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Deutsche Sprache

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{{Commons|Category:German language}} Artikel zum Schlagwort Deutsche Sprache Kategorie:Einzelsprache als Thema Kategorie:Sprache (Deutschland) be:КатÑ?горыÑ?:Ð?Ñ?мецкаÑ? мова cs:Kategorie:NÄ›mÄ?ina en:Category:German language eo:Kategorio:Germana lingvo es:Categoría:Idioma alemán fr:Catégorie:Langue allemande hr:Kategorija:NjemaÄ?ki jezik id:Kategori:Bahasa Jerman is:Flokkur:Þýska it:Categoria:Lingua tedesca ja:Category:ドイツ語 ka:კáƒ?ტეგáƒ?რიáƒ?:გერმáƒ?ნული ენáƒ? ko:분류:ë?…ì?¼ì–´ lt:Kategorija:VokieÄ?ių kalba nl:Categorie:Duits no:Kategori:Tysk sprÃ¥k ru:КатегориÑ?:Ð?емецкий Ñ?зык sk:Kategória:NemÄ?ina sl:Kategorija:NemÅ¡Ä?ina sv:Kategori:Tyska zh:Category:德语 {{Infobox_Sprache| Sprache=Deutsch |Länder=Deutschland, Österreich, Schweiz, Großherzogtum Luxemburg Luxemburg, Liechtenstein, Frankreich ''(Elsass, Lothringen)'', Italien ''(Südtirol)'', '' Belgien ''(Ostbelgien, Arlon Areler Land)'', Dänemark ''(Nordschleswig)'', Brasilien (''Riograndenser Hunsrückisch''), Argentinien, Mexiko, Paraguay, Chile (''Launa-Deutsch''), Namibia (''deutsche Sprache in Namibia Südwesterdeutsch''), Südafrika (''Nataler Deutsch''), Polen, Ungarn (''Ungarndeutsche''), Rumänien (''Siebenbürger Sachsen'', ''Banater Schwaben''), Slowakei (''Karpatendeutsche''), Slowenien (''Gottscheer''), Tschechien (''Sudetendeutsche''), Russland (''Oblast Omsk Gebiet Omsk'', ''Oblast Saratow Gebiet Saratow'' und ''Region Altai''), USA (''Pennsylvania Dutch''), Kanada (''Altdeutsch'', ''Mennoniten-Region um Kitchener (Ontario) Kitchener''), Kasachstan, Vatikanstadt Vatikan (''Schweizergarde''), Kroatien (''Donauschwaben''), Serbien

|Sprecher=ungefähr 141 Millionen (max. ca. 120 Millionen Muttersprachler (Liste von Sprachen nach der Anzahl ihrer Muttersprachler Platz 10) und mind. 21 Millionen Fremdsprachler)[http://www.goethe.de/mmo/priv/1704941-STANDARD.pdf Geothe-Institut]
|Klassifikation=* Indogermanische Sprachen *: Germanische Sprachen *:: Westgermanische Sprachen *:::deutscher Sprachraum Deutsch |KSprache=hochdeutsche Sprachen Hochdeutsch |Amtssprache=Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Belgien, Luxemburg, Italien (Südtirol), Europäische Union |ISO1=de |ISO2B=ger |ISO2T=deu |SIL=[http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=deu deu] (alt GER) }} Die '''deutsche Sprache''' (kurz ''Deutsch'') ist eine Germanische Sprachen germanische Sprache. Als Hochdeutsch und Niederdeutsch mit ihren vielfachen Dialekten bzw. Mundarten im Dialektkontinuum gehört sie zum Westgermanische Sprachen westlichen Zweig der germanischen Sprachen. Die hochdeutsche Standardsprache (Standarddeutsch) gilt als Weltsprache.

