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Laborierung

*** Shopping-Tipp: Laborierung

Unter '''Laborierung''' wird das Zusammenstellen eines Sprengkörpers oder einer Granate in seinen gebrauchsfähigen Zustand verstanden. Dabei werden die normalerweise getrennt gelagerten und transportierten Bestandteile im gewünschten Verhältnis zusammengestellt.

Militärtechnik
Bei Granaten wird durch das Laborieren der Sprengkopf mit dem Zünder und der Treibladung zu einer verschießbaren Einheit verbunden. Anschließend ist das Geschoss ''scharf'' und kann verschossen werden. Von diesem Zeitpunkt an ist das Geschoss auch gefährlich. Werden Chemie chemische oder Elektronik elektronische Elemente in einem Geschoss benötigt, werden diese beim Laborieren entsprechend zugefügt und/oder eingestellt.

Munition für Handfeuerwaffen
Bei Munition für Handfeuerwaffen wird mit der Laborierung die Menge und die Art des Pulvers (meist Nitrozellulosepulver) bezeichnet das z.B. beim Wiederladen in die Hülse gefüllt wird. Hiefür gibt es meist vom Hersteller des Pulvers genaue Ladedaten wie die Laborierung für eine bestimmte Art von Munition (z.B. 9 mm Parabellum) sein muss, um einerseits keinen Schaden an der Waffe herbei zu führen und andererseits eine optimale Schussleistung erzielen zu können.

Delaborierung
Bild:Portable x-ray device.jpg thumb|Einsatz eines tragbares Röntgengerät beim Durchleuchten von verdächtigen Briefsendungen Unter '''Delaborierung''' versteht man den Rückbau einer gefährlichen, ''scharfen'' Einheit (Geschoss, Granate, Bombe usw.) in Einzelteile, die für sich genommen wieder ungefährlich sind. Der Ausdruck "Delaborierung" wird uneinheitlich verwendet. Bei der Polizei sind "Delaborierer" Fachkräfte, die ausschließlich für Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung (USBV) zuständig sind. Wenn es um Militär-Themen geht, bezieht sich "Delaborierung" dagegen zumeist auf das Auseinandernehmen von industriell gefertigten Sprengkörpern. Ein Problem taucht auf, wenn eine Einheit delaboriert werden soll, deren Aufbau nicht bekannt ist. Dieses kommt beispielsweise bei Bomben vor, die von anderen (meistens feindlichen) Personen und Gruppierungen gelegt wurden sowie bei der Bombenentschärfung von Fliegerbomben des 2. Weltkrieg zweiten Weltkriegs. Das bevorzugte Vorgehen sieht dann so aus: Mit einer Röntgenaufnahme wird der technische Aufbau der Granate ermittelt. Wenn der Aufbau bestimmt wurde, kann festgelegt werden, welches Verfahren zum Öffnen der Granate angewandt werden soll - Auffräsen, Anbohren oder Aufsägen. Nach dem Öffnen der Granate werden der Sprengstoff und/oder der Kampfstoff sowie der Zünder entnommen und anschließend separat gelagert (bzw. separat vernichtet). Im Falle einer Fliegerbombenentschärfung arbeiten in Deutschland KMRD Kampfmittelräumdienst, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk THW und Katastrophenschutz mit der Polizei zusammen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf bei der Evakuierung des Gefahrenbereiches, dem Brandschutz und der Entsorgung der Bombe zu gewährleisten.

siehe auch
* Wiederladen

Weblinks
[http://www.geka-munster.de/Seiten/kampfmittel/delobor-index.html Trennen des Sprengstoffs vom Kampfstoff] Kategorie:Explosionswaffe !Laborierung Kategorie:Bombe !Laborierung Kategorie:Granate !Laborierung Kategorie:Militärtechnik Kategorie:Katastrophenschutz Kategorie:Munition

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[Der Artikel zu Laborierung stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Laborierung zu editieren.
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