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Liechtenstein-Kastelkorn

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Das mährische Adelsgeschlecht '''Liechtenstein-Kastelkorn''' (auch: ''Lichtenstein-Kastelkorn''), stammte ursprünglich aus Trient. Ihr Stammschloss war in Leifers bei Bozen.

Paul von Li(e)chtenstein, Freiherr von Castelcorn
Er entstammte einer Trienter Familie von Ministerialbeamten und wurde um 1460 geboren. Sein Vater Balthasar († 1478) stand in Diensten des Bischofs von Bistum Trient Trient und des Erzherzogs Siegmund (Tirol) Sigismund von Tirol. Seine Mutter war Dorothea Fuchs von Fuchsberg. Paul war mit Barbara von Schrofenstein verheiratet und hatte einen Sohn. 1482 trat er in die Dienste des Erzherzogs Sigismund ein und wurde 1489 Hofmarschall. In dieser Position wurde er von Maximilian I. (HRR) Maximilian I. übernommen, dessen besonderes Vertrauen er gewann und der ihm bald die Verwaltung seiner Finanzen übertrug. Dabei verstand er es, eine allzu große Verschuldung der Erbländer zu verhindern. 1499 wurde er mit ''Castelcorno'' bei Rovereto belehnt, von dem der Namenszusatz ''Kastelkorn'' abgeleitet ist. 1502 erwarb er Schloss und Herrschaft Schenna bei Meran und baute es zum Familiensitz aus, und 1505 erhielt er die Hauptmannschaft Rattenberg (Tirol) Rattenberg am Inn als Pfandschaft. Im gleichen Jahr erhielt er den Orden vom Goldenen Vlies und wurde 1506 vom Kaiser zum Ritter geschlagen. Obwohl es wegen der kaiserlichen Ausgabenpolitik zu schweren Verstimmungen kam, hatte er bis zuletzt die Verantwortung über die Finanzen. Er starb 1513 in Augsburg, wohin er zu Verhandlungen mit den Fuggern gereist war und wurde in Bozen bestattet.

