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Dolomiten
*** Shopping-Tipp: Dolomiten
{{Dieser Artikel| beschäftigt sich mit der Gebirgskette Dolomiten. Für die Tageszeitung siehe Dolomiten (Zeitung)}}
{| border="0" cellpadding="5" cellspacing=1 style="float:right; background:#ffffff; width:305px; border:2px solid #e7e7e7; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em;"
! bgcolor=#e7e7e7 colspan=2 | Dolomiten
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|align=center colspan=2 |Bild:Paternkofel Zinnen Panorama.jpg 300px|Paternkofel und Drei Zinnen im Morgenlicht
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| align=center colspan=2 | Image:Dolomiten.png 300px Lage der Dolomiten innerhalb der Ostalpen
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| bgcolor=#e7e7e7 | Lage:
| style="border-top:1px solid #e7e7e7" | Südtirol, Provinz Belluno Belluno und Trentino
|-
| bgcolor=#e7e7e7 | Höchster Gipfel:
| style="border-top:1px solid #e7e7e7" | Marmolata (3.342 m)
|-
|}
Die '''Dolomiten''' sind eine Gebirgskette der Südliche Kalkalpen Südlichen Kalkalpen und verteilen sich auf die italienischen Italienische Regionen Regionen Trient-Südtirol (''Trentino-Alto Adige)'' und Venetien (''Veneto'') (Italien Norditalien) bzw. - zu etwa gleichen Teilen - auf die Provinzen Südtirol, Provinz Belluno Belluno und Trentino
Geografie
Die Abgrenzung der Dolomiten ist nicht ganz unstrittig. Nach herkömmlichem Verständnis werden sie im Norden durch das Pustertal, im Osten durch Sexten, Kreuzbergsattel und Piave, im Süden wiederum durch den Piave, die Linie Feltre-Genebe/Enego und das Valsugana Val Sugana, und im Westen durch die Täler von Etsch und Eisack begrenzt.
Zuweilen werden auch die Berge und Täler östlich des Piave, wie Val Montanaia, Cima dei Preti, Monte Duranno oder Col Nudo, zu den Dolomiten gezählt; teilweise auch die Kalkberge westlich der Etsch, welche als ''Brenta (Gebirge) Brenta'' bezeichnet werden. Im folgenden wird der Begriff aber auf die Berge zwischen Etsch und Piave beschränkt.
Weder die sogenannten Unterengadiner Dolomiten noch die Lienzer Dolomiten gehören zu den Dolomiten.
Höchster Berg der Dolomiten ist die Marmolata mit 3.342 Metern Höhe. Weitere bekannte Massive sind die sogenannten Drei Zinnen in den Sextener Dolomiten, die Sella, der Rosengarten, die Geislergruppe oder der Langkofel.
Geomorphologie
Charakteristisch für die Dolomiten ist der abrupte Wechsel zwischen sanft gewellten Almen und den darauf sitzenden steilen Riffen aus Kalkstein. Die Riffe ragen zum Teil bis in eine Höhe von etwa 3.000 bis 3.200 m. Interessant ist hierbei eine deutliche Terrassierung bei ca. 2300m (Schlern) und 2800m (Sella- Massiv). Auch Fanes-Alpe oder die Gardenaccia-Crespaina- Hochfläche zählen zu diesen Terrassen. Im Kontrast dazu stehen die stark zerklüfteten Massive wie z. B. Langkofel, Sextener Dolomiten oder Rosengarten. Ursachen dieser unterschiedlichen Erscheinungsformen sind u. a. der stark gegliederte Schichtaufbau (gut zu sehen an der Rosengarten- Westflanke), die abwechselnde Hebung und Senkung ganzer Gesteinsblöcke mit unterschiedlichen Überflutungsphasen (sichtbar z. B. am Sellastock) sowie das Aufbrechen der geschlossenen Formationen durch Magmagänge.
Das Gebirge besteht zu großen Teilen aus Sedimentgestein, das deutlich typische Schichtungen aufweist. Dazwischen findet man auch Lagen aus versteinerten Korallenriffen, die im absinkenden Tethysmeer der unteren Trias (Geologie) Trias gewachsen waren. Dieses Gestein wird als '''Dolomit''' bezeichnet, dabei wird zwischen verschiedenen Gesteinssorten wie beispielsweise Schlerndolomit oder auflagerndem Hauptdolomit differenziert. Auch vulkanische Spuren lassen sich entdecken: So findet man z. B. im Latemar tiefe Einschnitte in den Hauptkamm- nur wenige Meter breit, aber bis zu 200 Meter tief-, an deren Grund dunkles und kissenartig abgerundetes Lava-Gestein zutage tritt. Der kleine Padonkamm zwischen Sella und Marmolada besteht zur Gänze aus Lavagestein.