Das Wort „deutsch“
Das Wort „teutsch“ (deutsch, ursprünglich allgemein „zum Volk gehörig“) bildete sich aus dem germanischen Wort ''thioda'' (Volk) - (Adjektiv ''thiodisk'', ''diutschiu)'' heraus und entwickelte sich allmählich zu einer Bezeichnung für die Sprache der germanischen Stämme Mitteleuropas (im Gegensatz zur Sprache der angrenzenden Romanische Sprachen romanischen Bevölkerung und zum Latein). Das Land, in dem diese gemeinsame deutsche Sprache (in ihren vielfachen Dialektvariationen, s. Dialektkontinuum) gesprochen wurde, nannte man ''Deutschland''. Diese Bezeichnung wurde im 15. Jh. von der früheren Pluralform ''diutschiu lant'', d. h „deutsches Land“ bzw. „Land der Deutschenâ€? gebildet. Gemeint war damit der deutsche Sprachraum in Mitteleuropa. Man findet das Wort „deutsch“ als Sprachbegriff in seiner lateinischen Form „theodisce“ erstmals im Jahre 786 n.Chr. im Synodenbericht des päpstlichen Nuntius Gregor von Ostia. Dieser Bericht über zwei Synoden, die in England stattfanden, wurde sowohl auf Latein als auch in der Volkssprache verlesen. Unklar bis heute ist allerdings, ob 786 tatsächlich damit die im Gebiet des späteren Deutschlands gesprochene Volkssprache gemeint war. Ein wenig deutlicher wird die Verbindung zum „deutschen Sprachraum“ erst zwei Jahre später bei einer Anklage gegen den bayrischen Herzog Tassilo wegen Fahnenflucht: „... quod theodisca lingua harisliz dicitur...“. Die ''„theodisca lingua“'' war seit Karl dem Großen die amtliche Bezeichnung für die altfränkische Volkssprache. Das lateinische ''theodiscus'' (zum Volk gehörig) ist ein Wort der Gelehrtensprache; ihm liegt das westfränkische ''theudisk'' zugrunde, aber es wird auch mit gotisch ''„thiuda“'', althochdeutsch ''„diot“'' (Volk), in Verbindung gebracht. Die ältere Bezeichnung „fränkisch“ für die eigene Sprache traf etwa seit dem 9. Jahrhundert nicht mehr eindeutig zu, nachdem einerseits die westfränkische Oberschicht im späteren ''Frank''reich den romanischen Dialekt der einheimischen Bevölkerung übernommen hatte und andererseits das Ostfrankenreich auch nicht-fränkische Stämme wie die Alemannen, die Baiern, die Thüringer und die Sachsen (Volk) Sachsen umfasste. Die althochdeutsche Form „diutisc“ begann seit dieser Zeit das mittellateinische „theodiscus“ zu verdrängen; es setzte sich jedoch nur zögernd durch. Erst um 1090 (im Annolied aus dem Kloster Siegburg) wird „diutisc“ auf Sprache, Volk und Land angewendet: :''„Diutschin sprechin, Diutschin liute in Diutischemi lande.“'' :(''„Deutsch sprechen deutsche Leute in deutschen Landen.“'') Das Althochdeutsche ist die älteste schriftlich überlieferte Sprachform der Völker, die sich als ''deutsch'' bezeichnen. Es war nicht einheitlich, sondern bestand aus vielen Mundarten. Erst um die Mitte des 12. Jahrhunderts entwickelte sich im mittelrheinischen Gebiet eine mittelhochdeutsche Dichter- und Literatursprache, die uns in der klassisch höfischen Ritterliteratur begegnet, in der auch keltisches Sagengut bearbeitet wurde. Begründet und getragen wurde diese Dichtung vor allem vom aufstrebenden Adel, der sich damit vom Volk abheben wollte.

