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Kroatien
*** Shopping-Tipp: Kroatien
{{Infobox Staat
|NAME = '''Republika Hrvatska'''
Republik Kroatien
|BILD-FLAGGE = Flag of Croatia.svg
|BILD-FLAGGE-RAHMEN = ja
|ARTIKEL-FLAGGE = Flagge Kroatiens
|BILD-WAPPEN = Croatian_Coat_of_Arms.svg
|BILD-WAPPEN-BREITE = 100px
|ARTIKEL-WAPPEN = Wappen Kroatiens
|WAHLSPRUCH =
|AMTSSPRACHE = Kroatische Sprache Kroatisch (regional auch Minderheitensprachen)
|HAUPTSTADT = Zagreb
|STAATSFORM = Republik
|STAATSOBERHAUPT = Stjepan Mesić
|REGIERUNGSCHEF = Ivo Sanader
|FLÄCHE = 56.592 [[https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/hr.html CIA- The World Factbook]]
|EINWOHNER = 4.494.749 (Juli 2006) [[https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/hr.html CIA- The World Factbook]]
|BEV-DICHTE = 78
|BIP/EINWOHNER = 6.972 Euro € (2005) [[http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2006/02/data/weorept.aspx?sy=2005&ey=2005&scsm=1&ssd=1&sort=country&ds=%2C&br=1&c=512%2C446%2C914%2C666%2C612%2C668%2C614%2C672%2C311%2C946%2C213%2C137%2C911%2C962%2C193%2C674%2C122%2C676%2C912%2C548%2C313%2C556%2C419%2C678%2C513%2C181%2C316%2C682%2C913%2C684%2C124%2C273%2C339%2C921%2C638%2C948%2C514%2C686%2C218%2C688%2C963%2C518%2C616%2C728%2C223%2C558%2C516%2C138%2C918%2C353%2C748%2C196%2C618%2C278%2C522%2C692%2C622%2C694%2C156%2C142%2C624%2C449%2C626%2C564%2C628%2C283%2C228%2C853%2C924%2C288%2C233%2C293%2C632%2C566%2C636%2C964%2C634%2C182%2C238%2C453%2C662%2C968%2C960%2C922%2C423%2C714%2C935%2C862%2C128%2C716%2C611%2C456%2C321%2C722%2C243%2C965%2C248%2C718%2C469%2C724%2C253%2C576%2C642%2C936%2C643%2C961%2C939%2C813%2C644%2C199%2C819%2C184%2C172%2C524%2C132%2C361%2C646%2C362%2C648%2C364%2C915%2C732%2C134%2C366%2C652%2C734%2C174%2C144%2C328%2C146%2C258%2C463%2C656%2C528%2C654%2C923%2C336%2C738%2C263%2C578%2C268%2C537%2C532%2C742%2C944%2C866%2C176%2C369%2C534%2C744%2C536%2C186%2C429%2C925%2C178%2C746%2C436%2C926%2C136%2C466%2C343%2C112%2C158%2C111%2C439%2C298%2C916%2C927%2C664%2C846%2C826%2C299%2C542%2C582%2C443%2C474%2C917%2C754%2C544%2C698%2C941&s=NGDPDPC&grp=0&a=&pr1.x=49&pr1.y=6#download IMF: BIP pro Einwohner in Dollar]]
|WÄHRUNG = Kroatische Kuna Kuna (HRK)
|UNABHÄNGIGKEIT = 25. Juni 1991
|NATIONALHYMNE = ''Lijepa naša domovino''
|ZEITZONE = Mitteleuropäische Zeit MEZ (Coordinated Universal Time UTC +1)
|KFZ-KENNZEICHEN = Kfz-Kennzeichen (Kroatien) HR
|INTERNET-TLD = .hr
|TELEFON-VORWAHL = +385
|BILD-LAGE = Europe location CRO.png
|BILD1 = Hr-map.png
|BILD2 = Croatia-zagreb-g5.jpg
|BILD2-BREITE = 330px
|BILD2-BESCHREIBUNG = Joseph JelaÄ?ić von Bužim JelaÄ?ić-Platz ''(Trg Bana JelaÄ?ića)'' in Zagreb, zentraler Platz und Treffpunkt der Massen
}}
'''Kroatien''' (Kroatische Sprache kroat. ''Hrvatska''), amtliche Bezeichnung: „Republik Kroatien“ (''Republika Hrvatska''), ist eine Parlamentarische Demokratie parlamentarisch-demokratische Republik in Europa. Sie hat gemeinsame Grenzen mit Slowenien und Ungarn im Norden, Serbien und Bosnien und Herzegowina im Osten sowie Montenegro im äußersten Süden. Im Westen und Südwesten bildet das Adriatisches Meer Adriatische Meer die natürliche Staatsgrenze.
Hauptstadt und Regierungssitz ist mit etwa einer Million Einwohnern Zagreb, welches zudem ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt, das wirtschaftliche sowie akademische Zentrum des Staates ist.
Kroatien ist unter anderem Mitglied der Welthandelsorganisation Welthandelsorganisation (WTO) und des Zentraleuropäisches Freihandelsabkommen Zentraleuropäischen Freihandelsabkommens (CEFTA). Der Staat strebt einen Beitritt zur Europäische Union Europäischen Union (wo es seit 2004 Kandidatenstatus besitzt) und zur NATO an.
Geographie und Geologie
Bild:Satellite image of Croatia in September 2003.jpg thumb|250px|Satellitenaufnahme
Lage
Kroatien befindet sich an der Ostküste der Adriatisches Meer Adria, einem Teil der Dinariden und der Pannonische Tiefebene Pannonischen Tiefebene. Die Geographie geographische oder Tektonik tektonische Einteilung Europas schlägt die Gebiete südlich des Alpenhauptkammes und der Karpaten zu Südeuropa und Südosteuropa.
Grenzen
Das kroatische Staatsgebiet umfasst 87.661 Quadratkilometer km², wovon 56.592 km² auf Land- und 31.067 km² auf Seeterritorium entfallen. Aufgrund der territorialen Lage von Bosnien und Herzegowina wird das Staatsgebiet Kroatiens auf einen kontinentalen Nordteil und einen langen Küstenstreifen eingeengt, die nur im Nordwesten miteinander verbunden sind. Der südlichste Teil des Küstengebietes (die Region um Dubrovnik bis zur Grenze zu Montenegro) wird auf einer Länge von etwa 3 km durch die zu Bosnien und Herzegowina gehörende Gemeinde Neum vom übrigen Kroatien getrennt.
Die Gesamtlänge der Landgrenzen Kroatiens beträgt 2.197 km. Davon entfallen auf die Grenze zu Slowenien 670 km, auf die Grenze zu Ungarn 329 km, auf die Grenze zu Bosnien und Herzegowina 932 km, auf die Grenze zu Serbien 241 km und auf die Grenze zu Montenegro 25 km. In der Nordadria berühren sich die kroatischen und italienischen Hoheitsgewässer, was zur Folge hat, dass Slowenien nur einen sehr kleinen Zugang zu Internationale Gewässer internationalen Gewässern hat (siehe: Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens). Die Länge der adriatischen Küstenlinie beträgt 1.778 km (mit Inseln 6.176 km).
Landschaftszonen
Bild:Kroatien topo.jpg thumb|Topographische Karte Kroatiens
Bild:Roterde.jpg Istrien.html" title="thumb thumb|Roterde-Boden in [[Istrien.html" title="Roterde-Boden in [[Istrien">thumb|Roterde-Boden in [[Istrien">Roterde-Boden in [[Istrien">thumb|Roterde-Boden in [[Istrien
Nach Reliefformen und Klimazonen lässt sich Kroatien in drei Landschaftszonen einteilen. Diese Einteilung spiegelt sich auch in der Kultur und Lebensweise der Menschen wider.
= Die pannonische Tiefebene
=
Bild:Klimadiagramm-deutsch-Zagreb-Kroatien.png Zagreb.html" title="thumb thumb|left|Klimadiagramm der Hauptstadt [[Zagreb.html" title="left|Klimadiagramm der Hauptstadt [[Zagreb">thumb|left|Klimadiagramm der Hauptstadt [[Zagreb">left|Klimadiagramm der Hauptstadt [[Zagreb">thumb|left|Klimadiagramm der Hauptstadt [[Zagreb
Die Pannonische Tiefebene besteht überwiegend aus Flachland, unterbrochen von einigen Mittelgebirgen, und wird über die Save und Drau und deren Nebenflüsse zur Donau hin entwässert. In diesem Teil des Landes herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Diese Landschaftszone lässt sich untergliedern in Nordkroatien und Slawonien. Nordkroatien umfasst das ostmitteleuropäisch geprägte Gebiet von der Kupa bis zur ungarischen Grenze: das Flachland längs der Save und Kupa um die Städte Zagreb, Karlovac und Sisak, das heute demographisch und wirtschaftlich das Zentrum des Landes bildet, das Gebirgsland des Hrvatsko Zagorje Zagorje (auf Deutsch auch ''Zagorien'') nördlich der Hauptstadt Zagreb und das Međimurje im nördlichsten Zipfel des Landes zwischen Drau und Mur (Fluss) Mur. Slawonien ist das Flachland entlang der Flüsse Save (''Sava'') und Drau (''Drava'') bis zur Donau (''Dunav'') im Osten. Zu diesem werden oft auch die Baranja (nördlich des Unterlaufes der Drau) und West-Syrmien (''Zapadni Srijem'') (der Ostzipfel Kroatiens zwischen Donau und unterer Save) gezählt.