Da die erkaltete Lava wesentlich weicher ist als das umgebende Kalkgestein, sind diese Gebiete stärker verwittert und weniger hoch. Sie bildet oft das Grundgestein der weiten Almen in den Dolomiten und ist z. T. auch verantwortlich für die wilde Zerklüftung mancher Massive (z. B. des Latemar).
Früher trugen einige Berggruppen noch nennenswerte Gletscher, der einzige heute noch existierende Gletscher ist der Marmolatagletscher.
Der Name der Dolomiten wie auch des Dolomitgesteins leitet sich von dem französischen Geologen Deodat de Dolomieu (* 1750; † 1801) ab.
Bevor dieser das Dolomitgestein beschrieben hat, war die Bezeichnung "Monti pallidi" (bleiche Berge) verbreitet. Das eigentliche, von Dolomieu beschriebene Gestein bzw. das darin enthaltene Mineral Dolomit macht jedoch nur einen kleinen Teil der Dolomiten aus. Es ist aufgrund des hohen Magnesiumgehaltes gelblich gefärbt und findet sich u. a. im Bereich der Fanes (Kreuzkofelgruppe), der drei Zinnen und des Rosengartens, erkennbar an der Gelbfärbung der senkrechten Wandabbrüche (geneigte Felspartieen sind durch Verwitterung grau gefärbt). Die übrigen Gebiete bestehen hauptsächlich aus weißlich-grauen Kalksedimenten mit geringem Dolomit-Anteil, wie man sie auch in den nördlichen Kalkalpen findet. Wegen der ähnlichen Gesteinsstrukturen hat sich der Name im Sprachgebrauch auf die gesamten Dolomiten sowie auf das entsprechende Kalk-Sedimentgestein übertragen, die Unterschiede werden dann mit anderen Bezeichnungen differenziert (s. o.).
Bergwandern
Die Dolomiten können auf zehn verschiedenen Dolomiten-Höhenwegen durchquert werden.
Wirtschaft
Bild:Rosengarten (Berg).jpg right|thumb|350px|[[Rosengarten (Südtirol)|Rosengartenmassiv, vom Tschafon gesehen]]
Der größte Wirtschaftsfaktor der Region ist der ganzjährige Fremdenverkehr Tourismus. Bekannteste Orte sind Cortina d'Ampezzo, St. Ulrich, Seiseralm, Arabba, Wolkenstein in Gröden Wolkenstein, Corvara Kurfar im Gadertal, San Martino di Castrozza im Primör Primörtal und Canazei im Fassatal.
Die Alm (Bergweide) Almwirtschaft (hauptsächlich die Viehzucht) , die durch die dortige Bevölkerung betrieben wird, ist mit ihren Traditionen heute zu einem bedeutenden Bestandteil des Fremdenverkehrs geworden, so dass ihre ursprüngliche Funktion als reiner Nahrungsmittellieferant inzwischen an wirtschaftlicher Bedeutung eingebüßt hat. In einigen Orten der Dolomiten hat das Kunsthandwerk (kunstvolle Holzschnitzereien) große Tradition und nimmt eine wichtige wirtschaftliche Rolle ein.
Bevölkerung
Die Dolomiten bilden das Verbreitungsgebiet der Ladiner (vgl. Ladinische Sprache) und werden daneben von der Sprachgrenze zwischen Deutsche Sprache Deutsch und Italienische Sprache Italienisch durchlaufen. Die Ladiner bewohnen vor allem die vier von der Sella ausgehenden Täler Gröden, Fassa, Buchenstein und Badia (Gadertal). In diesen Tälern sind die Ortschaften häufig dreifach in allen drei Sprachen benannt.
Geschichte
Image:Dolomiten_Fanes_Blau.jpg right|thumb|300px|Die [[Fanes - Mittelpunkt zahlreicher ladinischer Sagen, wie der vom Reich der Fanes]]
Die Dolomiten gingen aus der Völkerwanderung als ladinisches Sprachgebiet hervor, wurden aber mit der Entstehung Tirols und der Eingliederung des Trentino in das Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation heilige römische Reich ab dem Mittelalter durch Bajuwaren bajuwarische Siedler teilweise germanisiert, daneben stößt vom Süden her bis heute das Italienische Sprache Italienische vor, während das Ladinische schon lange um sein Dasein ringt.
