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Feuerwehr
*** Shopping-Tipp: Feuerwehr
Die '''Feuerwehr''' ist eine Hilfsorganisation, deren Aufgabe es ist, bei Brand Bränden, Unfall Unfällen, Überschwemmungen und ähnlichen Ereignissen Hilfe zu leisten, d. h., Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu schützen und zu bergen. Hauptaufgabe ist jedoch das Retten, das Priorität vor allen anderen Aufgaben hat.
Da sich in den letzten Jahrzehnten die Zahl der Brände stark zurückentwickelt hat, übernimmt die Feuerwehr zunehmend Aufgaben, die über die traditionelle Brandbekämpfung hinausgehen. Die Art der neu übernommenen Aufgaben und die Strukturen der Feuerwehren sind regional sehr unterschiedlich.
Organisationsformen
Eine Feuerwehr kann sein:
* eine Einrichtung der Kommune
* eine betriebliche Einrichtung (Werkfeuerwehr Werk- und Betriebsfeuerwehr).
* ein privates Unternehmen, das im Auftrag der Kommune oder des Betriebes die Aufgaben einer Feuerwehr wahrnimmt (beispielsweise Falck in Dänemark).
* eine Truppengattung des Militärs
Je nach Bevölkerungsstruktur und -dichte sind auch die Strukturen der Feuerwehrorganisationen unterschiedlich. Sind es z. B. in Deutschland, in Österreich oder in Südtirol die Freiwillige Feuerwehr Freiwilligen Feuerwehren, die den flächenmäßig größten Teil des Brandschutzes abdecken, setzen andere Länder auf Stützpunktfeuerwehren mit Berufsfeuerwehr hauptamtlichem Personal. Die Schweiz kennt in vielen Gemeinden die Pflichtfeuerwehr allgemeine Feuerwehrpflicht für Männer und Frauen. In den meisten Ländern existiert auch ein Brand- und/oder Katastrophenschutz durch militärische Strukturen. Zugleich gibt es Länder, in denen mehrere dieser Strukturen vermischt oder parallel existieren.
Aufgaben
Bild:Verkehrsunfall1.jpg Verkehrsunfall.html"_title="thumb thumb|[[Verkehrsunfall_mit Ölspur auslaufenden Betriebsmitteln.html" title="[[Verkehrsunfall">thumb|[[Verkehrsunfall mit Ölspur auslaufenden Betriebsmitteln">[[Verkehrsunfall">thumb|[[Verkehrsunfall mit Ölspur auslaufenden Betriebsmitteln
Die Aufgaben der Feuerwehr werden in den Gesetzen jedes Staates geregelt. International weit verbreitet ist die Zusammenfassung der Aufgaben mit den Schlagworten ''Retten'', ''Löschen'', ''Bergen'', ''Schützen''.
Das '''Retten''' ist die Abwendung einer Lebensgefahr von Menschen durch Sofortmaßnahmen (Erste Hilfe), die der Erhaltung oder Wiederherstellung von Atmung, Kreislauf oder Herztätigkeit dienen und/oder Befreien aus einer Zwangslage durch technische Rettungsmaßnahmen. Tätigkeitsfelder hierfür sind z. B. Feuer, Überschwemmungen oder Verkehrsunfall Verkehrsunfälle.
Das '''Löschen''' ist die älteste Aufgabe der Feuerwehr. Bei diesem so genannten ''Abwehrenden Brandschutz'' werden unterschiedlichste Brand Brände mit Hilfe spezieller Feuerwehrausrüstung Ausrüstung Brandbekämpfung bekämpft.
Im Laufe der Zeit ist jedoch die Zahl der Brandbekämpfungen weltweit zurückgegangen. Aufgrund der zunehmenden Aufgabenvielfalt der Feuerwehr nehmen die technische Hilfeleistung technischen Hilfeleistungen stark zu und die Feuerwehr entwickelt sich zur Hilfeleistungsorganisation.
Die Feuerwehr kann weiterhin das '''Bergung Bergen''' von Sachgütern, toten Menschen oder Tieren übernehmen.
Vorbeugende Maßnahmen (das '''Schützen''') beinhalten im wesentlichen Elemente des ''vorbeugenden Brandschutzes''. Diese dienen der Vermeidung von Entstehungsbränden z. B. durch Brandsicherheitswachen bei öffentlichen Veranstaltungen oder konsequenter Brandschutzerziehung in der Bevölkerung, um auf Gefahren aufmerksam zu machen und Notfall richtiges Verhalten in Notsituationen aufzuzeigen.