Geschichte
''Hauptartikel: Deutsche Sprachgeschichte'' Bild:DeutschesSprachgebiet962.png thumb|Das deutsche Sprachgebiet im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich um 962.]] Die deutsche Sprache ist in zwei Sprachkategorien aufgeteilt, in hochdeutsche Sprachen Hochdeutsch und in Niederdeutsche Sprachen Niederdeutsch. Als hochdeutsche Sprache bezeichnet man zunächst alle kontinentalwestgermanischen Dialekte, die im frühen Mittelalter an der Zweite Lautverschiebung zweiten oder hochdeutschen Lautverschiebung beteiligt waren (alemannisch, bairisch, ost-, rhein-, mittelfränkisch, ostmitteldeutsch = ober- und mitteldeutsche Mundarten = hochdeutsche Mundarten). Die kontinentalwestgermanischen Dialekte, die diese zweite Lautverschiebung nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil mitgemacht haben, bezeichnet man seit der frühen Neuzeit als niederdeutsche Sprachen (Niedersächsisch und Niederfränkisch). Da während des ganzen Mittelalters im Unterschied zu den romanisch- oder slawischsprachigen Nachbarländern in dem ''Land der Deutschen'' (deutscher Sprachraum) stark territorial zersplitterte politische Strukturen existierten, entwickelten sich die zum Teil extrem unterschiedlichen deutschen Dialekte (deutsche Mundarten) lange parallel nebeneinander her. Image:Historisches deutsches Sprachgebiet.PNG 285px|left|thumb|Der ehemalige deutsche Sprachraum ohne [[Baltendeutsches, Wolgadeutsches Sprachgebiet und Sprachgebiete in Überseeischen ehem. Kolonialgebieten. (Stand: 1910)]] Einen ersten Ansatz zu einem überregionalen Ausgleich der Mundarten hat man teilweise in der mittelhochdeutschen Dichtersprache der Deutsche Literatur des hohen Mittelalters höfischen Dichtung um 1200 sehen wollen. In der Tat ist teilweise das Bemühen der Dichter zu erkennen, nur regional verständliches Vokabular und dialektale lautliche Besonderheiten zu vermeiden, um ein überregionales Verständnis ihrer Werke zu ermöglichen; andererseits muss aber die Breitenwirkung der an den Fürstenhöfen tätigen Dichter zu einer Zeit, als nur eine verschwindend geringe Minderheit der Bevölkerung alphabetisiert war und Zugang zu dieser elitären Kunst hatte, als äußerst gering eingeschätzt werden. Der Beginn der neuhochdeutschen Schrift- und Standardsprache kann daher erst in überregionalen Ausgleichsprozessen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit gesehen werden. Während die Standardsprache in den meisten europäischen Ländern aus dem Dialekt der jeweiligen Hauptstadt hervorgegangen ist, stellt die heutige Hochdeutsche Sprache (Standardsprache) eine Art „Kompromiss“ zwischen den mittel- und oberdeutschen Dialekten südlich der Benrather Linie dar. In Norddeutschland hat das Standarddeutsche, vor allem im Gefolge der Reformation als Amts- und Schulsprache, das einheimische niederdeutsche Sprachen Niederdeutsche (Plattdeutsche und Niederfränkische Sprache Niederfränkische) größtenteils verdrängt. Zur Blütezeit der Hanse fungierte das Mittelniederdeutsche als Verkehrssprache im gesamten Nordsee Nord- und Ostseeraum. Auch die niederländische Sprache gehört mit dem Niederfränkischen zur niederdeutschen Sprache. Aufgrund der Eigenstaatlichkeit und der teilweisen Herauslösung aus dem Reichsverband konnte es hier dem Hochdeutschen nicht mehr gelingen, die einheimischen niederdeutschen Dialekte zu verdrängen. Aus diesen entwickelte sich die niederländische Sprache. Martin Luther übersetzte 1521 das Neues Testament Neue Testament und 1534 das Altes Testament Alte Testament in die sich damals noch entwickelnde neuhochdeutsche Schriftsprache. Die dort verwendete Sprache in einer ostmitteldeutschen Färbung prägte durch die religiöse Bedeutung Luthers ganze Generationen. Es muss aber angemerkt werden, dass Luthers Bedeutung im Hinblick auf die Entstehung der Neuhochdeutschen Schriftsprache lange Zeit überschätzt wurde. Die Basis für Luthers Werk war bereits unter anderem durch die Prager Kanzleisprache und das Meißner Kanzleideutsch geschaffen; Luther hinkte sogar der sprachlichen Entwicklung seiner Zeit zum Neuhochdeutschen in vielen Belangen hinterher (bspw. kannte er das „ä“ nicht). Bereits seit dem 14. Jahrhundert hatte sich zuvor allmählich eine immer stärker überregional geprägte Schriftsprache herausgebildet, die man auch als Frühneuhochdeutsch bezeichnet. Die Herausbildung der hochdeutschen Schriftsprache war im 17. Jahrhundert zum Großteil abgeschlossen. Durch die Beseitigung der so genannten Letternhäufelung im 18. Jahrhundert wurde das seitdem in Grundzügen kaum veränderte deutsche Schriftbild abgerundet. Die Geschichte der (hoch-)deutschen Sprache wird häufig in vier Abschnitte (Sprachstufen) unterteilt: * 750 – 1050: Althochdeutsch * 1050 – 1350: Mittelhochdeutsch * 1350 – 1650: Frühneuhochdeutsch * ab 1650: Neuhochdeutsch

Sprachgeschichte und Lautwandel
Die geschichtlichen Abschnitte des Deutschen sind eng verknüpft mit Erscheinungen des Lautwandels. Die sogenannte hochdeutsche Lautverschiebung, eine Erscheinung des Konsonantensystems, trennt das Deutsche (in Form des Althochdeutschen) von den restlichen kontinentalwestgermanischen Dialekten. Dieser Lautwandel wird von den niederdeutschen Dialekten nicht vollzogen; insofern ist die deutsche Standardsprache in ihrem Konsonantensystem vom Süden und der Mitte des Sprachgebiets bestimmt. Der Übergang von Mittelhochdeutsch zu Frühneuhochdeutsch ist im Bereich der Laute vor allem durch Monophthongierung und Diphthongierung gekennzeichnet. Beide sind Erscheinungen des Vokalsystems. Während die Diphthongierung vom Südosten des Sprachgebiets ausgeht und im niederdeutschen Norden wie im alemannischen Südwesten nicht vollzogen wird, ist für die Monophthongierung der mitteldeutsche Sprachraum als Ausgangspunkt bestimmend. Insgesamt beharrt der niederdeutsche Norden sowohl im Bereich der Konsonanten als auch im Bereich der Vokale auf altem Sprachzustand. Der alemannische Südwesten vollzieht nur die lautlichen Veränderungen im Bereich der Vokale nicht; der bairische Südosten trägt zur deutschen Sprache die Diphthongierung bei, vollzieht aber die Monophthongierung nicht.