Durch die Dolomiten verlief während des ganzen hohen und späten Mittelalters sowie bis in die Napoléon Bonaparte napoleonische Zeit die Grenze zwischen Deutschland beziehungsweise Österreich und Italien. Auch zwischen 1866 und 1918 verlief hier die österreichisch-italienische Grenze. Sie folgte im wesentlichen der heutigen Provinzgrenze zwischen Trentino-Südtirol und Venetien, wobei aber das Buchenstein (also der oberste Teil des Cordevole-Tals) und Cortina österreichisch waren.
1915, als Italien auf Seiten der Alliierten in den Erster Weltkrieg Ersten Weltkrieg eintrat, wurde die Grenze zur Gebirgskrieg 1915–1918 Gebirgsfront. Es gelang den Italienern allerdings im Zuge ihrer Offensive, nur Cortina und Teile des Buchensteins zu besetzen, so dass die Front nach ihrer Stabilisierung in etwa vom Passo San Pellegrino über Marmolata, Col di Lana, Lagazuoi (siehe Lago di Lagazuoi), die Tofanen, Hohe Gaisl, Schluderbach, Monte Piana, Drei Zinnen und Paternkofel zum Kreuzbergsattel verlief. Vielerorts sind noch Kriegsspuren zu sehen, insbesondere der durch Sprengung zum Einsturz gebrachte Gipfel des Col di Lana.
Bild:Marmolada_Westgrat_wiki_mg-k.jpg thumb|800px|center|360°-Panorama der Dolomiten vom Westgrat der Marmolata. Links und rechts der Gipfel Punta Penia, am Horizont Palagruppe, Latemar, Rosengarten, Langkofel, Sella und Ampezzaner Dolomiten. Fotograf: ; Großversion: [http://www.m-klueber.de/Foto/Panorama/Marmolada_Westgrat.htm hier]
Massive
Image:Dolomiten_Marmolada-Ciampestrin.jpg right|thumb|300px|Ciampestrinspitzen und [[Marmolata, gesehen vom Col Becchei (Pareispitze) in der Fanes ]]
Bild:Sella_Val_Gardena01.jpg right|thumb|300px|[[Sella_(Dolomiten)|Sellastock]]
Bild:Drei_Zinnen_H%C3%BCtte-Rifugion_Locatelli_2.JPG right|thumb|300px|Die [[Drei Zinnen von Norden, davor die Dreizinnenhütte (Refugio Locatelli)]]
Die wichtigsten Bergmassive der Dolomiten heißen
{| cellspacing="5" cellpadding="2"
|----- valign="top"
|
* Sella_(Dolomiten) Sella
* Marmolata
* Tofana
* Langkofelgruppe Langkofel
* Geislerspitzen
* Puezgruppe
* Fanes
* Schlern Schlernmassiv
|
* Rosengarten_(Südtirol) Rosengarten
* Latemar Latemargruppe
* Pala_(Dolomiten) Pala
* Civetta
* Pelmo
* Marmarole
* Cadini-Gruppe
* Cristallo
|
* Sorapiss
* Antelao
* Lagorai
* Bosconero (Gebirge) Bosconero
* Vette Feltrine
* Schiara
* Pragser Dolomiten
* Sextener Dolomiten
|
Manchmal zu den Dolomiten gerechnet:
* Friauler Dolomiten bzw.
:Südliche Karnische Alpen
* Brenta (Gebirge) Brenta
* Lienzer Dolomiten
* Unterengadiner Dolomiten
|}
Die wichtigsten Täler sind
* Gröden (Südtirol) Grödnertal
* Gadertal
* Villnöß Villnößtal
* Fassatal
* Fleimstal
* Eggental
* Primör Primörtal
* Val di Zoldo
* Val Boite
* Valbelluna
* Valle Agordina
Weblinks
http://www.palmod.uni-bremen.de/FB5/geochron/Martina/S%FCdtirol/start/schichten.html
{{Commons|category:Dolomites|Dolomiten}}
- Geologie der Ostalpen
- Entstehung der Alpen (pdf-Dokument)
{{Navigationsleiste Südliche Kalkalpen}}
Kategorie:Südliche Kalkalpen
Kategorie:Gebirge in Europa
Kategorie:Gebirge in Italien
Kategorie:Südtirol
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[Der Artikel zu Dolomiten stammt aus dem Nachschlagewerk Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Dort findet sich neben einer Übersicht der Autoren die Möglichkeit, den Original-Text des Artikels Dolomiten zu editieren.
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