Besonders in Industrienationen wird dem Betriebsbrandschutz immer mehr Augenmerk geschenkt, sei es durch eigene Betriebsfeuerwehr betriebliche oder auch durch öffentliche Feuerwehren.
Bild:Feuerwehreinsatz.JPG thumb|Kühlen eines Kraftstofftanks bei einer Einsatzübung
Darüber hinaus wird die Feuerwehr im Rahmen behördlicher Baugenehmigung Baugenehmigungsverfahren größerer Bauvorhaben häufig hinzugezogen und um Stellungnahme gebeten. Weiterhin bringt die Feuerwehr bei der Erstellung von Standards in verschiedenen Fachgebieten ihre Erfahrung und Verbesserungsvorschläge ein.
Außerdem betreibt die Feuerwehr aktiven Umweltschutz, etwa durch die Eindämmung von Ölunfällen, Beseitigung von Ölspuren auf Straßen und ABC-Schutz Schutz vor chemischen, biologischen und atomaren Gefahren.
Geschichte
''Siehe Hauptartikel: Geschichte der Feuerwehr, Feuerwehren im Römischen Reich''
Bild:FeuerwehrNuernberg1661.jpg Nürnberg.html" title="thumb thumb|right|Feuerwehr [[Nürnberg mit einer Feuerspritze.html" title="right|Feuerwehr [[Nürnberg">thumb|right|Feuerwehr [[Nürnberg mit einer Feuerspritze">right|Feuerwehr [[Nürnberg">thumb|right|Feuerwehr [[Nürnberg mit einer Feuerspritze
Bild:Dampfspritze_Gainfarn.jpg thumb|right|Dampfspritze von 1910
Bereits die Altes Ägypten alten Ägypter hatten die ersten organisierten Feuerlöscheinheiten.
Im Römisches Reich Römischen Reich entstanden Millionenstädte wie Rom. Die Häuser waren meist mehrstöckig und standen sehr eng beieinander, auch die Gassen waren sehr eng. Vielfach wurden hölzerne An- und Vorbauten an den Häusern errichtet. Etliche Male vernichteten Feuersbrünste ganze Stadtteile von Rom. Im Jahr 21 v. Chr. wurde eine erste Feuerwehr mit 600 Sklaven gegründet.
Schon im Mittelalter waren die Gemeinden verpflichtet, den Brandschutz aufzubauen. Für Feuermeldungen waren zunächst Türmer und Nachtwächter zuständig (Ruf: „''Feurio!''“). Im Notfall einzugreifen, wurden zuerst die Innungen und Zunft Zünfte verpflichtet. Da sehr viele Gebäude Fachwerkbauten aus Holz waren und oft innerhalb der Stadtmauern auf engstem Raum errichtet wurden, kamen Großbrände, bei denen ganze Stadtviertel abbrannten, sehr oft vor. Es wurden auch erstmals ''Feuerknechte'' in den Feuerlöschverordnungen verankert, so dass von den ersten Berufsfeuerwehren gesprochen werden kann, wie zum Beispiel in Wien 1685.
Die feuerwehrtechnische Ausrüstung war in der vorindustriellen Zeit auf einfache Hilfsmittel wie Eimer, Leitern oder Einreißhaken beschränkt. Im 17. Jahrhundert wurde der Feuerwehrschlauch Schlauch erfunden, der zuerst aus genähtem Leder angefertigt wurde; später wurde das Leder vernietet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurden noch Handpumpen, sogenannte Feuerspritzen verwendet, die von Pferden oder der Löschmannschaft an die Einsatzstelle gezogen wurden. Mit der Erfindung des Verbrennungsmotors verbesserte sich auch die Ausrüstung der Feuerwehren erheblich: Motorspritzen und selbstfahrende Feuerwehrfahrzeuge erhöhten die Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches.
In den USA wurden erst Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten, privatwirtschaftlich organisierten, Berufsfeuerwehren gegründet. Teilweise wurden nur Häuser, die die Plakette eines solchen Unternehmens trugen, gelöscht.
