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Leopoldstadt
*** Shopping-Tipp: Leopoldstadt
Kategorie:Wiener Gemeindebezirk
lb:Category:Leopoldstadt
{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" align="right" style="margin-left:1em; background:#e3e3e3;"
! colspan="2" | 2. Wiener Gemeindebezirk
|- bgcolor="#FFFFFF"
! Wappen
! Karte
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| Bild:Wien Wappen Leopoldstadt.png 100px||Bild:Kartewien2.png 200px
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| Name: || Leopoldstadt
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| Fläche: .html">Quadratkilometer km²
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| Einwohner: || 90.914 ''(Volkszählung 2001)''
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| Bevölkerungsdichte: || 4717,9 Einwohner je km²
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| Postleitzahl: || 1020
|---- bgcolor="#FFFFFF" valign="top"
| Adresse des Bezirksamtes: || Karmelitergasse 9 1020 Wien
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| Offizielle Website: || [http://www.wien.gv.at/leopoldstadt/ www.wien.gv.at/leopoldstadt]
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| E-Mail-Adresse: || [mailto:post@b02.magwien.gv.at post@b02.magwien.gv.at]
|-
! colspan="2" | Politik
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| Bezirksvorsteher || Gerhard Kubik (SPÖ)
|---- bgcolor="#FFFFFF"
| Bezirksvertretung (60 Bezirksräte)|| SPÖ 30, Die Grünen (Österreich) Grüne 12 ÖVP 9, FPÖ 8, KPÖ 1
|}
'''Leopoldstadt''' ist der 2. Wiener Wiener Gemeindebezirke Gemeindebezirk.
Geographie
Der 2. Bezirk liegt auf einer Insel zwischen Donau und Donaukanal. Den größten Teil des Bezirkes nimmt der Wiener Prater Prater ein.
Bezirksteile
Die Leopoldstadt ist aus den Ortschaften Leopoldstadt (Wiener Bezirksteil) Leopoldstadt, Jägerzeile und Zwischenbrücken (gehört heute teilweise zur Brigittenau) zusammengewachsen. Daneben gibt es im volkstümlichen Verständnis auch abgrenzbare Viertel mit eigenem Charakter, etwa das Karmeliterviertel, das Stuwerviertel oder das Pratercottage.
Geschichte
Die Besiedlung der Leopoldstadt erfolgte relativ spät, da der größte Teil dieses Gebietes ein Auwald war, der von vielen Donauarmen durchzogen wurde.
Die Besiedlung begann um 1450 im so genannten ''Unteren Werd'' (''werd'' mittelhochdeutsch für ''Insel''). Von hier aus entwickelte sich die Besiedlung später nach Norden und 1614 ließen sich hier die Barmherzige Brüder Barmherzigen Brüder nieder, 1623 die Karmeliter.
1569 gab Kaiser Maximilian II. (HRR) Maximilian II. Gründe südlich der Praterstraße (damals Jägerzeile genannt) für seine Hofjäger frei, da sich hier der Weg zum Wiener Prater Prater befand, der kaiserliches Jagdrevier war. Daraus entwickelte sich die Vorstadt ''Jägerzeile''.
Im Unteren Werd wurde 1625 ein Ghetto angelegt, um die Juden aus der Innere Stadt (Wien) Inneren Stadt entfernen zu können. 1669/1670 70 wurden die Juden indessen auch hier von Leopold I. (HRR) Leopold I. vertrieben. Allerdings kehrten sie später immer wieder hierher zurück, auch nach den noch folgenden Repressionen. Daher leitet sich der Spitzname ''Matze Mazzesinsel'' für dieses Gebiet ab. Noch im 20. Jahrhundert bis zum Holocaust machte die jüdische Bevölkerung einen beträchtlichen Teil der Einwohner des 2. Bezirks aus. Die Grenzziehung durch das Karmeliterkloster ist heute noch anhand eines kurzen historischen Mauerteils zwischen der Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt#K Karmelitergasse und der Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt#T Tandelmarktgasse sichtbar (jeweils sichtbar in den Innenhöfen von Tandelmarktgasse 8 und Karmelitergasse 24).
1670 legte Kaiser Leopold I. nach der Demolierung der erst ein paar Jahre vorher errichteten Synagoge auf dem Grundstück den Grundstein für eine Kirche, seit dieser Zeit ist der Name ''Leopoldstadt'' in Gebrauch. Diesen relativ kleinen Teil der Leopoldstadt bezeichnet man heute als das Karmeliterviertel, dessen lebendiges Zentrum der Karmelitermarkt ist.
