W i l l k o m m e n   b e i   [ www.mauspfeil.com ]
 
 







          

 

Wörterbuch der Bedeutung
<<Zurück
Bitte wählen Sie einen Buchstaben:
A, Ä | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O, Ö | P | Q | R | S | T | U, Ü | V | W | X | Y | Z | 0-9

Suchen:

(Groß-/Kleinschreibung wird nicht unterschieden)

Shopping-Bestseller-Suche:   
 Klicken Sie hier, um zur Shopping-Mall zu gelangen

Google


Lehnwort

*** Shopping-Tipp: Lehnwort

Ein '''Lehnwort''' ist das Ergebnis einer sprachlichen Entlehnung, bei der ein Wort aus einer Sprache (Gebersprache, Quellsprache) in eine andere Sprache (Nehmersprache, Zielsprache) übernommen wird. Die Gebersprache ist bei Entlehnungen nicht notwendig diejenige Sprache, in der das Wort ursprünglich entstand (Ursprungssprache), sondern sie kann auch eine vermittelnde Sprache (Vermittlersprache) sein. Ein Wort kann mehrmals, zu verschiedenen Zeiten und auch aus verschiedenen vermittelnden Gebersprachen in eine Sprache übernommen werden und in ihr dann auch in verschiedenen Bedeutungen, Lautungen und Schreibungen auftreten. Die Bestimmung der Herkunft von Wörtern ist Sache der Etymologie, mit den Motiven, Gründen und Auslösern von Entlehnungen âˆ’ und Bezeichnungswandel allgemein âˆ’ beschäftigen sich die Onomasiologie und die Sprachwandelforschung.

Abgrenzung und Lehnwörter im weiteren Sinn


Lehnwort und Erbwort
Der Gegenbegriff zu Lehnwort ist Erbwort. Von einem Erbwort spricht man dann, wenn das Wort aus einer älteren oder der ältesten rekonstruierbaren Entwicklungsstufe der untersuchten Sprache stammt. Die Anwendung des Begriffs hängt allerdings vom Untersuchungszeitraum ab und setzt eine zureichende Kenntnis der Wortgeschichte voraus. So kann zum Beispiel ein Wort wie ''Pfalz'' (Wohngebäude eines mittelalterlichen Fürsten), das sich aus dem Neuhochdeutschen über das Mittelhochdeutsche bis ins Althochdeutsche (''phalanza'') zurückverfolgen lässt, gegenüber mittelhochdeutschen und neuhochdeutschen Entlehnungen aus anderen Sprachen als Erbwort erscheinen, obwohl es in althochdeutscher Zeit aus Vulgärlatein vulgärlateinisch ''palancia'' (< ''palatium'') übernommen wurde und insofern im Deutschen nicht weniger ein Lehnwort ist als die vom gleichen lateinischen Wortstamm abstammenden, jüngeren Lehnwörter ''Palast'' (aus mhd. ''pallas'', altfranzösisch ''palais'') oder ''Palais'' (Fremdwort aus neufrz. ''palais'').

Lehnwort und Fremdwort
Von einem Lehnwort im engeren Sinn spricht man dann, wenn das übernommene Wort in seiner Flexion, Lautung und Schreibung an den Sprachgebrauch der Nehmersprache angepasst wird. Zu den Lehnwörtern im weiteren Sinn zählen auch die Fremdwort Fremdwörter, bei denen eine solche Anpassung nicht oder in geringerem Maße erfolgt und die fremde Herkunft des Wortes vergleichsweise deutlicher kenntlich bleibt. Der Übergang zwischen Lehnwörtern im engeren Sinn und Fremdwörtern ist fließend, eine eindeutige Abgrenzung oft nicht möglich. Ein recht klares Beispiel: ''chic'' wäre als Fremdwort, ''schick'' als Lehnwort im engeren Sinn zu charakterisieren.