Feuerwehren in der Welt - Statistik
{| class="prettytable"
|---- class="hintergrundfarbe6"
!Land
!Anzahl Feuerwehren
!Anzahl Aktive
!Anzahl Aktive Berufsfeuerwehr
!Anzahl Aktive Freiwillige
!Freiwilligenquote in %
!Frauenquote in %
!Bemerkungen
|----
|Deutschland [Deutscher Feuerwehrverband (2002): Feuerwehr-Jahrbuch 2002, Jahresstatistik 2001.] (''Feuerwehr in Deutschland Hauptartikel'')
| align="right" | 25.513
| align="right" | 1.119.295
| align="right" | 27.627
| align="right" | 1.059.497
| align="center" | 94
| align="center" | 5,7
| weitere 32.171 Kräfte aus den Werkfeuerwehren
|----
|Österreich [Österreichischer Bundesfeuerwehrverband: [http://www.bundesfeuerwehrverband.at/oebfv/fileadmin/Dateien/Statistik2004/Statistik2005.pdf Statistik 2005].] (''Feuerwehr in Österreich Hauptartikel'')
| align="right" | 4.871
| align="right" | 246.694
|
|
|
| align="center" | 2,3
|
|----
|Schweiz [Feuerwehr Koordination Schweiz FKS: [http://www.feukos.ch/sys/fdown.asp?f=dl215 Statistik 2005].] (''Feuerwehr in der Schweiz Hauptartikel'')
| align="right" | 2.223
| align="right" | 115.370
| align="right" |
| align="right" |
| align="right" |
| align="center" | 5,6
|weitere ca. 400 Kräfte aus den Werkfeuerwehren
|----
|Italien (''Feuerwehr in Italien Hauptartikel'')
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|Südtirol (''Feuerwehr in Südtirol Hauptartikel'')
| align="right" | 305
| align="right" | 12.500
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|Luxemburg
| align="right" | 211
| align="right" | 9.000
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|Liechtenstein [Liechtensteiner Feuerwehrverband: [http://www.feuerwehr.li/site/docs/Jahresberichte/DV%20060330%20Bericht.pdf Jahresbericht 2005].]
| align="right" | 11
| align="right" | 613
| align="right" | 0
| align="right" | 478
| align="center" | 100
|
| weitere 135 Kräfte aus den Betriebsfeuerwehren
|----
|Frankreich [[http://fr.wikipedia.org/w/index.php?title=Pompier&oldid=12640628 fr.wikipedia.org].]
|
| align="right" |229.000
| align="right" |39.000
| align="right" |190.000
| align="center" |85
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|Von den 39.000 Kräften der Berufsfeuerwehr: 30.000 Zivil und 9.000 Militär
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|USA (''Feuerwehr in den USA Hauptartikel'')
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|Lettland (''Feuerwehr in Lettland Hauptartikel'')
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Alle Zahlen ohne Jugendfeuerwehr.
Ausrüstung
Bild:Deko-Container.jpg Abrollcontainer (Feuerwehr) right|thumb|Ein [[Abrollcontainer (Feuerwehr)|Abrollbehälter zur Dekontamination.html" title="Abrollbehälter.html" title="right|thumb|Ein [[Abrollcontainer (Feuerwehr)|Abrollbehälter">right|thumb|Ein [[Abrollcontainer (Feuerwehr)|Abrollbehälter zur Dekontamination">Abrollbehälter.html" title="right|thumb|Ein [[Abrollcontainer (Feuerwehr)|Abrollbehälter">right|thumb|Ein [[Abrollcontainer (Feuerwehr)|Abrollbehälter zur Dekontamination
Bild:Löschzug.jpg Löschzug.html" title="thumb thumb|[[Löschzug.html" title="thumb|[[Löschzug">[[Löschzug">thumb|[[Löschzug
''Siehe Hauptartikel: Feuerwehrausrüstung''
Zur Erfüllung der ihr übertragenen Aufgaben verfügt die Feuerwehr in der Neuzeit über eine Vielzahl von Feuerwehrausrüstung technischem Gerät, dies umfasst neben den Feuerwehrfahrzeugen auch deren Beladung und die persönliche Ausrüstung eines Feuerwehrmannes persönliche Ausrüstung eines jeden Feuerwehrmannes/frau, die in einer so genannten Feuerwache untergebracht sind. Sie dient dazu, vor Gefahren des Feuerwehrdienstes bei Ausbildung, Übung und Einsatz zu schützen. In den meisten Ländern besteht diese aus einem Feuerwehrschutzanzug, einem Schutzhelm, Handschuhen und Sicherheitsschuhen.
