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Leibwache
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Eine '''Leibwache''' oder '''Leibgarde''' besteht aus einem oder mehreren '''Leibwächtern''' und ist für den Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit bestimmter Personen verantwortlich – oft rund um die Uhr. Aufgrund der hohen Personalkosten haben in der Regel nur wohlhabende, bedeutende oder unmittelbar bedrohte Personen (Politiker, Wirtschaftsführer, Star (Person) Stars, Kronzeugen, Mafiabosse) eine Leibwache.
Sprachlich konkurriert der Begriff ''"Leibwächter"'' im Deutsche_Sprache Deutschen heutzutage mit dem ''Anglizismus '''"Bodyguard"''' ''.
Die Leibwache in der Geschichte
Bild:CIMG3656_oesterr_bheer_gd-k.jpg thumb|Gardekompanie
Historisch gesehen ist eine Leibwache eine Formation (Militär) Truppe, die für den unmittelbaren Schutz des Herrschers bestimmt war. Die Leibwache war schon im Altertum bekannt, so hatten beispielsweise die Perser (Volk) Perserkönige die ''10 000 Unsterblichen'' als eine auserlesene Gardetruppe. Auch Philipp II. (Makedonien) Philipp von Mazedonien und sein Sohn Alexander der Große schufen sich aus den Söhnen des Landadels eine berittene Leibgarde (Somatophylaken). Dabei spielte jedoch nicht nur die Schutzfunktion dieser Wächter für ihre Herren eine Rolle. Genauso wichtig war im umgekehrten Fall der Aspekt der Leibwächter als Geiseln. Dadurch, dass ihre Söhne in der Leibgarde des Herrschers Dienst taten waren auch die kleineren Fürsten unter dessen Kontrolle - ein gutes Mittel gegen plötzliche Aufstände. Im republikanischen Rom hatten die Befehlshaber des Heeres die ''Cohors praetoria'' als Leibwache, die sich später zum Prätorianerkorps entwickelte. Die römischen Kaiser schufen sich eine besondere Leibgarde, die ''Custodes corporis'', die aus Germanen bestand. Auch die Leibwache der byzantinischen Kaiser bestand traditionell aus ausländischen heidnischen Söldner (Byzanz) Söldnern wie Waräger, Kumanen oder Petschenegen, die selber keinen Anspruch auf den Thron erheben konnten.
Im Osmanisches Reich Osmanischen Kaiserreich waren die Janitscharen lange Zeit Leibgarden. Im Mittelalter waren Leibwachen die einzigen stehenden Truppen eines Fürsten und wurden oft gegen unbotmäßige Vasallen eingesetzt.
Vor 1918 hatten im deutschen Sprachraum nur die Herrscher von Österreich-Ungarn und Bayern besondere Leibgarden. Während der Zeit des Nationalsozialismus hieß die Leibwache von Adolf Hitler "Leibstandarte Adolf Hitler" und war Teil der Schutzstaffel SS.
Leibwachen im alten Sinne gibt es heute nicht mehr. Man spricht jetzt von '''Personenschutz''', der für hochrangige Personen aus der Politik vom Bundeskriminalamt (Deutschland) Bundeskriminalamt (Sicherungsgruppe) gestellt wird.
Siehe auch
Garde
Literatur
*G. von Alten: ''Handbuch für Heer und Flotte.'' Band 5, Berlin 1913
Weblinks
*{{Wiktionary|Leibwächter}}
- BodyGuard
- Personenschutz beim BKA
Kategorie:Sicherheit
en:Bodyguard
es:Guardaespaldas
fi:Henkivartija
fr:Garde du corps
it:Guardia del corpo
ja:親衛隊
nl:Lijfwacht
ru:Телохранитель
sv:Livvakt
*** Shopping-Tipp: Leibwache
[Der Artikel zu Leibwache stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Leibwache zu editieren.
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