Lehnprägung
Bei einem Lehnwort im engeren Sinn und einem Fremdwort wird der fremde Wortkörper mit seiner Bedeutung oder einem Teil dieser Bedeutung übernommen. Man spricht hierbei von ''lexikalischer'' Entlehnung. Hiervon abzugrenzen, wenn auch den Lehnwörtern in einem weiteren Sinn oft zugerechnet, ist die nur ''semantische'' Entlehnung oder Lehnprägung (frz. und engl. ''calque''), bei der mit den sprachlichen Mitteln der Nehmersprache, aber ohne Übernahme des Lautkörpers, eine Bedeutung aus der Gebersprache übernommen wird, und zwar in Form einer Lehnbedeutung oder Lehnbildung.

= Lehnbedeutung
= Bei einer ''Lehnbedeutung'' wird die Bedeutung eines fremden Wortes übernommen und auf ein einheimisches Wort übertragen. Das gotische ''daupjan'' mit der Grundbedeutung ''untertauchen'' bekam unter dem Einfluss des griechischen ''baptizein'' die Bedeutung ''jemanden durch Untertauchen zum Christen machen'' (Taufe taufen), und das deutsche Wort ''schneiden'' erhielt von der englischen Redewendung ''to cut a person'' die Zusatzbedeutung ''jemanden absichtlich nicht kennen''; s. Begriffsübernahme.

= Lehnbildung
= Als Lehnbildung bezeichnet man die Bildung eines neuen Wortes im Rückgriff auf vorhandene Wörter oder Wortstämme der Nehmersprache. Der Unterschied zur Lehnbedeutung besteht darin, dass bei der Lehnbildung ein neues Wort oder eine neue Wortzusammensetzung entsteht. Man unterscheidet folgende Arten der Lehnbildung: * die Lehnübersetzung, bei der ein meist zusammengesetztes fremdes Wort Glied für Glied übersetzt wird: Beispiele sind Großvater von französisch ''grand-père'', oder ''Flutlicht'' von englisch ''flood light''. * die Lehnübertragung, bei der die fremden Bestandteile nur teilweise oder mit einer Bedeutungsveränderung übersetzt werden, z.B. ''Wolkenkratzer'' als im Bestandteil "Wolken-" Metonymie metonymisch verschobene Übertragung von englisch ''skyscraper'' (wörtlich "Himmelskratzer"), oder ''Fernsprecher'' für ''Telephon'' (Fern-Klang). * die Lehnschöpfung, bei der ein Wort ohne Rücksicht auf besondere Bedeutungsnuancen des fremden Wortes relativ frei neu gebildet wird, in der Regel zur Ersetzung eines bereits existierenden Fremdwortes, z.B. ''Hochschule'' für ''Universität'', ''Kraftwagen'' für ''Automobil'', ''Umwelt'' für ''Milieu''.

Scheinentlehnung
Einen Sonderfall bildet die Scheinentlehnung, bei der ein Wort oder Fremdwort aus Bestandteilen der Gebersprache neu gebildet wird, das in dieser Gebersprache selbst so nicht existiert oder eine andere Bedeutung hat, z.B. ''Friseur'' (frz. ''coiffeur''), Handy (engl. ''mobile phone''), Smoking (engl. ''dinner jacket''). Sofern dabei auf in der Nehmersprache bereits vorhandene Fremdwörter zurückgegriffen wird, kann man Scheinentlehnungen auch als Lehnprägungen (Lehnschöpfungen) einstufen.

Entlehnungen in der deutschen Sprache nach ihrem Ursprung


Australische Sprachen (arealer Sprachbund)
:Hier sind Wörter aufgelistet, die aus der Englische Sprache englischen Sprache in die deutsche gelangt sind, jedoch ihren Ursprung in den Sprachen der australischen Ureinwohner (Aborigine Aborigines) haben. Siehe auch: Australisches Englisch – Bumerang – Känguru – Koala

Indische Sprachen (arealer Sprachbund)
:Siehe Liste deutscher Wörter aus dem Indischen

Skandinavische Sprachen (arealer Sprachbund) – Skandinavismus
:Fjord – Geysir – Hummer – Knäckebrot – Ombudsmann – Rentier – Ski – Slalom – Troll (Mythologie) Troll – Vielfraß

Iranische Sprachen – Iranismus
:Absinth – Algorithmus – Babuschen – Baldachin – Balkon – Basar – Kapern – Karawane – Kaviar – Khaki – Kiosk – Magie – Magier – Orange (Frucht) Orange – Paradies – Pascha – Pistazie – Pyjama – Rochade – Schach – Schal – Scheck – Tambour – Tasse – Trabant – Tulpe – Jasmin