Wörterbücher und Normierung
Mit der Zunahme der Anzahl der Schreibkundigen und der Bedeutung der Schriftlichkeit trat der Lautwandel in seiner Bedeutung für die Sprachgeschichte zugunsten von bewusster Normierung zurück. Johann Christoph Adelung veröffentlichte 1781 das erste große Wörterbuch. Jacob Grimm Jacob und Wilhelm Grimm begannen 1852 mit der Herausgabe des umfassendsten Deutsches Wörterbuch Deutschen Wörterbuchs, das 1961 vollendet wurde, aber seither einer Überarbeitung unterzogen wird. Die hochdeutsche Orthographie Rechtschreibung wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts zunehmend normiert. Ein Durchbruch zu einer hochdeutschen „Einheitsschreibung“ gelang mit dem „Orthographischen Wörterbuch der deutschen Sprache“ von Konrad Duden (1880), das in der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1901 Rechtschreibreform von 1901 in leicht veränderter Form zur Grundlage der amtlichen Rechtschreibung erklärt wurde. Erst 1996 kam es zu einer erneuten Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 Rechtschreibreform. Siehe dazu auch Geschichte der deutschen Rechtschreibung. Auch die hochdeutsche Orthoepie Aussprache erfuhr im späten 19. Jahrhundert Regelungsversuche, vor allem durch das Aussprachewörterbuch von Theodor Siebs. Diese Regelungen erreichten aber nicht das Niveau an Verbindlichkeit, das Duden mit der Rechtschreibung erreichte.

Einfluss durch moderne Medien
Auch im 20. Jahrhundert gab es starke Einflüsse auf die deutsche Sprache. Zum einen wurde durch die weite Verbreitung audiovisueller Massenmedien eine natürliche Tendenz zur Standardisierung gefördert, zum anderen wurde in ländlichen Gebieten bewusst eine Umerziehung von der Dialektsprache zum Hochdeutsch vorangetrieben. Hinzu kommt der Einfluss des Zweiten Weltkrieges, der dazu geführt hat, dass deutsche Sprachinseln in Osteuropa weitgehend zerstört wurden, dass viele Sprecher der jüdischen Dialekte des Deutschen und der dem Deutschen nahen jiddischen Sprache ermordet wurden oder als sprachliche Minderheit außerhalb der deutschen Sprachzone leben und aufgrund der Dominanz der umgebenden Sprachen die Verwendung des Deutschen bzw. des Jiddischen mehr und mehr verlieren. Auch hat die Teilung Deutschlands zu einer unterschiedlichen Entwicklung des Vokabulars und der Ausdrucksformen geführt. Dem entgegen steht eine erneut vereinheitlichende Tendenz durch die gemeinsamen Medien und die personelle Mobilität in der Zeit nach der Wiedervereinigung. Besonders seit dem Zweiter Weltkrieg Zweiten Weltkrieg sehr bedeutend geworden ist der englische Sprache englische, genauer: anglo-amerikanische Einfluss auf die deutsche Sprache, insbesondere in Westdeutschland; dieser zeigt sich jedoch zur Zeit hauptsächlich im Wortschatz, in Redewendungen und in der Valenz (Linguistik) Valenz einiger Verben.