Weitere Persönlichkeiten
Image:Olomouc_Wurmova_13.jpg right|thumb|200px|Karl II. von Liechtenstein-Kastelkorn - [[Wappen (ober Wappen) in Olomouc (Olmütz).]] * ''Rudolf Philipp von Liechtenstein-Kastelkorn'' war mit Klara Freiin Vintler von Schloss Runkelstein Runkelstein verheiratet. Als kaiserlicher General hatte er im Oktober 1622 die Grafschaft Glatz erobert, wo er kaiserlicher Statthalter und Landeshauptmann wurde und wo ihm ab 1625 die konfiszierten Güter Kunzendorf, Heinzendorf, Altlomnitz, Gabersdorf und das Richtergut in Rothwaltersdorf gehörten. 1634 tauschte der die Glatzer Güter gegen Krumbach (Schwaben) Krumbach in Schwaben. Rudolf Philipps Brüder: ** ''Christoph Paul Graf von Liechtenstein-Kastelkorn'' war kaiserlicher Kämmerer und Erblandhofmeister im Elsaß. Seit 1623 gehörte ihm in Mähren die Burg PernÅ¡tejn Burg Pernstein und später auch die Herrschaft Blauda. 1643 wurde er Landeshauptmann der Markgrafschaft Mähren. ** ''Johann Christoph von Liechtenstein-Kastelkorn'' war 1624-1643 Bischof von Bistum Chiemsee Chiemsee. ** ''Konstantin von Liechtenstein-Kastelkorn'' war 1612-1635 Domherr in Erzbistum Salzburg Salzburg. * Rudolf Philipps Sohn Karl II. von Liechtenstein-Kastelkorn (1623-1695) war Bischof von Erzbistum Olmütz Olmütz. * ''Franz von Liechtenstein-Kastelkorn'', verh. mit Katharina, geb. Freiin von Pawlowska, war Kaiserlicher Geheimer Rat. Deren Sohn * Jakob Ernst von Liechtenstein-Kastelkorn war Bischof von Diözese Graz-Seckau Seckau, Fürstbischof von Olmütz und Erzbischof von Erzbistum Salzburg Salzburg. * ''Christoph Philipp Graf von Liechtenstein'' heiratete Barbara, Gräfin von Slawata. Nach dem Tod des letzten Slawata erbten die Liechtenstein-Kastelkorn einen Teil ihrer Ländereien. * ''Max von Liechtenstein-Kastelkorn'' erbte Besitzungen im Elsass; erhielt 1640 das mährische Inkolat und 1663 den Grafentitel. * ''Franz Karl von Liechtenstein Kastelkorn'' vergrößerte das Familiengut um den Großhof PohoÅ™elice. Er starb 1706. Die Vormundschaft über seine zwölf Kinder und die Verwaltung des Vermögens übernahm sein Bruder. * ''Maximilian Adam von Liechtenstein-Kastelkorn'' war Kanoniker, Domherr in Olmütz und Salzburg sowie Propst in Brünn. Er starb 1709 und seine vier Söhne Philipp Paul, Jakob Ernst, Maximilian Rudolf und Thomas Josef wurden als Erben eingesetzt. Es folgte eine gemeinsame Verwaltung des Vermögens, das erst 1724 auf die Söhne aufgeteilt werden konnte. * ''Maximilian Rudolf von Liechtenstein-Kastelkorn'' erhielt 1724 Malenovice mit Teèovice, Lhotka, Louka, Bohuslavice und Lhota. Er starb 1739; sein Vermögen erbten seine Brüder Jakob Ernst und Thomas Josef. 1740 überließ Thomas Josef seinen Anteil dem Bruder Jakob Ernst. * ''Franz Anton von Liechtenstein-Kastelkorn'' († 1761) war das letzte Mitglied dieses Familienzweiges. Er erhielt nach Erbstreitigkeiten 1712 die Herrschaft TelÄ?, die er dem Alois von Podstatský von Prusinowitz mit der Bedingung vererbte, dass Name und Wappen der Liechtenstein-Kastelkorn mit denen der Podstatský-Prusinowitz verbunden werden.

Besitzungen in Mähren
* Blauda Bludov * Želetava Bítovanky * Borovná * Krumpisch (''ChromeÄ?''), Bezirk Mährisch Schönberg * Kunžak Königseck (''Kunžak''), Bezirk okres JindÅ™ichův Hradec Neuhaus * Krasonice * Burg Malenovice Malenovice * PohoÅ™elice Pohrlitz * Burg PernÅ¡tejn Pernstein * Slavìtice * Studená * TelÄ? Teltsch * Slavonice Zlabings * Zdeňkov

Literatur
* Joachim Bahlcke u. a.: Handbuch der historischen Stätten ''Böhmen und Mähren''; Stuttgart 1998; ISBN 3-520-32901-8 * Neue Deutsche Biographie, Bd. XIV, S. (''zu Paul'') * Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder, Bd. 2, S. 446-447, ISBN 3-486-52551-4 (''zu Jakob Ernst und Karl II.'') * Denkwürdige Männer aus und in der Grafschaft Glatz; in: Vierteljahrsschrift für Geschichte und Heimatskunde der Grafschaft Glatz, S. 231 (''zu Rudolf Philipp und Karl II.'') * Erwin Gatz: Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches, Bd. 3, S. 275-277, ISBN 3-428-06763-0

Weblinks
[http://www.geschichte-tirol.com/burgenschlosser/sudtirol/liechtenstein-1303.html Burg Liechtenstein bei Leifers] Kategorie:Österreichisches Adelsgeschlecht Liechtenstein-Kastelkorn Kategorie:Mährisches Adelsgeschlecht Liechtenstein-Kastelkorn Kategorie:Tschechische Geschichte Liechtenstein-Kastelkorn, Adelsgeschlecht Kategorie:Mähren Liechtenstein-Kastelkorn, Adelsgeschlecht Kategorie:Böhmen Liechtenstein-Kastelkorn, Adelsgeschlecht

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