELLE = In Bad Lippspringe
|QUELLHÖHE = {{Höhe|134|DE-NN|link=true}}
|MÜNDUNG = Bei Wesel in den Rhein
|MÜNDUNGSHÖHE = {{Höhe|20|DE-NN|link=true}}
|HÖHENUNTERSCHIED = 114 m
|EINZUGSGEBIET = 4.882 km²
|EINWOHNER IM EINZUGSGEBIET = 1.874.000
|ABFLUSSMENGE = 23 m³/s
|GROSSSTÄDTE = Paderborn, Hamm
|MITTELSTÄDTE = Lippstadt, Lünen, Marl, Dorsten, Wesel
|KLEINSTÄDTE = Bad Lippspringe
|RECHTE NEBENFLÜSSE = Glenne, Stever
|LINKE NEBENFLÜSSE = Pader, Alme (Fluss) Alme, Heder, Ahse, Seseke
|SCHIFFBAR =
}}
Bild:bl-lippequelle.jpg thumb|Die Lippequelle in Bad Lippspringe, rechts die Burg
Bild:bl-lippequelle-odins-auge.jpg thumb|Odins Auge, das markante Merkmal der Lippequelle
Bild:Lippe bei bergkamen.jpg thumb|Lippe zwischen Werne und Bergkamen
Bild:Lippe Luftaufnahme.jpg thumb|Die Lippe westlich von Lünen, Luftaufnahme
Die '''Lippe''' ist ein 255 km langer, rechter Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen mit einem Einzugsgebiet von 4.881,8 km². Am Pegel Hamm weist die Lippe einen mittleren Abfluss von 23 m³/s auf.
Flusslauf
Die Lippe entspringt als Karstquelle am Westhang des Eggegebirges innerhalb des Stadtgebiets von Bad Lippspringe. Von dort aus fließt sie in südwestlicher Richtung nach Paderborn, wo sie das Wasser der Pader und der Alme (Fluss) Alme aufnimmt. Beim Paderborner Stadtteil Sande (Westfalen) Sande wurde das Wasser des Flusses seit 1989 zum Lippesee gestaut, wird jedoch seit 2005 zwecks Renaturierung zum größten Teil in der Lippesee#Lippeseeumflut Lippeseeumflut um den See herumgeführt. Von dort aus fließt die Lippe durch den südlichen Teil der Westfälische Bucht Westfälischen Bucht und darin in westlicher Richtung durch Lippstadt; kurz danach mündet die von Norden kommende Glenne ein. Anschließend erreicht sie Lippetal und Hamm, wo ihr die Ahse zufließt. Danach gelangt sie an den Südrand des Münsterlands, wo sie den Grenzfluss zwischen Werne und Bergkamen bildet. Sie fließt dann durch Lünen, wo sie das Wasser der Seseke aufnimmt, und vorbei an Waltrop, Selm, Datteln, Olfen und Haltern, wo ihr die Stever zufließt. Nach Marl, Dorsten und Hünxe mündet sie schließlich bei Wesel in den Rhein.
Parallel zur Lippe verlaufen von Paderborn bis Lippstadt der Boker-Heide-Kanal, ein bedeutendes technisches Kulturdenkmal Westfalens, sowie von Hamm-Uentrop durch Bergkamen und Lünen bis Datteln der Datteln-Hamm-Kanal und von dort bis zur Mündung der Wesel-Datteln-Kanal.
Der Radfernweg Römerroute führt in weiten Teilen an der der Lippe entlang.
Lippeschifffahrt
Die Geschichte der Lippeschifffahrt reicht mindestens bis in die Römerzeit zurück, denn bereits die Römer nutzten den Fluss, um ihre Güter mit Hilfe kleiner Schiffe zu transportieren. In späterer Zeit konnte sich die Lippeschifffahrt nicht recht entwickeln, da zahlreiche Mühlen und Sandbänke sowie die Zollschranken die Schifffahrt behinderten. Als jedoch 1815 Westfalen an Preußen fiel und die Lippe auf ihrer gesamten Länge preußisch wurde, konnten Pläne zur Schiffbarmachung realisiert und die Schifffahrt ohne Zollschranken wirtschaftlich durchgeführt werden. Der Fluss wurde durch den Bau von Schleusen und Umgehungskanälen ausgebaut und war ab 1826 durchgängig bis Lippstadt schiffbar. Transportiert wurden insbesondere Salz, Getreide, Eisenerz, Steine und Holz. Die Fahrt von Hamm nach Wesel dauerte vier Tage, von Hamm nach Lippstadt einen Tag. Pferde auf „Treidelpfaden“ zogen die Frachtkähne flussaufwärts. In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts befuhr das erste Dampfboot die Lippe. Der Boom in der Lippeschifffahrt dauerte jedoch nur kurze Zeit, da der Wassertransport nach dem Bau der Eisenbahn im ausgehenden 19. Jahrhundert kaum noch wirtschaftlich zu betreiben war.
Wasserregulierung und industrielle Nutzung
Bei Hamm dient die Lippe zur Wasserregulierung des westdeutschen Kanalnetzes. An der dortigen Schiffsschleuse Schleuse befindet sich eine 18 Meter breite Wehranlage in der Lippe, durch die das Lippewasser im natürlichen Gefälle in den Datteln-Hamm-Kanal geleitet werden kann.
Das Wasser der Lippe wird ferner von einigen Kraftwerken, u. a. dem Gersteinwerk, zur Kühlung genutzt. Hierdurch erhöht sich die Wassertemperatur weit über das natürliche Maß hinaus. In heißen Sommern werden gezielt Kraftwerksblöcke abgeschaltet, um eine weitere Erhöhung der Wassertemperatur zu verhindern, weil dies zu einer Gefährdung der in der Lippe lebenden Fische führen würde.
Für den Hochwasserschutz und die Gewässerunterhaltung sind der Wasserverband Obere Lippe in Büren und der Lippeverband in Essen zuständig.
Weblinks
- Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) im Teileinzugsgebiet Lippe
- Gewässersteckbrief
- Offizielle Webseite des Lippeverbandes
- Die Lippe und ihre Aue – historische Entwicklung, Landschaft und Besiedlung
{{Commons|Lippe}}
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