Bild:Lika-Zentralkroatien.JPG Lika.html" title="thumb thumb|right|Gebiet der [[Lika.html" title="right|Gebiet der [[Lika">thumb|right|Gebiet der [[Lika">right|Gebiet der [[Lika">thumb|right|Gebiet der [[Lika
= Die dinarische Gebirgsregion
=
Die Dinarisches Gebirge dinarische Gebirgsregion (auch Mittleres Kroatien oder Kroatisches Hügelland genannt) wird von Mittelgebirge Mittel- und einzelnen Hochgebirgen geprägt, die die Wasserscheide zwischen Donau und Adria bilden, wobei einzelne Täler auch vollständig abflusslos sind. Hier herrscht Gebirgsklima. Zu dieser Landschaftszone gehören das Gebirgsland des Gorski kotar zwischen Rijeka und Karlovac, die Hochtäler Lika und Krbava zwischen dem längs der Küste laufenden Gebirgszug des Velebit und dem Grenzgebiet zu Westbosnien, sowie ein Teil des Hinterlandes Dalmatiens (Dalmatinska Zagora, Biokovo-Gebirge).
= Die adriatische Küstenregion
=
Bild:Sailing.jpg thumb|right|Kroatische Adria
In der Adriatisches Meer adriatischen Küstenregion wird zu großen Teilen von Karst (Geologie) verkarsteten Flächen mit Mittelmeerklima beherrscht. Sie ist von mediterranen Einflüssen geprägt. Die Breite des mediterranen Küstenstreifens variiert stark. Während er an einigen Stellen (unterhalb des Velebit und des Biokovo-Gebirges) nur wenige Kilometer breit ist, reicht er an anderen Stellen weiter ins Landesinnere. Die Mehrzahl der in Kroatien in die Adria mündenden Flüsse ist jedoch relativ kurz; lediglich der Einzugsbereich der aus Bosnien und Herzegowina kommenden Neretva erstreckt sich weiter ins Landesinnere.
Die adriatische Küstenregion lässt sich von Norden nach Süden untergliedern in die historischen Regionen:
*Istrien - die Halbinsel im Nordwesten der kroatischen Küste
*Hrvatsko Primorje (Kroatisches Küstenland) um Rijeka und Senj mit den Inseln der Kvarner-Bucht
*Dalmatien – die zerklüftete Adria-Küste ab etwa Zadar südwärts einschließlich der vorgelagerten Inseln und des gebirgigen Hinterlandes historisch bedeutsamen Städten wie Dubrovnik (''Ragusa'') und Split.
Inseln
Bild:Lavsa.jpg Nationalpark_Kornaten thumb|right|[[Nationalpark Kornaten|Kornati-Inselarchipel.html" title="Kornati-Inselarchipel.html" title="thumb|right|[[Nationalpark Kornaten|Kornati-Inselarchipel">thumb|right|[[Nationalpark Kornaten|Kornati-Inselarchipel">Kornati-Inselarchipel.html" title="thumb|right|[[Nationalpark Kornaten|Kornati-Inselarchipel">thumb|right|[[Nationalpark Kornaten|Kornati-Inselarchipel
Bild:Hvar J obala.jpg Hvar.html" title="thumb thumb|Insel [[Hvar- international beliebteste kroatische Insel.html" title="Insel [[Hvar">thumb|Insel [[Hvar- international beliebteste kroatische Insel">Insel [[Hvar">thumb|Insel [[Hvar- international beliebteste kroatische Insel
:''Hauptartikel: Kroatische Inseln''
Zu Kroatien gehören insgesamt 1.246 Inseln, von denen 47 bewohnt sind.
{| border="0" cellpadding="4" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
| colspan="3" style="background:#E9E9E9;" align="center" | '''''Die größten Inseln in Kroatien'''''
|-
! Nr.
! Insel
! Fläche
|-
| width="20" align="right" | 1.
| width="80" | Cres
| width="80" align="right" | 405,70 km²
|-
| align="right" | 2.
| Krk
| align="right" | 405,22 km²
|-
| align="right" | 3.
| BraÄ?
| align="right" | 395,44 km²
|-
| align="right" | 4.
| Hvar
| align="right" | 299,66 km²
|-
| align="right" | 5.
| Pag
| align="right" | 284,56 km²
|-
| align="right" | 6.
| KorÄ?ula
| align="right" | 276.03 km²
|-
| align="right" | 7.
| Dugi otok
| align="right" | 114,44 km²
|-
| align="right" | 8.
| Mljet
| align="right" | 100,41 km²
|-
| align="right" | 9.
| Vis
| align="right" | 90,26 km²
|-
| align="right" | 10.
| Rab
| align="right" | 90,84 km²
|-
| align="right" | 11.
| Lošinj
| align="right" | 74,68 km²
|}
Berge
Bild:TucepiBiokovo.jpg TuÄ?epi.html" title="thumb thumb|Biokovo oberhalb von [[TuÄ?epi.html" title="Biokovo oberhalb von [[TuÄ?epi">thumb|Biokovo oberhalb von [[TuÄ?epi">Biokovo oberhalb von [[TuÄ?epi">thumb|Biokovo oberhalb von [[TuÄ?epi
Bild:Berghütte unterhalb des Gipfels des Risnak.JPG Risnjak.html" title="thumb thumb|right|Der [[Risnjak bildet zugleich einen kroatischen Risnjak Nationalpark.html" title="right|Der [[Risnjak">thumb|right|Der [[Risnjak bildet zugleich einen kroatischen Risnjak Nationalpark">right|Der [[Risnjak">thumb|right|Der [[Risnjak bildet zugleich einen kroatischen Risnjak Nationalpark
{| border="0" cellpadding="4" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
| colspan="4" style="background:#E9E9E9;" align="center" | '''''Die höchsten Berge in Kroatien'''''
|-
! Nr.
! Bergspitze
! Höhe
! Gebirge
|-
| width="25" align="right" | 1.
| width="180" | Dinara ''(Sinjal)''
| align="right" | 1.831 m
| ''im Dinara-Gebirge''
|-
| align="right" | a.
| Troglav ''(Bergspitze liegt in Bosnien-Herzegowina Bosnien)''
| align="right" | 1.912 m
| ''im Dinara-Gebirge''
|-
| align="right" | b.
| Konj ''(Bergspitze liegt in Bosnien-Herzegowina Bosnien)''
| align="right" | 1.856 m
| ''im Kamešnica-Gebirge''
|-
| align="right" | 2.
| Sveti Jure (St. Georg)
| align="right" | 1.761 m
| ''im Biokovo-Massiv''
|-
| align="right" | 3.
| Vaganski vrh
| align="right" | 1.751 m
| ''im Velebit-Gebirge''
|-
| align="right" | 4.
| Ozeblin
| align="right" | 1.657 m
| ''im Plješivica-Gebirge''
|-
| align="right" | 5.
| Bjelolasica-Kula
| align="right" | 1.533 m
| ''im Velika Kapela-Gebirge''
|-
| align="right" | 6.
| Risnjak
| align="right" | 1.528 m
| ''im Risnjak-Gebirge''
|-
| align="right" | 7.
| Svilaja
| align="right" | 1.508 m
| ''im Svilaja-Gebirge''
|-
| align="right" | 8.
| Snježnik
| align="right" | 1.506 m
| ''im Snježnik-Gebirge''
|}
Insgesamt gibt es in Kroatien 96 Gipfel, die über 1.500 m liegen.
Gewässer
= Umwelt und Wasserreichtum
=
Bild:Croatia-ai5 primosten.JPG Blaue Flagge thumb|Über hundert Strände sind in Kroatien mit einer [[Blaue Flagge|Blauen Flagge gekennzeichnet[http://www.blueflag.org/blueflag].html" title="Blauen Flagge.html" title="thumb|Über hundert Strände sind in Kroatien mit einer [[Blaue Flagge|Blauen Flagge">thumb|Über hundert Strände sind in Kroatien mit einer [[Blaue Flagge|Blauen Flagge gekennzeichnet[http://www.blueflag.org/blueflag]">Blauen Flagge.html" title="thumb|Über hundert Strände sind in Kroatien mit einer [[Blaue Flagge|Blauen Flagge">thumb|Über hundert Strände sind in Kroatien mit einer [[Blaue Flagge|Blauen Flagge gekennzeichnet[http://www.blueflag.org/blueflag]
Kroatien gehört laut Analyse der Welternährungsorganisation zu den 30 wasserreichsten Staaten dieser Welt und nimmt europaweit den sehr hohen 3. Platz ein mit insgesamt 32.818 m³ an erneuerbaren Wasserreserven pro Kopf und Jahr[[http://www.geografija.hr/stranica.asp?id_stranice=540&podstranice=0&id_projekta=3 Geografija.hr, „Voda: resurs 21. stoljeća“ (kroatisch)]]. Der ''Weltwasserentwicklungsbericht 2005 (World Water Development Report)'' der Vereinten Nationen spricht von 23.890 m³ an jährlich erneuerbaren Wasserreserven pro Kopf und Jahr.[[http://www.unesco.org/water/wwap/wwdr2/table_contents..html Weltwasserentwicklungsbericht der Vereinten Nationen, März 2006]]
Kroatien gehört zu den wenigen Staaten mit organisierter Wasserordnungspolitik. Schon 1891 verabschiedete der Kroatisches Parlament#Der Sabor 1848 bis 1918 Sabor ein ''Wasserrechtsgesetz des Königreiches von Kroatien und Slawonien'', das gesetzliche Regelungen für Gewässer, Flussbetten, die Küste, die Wassernutzung, die Regulierung von Wasserflüssen, wie auch den Flutschutz, Wasserschutz, Wasserschutzvereinigungen und vieles weiteres vorsieht. Die kroatische Adria ist nach einer ADAC-Untersuchung aus dem Jahr 2006 der sauberste Teil des Mittelmeers.