Kaiser Joseph II. (HRR) Joseph II. machte 1766 den Wiener Prater Prater der Allgemeinheit zugänglich, 1775 den Augarten, in dessen "Josefsstöckel" (einem einfachen Bauwerk) er gern den Sommer verbrachte. 1839 entstand beim Praterstern der Nordbahnhof für die 1837 im ersten Teilstück (Floridsdorf - Deutsch-Wagram) eröffnete Nordbahn, die erste Dampfeisenbahnlinie der Donaumonarchie (sie verband Wien mit den Industriegebieten in Mähren und Schlesien).
1850 wurden Leopoldstadt, Jägerzeile, der Prater und einige andere Gemeinden als 2. Bezirk, Leopoldstadt, nach Wien eingemeindet. 1858 wurde die neue Synagoge Tempelgasse eröffnet. Nach der Wiener Donauregulierung 1870-1875 siedelten sich am Donauufer neben dem Wiener Häfen Stromhafen auch zahlreiche Industriebetriebe an. Im Zuge des Uferausbaues wurde auch der Erzherzog Karl-Platz errichtet, der seit 1956 ''Mexikoplatz'' heißt. (''Siehe Anschluss (Österreich) Anschluss''). 1873 wurde im Prater die Wiener Weltausstellung abgehalten (ihr zentrales Bauwerk, die Rotunde, brannte 1937 ab). 1897 wurde beim Praterstern das Riesenrad eröffnet, bald Wahrzeichen der Leopoldstadt und ganz Wiens.
Die Leopoldstadt war zum bei weitem einwohnerreichsten Bezirk des damaligen (sich nur auf das rechte Donauufer erstreckenden) Wien geworden. Daher wurde 1900 der Nordteil als 20. Bezirk Brigittenau abgetrennt. 1928-1931 wurde das Prater-Stadion (heute: ''Ernst-Happel-Stadion'') erbaut, das bis zu 92.000 Besucher/innen fasste (heute rd. 50.000).
1938 verlor der Bezirk den Stadtteil ''Kaisermühlen'', seit der Donauregulierung am linken Donauufer, an den 21. (heute: 22.) Bezirk. Der 1938 einsetzende Terror gegen jüdische Wiener veränderte die Bevölkerungsstruktur des Bezirks stark. Mitte April 1945 vertrieb die Rote Armee die letzten NS-Truppen; bis 1955 gehörte der Bezirk zur sowjetischen Zone Wiens.
Auch in den Jahren nach dem Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg hatte der 2. Bezirk die Rolle, einen Kontrast zur vornehmen "City" darzustellen. Die Sozialstruktur ist überwiegend kleinbürgerlich und es gibt einen hohen Migrantenanteil. Seit Mitte der 1990er-Jahre gibt es auch jüdische Immigration, vor allem aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, wodurch an die jüdische Tradition des Bezirks angeknüpft wird - wenn auch in viel kleinerem Maßstab.
Bild:Donaukanal-schwedenplatz.jpg thumb|250px|Teil des 2. Bezirks gesehen vom Donaukanal
Bild:Donaukanal-schwedenplatz2.jpg thumb|250px|Stadtbild gesehen vom Schwedenplatz aus
Wesentliche Impulse brachte die Verlängerung der U-Bahn Wien U-Bahn, die den Bezirk 1979 erreichte. Auch heutzutage gibt es einige Projekt, die Attraktivität des Bezirks zu erhöhen, die ebenfalls mit der U-Bahn zusammenhängen: die U2 soll bis 2008 zu Stadion verlängert werden. 2004 wurde ein Teil des komplett neu errichteten Messegeländes eröffnet. Damit zusammen hängt auch die Diskussion um das Wien-Nordbahnhof Nordbahnhofgelände, das verbaut werden soll, da der dortige Frachtenbahnhof von den ÖBB kaum noch genützt wird.
Auch entlang des Donaukanals soll die Gegend aufgewertet werden, zumal der Kanal selbst attraktiver gemacht werden soll. Jedenfalls sind am Kanalufer in den letzten Jahren einige neue Bauten entstanden, zum Teil mit spektakulärem Aussehen, wie dem UNIQA-Hauptgebäude.
2001 wurde das ''Bezirksgericht Leopoldstadt'' gegründet, das auch für die Brigittenau (20. Bezirk) zuständig ist.