Slawische Sprachen – Slawismus
:Blinse (sächsisch) – Karst – Kren (Austriazismus) – Kukuruz (Austriazismus) – Petschaft – Quark (Lebensmittel) – Ranzen – Vampir – Sauerkirsche Weichsel (Austriazismus) – Wodka

Arabische Sprache – Arabismus
:Siehe Liste deutscher Wörter aus dem Arabischen

Nahuatl (Aztekische Sprache) – Aztekismus
:Chili – Kojote – Ozelot – Schokolade – Tomate

Chinesische Sprache – Sinismus
:Siehe Liste deutscher Wörter aus dem Chinesischen

Englische Sprache – Anglizismus


= aus Großbritannien
= :clever – Film – Keks – Streik

= aus den USA – Amerikanismus
= :'''Anmerkung: Uneindeutig – welche Wörter entstammen nun (nicht) ursprünglich aus dem Irischen?''' :Bob – lynchen ursprünglich aus dem Irischen, ebenso wie Boykott – Quiz – Tanker

Ewenkische Sprache
:Schamane

Finnische Sprache – Fennizismus
:Sauna

Französische Sprache – Gallizismus
:*Siehe Liste von Gallizismen Liste deutscher Wörter aus dem Französischen :*Bistro (evtl. aus dem Russische Sprache Russischen)

Griechische Sprache – Gräzismus
:*Siehe Liste von Gräzismen Liste deutscher Wörter aus dem Griechischen :*Achtung: Viele der Ausdrücke in dieser Liste sind nur '''indirekte''' Lehnwörter aus dem Griechischen, denn :** es handelt sich um Wörter, die zwar ursprünglich aus dem Griechischen stammen, dann aber in eine andere Sprache übergingen und nachgewiesenermaßen erst von dort aus ins Deutsche entlehnt wurden; :** es handelt sich um in der Neuzeit in modernen Sprachen aus griechischem Wortmaterial zusammengesetzte Bildungen, die im Griechischen in dieser Form nie existiert haben – auch wenn sie teilweise heute in die neugriechische Sprache zurückübernommen worden sind.

Hebräische Sprache – Hebraismus
:Siehe Liste deutscher Wörter aus dem Hebräischen

Inuktitut
:Iglu – Kajak – Kanu – Anorak

Italienische Sprache – Italianismus
:Alarm – Antenne – Kreditinstitut Bank – Bankrott – Bilanz – Fango – Fumarole – Ghetto – Gorgonzola (Käse) Gorgonzola – Graffiti – Kanone – Kapital – Kartoffel – Kasse – Korridor – Kredit – Konto – Lava – Makkaroni – Marzipan – Melanzane (Austriazismus) – Melone – Mole – Mortadella – Mozzarella – Muskat – Netto – Parmesan – Peperoni – Pistazie – Pizza – Portogebühr Porto – Prokura – Rest – Ribisel (Austriazismus) – Risiko – Salami – Salto (Sprung) Salto – Solfatare – Spagat – Spaghetti – Zitrone – Zucchini sowie eine Vielzahl von Wörtern aus der Musik: Alt (Stimmlage) Alt – Bass – Dur – Forte – Intermezzo – Mezzosopran – Moll (Musik) Moll – Piano – Sopran – Tenor

Japanische Sprache – Japanismus
:Siehe Liste deutscher Wörter aus dem Japanischen

Jiddische Sprache – Jiddismus
:Mauschelei, Schlemihl, Stetl, Tacheles :siehe Liste deutscher Wörter aus dem Hebräischen Liste deutscher Wörter aus dem Jiddischen

Lateinische Sprache – Latinismus
:*Siehe Liste von Latinismen Liste deutscher Wörter aus dem Lateinischen :*Achtung: Es gilt sinngemäß dieselbe Einschränkung wie bei den Gräzismen.