Im ''Environmental Sustainability Index'' der Universität Yale, welcher die Lage des Umweltschutzes in einem Staat in seiner Gesamtheit betrachtet, belegte Kroatien 2005 weltweit den 19. Platz.[[http://www.yale.edu/esi/ESI2005.pdf Environmental Sustainability Index 2005]]
= Seen
=
{| border="0" cellpadding="4" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
| colspan="4" style="background:#E9E9E9;" align="center" | '''''Die größten Seen in Kroatien'''''
|-
| width="25" align="right" | 1.
| width="130" | Vransko jezero
| align="right" | 30,7 km²
|
|-
| align="right" | 2.
| width="130" | Dubravsko jezero
| align="right" | 17,1 km²
|
|-
| align="right" | 3.
| width="130" | PeruÄ?a-See
| align="right" | 13,0 km²
| ''am Cetina-Fluss, kroat. PeruÄ?ko jezero''
|-
| align="right" | 4.
| width="130" | Prokljansko jezero
| align="right" | 11,1 km²
|
|}
Die bekanntesten Seen sind die Plitvicer Seen.
= Flüsse
=
Bild:Cetina-canyon.jpg Cetina.html" title="thumb thumb|right|200px|Fluss [[Cetina an einem Canyon, im mittleren Süden Kroatiens gelegen.html" title="right|200px|Fluss [[Cetina">thumb|right|200px|Fluss [[Cetina an einem Canyon, im mittleren Süden Kroatiens gelegen">right|200px|Fluss [[Cetina">thumb|right|200px|Fluss [[Cetina an einem Canyon, im mittleren Süden Kroatiens gelegen
Die Mehrzahl der Flüsse münden in das Schwarze Meer (Donau, Save, Drau Mur, Krka, Kupa und Una), die restlichen in die Adria (Zrmanja, Čikola, Cetina und Neretva). Die Flüsse im Norden sind sehr verschmutzt, am stärksten davon die Save zwischen Zagreb und Sisak.
Die längsten Flüsse, die durch Kroatien fließen, sind die Save (kroat. ''Sava'', 562 km) sowie die Drau (kroat. ''Drava'', 505 km). Diese Flüsse bilden zu großen Teilen der Grenzen zu Bosnien-Herzegowina bzw. zu Ungarn. Beide Flüsse fließen zur Donau, dabei ist die Save der wasserreichste, die Drau der viertwasserreichste Nebenfluss der Donau. Die Donau trennt Kroatien von der serbischen Provinz Vojvodina. Der kroatische Anteil an der Donau ist 188 km lang, zudem grenzt Kroatien fast ausschließlich an die rechte Donauseite.
Die Kulpa (kroat. ''Kupa'', 269 km) bildet im Oberlauf einen Großteil die Grenze zu Slowenien. Sie mündet in Sisak in die Save, die ab dort schiffbar ist. Weiter Flüsse sind die Korana, Krapina (Fluss) Krapina, Lonja, Mur sowie die Vuka.
Die Flüsse aus den Dinariden zur Adriatisches Meer Adria sind relativ kurz, einzig die in der Herzegovina entspringende Neretva stellt einen bedeutenden Fluss in die Adria dar.
Natur- und Nationalparks
:''Hauptartikel: Nationalparks und Naturparks in Kroatien''
Kroatien verfügt über acht Nationalparks und zehn geschützte Naturparks. Insgesamt stehen 450 Gebiete, davon 79 Sonderreservate (botanische, geomorphologische, ornithologische, Meeres- und Waldreservate) unter Naturschutz. Insgesamt sind 5.846 Quadratkilometer bzw. 10 Prozent der Festlandfläche Kroatiens geschützt, bei Zuzählung der geschützten Gewässer ergeben sich 6.129 Quadratkilometer.
Bild:Plitvice lakes.JPG Nationalpark_Plitvicer Seen.html" title="thumb thumb|[[Nationalpark Plitvicer Seen (UNESCO-Weltnaturerbe).html" title="[[Nationalpark Plitvicer Seen">thumb|[[Nationalpark Plitvicer Seen (UNESCO-Weltnaturerbe)">[[Nationalpark Plitvicer Seen">thumb|[[Nationalpark Plitvicer Seen (UNESCO-Weltnaturerbe)
{| border="0" cellpadding="4" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
| colspan="3" style="background:#E9E9E9;" align="center" | '''''Nationalparks'''''
|-
| align="right" width="25" | 1.
| width="200" | Nationalpark Plitvicer Seen
| width="500" | kroatisch ''PlitviÄ?ka jezera'' (Wasserfälle), Nationalpark seit 1949, UNESCO-Weltnaturerbe seit 1979, u.a. Schauplatz der Winnetou-Filme
|-
| align="right" width="25" | 2.
| Nationalpark Paklenica
| Klettermöglichkeiten, Karsthöhlen, Nationalpark seit 1949
|-
| align="right" width="25" | 3.
| Nationalpark Risnjak
| in der Gebirgsgegend des Gorski kotar nahe Rijeka, Nationalpark seit 1953
|-
| align="right" width="25" | 4.
| Nationalpark Mljet
| Insel in Süddalmatien, Nationalpark seit 1960
|-
| align="right" width="25" | 5.
| width="190" | Nationalpark Kornaten
| kroatisch ''Kornati'' (Inselarchipel), geschützt seit 1964
|-
| align="right" width="25" | 6.
| Nationalpark Krka
| bei Šibenik (Wasserfälle), Nationalpark seit 1985, u.a. Schauplatz der Winnetou-Filme
|-
| align="right" width="25" | 7.
| Nationalpark nördlicher Velebit
| Vielfältige Karst (Geologie) Karstphänomene, Reichtum an Flora und Fauna auf kleinstem Platz, Nationalpark seit 1999
|-
| align="right" width="25" | 8.
| Nationalpark Brijuni
| auch ''Brioni'' genannt, vor Istrien, vormalige Josip Broz Tito Tito-Sommerresidenz, kleiner Safaripark
|}
Bild:Blick auf die Medvednica.JPG Medvednica.html"_title="thumb thumb|right|[[Medvednica,_von der Burg Medvedgrad aus betrachtet.html" title="right|[[Medvednica">thumb|right|[[Medvednica, von der Burg Medvedgrad aus betrachtet">right|[[Medvednica">thumb|right|[[Medvednica, von der Burg Medvedgrad aus betrachtet
{| border="0" cellpadding="4" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
| colspan="3" style="background:#E9E9E9;" align="center" | '''''Naturparks'''''
|-
| align="right" width="25" | 1.
| width="200" | Naturpark KopaÄ?ki rit
| width="500" | Feuchtbiotop an der Donau
|-
| align="right" | 2.
| Naturpark Papuk
| in Slawonien Mittelslawonien
|-
| align="right" | 3.
| Naturpark Lonjsko polje
| Feuchtbiotop an der Save
|-
| align="right" | 4.
| Naturpark Medvednica
| der „Hausberg“ von Zagreb
|-
| align="right" | 5.
| Naturpark Žumberak-Samoborsko gorje
| westlich von Zagreb
|-
| align="right" | 6.
| Naturpark UÄ?ka
| Gebirge nahe Rijeka, trennt Istrien vom übrigen Festland
|-
| align="right" | 7.
| Naturpark Velebit
| umfasst den gesamten Gebirgszug (Nationalpark nördlicher Velebit nördlicher Velebit und Nationalpark Paklenica Paklenica besonders geschützt)
|-
| align="right" | 8.
| Naturpark Vransko jezero
| im Dalmatinska Zagora dalmatinischen Hinterland
|-
| align="right" | 9.
| Naturpark Telašćica
| bei den Kornaten
|-
| align="right" | 10.
| Naturpark Biokovo
| Gebirgszug in Dalmatien Süddalmatien
|}
Geomorphologische Phänomene
Bild:Roter See-3, Imotski, Kroatien.JPG Crveno_jezero.html" title="thumb thumb|[[Crveno jezero (Roter See) bei Imotski.html" title="[[Crveno jezero">thumb|[[Crveno jezero (Roter See) bei Imotski">[[Crveno jezero">thumb|[[Crveno jezero (Roter See) bei Imotski
{| border="0" cellpadding="4" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
| colspan="3" style="background:#E9E9E9;" align="center" | '''Phänomene'''
|-
| align="right" width="25" | 1.
| width="200" | Crveno jezero
| width="500" | „Roter See“ nahe Imotski
|-
| align="right" | 2.
| Modra špilja
| Die „Blaue Grotte“ auf der Insel Biševo in der Nähe von Vis
|-
| align="right" | 3.
| Vransko Jezero
| Der „Vrana-See“ auf der Insel Cres
|-
| align="right" | 4.
| Vela Draga
| Ein Canyon im Naturpark UÄ?ka
|-
| align="right" | 5.
| Bijele und Samarske stijene
| Ein Naturreservat im Kapela Gebirgsmassiv
|-
| align="right" | 6.
| Rožanski kuk und HajduÄ?ki kuk
| Ein Naturreservat im Velebit Gebirgsmassiv
|-
| align="right" | 7.
| Zmajevo oko
| Der Drachenaugensee bei Rogoznica in Dalmatien
|}
Bevölkerung
Kroatien hatte bei einer im Jahr 2001 durchgeführten Volkszählung 4.437.460 Einwohner. Die Lebenserwartung in Kroatien beträgt etwa 75 Jahre. Seit einigen Jahren verzeichnet das Land wegen niedriger Geburtenraten eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung.
Von den Einwohnern zum Zeitpunkt der Volkszählung von 2001 besaßen 4.399.364 (99,14 %) die kroatische Staatsangehörigkeit, 44.340 (1,00 %) davon auch eine zweite Staatsangehörigkeit. 17.902 (0,40 %) besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit, 9.811 (0,22 %) waren Staatenlose. Von 10.383 Einwohnern (0,23 %) war die Staatsangehörigkeit unbekannt.
Die kroatische Diaspora ist überdurchschnittlich groß. Es gibt zahlreiche kroatische Minderheitenverbände im Ausland. Als größter Verband gilt die ''Hrvatska bratska zajednica'' in den USA. Im kroatischen Parlament gibt es eigene Abgeordnete der kroatischen Diaspora, welche auch von diesen gewählt werden.
Ethnien
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 89,63 % die Kroaten (''Hrvati'').
Außerdem leben in Kroatien zahlreiche ethnische Minderheiten.