Darüber hinaus kommen bei der Feuerwehr auch Kommunikationssysteme, wie das BOS-Funksystem und Technik zur Alarmierungssysteme der Feuerwehr Alarmierung der Feuerwehrangehörigen zum Einsatz.
In manchen Ländern gehören auch Rettungshunde zur Feuerwehr. Sie werden hauptsächlich im Katastrophenhilfsdienst nach Erdbeben oder anderen Katastrophen, aber auch bei der Suche nach einzelnen vermissten Personen eingesetzt.
In einigen Ländern ist die Feuerwehr auch für den Rettungsdienst zuständig und hält somit entsprechende Fahrzeuge und Geräte vor. In Deutschland wird diese Aufgabe überwiegend im Bereich von Berufsfeuerwehren wahrgenommen.
Ausbildung und Dienst
''Siehe Hauptartikel: Feuerwehrausbildung''
Der größte Teil der Feuerwehrausbildung erfolgt, vor allem für Berufsfeuerwehren und die Kader der freiwilligen Feuerwehren, in so genannten Feuerwehrschulen.
Dabei wird in Deutschland z. T. auf die Standortschulung zurückgegriffen, in der die Grundtätigkeiten, Ausrüstung (nach DIN) und Begrifflichkeiten in der Heimatfeuerwehr erläutert werden, bevor man die weiterführende Ausbildung auf Kreis- oder Landesebene erfährt. Zur einheitlichen Ausbildung werden die Feuerwehr-Dienstvorschriften (FwDV) zu Grunde gelegt.
Zur Ausbildung zugelassen wird nur, wer dazu körperlich und geistig geeignet ist. Bei Berufsfeuerwehren, wie auch bei manchen freiwilligen Feuerwehren erfolgt die Eignungsbestätigung in der Regel durch Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen ärztliche Attests.bild:Feuerwehr_Philippsthal.JPG Gerätehaus.html" title="thumb thumb|right|Typisches [[Gerätehaus einer kleineren Freiwillige Feuerwehr Freiwilligen Feuerwehr.html" title="right|Typisches [[Gerätehaus">thumb|right|Typisches [[Gerätehaus einer kleineren Freiwillige Feuerwehr Freiwilligen Feuerwehr">right|Typisches [[Gerätehaus">thumb|right|Typisches [[Gerätehaus einer kleineren Freiwillige Feuerwehr Freiwilligen Feuerwehr
Bild:Brandcontainer.JPG thumb|Feuerwehrmänner bei einer „heißen“ Übung im Brandcontainer
Durch die verstärkte Technisierung der gesamten Gesellschaft ist die Art der Einsätze wesentlich komplizierter geworden. So werden immer mehr Spezialisten und Fachberater (Feuerwehr) Berater benötigt. Aus diesem Grund bilden sich in manchen Feuerwehren Schwerpunkte heraus, wie zum Beispiel im Chemiebereich oder im Strahlenschutz. Diese Feuerwehren können andere mit Fachleuten unterstützen.
Der aktive Dienst kann in einigen Ländern schon mit 16 Jahren beginnen, in anderen Ländern erst ab 18. Da der Dienst körperlich sehr viel abverlangt, gibt es auch bei Freiwilligen ein bestimmtes Höchstalter. Meist endet er mit dem Erreichen des 60., 62. oder 65. Lebensjahres.
Der Übungsbetrieb ist nicht leicht durchzuführen, da die Übungssituationen möglichst realistisch sein sollen und es nicht einfach möglich ist Übungsobjekte anzuzünden oder Fahrzeuge zu zerschneiden. Noch schwieriger wird es, wenn es um Menschenrettung geht. So bleibt jede Übung nur ein ''Trockentraining'', das den Feuerwehrleuten in Fleisch und Blut übergehen muss, um im Ernstfall richtig entscheiden zu können. Nur in sehr wenigen Fällen können so genannte ''Heißübungen'' durchgeführt werden; diese sind jedoch sehr wichtig um Feuerwehrpersonal an den Umgang mit dem Feuer zu gewöhnen.