Verbreitung und rechtlicher Status


Deutsch als Muttersprache
{| class="prettytable" | valign="top" colspan="2"|''Die deutschsprachige Welt'' |- | valign="top" colspan="2"|{{Border|Bild:DeutschsprachigeWelt.png 690px|Orange: Amtssprache; gelb: Verkehrsprache}} |- | valign="top" width="350"|{{Border|Bild:DeutschsprachigesEuropa.png 350px|Orange: Amtssprache; gelb: Verkehrsprache}} | valign="top" align="center" | '''Legende:''' {{Farblegende|#FF9900|Amtssprache}} {{Farblegende|#FFCC00|Verkehrssprache, regionale Amtssprache}} {{Farblegende|#FF6633|(Quadrate) Deutschsprachige Minderheiten}} |} {| width="100%" | valign="top" |
* Argentinien 330.000 - 350.000; ca. 1,5 Millionen Deutschstämmige (siehe auch: Belgranodeutsch) * Australien 200.000 oder mehr; 2 Millionen Deutschstämmige (Hauptsächlich um Adelaide) * Belgien 78.000 (in Ostbelgien, vereinzelt auch noch im Arlon Areler Land, Deutsch ist eine der drei offiziellen Sprachen Belgiens, gemeinsam mit Niederländische Sprache Niederländisch und Französische Sprache Französisch) * Brasilien 850.000 - 900.000; 2 - 5 Millionen Deutschstämmige und Dialekts (siehe auch Riograndenser Hunsrückisch, Deutschsprachige in Lateinamerika) * Chile 20.000 (siehe auch: Launa-Deutsch) * Dänemark 15.000 (in Nordschleswig; etwa zwei Drittel der Angehörigen der deutschen Minderheit bedienen sich jedoch des sønderjysk südjütischen Dialekts als Umgangssprache) * Deutschland ca. 69 Millionen, die Deutsch als Muttersprache haben (Deutsch ist gesetzl. Amtssprache; Sorbisch, Dänisch, Friesisch und Niederdeutsch genießen Minderheitenrechte) * Estland 1.870 * Frankreich: 1.200.000 (nur noch ein kleiner Teil der Elsass Elsässer und Lothringen Lothringer spricht den Elsässerdeutsch angestammten Dialekt) * Israel 200.000 (siehe auch: Jiddische Sprache Jiddisch) * Italien 333.000 (ca. 67% aller Südtiroler, Deutsch ist in Südtirol gesetzl. Amtssprache gemeinsam mit Italienische Sprache Italienisch und Ladinisch; siehe auch: Zimbern) * Kanada 300.000 oder mehr (2,8 Millionen Deutschstämmige, siehe Auswärtiges Amt). * Kasachstan 358.000 (siehe auch: Kasachstandeutsche) * Kirgisistan 20.000 (siehe auch: Kirgisistandeutsche) * Kroatien 11.000 (siehe auch: Donauschwaben, Touristenzuzug) * Lettland 541 * Liechtenstein 34.600 (Deutsch ist alleinige Amtssprache) * Litauen 2.060 * Luxemburg 474.000 (Hochdeutsch ist gemeinsam mit dem mitteldeutschen Luxemburgische Sprache Luxemburgisch und Französische Sprache Französisch gesetzl. Amtssprache) * Moldawien 7.300 * Mexiko 80.000-90.000 * Namibia 30.000 (siehe auch: Deutsche Sprache in Namibia) * Niederlande 386.000, in den Niederlanden lebende Deutsche; Niederländisch, eine niederdeutsche Sprache, ist Amtssprache * Österreich 7,57 Millionen deutsche Österreicher (Deutsch als gesetzl. Amtssprache neben Minderheitensprachen (u.a. Slowenisch in Kärnten und in der Steiermark) * Paraguay über 250.000 Deutschstämmige, davon höchstens 100.000 Deutschsprecher (siehe auch: Mennoniten, Deutschsprachige in Lateinamerika) * Polen 150.000 (Hauptsächlich Reste der deutschen Bevölkerung vor 1945 in Schlesien, Deutsch ist anerkannte Minderheitensprache) * Rumänien 45.000 (siehe auch: Siebenbürger Sachsen, Banater Schwaben, Donauschwaben, Sathmarer Schwaben) * Russland: europäischer Teil (75.000), Sibirien (767.300) (siehe auch: Russlanddeutsche) * Schweiz 5 Millionen (67% der Schweizer Bevölkerung; Deutsch ist gesetzliche Amtssprache mit Französische Sprache Französisch, Italienische Sprache Italienisch und Rätoromanisch) * Serbien 5.000 (siehe auch: Donauschwaben in der Vojvodina) * Slowakei 5.500 (siehe auch: Karpatendeutsche) * Slowenien 2.000 (u.a. Reste der Gotscheer) * Spanien 50.000 (Touristenzuzug, hauptsächlich auf den Balearen, keine anerkannte Minderheit) * Südafrika 300.000-500.000 (100.000 Passdeutsche, 1 Million Deutschstämmige, siehe Auswärtiges Amt). * Tschechien 30.000 (Reste der Sudetendeutschen und Hultschiner Ländchen) * Ukraine 35.000 * Ungarn 35.000-200.000 (siehe auch: Ungarndeutsche, Donauschwaben) * Vereinigte_Staaten Vereinigte Staaten von Amerika 6,1 Millionen; 60 Millionen Deutschstämmige (Vor allem in North Dakota North und South Dakota. Siehe auch: Pennsylvaniadeitsch bzw. „Pennsylvania Dutch“, Texasdeutsch, Amische, Mennoniten, Hutterer)
|} :''Die hier angegeben Zahlen beruhen zum Großteil nicht auf der tatsächlichen Zahl der aktiven Sprecher - welche so gut wie nie wirklich erfasst werden kann, sondern auf Hochrechnungen, Nationalitäten-Zugehörigkeiten, alten Auswanderungszahlen etc. Deshalb liegen einige Zahlen möglicherweise weit über den anzunehmenden tatsächlichen Werten.'' ''Siehe auch:'' Deutschsprachige Minderheiten