'''Zusammensetzung der Bevölkerung nach ethnischer Herkunft laut der Volkszählung von 2001:'''
{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
|-
| align="right" | 1.
| width="90" | Kroaten
| align="right" | 3.977.171
| align="right" | (89,63%)
| width="100" |
| align="right" | 7.
| width="90" | Slowenen
| align="right" | 13.173
| align="right" | (0,30%)
|-
| align="right" | 2.
| Serben
| align="right" | 201.631
| align="right" | (4,54%)
|
| align="right" | 8.
| Tschechen
| align="right" | 10.510
| align="right" | (0,24%)
|-
| align="right" | 3.
| Bosniaken
| align="right" | 20.755
| align="right" | (0,49%)
|
| align="right" | 9.
| Roma
| align="right" | 9.463
| align="right" | (0,21%)
|-
| align="right" | 4.
| Italiener
| align="right" | 19.636
| align="right" | (0,44%)
|
| align="right" | 10.
| Montenegriner
| align="right" | 4.926
| align="right" | (0,11%)
|-
| align="right" | 5.
| Magyaren Ungarn
| align="right" | 16.595
| align="right" | (0,37%)
|
| align="right" | 11.
| Slowaken
| align="right" | 4.712
| align="right" | (0,11%)
|-
| align="right" | 6.
| Albaner
| align="right" | 15.082
| align="right" | (0,34%)
|
| align="right" | 12.
| Slawische Mazedonier Mazedonier
| align="right" | 4.270
| align="right" | (0,10%)
|}
''Quelle: http://www.dzs.hr''
Noch nach der Volkszählung von 1991 waren 78,1 % der Bevölkerung Kroaten, 12,2 % Serben.
Das Hauptsiedlungsgebiet der Italiener italienischen Minderheit ist die Westküste Istriens, daneben gibt es italienische Bevölkerungsgruppen in Rijeka und Slawonien Westslawonien. Magyaren (Ungarn) und Slowaken leben vor allem im Osten, Tschechen im Westen Slawoniens. Die Bosniaken, Albaner und Slawische Mazedonier Mazedonier leben über das gesamte Land verstreut, vor allem in den größeren Städten
= Situation der Minderheiten
=
Im Laufe der letzten Jahre ist ein Teil der im Zuge der Militäroperation Oluja geflohenen oder vertriebenen Serben zurückgekehrt (118.000 bis Januar 2005), so dass der serbische Bevölkerungsanteil heute höher ist als zur Zeit der Volkszählung von 2001.
Von Regierungsseite wurde 2005 eine Kampagne zur Zurückführung serbischer Flüchtlinge wurde 2005 eingeführt. An zentraler Stelle können potentielle Rückkehrer Informationen zur Rückkehr einholen.[[http://www.povratak.hr/ www.povratak.hr (kroatisch)]].
Im Umgang mit der Minderheit der Roma und Sinti wurden in den letzten Jahren Fortschritte festgestellt.[[http://www.amnestyusa.org/news/document.do?id=ENGEUR640012006 Amnesty International, Croatia: The Roma and the right to education, November 2006 (englisch)]], insbesondere im Schulbereich und der Schaffung von Wohnräumen.
Das Simon Wiesenthal Center stufte Kroatien Mitte 2006 in die höchste Beurteilungskategorie hinsichtlich der Bemühungen zur Verfolgung von Nazi-Verbrechen und deren erfolgreicher Prozessuierung ein.
:''Hauptartikel: Serben in Kroatien''
Sprachen
In Kroatien wird hauptsächlich Kroatische Sprache Kroatisch gesprochen. Dabei bestehen so große Ähnlichkeiten des Kroatischen zur Serbische Sprache serbischen und Bosnische Sprache bosnischen Sprache, dass sich die Sprecher in der Regel problemlos unterhalten können.
Das Sprachgebiet Kroatiens ist dialektal stark gegliedert, wobei die Bezeichnungen der Dialekte sich aus den unterschiedlichen Benennungen des Fragepronomens „was“ (Å¡to, kaj oder Ä?a) ergeben.
Im Nordwesten, um Zagreb und Varaždin wird Kajkavisch gesprochen. In Istrien, Dalmatien und auf fast allen Kroatische Inseln Inseln, sowie in Teilen des Gorski Kotar und der Lika wird vor allem Čakavisch gesprochen. Sonst überwiegt Štokavisch als Standardsprache (jekavische Aussprache, jedoch kommt vereinzelt auch die štokavisch-ikavische Aussprache vor). Im Hrvatsko Zagorje Zagorje (Nordkroatien) und in der Baranja (Nordost-Slawonien) wird auch ekavisch gesprochen. Man vergleiche hierzu die drei Aussprachevarianten von ''mliko'' (ikavisch), ''mleko'' (ekavisch) und ''mlijeko'' (jekavisch) für ''Milch''.
Im Norden wird häufig Ungarische Sprache ungarisch, im zentralen Slawonien auch Tschechische Sprache tschechisch gesprochen. In Istrien sind drei romanische Sprachen lebendig: neben Italienische Sprache italienisch, auch die von Aussterben bedrohten Istriotische Sprache istriotisch und Istroromanische Sprache istroromanisch.
Zusammensetzung der Bevölkerung nach Muttersprache laut Volkszählung von 2001,[http://www.dzs.hr/Hrv/censuses/Census2001/Popis/H01_02_03/H01_02_03.html] die als Standardantwort „Kroatisch“ vorgab:[[http://www.dzs.hr/Eng/censuses/Census2001/popisnice/engleski%20P1_page2/engleski%20P1_page2.GIF Erhebungsbogen der Volkszählung 2001 (englische Version)] (gif-Format)]
{| border="0" cellpadding="3" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
| colspan="9" style="background:#E9E9E9;" align="center" | '''''Gesprochene Sprachen in Kroatien'''''
|-
| align="right" | 1.
| width="110" | Kroatische Sprache Kroatisch
| align="right" | 4.265.081
| align="right" | (96,12%)
| width="40" |
| align="right" | 9.
| width="110" | Tschechische Sprache Tschechisch
| align="right" | 7.178
| align="right" | (0,16%)
|-
| align="right" | 2.
| Serbische Sprache Serbisch
| align="right" | 44.629
| align="right" | (1,01%)
|
| align="right" | 10.
| Serbokroatisch/Kroatoserbisch
| align="right" | 7.013
| align="right" | (0,16%)
|-
| align="right" | 3.
| Italienische Sprache Italienisch
| align="right" | 20.521
| align="right" | (0,46%)
|
| align=";right" | 11.
| Slowakische Sprache Slowakisch
| align="right" | 3.993
| align="right" | (0,09%)
|-
| align="right" | 4.
| Albanische Sprache Albanisch
| align="right" | 14.621
| align="right" | (0,33%)
|
| align="right" | 12.
| Mazedonische Sprache Mazedonisch
| align="right" | 3.534
| align="right" | (0,08%)
|-
| align="right" | 5.
|Ungarische Sprache Ungarisch
| align="right" | 12.650
| align="right" | (0,29%)
|
| align="right" | 13.
| Deutsche Sprache Deutsch
| align="right" | 3.013
| align="right" | (0,07%)
|-
| align="right" | 6.
| Slowenische Sprache Slowenisch
| align="right" | 11.872
| align="right" | (0,27%)
|
| align="right" | 15.
| Ruthenische Sprache Ruthenisch
| align="right" | 1.828
| align="right" | (0,04%)
|-
| align="right" | 7.
| Bosnische Sprache Bosniakisch
| align="right" | 9.197
| align="right" | (0,21%)
|
| align="right" | 16.
| ''Sonstige''
| align="right" | ''16.709''
| align="right" | ''(0,38%)''
|-
| align="right" | 8.
| Romanes
| align="right" | 7.860
| align="right" | (0,18%)
|
|
|}
Religiöse Zugehörigkeit
Der überwiegende Teil der Bevölkerung gehört der Katholische Kirche in Kroatien römisch-katholischen Kirche an.
Laut Volkszählung von 2001,[außer Zahlen für griechisch-katholische Mitglieder] in der „katholisch“ als Standardantwort vorgegeben war,[http://www.dzs.hr/Hrv/censuses/Census2001/popisnice/Template%20P1_page2/Template%20P1_page2.GIF] sind die wichtigsten in Kroatien vertretenen Religionen:[http://www.dzs.hr/Hrv/censuses/Census2001/Popis/H01_02_04/H01_02_04.html]
{| border="0" cellpadding="3" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
| colspan="9" style="background:#E9E9E9;" align="center" | '''''Religionen in Kroatien'''''
|-
| align="left" | 1.
| align="left" | Römisch-Katholische Kirche Römische Katholiken
| align="right" | 3.897.332
| align="right" | (87,8%)
| width="40" |
| align="right" | 6.
| align="left" | Zeugen Jehovas
| align="right" | 6.094
| align="right" | (0,1%)
|-
| align="right" | 2.
| Agnostiker und Atheisten
| align="right" | 230.908
| align="right" | (5,2%)
|
| align="right" | 7.
| Calvinismus Calvinisten
| align="right" | 4.053
| align="right" | (0,1%)
|-
| align="right" | 3.
| Orthodoxe Kirchen Orthodoxe
| align="right" | 195.969
| align="right" | (4,4%)
|
| align="right" | 8.
| Lutheraner (Augsburger Bekenntnis)
| align="right" | 3.339
| align="right" | (0,1%)
|-
| align="right" | 4.
| Islam Muslime
| align="right" | 56.777
| align="right" | (1,3%)
|
| align="right" | 9.
| Siebenten-Tags-Adventisten Adventisten
| align="right" | 3.001
| align="right" | (0,1%)
|-
| align="right" | 5.
| Unierte Kirchen (katholisch) Katholiken des griechischen Ritus[ÄŒutura, Vlado (2006): [http://www.glas-koncila.hr/rubrike_reportaza.html?news_ID=7624 „UskoÄ?ki vapaj za spasom“], ''Glas Concila'' 1670.]
| align="right" | 15.566
| align="right" | (0,3%)
|
| align="right" | 10.
| Baptisten in Kroatien Baptisten
| align="right" | 1.981
| align="right" | (<0,1%)
|}
Zahlen, inwiefern die Menschen, die sich der jeweiligen Religion zurechnen, diese tatsächlich in Form von Gottesdiensten o.ä. praktizieren, liegen nicht vor.