Da auch sehr viel theoretisches und rechtliches Wissen abverlangt wird, finden zusätzlich zu den zahlreichen praktischen Übungen auch theoretische Unterrichtseinheiten statt, in der Regel während der kalten Jahreszeit.
Um in den einfachen Handgriffen sattelfest zu werden, werden regelmäßig Feuerwehrleistungsbewerbe durchgeführt, die schon nahe dem Leistungssport liegen. Sie werden bis zu Liste der internationalen Feuerwehrwettkämpfe Weltmeisterschaften durchgeführt.
Jugendarbeit
''Siehe Hauptartikel:'' Jugendfeuerwehr
Bild:jugendfeuerwehr.jpg Jugendfeuerwehr.html" title="thumb thumb|[[Jugendfeuerwehr bei einer Übung.html" title="thumb|[[Jugendfeuerwehr bei einer Übung">[[Jugendfeuerwehr">thumb|[[Jugendfeuerwehr bei einer Übung
In vielen Ländern gibt es Abteilungen der Feuerwehr, die sich speziell um die Anwerbung von Jugend jungen Menschen kümmern. Damit können sie leichter Nachwuchs rekrutieren, andererseits fällt ihnen auch bei der Jugenderziehung eine verantwortungsvolle Tätigkeit zu.
Zusammensetzung der Mitglieder
Gerade in kleinen Orten ist die Feuerwehr häufig ein gesellschaftlicher Mittelpunkt. Der Anteil der Feuerwehrkameraden an der Ortsbevölkerung, ist in diesen Orten wesentlich höher als in städtischen Gebieten. Oft hat die Mitgliedschaft in der Feuerwehr Familientradition. Die meisten Feuerwehrleute verlassen nach Ende ihre aktiven Dienstzeit die Wehr nicht einfach, sondern wechseln in die Seniorengruppe, die - regional unterschiedlich - ''Alters-, Reserve- oder Ehrenabteilung'' genannt wird.
In Ländern, wie Deutschland, haben deren Führungsorganisationen angesichts der stetig zurückgehenden Zahl von freiwilligen Helfern die Notwendigkeit erkannt, durch groß angelegte Werbe- und Imagekampagnen neue Mitglieder hinzuzugewinnen. Durch konsequente Jugendarbeit in den Jugendfeuerwehren wird versucht, Kinder und Jugendliche für den Einsatz in der Feuerwehr zu begeistern, so dass sie bei entsprechendem Alter und Qualifikation im freiwilligen Feuerwehrdienst mit eingesetzt werden können. Jedoch wird auch die Jugendarbeit durch Änderungen der Demographie demographischen Entwicklung erschwert.
Obwohl die Feuerwehr immer eine Männerdomäne war und es auch in Feuerwehrkreisen noch immer einige Vorurteile gibt, nehmen zunehmend mehr Frauen auch hier Gleichberechtigung gleichberechtigt am Feuerwehrleben teil.
''Siehe Abschnitt: Feuerwehr#Feuerwehren in der Welt Frauenquoten in den Feuerwehren''
Kameradschaft
In der Öffentlichkeit ist die Feuerwehr auch durch ihre Kameradschaft bekannt. Da Feuerwehrleute sich während ihrer Einsatztätigkeit aufeinander verlassen müssen und unter Umständen einander ihr Leben gegenseitig anvertrauen, ist eine ausgeprägte Vertrauensbasis wichtig. Das soziale Miteinander und das oft starke Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Feuerwehrleuten wird als Kameradschaft bezeichnet. Vor allem bei den freiwilligen Feuerwehren hält diese Kameradschaft auch über den aktiven Dienst hinaus und manifestiert sich in gemeinsamer Freizeitgestaltung.
Während die freiwilligen Feuerwehrangehörigen sich als Kameraden bezeichnen, wird bei Berufsfeuerwehrleuten meist, wie in jedem anderen Unternehmen auch, der Begriff „Kollegen“ verwendet.
Probleme der Feuerwehr
Finanzielle Situation
Besonders in Zeiten fehlender Investitionen durch die Träger des Brandschutzes (Kommunen, Städte), ist es vielen freiwilligen Feuerwehren heutzutage nicht mehr möglich, all ihre Aufgaben wirkungsvoll und der Gesetzgebung entsprechend zu erfüllen.