Niederländische Sprache – Niederlandismus
:Auster – Boss – Korfball – Matrose – Matjes – Abstecher – Stillleben – bugsieren

Polnische Sprache – Polonismus
:Dalli! (Aussage für schnell, vom polnischen Wort "dalej") – Penunze – Jauche – Mottek (im Ruhrdeutsch Ruhrdeutschen) – Matka (im Ruhrdeutsch Ruhrdeutschen) – Ogonek – Kalesche – Grenze – Gurke – Peitsche – Pintsch (in Ostösterreich) – Rzeczpospolita – Säbel – Sejm – Solidarnosc – Stieglitz (und andere Vogelarten) – Szlachta – Wojewodschaft

Polynesische Sprachen
:Aloha – Tätowierung Tattoo – Tabu

Portugiesische Sprache – Lusitanismus
:Kannibale – Bacalhau – Chourico – Peixe

Russische Sprache – Russizismus
:*Siehe Liste deutscher Wörter aus dem Russischen :*:Kategorie:Russisches Wort

Slowakische Sprache – Slowakismus
:Brimsen (österreichischer Sprachgebrauch)

Slowenische Sprache – Slowenismus
:Jause

Spanische Sprache – Hispanismus
:Siehe Liste von Hispanismen Liste deutscher Wörter aus dem Spanischen

Tschechische Sprache – Bohemismus
:Pistole – Trabant – Buchtel (Austriazismus) – Kolatsche (Austriazismus) – Powidl (Austriazismus) – Roboter – Polka – Tuchent (Austriazismus)

Türkische Sprache – Turzismus
:Aga – Döner – Janitschar – Joghurt – Kefir – Kelim – Kiosk - Pascha

Ungarische Sprache – Hungarismus
:Dolmetscher – Gulasch – Husaren Husar – Kutsche – Palatschinken – Paprika – Tokajer – Tollpatsch

Entlehnungen aus der Deutsche Sprache deutschen Sprache in anderen Sprachen - Germanismus
Der Begriff für deutsche Wörter, die in einer anderen Sprache als Lehnwort oder Fremdwort integriert wurden, ist Germanismus. Eine umfangreiche Liste von Germanismen findet sich in der Liste deutscher Wörter in anderen Sprachen. Viele Germanismen sind dargestellt in *Andrea Stiberc: ''Sauerkraut, Weltschmerz, Kindergarten und Co. Deutsche Wörter in der Welt.'' Herder, Freiburg/ Basel/ Wien 1999. ISBN 3-451-04701-2 Der Deutscher Sprachrat Deutscher Sprachrat sammelte 2006 in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für deutsche Sprache und dem Goethe-Institut in einer internationalen Ausschreibung "''Ausgewanderte Wörter''" die interessantesten Beiträge weltweit. Eine Auswahl ist veröffentlicht in: *Jutta Limbach: ''Ausgewanderte Wörter''. München: Hueber, ISBN-13 978-3191078911

Literatur
In vielen Untersuchungen werden sowohl Lehn- als auch Fremdwörter behandelt. Siehe daher Literatur unter Fremdwort und unter den oben angeführten Stichwörtern (Gallizismus, Latinismus, etc.). Zu den Begriffen: Hadumod Bußmann: ''Lexikon der Sprachwissenschaft''. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. ISBN 3-520-45203-0 Kategorie:Sprachvermischung Kategorie:Wort Kategorie:Lehnwort ! bg:Чуждици da:LÃ¥neord el:Δάνειο (γλώσσα) en:Loanword fa:وام‌واژه fi:Lainasana fr:Emprunt lexical hr:PosuÄ‘enice hu:Jövevényszó id:Kata pungut it:Prestito linguistico ja:外æ?¥èªž jbo:fu'ivla lt:Skolinys nl:Leenwoord nn:LÃ¥nord pl:Zapożyczenia jÄ™zykowe pt:Empréstimo (linguística) ru:ЗаимÑ?твование sl:Prevzeta beseda sv:LÃ¥nord zh:外æ?¥è¯­ Kategorie:Etymologie Kategorie:Wort Kategorie:Sprachvermischung

*** Shopping-Tipp: Lehnwort




[Der Artikel zu Lehnwort stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Lehnwort zu editieren.
Die Texte von Wikipedia und dieser Seite stehen unter der GNU Free Documentation License.]

<<Zurück | Zur Startseite | Impressum | Zum Beginn dieser Seite