Städte in Kroatien
Bild:Zagreb, King Tomislav.JPG Tomislav.html"_title="thumb thumb|right|thumb|König-[[Tomislav-Platz_in Zagreb.html" title="right|thumb|König-[[Tomislav">thumb|right|thumb|König-[[Tomislav-Platz in Zagreb">right|thumb|König-[[Tomislav">thumb|right|thumb|König-[[Tomislav-Platz in Zagreb
:''siehe auch: Liste der Orte in Kroatien, Liste deutscher Bezeichnungen kroatischer Orte''
{| border="0" cellpadding="3" cellspacing="0" style="empty-cells:show; border-collapse:collapse"
| colspan="7" style="background:#E9E9E9;" align="center" | '''''Die größten Städte Kroatiens (über 30.000 Einwohner)'''''
|-
| align="right" | 1.
| '''Zagreb'''
| width="90" align="right" | '''779.145'''
| width="40" |
| align="right" | 11.
| width="80" | Å ibenik
| align="right" | 51.553
|-
| align="right" |
| ''Agglomeration''
| align="right" | ''ca. '''1,200.000'''''
| width="40" |
| align="right" | 12.
| Varaždin
| align="right" | 49.075
|-
| align="right" | 2.
| '''Split'''
| align="right" | '''205.694'''
| width="40" |
| align="right" | 13.
| Dubrovnik
| align="right" | 43.770
|-
| align="right" | 3.
| '''Rijeka'''
| align="right" | '''144.043'''
| width="40" |
| align="right" | 14.
| Bjelovar
| align="right" | 41.869
|-
| align="right" | 4.
| '''Osijek'''
| align="right" | '''114.616'''
| width="40" |
| align="right" | 15.
| Samobor
| align="right" | 36.206
|-
| align="right" | 5.
| Zadar
| align="right" | 72.718
| width="40" |
| align="right" | 16.
| Vinkovci
| align="right" | 35.912
|-
| align="right" | 6.
| Slavonski Brod
| align="right" | 64.612
| width="40" |
| align="right" | 17.
| Kaštela
| align="right" | 34.103
|-
| align="right" | 7.
| Velika Gorica
| align="right" | 63.517
| width="40" |
| align="right" | 18.
| Vukovar
| align="right" | 31.670
|-
| align="right" | 8.
| Karlovac
| align="right" | 59.395
| width="40" |
| align="right" | 19.
| Koprivnica (Kroatien) Koprivnica
| align="right" | 30.994
|-
| align="right" | 9.
| Pula (Stadt) Pula ''(Pola)''
| align="right" | 58.594
| width="40" |
| align="right" | 20.
| ÄŒakovec
| align="right" | 30.455
|-
| align="right" | 10.
| Sisak
| align="right" | 52.236
| width="40" |
| align="right" | 21.
| Ä?akovo
| align="right" | 30.092
|}
Politische Gliederung
:''Hauptartikel: Politische Gliederung Kroatiens''
Kroatien ist in 20 Gespanschaften (kroat. ''županija'', Mz. ''županije'') und die Hauptstadt Zagreb, die selbst die Kompetenzen einer Gespanschaft hat, gegliedert. Die Gespanschaften haben Flächen zwischen etwa 1.000 und 5.000 km². Jede Gespanschaft verfügt über eine gewählte ''Gespanschaftsversammlung'' (kroatisch ''županijska skupština''). An der Spitze der Verwaltung einer Gespanschaft steht der ''Gespan'' (kroatisch ''župan''), der von der Gespanschaftsversammlung gewählt und vom Staatspräsidenten bestätigt wird.
Bild:Counties of Croatia.png Politische_Gliederung Kroatiens thumb|right|[[Politische Gliederung Kroatiens|Verwaltungseinheiten.html" title="Verwaltungseinheiten.html" title="thumb|right|[[Politische Gliederung Kroatiens|Verwaltungseinheiten">thumb|right|[[Politische Gliederung Kroatiens|Verwaltungseinheiten">Verwaltungseinheiten.html" title="thumb|right|[[Politische Gliederung Kroatiens|Verwaltungseinheiten">thumb|right|[[Politische Gliederung Kroatiens|Verwaltungseinheiten
Die Gespanschaften gliedern sich ihrerseits in Gemeinden (kroatisch ''općina'', Mz. ''općine''), von denen ein Teil den Status einer Stadt (kroatisch: ''grad'') hat. Insgesamt ist die Verwaltung in 124 Städte und 426 Gemeinden unterteilt. 58% der Bevölkerung lebt in den Städten.
{| class="prettytable"
|-style="background:#B0C4DE;"
! Nr.
! Übersetzung
! Kroatische Bezeichnung
! Verwaltungssitz
|-
| align="right" | 1
| Gespanschaft Zagreb
| ''ZagrebaÄ?ka županija''
| Zagreb
|-
| align="right" | 2
| Gespanschaft Krapina-Zagorje
| ''Krapinsko-zagorska županija''
| Krapina
|-
| align="right" | 3
| Gespanschaft Sisak-Moslavina
| ''SisaÄ?ko-moslavaÄ?ka županija''
| Sisak
|-
| align="right" | 4
| Gespanschaft Karlovac
| ''KarlovaÄ?ka županija''
| Karlovac
|-
| align="right" | 5
| Gespanschaft Varaždin
| ''Varaždinska županija''
| Varaždin
|-
| align="right" | 6
| Gespanschaft Koprivnica-Križevci
| ''KoprivniÄ?ko-križevaÄ?ka županija''
| Koprivnica (Kroatien) Koprivnica
|-
| align="right" | 7
| Gespanschaft Bjelovar-Bilogora
| ''Bjelovarsko-bilogorska županija''
| Bjelovar
|-
| align="right" | 8
| Gespanschaft Primorje-Gorski kotar
| ''Primorsko-goranska županija''
| Rijeka
|-
| align="right" | 9
| Gespanschaft Lika-Senj
| ''LiÄ?ko-senjska županija''
| Gospić
|-
| align="right" | 10
| Gespanschaft Virovitica-Podravina
| ''VirovitiÄ?ko-podravska županija''
| Virovitica
|-
| align="right" | 11
| Gespanschaft Požega-Slawonien
| ''Požeško-slavonska županija''
| Požega
|-
| align="right" | 12
| Gespanschaft Brod-Posavina
| ''Brodsko-posavska županija''
| Slavonski Brod
|-
| align="right" | 13
| Gespanschaft Zadar
| ''Zadarska županija''
| Zadar
|-
| align="right" | 14
| Gespanschaft Osijek-Baranja
| ''OsjeÄ?ko-baranjska županija''
| Osijek
|-
| align="right" | 15
| Gespanschaft Å ibenik-Knin
| ''Šibensko-kninska županija''
| Å ibenik
|-
| align="right" | 16
| Gespanschaft Vukovar-Syrmien
| ''Vukovarsko-srijemska županija''
| Vukovar
|-
| align="right" | 17
| Gespanschaft Split-Dalmatien
| ''Splitsko-dalmatinska županija''
| Split
|-
| align="right" | 18
| Gespanschaft Istrien
| ''Istarska županija''
| Pazin
|-
| align="right" | 19
| Gespanschaft Dubrovnik-Neretva
| ''DubrovaÄ?ko-neretvanska županija''
| Dubrovnik
|-
| align="right" | 20
| Gespanschaft Međimurje
| ''Međimurska županija''
| ÄŒakovec
|-
| align="right" | 21
| Stadt Zagreb
| ''Grad Zagreb''
|
|}
Mehrere Gespanschaften bilden eine Region. In Kroatien gibt es folgende vier Regionen (kroatisch ''regija''):
* Središnja Hrvatska (Zentralkroatien)
* ZagrebaÄ?ka regija (Region Zagreb)
* Jadranska Hrvatska (Adriatisches Kroatien)
* IstoÄ?na Hrvatska (Ostkroatien)
Feiertage in Kroatien
{| class="prettytable"
|-style="background:#B0C4DE;"
!Datum
!Deutsche Bezeichnung
!Kroatische Bezeichnung
!Anmerkungen
|-
| 1. Januar
| Neujahr
| ''Nova godina''
|
|-
| 6. Januar
| Heilige Drei Könige
| ''Sveta tri kralja''
|
|-
| Ostermontag
| Ostermontag
| ''Uskrsni ponedjeljak''
| ''bewegliches Datum''
|-
| 1. Mai
| Tag der Arbeit
| ''Praznik rada''
|
|-
| 60 Tage nach Ostern
| Fronleichnam
| ''Tijelovo''
| ''bewegliches Datum''
|-
| 22. Juni
| Tag des antifaschistischen Kampfes (Kroatien) Tag des antifaschistischen Kampfes
| ''Dan antifaÅ¡istiÄ?ke borbe''
|
|-
| 25. Juni
| Staatsfeiertag (Kroatien) Staatsfeiertag
| ''Dan državnosti''
|
|-
| 5. August
| Tag der heimatlichen Dankbarkeit (Kroatien) Tag der heimatlichen Dankbarkeit
| ''Dan domovinske zahvalnosti''
|
|-
| 15. August
| Mariä Himmelfahrt
| ''Velika Gospa''
|
|-
| 8. Oktober
| Unabhängigkeitstag (Kroatien) Unabhängigkeitstag
| ''Dan neovisnosti''
|
|-
| 1. November
| Allerheiligen
| ''Svi sveti''
|
|-
| 25. Dezember
| Weihnachten, Weihnachten 1. Weihnachtsfeiertag
| ''Božić''
|
|-
| 26. Dezember
| Stephanstag, 2. Weihnachtsfeiertag
| ''Blagdan svetog Stjepana, Stipandan''
|
|}
Geschichte
:''Hauptartikel: Geschichte Kroatiens''
Altertum und frühes Mittelalter
Bild:Oton Ivekovic, Krunidba kralja Tomislava.jpg Tomislav.html" title="thumb thumb|right|Krönung des ersten kroatischen Königs [[Tomislav im Jahre 924.html" title="right|Krönung des ersten kroatischen Königs [[Tomislav">thumb|right|Krönung des ersten kroatischen Königs [[Tomislav im Jahre 924">right|Krönung des ersten kroatischen Königs [[Tomislav">thumb|right|Krönung des ersten kroatischen Königs [[Tomislav im Jahre 924
Die ersten Siedlungen an der dalmatinischen Küste entstanden im 12. und 11. Jahrhundert v. Chr. im Zuge der Ionischen bzw. auch später der Große Griechische Kolonisation großen griechischen Kolonisation. So geht die Gründung der Siedlung Split auf diese Zeit zurück (Split von ''Griechische Sprache gr.'' ''Aspalatos'' oder ''Spalatos'' = Höhle) [http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_antiker_St%C3%A4tten#Kroatien]. Im 4. Jahrhundert v. Chr. erwähnte der griechische Historiker Herodot außerdem die im Historien des Herodot Werk beschriebenen Illyrer (ein Indogermanen indogermanisches Volk) als zusätzlich ansässig gewordenes Volk. Ab der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. wuchs der politische Einfluss der Römisches Reich Römer auf die illyrischen Stämme zwischen der Küste und der Pannonische Tiefebene pannonischen Ebene. Im Jahr 34 v. Chr. verleibte Augustus Oktavian, der spätere Kaiser Augustus, dieses Gebiet Rom ein. Zu Beginn des 1. Jahrhunderts wurde die Dalmatia Provinz Dalmatia, benannt nach dem Stamm der Delmatae, gebildet. Im Jahr 293 wurde unter der Herrschaft des Diokletian Kaisers Diokletian die Provinz entlang des Flusses Drina geteilt.