Unter Umständen kann dies Menschen in Not zusätzlich in Gefahr bringen bzw. ihre Notlage verschlimmern, wenn die Kameraden der Feuerwehr nicht schnellstmöglich am Einsatzort eintreffen können. Eine Verschlechterung ihres Rufes in der Bevölkerung ist somit die Folge.
Aber auch die Unversehrtheit von Leib und Leben der Feuerwehrkameraden, die letztendlich ihren Dienst uneigennützig für die Allgemeinheit versehen, ist in Gefahr, wenn schlechte und veraltete Technik genutzt werden muss. Viele Feuerwehren sind auch auf die finanzielle Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, da die Feuerwehren vor allem in finanziell schwachen Gemeinden sonst nicht ausreichend unterhalten werden können. Berlin zum Beispiel hat heute weniger hauptberufliche Feuerwehrleute als der Ost-Berlin Ost- und der West-Berlin Westteil der Stadt vor der Deutsche Wiedervereinigung Wiedervereinigung Deutschlands jeweils alleine hatten. Hier wirkt sich besonders einschneidend aus, dass eine hauptamtliche Stelle jährlich z. T. so viel kostet wie eine ganze Freiwillige Feuerwehr.
Bild:Feuerwehreinsatzübung.JPG thumb|Rettung von Verletzten bei einer Einsatzübung
So sind gerade Berufsfeuerwehren gezwungen, starke Etatkürzungen einsatztaktisch bestmöglich zu kompensieren. Die Sparzwänge erstrecken sich jedoch ebenso auf ehrenamtlich unterhaltene Feuerwehren: Bei der reinen Betrachtung der großen Anzahl freiwilliger Feuerwehren könnten Außenstehende die Notwendigkeit einzelner Wehren anzweifeln. Jedoch zeigen gerade Katastrophen wie das Jahrhundertflut Jahrhunderthochwasser 2002 wie wichtig jede helfende Hand ist. Zum anderen muss beachtet werden, dass jeder einzelne Standort der Einhaltung der Hilfsfrist in seinem Einsatzbereich dient, d. h. das Eintreffen der Feuerwehr innerhalb einer vorgeschriebenen Zeitspanne ab der Alarmierung garantiert.
In anderen Ländern, wo ein freiwilliges System nicht existiert, hört man dagegen den Ruf nach einem solchen System, da es in vielen Bereichen doch kostengünstiger als eine Berufsfeuerwehr ist. Ein freiwilliges System lässt sich aber kaum durch Gesetze verordnen, sondern muss langsam wachsen. So gibt es in Griechenland Sommercamps, von der ESEPA veranstaltet, mit freiwilligen Feuerwehrleuten aus anderen Ländern, die helfen, die zahlreichen Waldbrand Waldbrände zu bekämpfen.
Vereinbarkeit von Beruf und Feuerwehr im Ehrenamt
Auch durch die Arbeitsmarktssituation im 21. Jahrhundert wird die Einsatzfähigkeit von in vielen Ländern vorkommenden Freiwillige Feuerwehr Freiwilligen Feuerwehren verringert. So wird manchen ehrenamtlichen Feuerwehrleuten von ihren Arbeitgebern untersagt, während ihrer Arbeitszeit die Arbeit wegen eines Feuerwehreinsatzes zu verlassen, obwohl dies in einigen Ländern eindeutigen gesetzlichen Regelungen widerspricht. Auch das vermehrte Auspendeln zu den Arbeitsplätzen vermindert vor allem die Tagesbereitschaften. Obwohl die Feuerwehr immer eine Männerdomäne war und es auch in Feuerwehrkreisen noch immer einige Vorurteile gibt, werden aus diesem Grund auch immer mehr Frauen bei den Feuerwehren aufgenommen.
Allerdings gibt es auch etliche Unternehmen, die die Eigenschaften von Feuerwehrangehörigen schätzen und bevorzugt aufnehmen, da diese aus dem Feuerwehrdienst Kenntnisse mitbringen, die nicht unmittelbar als zur allgemeinen Berufsausbildung zählen. So sticht besonders die Teamfähigkeit von Feuerwehrleuten heraus (''siehe oben:'' #Kameradschaft Kameradschaft in der Feuerwehr).