Sport
Im Prater befinden sich das ''Ernst-Happel-Stadion'', in dem das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft 2008 ausgetragen werden wird, das Dusika-''Radstadion'' und das ''Stadionbad'', das auch für internationale Wettbewerbe
verwendet wird. Der Pferdesport hat hier Tradition: in den Praterauen liegen die ''Trabrennbahn'' Krieau und die ''Galopprennbahn'' Freudenau.
Zwischen Reichs- und Praterbrücke befindet sich die ''Marina'' Wien.
'''Vereine:''' SC Hakoah Wien, Vienna Cricket and Football-Club, Wiener AC
Verkehr
Wichtigster Verkehrsknotenpunkt ist der Praterstern, von dessen Kreisverkehr 5 Hauptstraßen ausgehen. Der Platz nimmt aus der Vogelperspektive die Form eines Sterns an. Hier befindet sich ein wichtiger Bahnhof für den Öffentlicher Personennahverkehr Lokalverkehr. Früher befand sich hier der Wien-Nordbahnhof Nordbahnhof, der in der Österreich-Ungarn Monarchie der wichtigste und prunkvollste Bahnhof Wiens war. (Die S-Bahn-Station Wien Nord soll in Wien-Praterstern umbenannt werden). Die Bahnlinie (und die auf ihr verkehrende S-Bahn Wien Schnellbahn) durchquert den nördlichen Teil des Bezirks in Längsrichtung und biegt nach dem Praterstern Richtung Donaukanal und Landstraße (Wien) 3. Bezirk ab. Eine weitere Bahnstrecke verläuft entlang der Donau (Donauuferbahn) und erschließt den Wiener Hafen. Derzeit besteht auf dieser Strecke im Bereich des 2. Bezirks kein Personenverkehr. Im Bereich des Praters quert die Österreichische Ostbahn Ostbahn die Leopoldstadt.
Die großen Straßenverbindungen durchqueren den langgestreckten 2. Bezirk annähernd rechtwinkelig (Praterstraße – Praterstern – Lassallestraße – Reichsbrücke Richtung Deutsch-Wagram sowie im Bereich des Praters die Autobahn A23 Wiener Südosttangente). Die in Längsrichtung verlaufenden Straßenzüge haben nur lokale Bedeutung. Auch die U-Bahn Wien U-Bahnlinie U1, die ebenfalls den Praterstern berührt, quert den Bezirk. Die derzeit nach Nordosten verlängerte U-Bahnlinie U2 wird den Bezirk diagnonal durchschneiden und am Praterstern mit U1 und Schnellbahn sowie Straßenbahn- und Autobuslinien verknüpft werden. Weiters wird sie bis 2008 das Messezentrum und das Stadion erreichen, in der Folge über eine neue Donaubrücke Stadlau im 22. Bezirk.
Politik
Bezirksvorstehung
{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0" align="right" style="margin-left:1em;"
|---- bgcolor="#CCCCCC"
! colspan="2" |Bezirksvorsteher seit 1945
|---- bgcolor="#FFFFFF"
|Hermann Nieser (SPÖ) ||IV/1945-V/1945
|---- bgcolor="#FFFFFF"
|Heinrich Hackenberg (SPÖ) ||V/1945-VII/1945
|---- bgcolor="#FFFFFF"
|Josef Vunetich (SPÖ)|| VII/1945-1946
|---- bgcolor="#FFFFFF"
|Emil Mayer (SPÖ) ||1946-1949
|---- bgcolor="#FFFFFF"
|Hubert Hladej (SPÖ) ||1949-1977
|---- bgcolor="#FFFFFF"
|Rudolf Bednar (SPÖ)|| 1977-1984
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|Heinz Weißmann (SPÖ)|| 1984-1999
|---- bgcolor="#FFFFFF"
|Gerhard Kubik (SPÖ) ||1999-
|}
Seit Jahrzehnten dominiert die SPÖ den Bezirk Leopoldstadt. Bis in die 90er Jahre lag ihr Stimmenanteil um die absolute Mehrheit. Durch den rasanten Aufstieg der FPÖ in den 90er Jahren verlor die SPÖ aber massiv Stimmen an das rechte Spektrum. 1996 erreichte die FPÖ mit 29,51% ihren Spitzenwert, die SPÖ rutschte gleichzeitig unter die 40% Marke. Die in der Leopoldstadt traditionell schwache ÖVP erreichte gar nur noch 13,54% der Stimmen. Bei den Bezirksvertretungswahlen 2001 kehrte sich der Trend um. Die SPÖ profitierte von den schweren Verlusten der FPÖ und erreichte 46,66%, die FPÖ verlor beinahe 10% und kam auf 19,81%. Während die ÖVP mit 13,90% kaum zulegen konnte, überflügelten die Grünen erstmals die ÖVP im Bezirk und kamen auf 15,51%. Die Grünen (Österreich) Die Grünen profitierten dabei auch vom Niedergang des LIF, das nur noch ein Mandat erreichte. Bei den Wahlen am 23. Oktober 2005 schafften die Grünen den Sprung auf Platz 2. Die FPÖ verlor stark, das LIF verlor sein Mandat. Dafür konnte die KPÖ mit einem Mandat in die Bezirksvertretung einziehen, was ihr auch im Nachbarbezirk Landstraße (Wien) Landstraße gelang.