Im 6. Jahrhundert rückte, in das von den Langobarden geräumte Pannonien, das zentralasiatische Reitervolk der Awaren ein. Im Gefolge der Awaren siedelten sich die Slawen an.
Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert war das Gebiet des heutigen Kroatien Teil des Byzantinisches Kaiserreich Byzantinischen Kaiserreichs. Nach der Schlacht mit den Franken im Jahre 825 während der Regentzeit Kaiserins Irenes von Konstantinopel kam das Gebiet an die Franken. Damit ist belegt, dass die dort ansässige Bevölkerung von Konstantinopel aus im 6. und 7. Jahrhundert nach ürsprünglicher Art also nach Orthodoxie griechisch-orthodoxen bzw. östlichem Ritus christianisiert worden war. Erst durch die weitere Zeit wurde durch die Franken, dieses Gebiet und die Bevölkerung mit Westrom uniert und infolgedessen katholisch deklariert. In Folge dessen veränderten sich im weiteren Verlauf der Jahrhunderte erneut die Ansprüche auf dieses Gebiet, sodass im 10. und 11. Jahrhundert unter anderem das Gebiet erneut an das Byzantinische Kaiserreich fiel. Die aus dieser Zeit urkundlich erwähnten Betitelungen der ''Kroaten'' bzw. die amtliche Erwähnung König Tomislavs stammen ausschließlich aus dem küstenweiten Hinterland Dalmatiens um Duvno bzw. heute Tomislavgrad in Bosnien und Herzegowina. Das heißt aus Gebieten außerhalb direkten byzantinischen Einflusskreises und waren in Folge dessen lediglich von limitiert lokal- und regionalhistorischer Bedeutung.
Der Name der Kroaten ist erstmals in einer Quelle aus dem 10. Jahrhundert belegt. Der Name selber hat keine slawischen Wurzeln, sondern stammt mit größter Wahrscheinlichkeit aus dem persischen Raum. Das Ethonym der Kroaten ist möglicherweise ein Ehrentitel mit funktionaler und sozialer Bedeutung des Awarenreiches, der nicht nur an der östlichen Adriaküste, sondern auch am Ostrand der Alpen, in Nordböhmen, Sachsen und Südpolen belegt ist.
Im Jahr 879 wird Fürst Branimir von Papst Johannes VIII. (Papst) Johannes VIII. mit „dux Croatorum“ angeschrieben und angesprochen, was seinerzeit einer Anerkennung des mittelalterlichen Kroatien gleichkommt. Dieser politische motivierten Krönung Westroms folgte unmittelbar später die erneute Einverleibung in das Byzantinische Kaiserreich. Der um 925 zum König gekrönte Tomislav (910–928), konnte wohl zwischenzeitig die Ungarn als auch die Bulgaren zurückschlagen.
Kroatisches Königreich (925–1102)
Domagojs Enkel, Tomislav, wurde 925 der erste König Kroatiens und gleichzeitig war dies auch der erste Königstitel in der Geschichte der Südslawen. Papst Johannes X. erkannte diesen Titel sofort an. Während seiner Herrschaft fielen die Magyaren im pannonischen Becken ein. Tomislav verteidigte sein Königreich, das aus Zentralkroatien, Slawonien und Teilen Dalmatiens und Bosniens bestand, erfolgreich gegen die Ungarn. Das Königreich existierte bis ins Jahr 1102 weiter.
Kroatien in Personalunion mit Ungarn (1102-1526)
Die Personalunion mit dem Königreich Ungarn blieb, mit Ausnahme der Türkenkriege im 16., 17. und frühen 18. Jahrhundert, und einiger anderer Unterbrechungen, in verschiedener Form bis 1918 bestehen.
Im Jahr 1102 erfolgte die Krönung des ungarischen Königs Koloman zum kroatischen König in Biograd bei Zadar und dadurch kam Kroatien in Personalunion durch ein Abkommen (Pacta conventa) zu Königreich Ungarn Ungarn, mit eigener Verwaltung unter einem kroatischen Ban (Befehlshaber).
Kroatien unter den Habsburgern (1527-1918)
Bild:Oton Ivekovic, Nikola Subic Zrinski.jpg Nikola_Šubić Zrinski.html" title="thumb thumb|right|[[Nikola Šubić Zrinski - ein kroatischer Feldherr im 16. Jahrhundert.html" title="right|[[Nikola Šubić Zrinski">thumb|right|[[Nikola Šubić Zrinski - ein kroatischer Feldherr im 16. Jahrhundert">right|[[Nikola Šubić Zrinski">thumb|right|[[Nikola Šubić Zrinski - ein kroatischer Feldherr im 16. Jahrhundert
Mitte des 15. Jahrhunderts erlitten Ungarn und Kroatien schwere Gebietsverluste durch die Expansion des Osmanisches Reich Osmanischen Reiches. Um militärisch Beistand zu erhalten und weitere Gebietsverluste an die Osmanen zu verhindern, rief der kroatische Sabor die Habsburger auf, die Regentschaft über Kroatien zu übernehmen. Nach zahlreichen Schlachten gelangte im 18. Jahrhundert ein Großteil Kroatiens unter Verwaltung der Habsburger. Die historischen kroatischen Regionen Dalmatien und Teile Istriens standen seit dem Spätmittelalter unter der Herrschaft der Republik Venedig. Die Republik Dubrovnik konnte als einziges der Gebiete des heutigen Kroatien vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1808 ihre staatliche Unabhängigkeit bewahren.
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Nach den napoleonischen Kriegen kamen 1815 ganz Dalmatien und Istrien unter Donaumonarchie österreichische Herrschaft, wurden jedoch aus politischen Gründen („divide et impera“) nicht verwaltungsmäßig mit dem übrigen Kroatien vereinigt, sondern zu separaten Kronland Kronländern innerhalb der österreichischen Reichshälfte, während Kroatien-Slawonien zur ungarischen Reichshälfte gehörte.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs unter der kroatischen Bevölkerung das Verlangen nach mehr Selbstbestimmungsrechten. In den Revolutionsjahren um 1848 verkörperte insbesondere Ban Josip JelaÄ?ić die Symbolfigur kroatischer Interessen, welche nach Eigenverwaltung strebten. Den nationalen Bestrebungen wurde jedoch durch den Österreichisch-Ungarischer Ausgleich Österreichisch-Ungarischen Ausgleich und den Ungarisch-Kroatischer Ausgleich Ungarisch-Kroatischen Ausgleich 1867 ein Ende gesetzt. Das 19. Jahrhundert war auch geprägt vom so genannten Illyrer Illyrismus, einer Bewegung, die zahlreiche kulturelle Veränderungen durchsetzte. Es kam zu einer Standardisierung der kroatischen Sprache und gleichzeitig wurde die Idee geboren, alle Südslawen in einem Staat zu vereinen.
Entstehung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (1918-1941)
Kroatien begann sich nach Ende des Erster Weltkrieg Ersten Weltkrieges im Jahre 1918 aus der Österreich-Ungarn österreichisch-ungarischen Monarchie zu lösen. Italienische Truppen begannen daraufhin mit der Besetzung von kroatischen Gebieten längs der Ostküste der Adria, da Italien im Londoner Vertrag 1915 Londoner Vertrag von 1915 deren Annexion zugesagt worden war. Angesichts dessen beschloss der ''Nationalrat der Slowenen, Kroaten und Serben'' Ende November 1918 die sofortige Vereinigung Kroatiens mit dem Königreich Serbien, woraus dann das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen entstand. Viele Kroaten lehnten aber die Monarchie monarchistische Staatsform ab, fühlten sich benachteiligt und verlangten für Kroatien die Gründung einer Republik. Dazu kam, dass die Verfassung eine zentralistische Staatsorganisation und die Auflösung der historischen Provinzen vorsah, was den Serben als zahlenmäßig größtem Volk de facto die Vorherrschaft sicherte.