Rechtlicher Status und Gebrauch
Bild:Verbreitungsgebiet der deutschen Sprache.PNG 400px|thumb|Verbreitungsgebiet der hochdeutschen Standardsprache in Europa nach 1945. Gebiete in denen Deutsch keinen offiziellen Status hat, und/oder nur von einer kleinen Minderheit gesprochen wird, sind hellblau gekennzeichnet.

= Deutschland
= In der Bundesrepublik Deutschland ist Hochdeutsch: * nach § 23 Verwaltungsverfahrensgesetz (BVwVfG) als Amtssprache, * nach § 5 Beurkundungsgesetz als Sprache für notarielle Urkunden, * nach § 184 Gerichtsverfassungsgesetz als Gerichtssprache festgelegt. Besondere Regelungen gelten für die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein sowie für die Sorben in Brandenburg und Sachsen; mittlerweile aber auch für die Niederdeutsche Sprache niederdeutsche Sprache, sowie das Nordfriesische Sprache Nordfriesische in Schleswig-Holstein.

= Österreich
= In Österreich ist laut Artikel 8 Absatz 1 Bundesverfassung (Österreich) Bundes-Verfassungsgesetz (BVG) aus dem Jahre 1920 die ''"deutsche Sprache"'' (ohne nähere Spezifikation) die Staatssprache der Republik, unbeschadet der den sprachlichen Minderheiten eingeräumten Rechte. Tatsächlich gebräuchlich ist im Alltag wie auch im staatlichen Bereich jedoch Österreichisches Deutsch als Varietät (Linguistik) Varietät des Hochdeutschen, diese österreichische Standardvarietät wurde daher in der II. Republik durch das Österreichisches Wörterbuch Österreichische Wörterbuch staatlich normiert (Erstmals 1951, als es alle alten deutschen Regelbücher ablöste).

= Schweiz
= In der Schweiz (knapp 5 Millionen, d.h. 63% der Bevölkerung geben Deutsch als Muttersprache an) ist Hochdeutsch auf gesamtstaatlicher Ebene Amtssprache neben Französische Sprache Französisch, Italienische Sprache Italienisch und Rumantsch Rätoromanisch. In 17 von 26 Kanton (Schweiz) Kantonen ist Deutsch alleinige Amtssprache, in 4 weiteren Amtssprache neben Französisch (Kantone Kanton Bern Bern, Kanton Freiburg Freiburg und Kanton Wallis Wallis) bzw. neben Italienisch und Rätoromanisch (Graubünden). Auf Gemeindeebene kann jede Gemeinde ihre Amtssprache(n) in eigener Kompetenz festsetzen. :''Siehe auch:'' Sprachen der Schweiz

= Brasilien
= Wahrhaft repräsentative und fundierte Zahlen zur Zahl der deutschen Muttersprachler in Brasilien gibt es nicht. Schätzungen zufolge leben in Brasilien jedoch circa 2 - 5 Millionen Deutschstämmige von denen etwa 850.000 - 900.000 bilingual (Deutsch und portugiesische Sprache portugiesisch) sein dürften und somit als deutsche Muttersprachler gewertet werden könnten. Diese Bevölkerungsgruppe konzentriert sich im Wesentlichen in der Region Santa Catarina im Süden des Landes auf Städte wie Blumenau (Brasilien) Blumenau und Pomerode. Während diese Region Anfang des 20. Jahrhunderts noch hauptsächlich deutschsprachig war, wurde die Deutsche Sprache durch Assimilation und besonders durch Unterdrückung oder gar Verbot nach dem zweiten Weltkrieg durch Portugiesisch verdrängt. Im Laufe der Jahre hat sich die Situation jedoch maßgeblich geändert, so dass heute die deutsche Sprache als kulturelles Erbe und Minderheitensprache besonders gefördert wird und der Region um Blumenau sogar als touristisches Aushängeschild dient. Deutsche Infrastruktur in Form von Zeitungen und Schulen existiert zwar begrenzt, doch im öffentlichen Bereich ist Deutsch kaum vorhanden, da Portugiesisch alleinige Amtssprache ist und der Schaden durch Unterdrückung an der deutschen Sprachgruppe in Brasilien zu groß und andauernd war um reversibel zu sein. :''Siehe auch:'' Riograndenser Hunsrückisch, Deutschsprachige in Lateinamerika