In einigen Ländern, wie Deutschland, haben deren Führungsorganisationen angesichts der stetig zurückgehenden Zahl von freiwilligen Helfern die Notwendigkeit erkannt, durch groß angelegte Werbe- und Imagekampagnen neue Mitglieder hinzuzugewinnen. Ob sich dies wirklich auf Dauer auszahlt, wird sich zeigen. Das System des Brandschutzes, wie es in der Vergangenheit gab und bewährt hat, ist allerdings wohl in dieser Form nicht mehr aufrecht zu erhalten. Bessere Fahrzeugtechnik, bessere persönliche Ausrüstung die Umstellung auf Digitalfunk zwingen die Kommunen zum Spagat zwischen knappen Haushaltsmitteln und moderner Ausstattung. Technische ausgefeiltere und umfangreiche zu bedienende Gerätschaften erfordern gut ausgebildetes Personal, das sich ständig weiterbilden muss. Auch ein Problem von Freiwilligen, die im zivilen Berufsleben auch immer höheren Anforderungen gegenüberstehen. Ernsthaft betriebene Feuerwehrarbeit bedeutet immer mehr, einer massiven Doppelbelastung ausgesetzt zu sein.
Vorurteile gegen Feuerwehrmitglieder
Oftmals wird angenommen, dass besonders viele Brandstiftung Brandstifter selber Mitglied in einer Feuerwehr seien. So haben Pyromanie Pyromanen aufgrund ihrer Krankheit sicher eine gesteigerte Motivation, in eine Feuerwehr einzutreten, doch wird versucht, dies durch eine geeignete soziale und strafrechtliche (Führungszeugnis) Mitgliederauswahl zu verhindern. Auch eine gegenseitige Kontrolle innerhalb der Feuerwehr kann dies verhindern. Jedoch ist dieses Problem keine Besonderheit der Feuerwehr – auch andere Gruppen können ähnliche Anziehungspunkte für nicht geeignete Mitglieder darstellen (vgl. Vorurteile: Schützenverein, Bundeswehr). Deshalb ist ein professioneller und differenzierter Umgang mit dem Thema notwendig.
Der Großteil der Brandstiftungen geht auf ganz andere Motivationen als Pyromanie zurück, wie Vertuschung von anderen Verbrechen oder Grundstück- beziehungsweise Gebäudespekulationen. Diese Taten sind nicht krankhaft motiviert und die Tätergruppen sind gar nicht interessiert, beim Feuer zuzuschauen, haben daher keine besonderen Kontakte zur Feuerwehr.
Bild:Feuerwehrboot3.jpg Löschboot.html" title="right right|thumb|[[Löschboot (Feuerwehrschiff Kiel).html" title="thumb|right|thumb|[[Löschboot (Feuerwehrschiff Kiel)">thumb|[[Löschboot">right|thumb|[[Löschboot (Feuerwehrschiff Kiel)
Allerdings gibt es das Problem, dass Feuerwehrleute aufgrund falscher Motivation Brände legen, um diese dann selbst zu löschen und so soziale Anerkennung (Heldenstatus) zu bekommen. Dieses Problem ist, im Gegensatz zu Pyromanen in der Feuerwehr, schon ein „eigenes“ Problem, welches nicht tabuisiert, aber auch nicht zu übertrieben gesehen werden darf. Nur ein Bruchteil der etwa 36.000 Brandstiftungen im Jahr gehen auf Feuerwehrleute zurück - zum Vergleich: 12.000 auf Kinder im Jahr 2005).
Ein anderes Vorurteil ist, dass die Feuerwehrmitglieder besonders gerne den ''Durst löschen'' würden. Der Anteil an Personen mit erhöhter Neigung zum Alkoholkonsum ist allerdings bei der Feuerwehr nicht größer als anderswo. Bei Berufsfeuerwehren herrscht wie in jedem gewerblichen Betrieb ein striktes Alkoholverbot; dies wird zunehmend auch von Freiwilligen Feuerwehren übernommen.
Freiwillige Feuerwehren bilden neben der Bedeutung für die Gefahrenabwehr auch eine soziale Gruppe, also wie Vereine, in diesen ist natürlich ein gemeinsamer Genuss genau so vorhanden wie in jeder anderen Gruppe. Auch wenn zur Stärkung der Gemeinschaft interne Feste gefeiert werden, so fällt dort der Alkoholkonsum in keiner Weise höher aus als auf anderen Festlichkeiten oder Partys, eher wird sogar weniger Alkohol konsumiert. Es wird aber auf eine strenge Trennung zwischen Dienstlichem und Privatem geachtet.