1929 löste König Alexander I. (Jugoslawien) Aleksandar I. das Parlament auf und benannte den Staat in ''Königreich Jugoslawien'' um. Er regierte diktatorisch vorwiegend mit Hilfe serbischer Offiziere. Als Reaktion hierauf gründete Ante Pavelić die von Mussolini unterstützte faschistische Ustaša-Bewegung.
Kroatien während des Zweiten Weltkrieges
Vier Tage nach dem Überfall Drittes Reich Deutschlands auf das ''Königreich Jugoslawien'' marschierte am 10. April 1941 die Wehrmacht in Zagreb ein. Kroatien wurde zum deutschen Vasallenstaat. Mit deutscher Unterstützung riefen die Ustaša den ''Unabhängiger Staat Kroatien Unabhängigen Staat Kroatien'' (''NDH'') aus. Sie errichteten eine faschistische Diktatur unter Ante Pavelić, welche Serben, Juden, Roma und kroatische Antifaschismus Antifaschisten systematisch verfolgte und ermordete. Demokratische Wahlen, die das Ustaša-Regime vor dem kroatischen Volk legitimiert hätten, wurden nicht abgehalten. Vom Sommer 1941 an begann ein bewaffneter Aufstand der kroatischen Kommunisten gegen das Ustaša-Regime, die als Teil der Jugoslawische Partisanen jugoslawischen Partisanenbewegung im Laufe der Jahre 1942 und 1943 einen großen Teil des Landes unter ihre Kontrolle bringen konnten.
Kroatien als Teil Jugoslawiens (1945-1991)
Nach Kriegsende wurde Kroatien eine von sechs Teilrepubliken ''(Sozialistische Republik Kroatien)'' der neu gegründeten ''Föderativen Volksrepublik Jugoslawien'', ab 1963 ''Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (SFRJ)'', unter der Regierung Josip Broz Tito Tito.
Bild:Flag of SR Croatia.svg Sozialistische Republik Kroatien thumb|left|100px|Flagge der [[Sozialistische Republik Kroatien|Sozialistischen Republik Kroatien (1945–1991).html" title="Sozialistischen Republik Kroatien.html" title="thumb|left|100px|Flagge der [[Sozialistische Republik Kroatien|Sozialistischen Republik Kroatien">thumb|left|100px|Flagge der [[Sozialistische Republik Kroatien|Sozialistischen Republik Kroatien (1945–1991)">Sozialistischen Republik Kroatien.html" title="thumb|left|100px|Flagge der [[Sozialistische Republik Kroatien|Sozialistischen Republik Kroatien">thumb|left|100px|Flagge der [[Sozialistische Republik Kroatien|Sozialistischen Republik Kroatien (1945–1991)
Im Jahre 1971 wird die Protest- und Reformbewegung Kroatischer Frühling niedergeschlagen. Nach dem Tod Titos 1980 nahmen die Spannungen zwischen Kroatien und der von Serben dominierten jugoslawischen Regierung zu. Ende der achtziger Jahre hatten sich aus den Bestrebungen nach mehr Autonomie die Forderungen nach der Unabhängigkeit von Jugoslawien entwickelt. Der Kroate Franjo Tudjman, der an der Seite Titos gegen das Ustascha-Regime gekämpft hatte, erlangte bei der kroatischen Bevölkerung großen Zuspruch. Nachdem die geschwächte jugoslawische Regierung ein Mehrparteiensystem zugelassen hatte, gründete Tudjman 1990 die HDZ Kroatische Demokratische Gemeinschaft (HDZ), die bald den Charakter einer Volkspartei annahm. Seine Forderung nach einem unabhängigen Kroatien löste bei den Serbischstämmigen, die laut damaliger Verfassung das zweite Staatsvolk darstellten, Proteste aus, doch die HDZ gewann bei den Wahlen die Mehrheit der Parlamentssitze, und Tudjman wurde zum Präsidenten gewählt.
Unabhängigkeitskrieg Kroatiens (1991-1995)
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In der Folge eines abgehaltenen Referendum über die Unabhängigkeit Kroatiens, in dem 93,2 % der Wahlberechtigten für die Souveränität stimmten (bei einer Wahlbeteiligung von 93,5 %), erklärte Kroatien im Juni 1991 unter Franjo Tuđman seine Unabhängigkeit (Politik) Unabhängigkeit. Die internationale Anerkennung folgte vom 15. Januar 1992 an. Der Wechsel von der Einparteiendiktatur hin zur parlamentarischen Demokratie erfolgte ohne Zwischenfälle.
Die de facto von Serbien dominierte Jugoslawische Volksarmee versuchte die Unabhängigkeitsbestrebungen militärisch niederzuwerfen. Der militärische Versuch, kroatische Gebiete sowohl mit großem als auch geringem Anteil an serbischer Bevölkerung von Kroatien abzuspalten und mittelfristig an Serbien anzugliedern, mündete in dem fast vier Jahre andauerndem Kroatien-Krieg (siehe auch Jugoslawienkriege), der erst nach militärischen Erfolgen der Kroaten 1995 (Militäroperation Oluja) mit dem Vertrag von Dayton vom 14. Dezember 1995 endete.
Kroatien nach der Unabhängigkeit
Im Oktober 2001 unterzeichnete Kroatien ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der Europäische Union Europäischen Union.[[http://europa.eu/bulletin/de/200110/p106056.htm EU Bulletin 10-2001]] Es sichert Kroatien den freien Zugang zum Europäischen Binnenmarkt, verlangt aber auch umfangreiche Wirtschafts- und Sozialreformen. Seit dem 18. Juni 2004 ist Kroatien offizieller Beitrittskandidaten der EU EU-Beitrittskandat. Allerdings begannen die Beitrittsverhandlungen erst nach einem Beschluss der EU-Außenminister vom 3. Oktober 2005, da Kroatien bis dahin nach Auffassung der EU-Kommission nur mangelhaft mit dem Internationaler Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien Haager Kriegsverbrechertribunal kooperierte.[[http://www.bundesregierung.de/nn_87720/Content/DE/Artikel/2005/11/2005-11-08-beitrittskandidat-kroatien.html Mitteilung der deutschen Bundesregierung zur Aufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen]]
Politik und Verwaltung
:''Hauptartikel: Politik in Kroatien''
Die Verfassung vom 22. Dezember 1990 wurde Ende 2000/Anfang 2001 in wesentlichen Teilen revidiert. Somit wurde aus einem „halbpräsidialen System“ ein parlamentarisches. Die Änderungen betrafen vor allem die Kompetenzverteilung zwischen den zentralen
Staatsorganen und verfolgten in erster Linie das Ziel, die Befugnisse des Staatspräsidenten auf die Regierung und (in geringerem Umfang) das Parlament zu übertragen.
Die Konzentration der politischen Macht in der Verfassung, die früher auf den Präsidenten Franjo Tuđman zugeschnitten war, wurde damit beseitigt. Allerdings behält der direkt gewählte Präsident weiterhin wichtige Kompetenzen in der Außenpolitik, im Zusammenhang mit der Regierungsbildung und den Parlamentswahlen sowie bei der Kontrolle von Militär und Nachrichtendiensten.
Exekutive
Bild:Mesic May 06.jpg Stjepan_Mesić.html" title="thumb thumb|right|[[Stjepan Mesić (Präsident).html" title="right|[[Stjepan Mesić">thumb|right|[[Stjepan Mesić (Präsident)">right|[[Stjepan Mesić">thumb|right|[[Stjepan Mesić (Präsident)
Der kroatische Präsident wird für 5 Jahre direkt vom Volk gewählt. Er ist das Staatsoberhaupt. Der gewählte Präsident beruft Parlamentswahlen ein und ernennt die Mitglieder des Parlaments (kroat. Sabor), ebenso wie den Premierminister. Seit dem 18. Februar 2000 ist Stjepan Mesić (auch „Stipe“ Mesić genannt) kroatischer Staatspräsident. Er wurde am 16. Januar 2005 für eine zweite Amtsperiode gewählt.
Legislative
Das Kroatisches Parlament Parlament (Sabor) in Kroatien ist ein Ein-Kammer-Parlament und hat 152 Abgeordnete. Die zweite Kammer, das Haus der Gespanschaften [kroat. Županski Dom], wurde im März 2000 abgeschafft. Verhältniswahlrecht mit 5%-Klausel, bezogen auf einzelne Wahlkreise, besonderer Wahlkreis für Auslandskroaten, zusätzlich 8 Abgeordnete für nationale Minderheiten. Alle Bürger ab dem 18. Lebensjahr sind wahlberechtigt. Die nächsten Parlamentswahlen finden 2007 statt. Amtierender Parlamentspräsident ist Vladimir Šeks (HDZ).
Judikative
Der Oberster Gerichtshof der Republik Kroatien Oberste Gerichtshof Kroatiens (''Vrhovni sud Republike Hrvatske'') ist, ähnlich wie in Deutschland, die höchste juristische Instanz. Nach Empfehlung des Justizausschusses des Sabors werden die Richter vom staatlichen Richterrat ernannt. Außerdem gibt es ein Verfassungsgericht und mehrere Strafgericht Straf- und Zivilgerichte sowie Berufungsgerichte. Derzeit befindet sich das kroatische Gerichtswesen in einem grundlegenden Reform-Prozess.
Politische Parteien
Bild:Sanader May 06.jpg Ivo_Sanader.html" title="thumb thumb|[[Ivo Sanader (Premierminister).html" title="[[Ivo Sanader">thumb|[[Ivo Sanader (Premierminister)">[[Ivo Sanader">thumb|[[Ivo Sanader (Premierminister)
Seit Dezember 2003 ist die Kroatische Demokratische Union / Hrvatska demokratska zajednica HDZ unter Premierminister Ivo Sanader mit 63 Sitzen im Parlament die stärkste Partei (mitte-rechts) und bildet zusammen mit der Kroatischen Partei der Rentner / HSU wie auch der Selbständigen Demokratischen Serbischen Partei / SDSS mit jeweils drei Sitzen im Parlament, der Kroatischen Sozialliberalen Partei / HSLS mit zwei Sitzen im Parlament und dem Demokratischen Zentrum / DC (Abspaltung unter dem ehemaligen HDZ-Außenminister Granić, im Frühjahr 2000 gegründet) mit einem Sitz im Parlament die Regierungsparteien.