Wappen
Das Bezirkswappen der Leopoldstadt setzt sich aus drei Teilen zusammen, die die ehemaligen selbständigen Gemeinden symbolisieren, aus denen der Bezirks gebildet wurde. Der Leopold III. (Österreich) Heilige Leopold im linken oberen Teil symbolisiert den Bezirk Leopoldstadt. Er ist in einen blauen Rock und einen roten, hermelinbesetzten Mantel gekleidet, auf dem Kopf trägt er den österreichischen Herzogshut. In den Händen hält er den Niederösterreich niederösterreichischen Banner und ein Kirchenmodell, das die Patronanz über die Leopoldstädter Pfarrkirche symbolisiert. Der rechte obere Wappenteil steht für den Bezirksteil Jägerzeile. Er zeigt den silbernen Hubertushirsch auf einer grünen Wiese. Der Hirsch trägt ein zwölfendiges, goldenes Geweih in dessen Mitte ein goldenes Kreuz herausragt. Als Symbol der Jagd steht der Hirsch für die frühere Bedeutung des Gebietes als Jagdgebiet. Der untere Wappenteil steht für den Bezirksteil Zwischenbrücken. Er zeigt eine rote Zunge auf silbernem Hintergrund, umgeben von einem goldenen Heiligenschein, der mit fünf fünfstrahligen goldenen Sternen besetzt ist. Das Wappen symbolisiert dabei den Heiligen Johannes Nepomuk, den Patron der Brücken und steht für das ursprünglich dem Donaustrom und dem mittleren Donauarm gelegene Gebiet, das "zwischen den Brücken" lag.
Wirtschaft
Bild:Wiener_Riesenrad_DSC02378.JPG thumb|250px|Riesenrad
Bild:Prater vom Riesenrad.jpg thumb|250px|Volksprater
Bild:Rennplatz_Freudenau.jpg thumb|250px|Galopprennplatz Freudenau
Am südöstlichen Ende des 2. Wiener Gemeindebezirke Gemeindebezirks liegt Wiens Donauhafen. Hier werden alle Art von Gütern über LKW, Waggon und Schiff umgeschlagen.
Zwischen Donau und Wiener Prater Prater liegt das Messe Wien Wiener Messegelände, auf dem technische Fachmessen ebenso veranstaltet werden wie stark frequentierte Publikumsmessen (Urlaub, Auto, Bauen & Wohnen, Unterhaltungsmedien).
Persönlichkeiten
*Alfred Bader
*Basilio Calafati
*Carl Djerassi
*Bernd Fasching
*Viktor Frankl
*Theodor Herzl
*Lise Meitner
*Johann Nestroy
*Jura Soyfer
*Ursula Stenzel
*Johann Strauß (Sohn)
*Johann Strauß (Vater)
*Billy Wilder
Sehenswürdigkeiten
*Wiener Prater Prater
**Riesenrad
**Lusthaus (Wien) Lusthaus
**Liliputbahn
**Planetarium
*Augarten
**Porzellanmanufaktur Augarten
**Wiener Sängerknaben
**Atelier Augarten
**Gustinus Ambrosi-Museum
*Augartenbrücke
*landwirtschaftliche Produktenbörse, heute Odeon-Theater
*Leopoldskirche
*Wilhelm von Tegetthoff Tegetthoff-Denkmal
*Kriminalmuseum
*Bezirksmuseum Leopoldstadt
Siehe auch
*Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt
Literatur
* Christine Klusacek - Kurt Wimmer, ''Leopoldstadt. Eine Insel mitten in der Stadt'' (Wien: Mohl, 1978).
Weblinks
- Die Leopoldstadt auf Wien.gv.at
- Planungen im Bereich Prater/Nordbahnhof
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Kategorie:Wiener Gemeindebezirk
Kategorie:Leopoldstadt
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