Trotz dieser Schwierigkeiten identifizieren sich viele Feuerwehrleute stark mit ihrer Tätigkeit. Auch an kleinen Äußerlichkeiten wie Aufklebern auf den Privatfahrzeugen mit ''Retten – Löschen – Bergen - Schützen'' oder ähnlichen Texten kann man einen gewissen Stolz erkennen.
In der Bevölkerung rangiert der Beruf des Feuerwehrmannes im Ansehen unter den zehn meist geachteten Berufen. In der ''Reader’s Digest European Trusted Brands 2005'' Studie wurden Feuerwehrleute zu Deutschlands vertrauenswürdigstem Berufsstand gewählt.[Pressemitteilung Reader's Digest European Trusted Brands: ''[http://www.readers-digest.de/service_fuer_journalisten/index.php?id=etb&no_cache=1&archive=1&tx_ttnews%5BpS%5D=1135344143&tx_ttnews%5Btt_news%5D=279&tx_ttnews%5BbackPid%5D=14 Feuerwehrleute erneut Vertrauens-Sieger]''. 6. Juni 2005.] In Österreich wurde der Beruf des Feuerwehrmannes sogar von 100% der Bevölkerung so beurteilt.[Pressemitteilung Reader's Digest European Trusted Brands: ''[http://www.readers-digest.de/service_fuer_journalisten/index.php?id=etb&no_cache=1&archive=1&tx_ttnews%5BpS%5D=1135344143&tx_ttnews%5Btt_news%5D=401&tx_ttnews%5BbackPid%5D=14 100 Prozent Vertrauen in Österreichs Feuerwehrleute]''. 30. November 2005.] So mancher Kindertraum ist es, ein Feuerwehrmann zu werden. Viele Feuerwehrmänner/Feuerwehrfrauen haben sich mit ihrem erstmaligen Beitritt zu ihrer Organisation einen Kindertraum erfüllt.
Spielfilme
*Flammendes Inferno
*Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen
*Ladder 49 (Im Feuer)
Siehe auch
* Portal:Hilfsorganisationen/Feuerwehr
* Portal:Hilfsorganisationen/Themenliste Feuerwehr
* CTIF, Technisches Hilfswerk THW
* Brandmelder, Feuerspritze
Literatur
* Wolf-Dieter Prendke und Hermann Schröder: ''Lexikon der Feuerwehr''. Stuttgart 2001, ISBN 3-170-15767-1
* Rainer Crummenerl: ''WAS IST WAS Band 114: Feuerwehr''. München 2002, ISBN 3-788-61501-X
* Hamilton: Handbuch für den Feuerwehrmann, Boorberg-Verlag, ISBN 3-415-03176-4
* Klaus Fischer: ''Die Fahrzeuge der Feuerwehr'', Verlag EDITION XXL 2004. ISBN 3-89736-327-5
* Österreichs Feuerwehrveteranen, Fahrzeuge 1930-70, EFB-Verlag 1990, ISBN 3-88776-050-6
Weblinks
- Feuerwehr-Links-Weltweit Große Linksammlung von Feuerwehren weltweit
{{Commons|Feuerwehr}}
{{Wiktionary|Feuerwehr}}
bar:Feuerwehr
br:Pomper
ca:Bomber
da:Brandvæsen
en:Firefighter
eo:Fajrobrigado
es:Bomberos
fr:Sapeurs-pompier
ja:消防
nl:Brandweer
nds:Füerwehr
pl:Straż pożarna
sl:Gasilec
Quellen
Kategorie:Feuerwehr
Kategorie:Feuerwehrorganisation !
Siehe auch:
* Portal:Hilfsorganisationen/Feuerwehr
* WP:EO Wiki Projekt Einsatzorganisationen
* :Kategorie:Gefährliche Stoffe und Güter
Kategorie:Organisation als Thema
bg:КатегориÑ?:ОгнеборÑ?тво
cs:Kategorie:Požárnà ochrana
en:Category:Firefighting
fr:Catégorie:Lutte contre l'incendie
io:Category:Lukto kontre incendio
ja:Category:消防
nl:Categorie:Brandweer
no:Kategori:Brannvern
siehe Portal:Hilfsorganisationen/Feuerwehr
*** Shopping-Tipp: Feuerwehr
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