Die größten Parteien Kroatiens sind die Hrvatska demokratska zajednica Kroatische Demokratische Union (HDZ), die Socijaldemokratska Partija Hrvatske Sozialdemokratische Partei (SDP), die Hrvatska socijalno-liberalna stranka Sozial-liberale Partei (HSLS), die Hrvatska seljaÄ?ka stranka Bauernpartei (HSS), die Hrvatska narodna stranka Volkspartei (HNS), die Istarski demokratski sabor Istrische Demokratische Versammlung (IDS), die Hrvatska krÅ¡Ä?anska demokratska unija Christlich-Demokratische Union (HKDU), die slawonische Regionalpartei, die Hrvatska stranka prava Partei des Rechts (HSP) sowie die Nezavisni demokrati Unabhängigen Demokraten. Die nächsten turnusmäßigen Parlamentswahlen werden voraussichtlich im November 2007 stattfinden.
Verteidigungs- und Sicherheitspolitik
:''Hauptartikel: Kroatische Streitkräfte''
= Allgemeines über die Streitkräfte
=
Die Kroatische Armee umfasst in ihrer Friedensstärke etwa 15.000 Soldaten. Die Anzahl der Reservisten beträgt 111.000 Soldaten, von denen sich etwa 32.360 in Bereitschaft befinden. Insgesamt stehen 856.946 Bürger Kroatiens bereit für den Verteidigungsfall.
Die Anzahl der Wehrpflichtigen im Alter von 19 Jahren beträgt pro Jahr etwa 30.096 (2003). Seit 2006 gilt in Kroatien der verkürzte Grundwehrdienst von 6 Monaten, bzw. alternativ der Zivildienst von 9 Monaten.
Der Wehretat der Republik Kroatien betrug 1997 etwa 1.1 Milliarden USD (1997), etwa über 5% des Bruttosozialproduktes; 2006 soll er bei etwa 560 Millionen Euro liegen (1,71 % des BSP).
Der Oberbefehlshaber der Armee Kroatiens ist der Präsident der Republik Kroatien. Der Sabor, das kroatische Parlament, verfügt über die Kontrolle der Streitkräfte, den Wehretat und die strategische Entwicklung.
= Beitritt zur NATO
=
Insbesondere die Flüchtigkeit des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ante Gotovina war lange Zeit ein Hindernis auf dem Weg zur Mitgliedschaft Kroatiens. Beim Treffen des kroatischen Premierministers Ivo Sanader mit dem amerikanischen Staatspräsidenten George W. Bush am 18. Oktober 2006 versicherte letzterer sich dafür einzusetzen, dass Kroatien bereits 2008 zur NATO beitritt.
= Auslandseinsätze
=
Kroatische Truppen sind bereits seit November 2003 Teil der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (ISAF), unter der Leitung der NATO (Bildung eines regionalen Aufbauteams für den Handel der Stadt Kunduz und Demilitarisierungsprogramme). Im Laufe des Jahres 2006 soll das Kontingent von 50 Soldaten auf 150 aufgestockt werden.
Die Kroatischen Streitkräfte werden auch zu friedenserhaltenden und -sichernden Maßnahmen im Rahmen der Vereinte Nationen Vereinten Nationen eingesetzt:
* UNAMSIL in Sierra Leone (UNAMSIL – United Nations Assistance Mission to Sierra Leone)
* MINURSO in der Westsahara (MINURSO – United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara)
* UNMOGIP in Indien and Pakistan (UNMOGIP – United Nations military observer group in India and Pakistan)
* UNMEE in Äthiopien und Eritrea (UNMEE – United Nations mission in Ethiopia and Eritrea)
Wirtschaft
:''Hauptartikel: Wirtschaft Kroatiens''
Obwohl die Arbeitslosigkeit in Kroatien rund 17% [[https://www.cia.gov/cia/publications/factbook/geos/hr.html World Factbook]] (2006) beträgt, ist die Wirtschaft Kroatiens derzeit im Aufbruch. Dazu tragen vor allem die erhöhten Investitionen als Folge der EU-Beitrittsbemühungen Kroatiens bei. Kroatien ist ebenfalls ein starker Wirtschaftspartner innerhalb des Zentraleuropäisches Freihandelsabkommen Zentraleuropäischen Freihandelsabkommens (CEFTA) und wird oft als wirtschaftlicher Motor Südosteuropas bezeichnet.
Im „Global Gender Gap Report 2006“ des Weltwirtschaftsforums belegte Kroatien im weltweiten Ranking einen guten 16. Platz.[[http://www.weforum.org/en/initiatives/gcp/Gender%20Gap/index.htm World Economic Forum, „The Global Gender Gap Report 2006“ (englisch)]] Im Bericht werden etwa die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern, die Mitbeteiligung von Frauen in der Politik, sowie in entscheidenden Wirtschaftspositionen eines Staates untersucht.
Landwirtschaft
Die Hälfte (53,16 % bzw. 30'060 km²[http://www.argedonau.at/neu/arge/mitglieder/16-Kroat.htm]) der Landfläche werden als Agrarflächen genutzt. Dazugehören vor allem die fruchtbaren Böden im Save-Drau-Zwischenstromland, welche intensiv genutzt werden. Die wichtigsten angebauten Früchte sind Zuckerrüben, Kartoffeln, Weizen und Mais. In klimatisch begünstigten Lagen werden auch einige Sonderkulturen angebaut, vor allem Wein und Obst. In Süddalmatien werden sogar mit Tabak und Zitrusfrüchten hohe Ernteerträge erzielt. In der Viehhaltung dominieren die Rinder-, Schaf- und Schweinezucht. In Dalmatien ist der Fischfang eine wichtige Einkommensquelle.
Bergbau
Kroatien ist relativ reich an Bodenschätzen. Vor Ausbruch der Jugoslawienkriege 1991 war die Bergbauindustrie einer der bedeutendsten Arbeitgeber. Erdgas, Erdöl, Steinkohle, Braunkohle, Bauxit, Eisenerz und Porzellanerde (Kaolin) gehören zu den wichtigsten Rohstoffen Kroatiens. In manchen Regionen gibt es auch kleine Vorkommen von Calcium, Naturasphalt, Kieselerde, Glimmer und Salz. Darüber hinaus werden Graphit und Baumaterialien (vor allem Betongrundstoffe) abgebaut.
Industrie
Die vorherrschende Industriebetriebe in Kroatien sind Erdölraffinerien, Eisen- und Stahlwerke, Schiffswerften, Chemieunternehmen und Produktionsstätten für Nahrungsmittel, Maschinen, Zement und Beton, Metallwaren und Textilien. Die ehemals bedeutende Bergbauindustrie verzeichnet seit einigen Jahren Rückgänge in der Produktion. Viele der Industriebetriebe Kroatiens wurden 1991 bei den Kämpfen zerstört oder beschädigt. Der Wiederaufbau der Anlagen bindet viele finanzielle Mittel und verhindert eine weitere Entwicklung in einigen anderen Produktionsbereichen. Zu Beginn der Auseinandersetzungen mit Serbien ging ab Mitte 1991 die Industrieproduktion massiv zurück. Ab 1993 verzeichnete die kroatische Wirtschaft Zuwachsraten, und bis 1996 konnten wieder in den meisten Branchen erhebliche Produktivitätssteigerungen verzeichnet werden.
Bankwesen
Das Kreditinstitut Bankwesen ist konsolidiert und die größten Banken des Landes haben mit italienischen und österreichischen Großbanken fusioniert, bzw. wurden von diesen übernommen. Zu den größten Banken in Kroatien zählen die ZagrebaÄ?ka banka, Privredna banka, Splitska banka, Raiffeisenbank Austria, HVB Croatia banka, OTP banka und KarlovaÄ?ka banka.
Tourismus
Bild:Brela, Southern Dalmatia, Croatia.jpg Brela.html"_title="thumb thumb|right|[[Brela,_Mitteldalmatien.html" title="right|[[Brela">thumb|right|[[Brela, Mitteldalmatien">right|[[Brela">thumb|right|[[Brela, Mitteldalmatien
:''Hauptartikel: Tourismus in Kroatien''
Kroatien ist ein beliebtes Urlaubsziel. Hauptattraktionen sind die Küste, die Nationalparks und die Städte; besonders beliebt sind Dubrovnik, Split, Rijeka und Zagreb. Jedes Jahr besuchen über zehn Millionen Touristen Kroatien. Der Tourismus erzeugt etwa ein Fünftel des Bruttoinlandsproduktes und ist damit einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Kroatiens.
Energie
In Kroatien wird Erdöl, Kohle, Wasser und Atomenergie genutzt. Der Atomreaktor KrÅ¡ko versorgt den Norden Kroatiens und vor allem Zagreb mit Strom. Er liegt in Slowenien. Wasserkraftwerke sind meist in der Küstenregion Kroatiens vorzufinden. Das größte Wasserkraftwerk in Kroatien liegt am PeruÄ?ko jezero (PeruÄ?er See) nahe Sinj.
Infrastruktur, Verkehr und Telekommunikation
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:''Hauptartikel: Infrastruktur, Verkehr und Telekommunikation in Kroatien''
Der Verkehrs- und Infrastruktursektor ist derzeit einer der sich am schnellsten entwickelnden Bereiche der kroatischen Wirtschaft. Viele Autobahnen werden über das Land verteilt gleichzeitig errichtet. Auch andere wichtige Infrastrukturprojekte, wie Brücken, städtische Kommunalprojekte, Umweltprojekte oder der Ausbau von Häfen befinden sich derzeit in einer Projektierungs- oder Bauphase. Das kroatische
Wirtschaftswachstum und der Lebensstandard d | |