= Luxemburg
= Im Großherzogtum Luxemburg Luxemburg ist Hochdeutsch Amtssprache mit Luxemburgische Sprache Luxemburgisch und Französische Sprache Französisch, wobei Luxemburgisch als Nationalsprache gilt. Deutsch spielt insbesondere bei Druckerzeugnissen wie Zeitungen und Zeitschriften, sowie in der Kirche eine dominierende Rolle. Laut Umfragen der EU[http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_237.en.pdf Umfrage der EU] geben über 90% der Luxemburger an, sowohl Deutsch als auch Französisch auf gutem bis sehr gutem Niveau zu beherrschen. Außerdem sind alle öffentlichen Ämter angeweisen in der Sprache des Bürgers zu antworten. Ortsschilder sind auf Französisch gehalten, allerdings steht darunter der luxemburgische Ortsname in kursiv. Straßenschilder sind mehrheitlich auf Französisch, seltener auf Luxemburgisch. In den Druckmedien sind alle drei Sprachen vertreten, so findet man in zahlreichen Zeitungen Artikel in allen drei Sprachen. Auch viele Homepages luxemburgischer Betreiber, seien es Privatleute, Schulen, Clubs etc. mischen oft die drei Amtssprachen auf ihren Seiten, wobei das Hochdeutsche auf den offiziellen Seiten der politischen Parteien stark überwiegt.

= Italien
= In Italien ist Deutsch regional in Südtirol (mit Italienische Sprache Italienisch) Amtssprache. Circa 333.000 Menschen, etwa 67% der Bevölkerung Südtirols, geben Deutsch als ihre Muttersprache an, wobei die Tendenz hier seit der Autonomie Südtirols und der Mitgliedschaft bei der EU und dem damit verbundenen Schengener Abkommen steigend ist. Ca. 75% der italienischsprechenden Bevölkerung lebt in den drei größten Städten Bozen, Meran und Brixen mit 73%, 48%, bzw. 26% Anteil an der jeweiligen Stadtbevölkerung. Alle öffentlichen Ämter sind gesetzlich zweisprachig, genauso wie sämtliche Orts- und Straßenschilder. Diese und andere Beschilderungen im öffentlichen Leben waren bis zum zweiten Autonomiestatus von 1974 beinahe ausschließlich italienisch, da Deutsch diesbezüglich unerwünscht oder gar verboten war. Heute überwiegt das Deutsche außer in Bozen und Meran deutlich. Außerhalb der genannten größten Städte in Südtirol ist das Italienische de facto kaum vorhanden. :''Siehe auch:'' Rechtliche Stellung der deutschen Sprache in Südtirol

= Polen
= In Polen leben laut Volkszählung (2002) circa 153.000 Deutsche, etwa 0,381% der Gesamtbevölkerung, welche Reste der deutschen Bevölkerung der ehemaligen Ostgebiete darstellen, die der Vertreibung entgingen und sich heute hauptsächlich auf die Region um Oppeln ''(Opole)'' konzentrieren. Sie sind eine national anerkannte Minderheit und der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen ist seit 1991 aufgrund vertraglicher Regelung im polnischen Parlament (Sejm) vertreten. Des Weiteren erscheinen mehrere deutschsprachige Zeitungen in Polen mit Auflagen bis zu 10.000 Stück und es gibt neben dem halbstündigen deutschen Programm von Radio Polonia auch einen deutschsprachigen schlesischen Radiosender namens „Schlesien Aktuell“. In der Hauptstadt Warschau ist die deutsch-polnische Begegnungsschule Willy-Brandt-Schule (Warschau) Willy-Brandt-Schule in der auch in deutscher Sprache unterrichtet wird. Mehrsprachige Ortsschilder werden laut polnischem Recht ab einem Minderheitsanteil von mindestens 20% in der jeweiligen Gemeinde oder Stadt verwendet. [http://www.wochenblatt.pl/de/index.php3?id_art=307 Schlesisches Wochenblatt] :''Siehe auch:'' Deutsche Minderheit in Polen

= Belgien
= In Belgien ist Hochdeutsch auf gesamtstaatlicher Ebene mit Niederländische Sprache Niederländisch und Französische Sprache Französisch Amtssprache. In Ostbelgien, den Kantonen Eupen und Sankt Vith, ist Deutsch Haupt-Amtssprache, daneben ist Französisch kooffiziell. Circa 78.000 Belgier geben Deutsch als ihre Muttersprache an. :''Siehe auch:'' Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens

= Ungarn
= Die deutsche Minderheit in Ungarn (Ungarndeutsche) genießt Minderheitenrechte, ist jedoch, besonders in den jüngeren Generation, bereits weitgehend assimiliert, so dass Deutsch meistens nur noch als Fremdsprache gelernt wird. Offiziell spricht man von etwa 200.000 Ungarndeutschen. Tatsächlich dürften davon aber höchstens noch etwa 50.000 deutsche Muttersprachler sein (ca. 0,5% der Gesamtbevölkerung). Da die Minderheit sehr zerstreut über das Land lebt und nur wenig Identitätsbewusstsein hat, spricht man daher oft von einer Doppelidentität der Ungarndeutschen. Im öffentlichen Bereich ist Deutsch nur in der offiziell zweisprachigen Stadt Ödenburg (Sopron) nahe der österreichischen Grenze gesetzlich verankert. Hier findet man auch zahlreiche zweisprachige Orts- und Straßenschilder. In anderen Gebieten mit größerer deutscher Minderheit gibt es sehr vereinzelt deutsche Kindergartengruppen oder Schulklassen. Die deutsche Minderheit in Ungarn ist in der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen organisiert. :''Siehe auch:'' Ungarndeutsche

= Rumänien
= In Rumänien leben etwa 40.000 bis 50.000 deutsche Muttersprachler (ca. 0,2 bis 0,3% der rumän. Bevölkerung), welche sich hauptsächlich aus den Siebenbürger Sachsen sowie den Donauschwaben zusammensetzen. Aufgrund der starken Abwanderung der jungen Generationen nach Deutschland und Österreich leiden diese Bevölkerungsgruppen jedoch unter einer intensiven Überalterung (Durschnittsalter bei etwa 69 Jahren) weshalb deren Zahl stark abnimmt. Trotz dieses niedrigen Bevölkerungsanteils wird die Deutsche Sprache weitläufig als kulturelles Erbe angesehen und genießt in zahlreichen Städten und Gemeinden, wie z.B. Herrmannstadt, Schässburg, Temesvar oder Sathmar offizielles Amtsprachenstatut, weshalb des öfteren mehrsprachige Beschilderungen zu finden sind. Darüber hinaus ist die deutsche Minderheit durch die Partei "Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien" auch politisch aktiv und stellt beispielsweise den gegenwärtigen (2006) Bürgermeister von Herrmannstadt. In den Verdichtungsgebieten der deutschen Minderheit (selten über 5% Einwohneranteil) besteht auch nenneswerte deutsche Infrastruktur in Form von Kindergärten, Grund, Haupt- und Hochschulen sowie Theatern aber auch Zeitungen, wie der wöchentlichen Hermannstädter Zeitung. [http://www.recensamant.ro/ Rumänische Regierung] :''Siehe auch'': Siebenbürger Sachsen, Donauschwaben

= Tschechien
= In der Tschechische Republik Tschechischen Republik existiert noch eine kleine deutsche Minderheit von ca. 41.200 Menschen (0,4% der Gesamtbevölkerung), Überreste der Sudetendeutschen, die der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg entgangen waren und sich gut verständigen konnten. Tatsächliche deutsche Muttersprachler gibt es jedoch sehr viel weniger und ihre Zahl sinkt weiter, da vor allem die jüngeren Generationen der Minderheit einem extremen Assimilationsdruck des Tschechischen ausgeliefert sind und zum großen Teil nicht mehr mit Deutsch aufwachsen. Die Bezeichnung „Sudetendeutsche“ ist darüber hinaus auch nicht mehr gebräuchlich, stattdessen verwendet man gewöhnlich den Begriff „Deutsche in Tschechien“, welche seit der Wende (Bundesrepublik Deutschland) Wende 1990 gewisse Minderheitenrechte genießen und in der „Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien“ organisiert sind. Deutsche Infrastruktur, wie Kindergärten, Schulen, Straßen- oder Ortsschilder existieren nicht mehr und die deutsche Sprache hat weder regionales noch nationales Amts- oder Verkehrsprachenstatut. Es erscheinen jedoch deutschsprachige Wochenzeitungen wie die „Landeszeitung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien“ und die „Prager Zeitung“. :''Siehe auch:'' Deutsche in Tschechien

= Liechtenstein
= In Liechtenstein (34.600 Einwohner) ist Hochdeutsch die alleingültige Amtssprache. Das Land kennt keine Minderheitensprachen.

= Namibia
= Deutsch war mit Afrikaans und Englische Sprache Englisch in Südwestafrika von Juni 1984 bis zur Unabhängigkeit Namibias 1990 Amtssprache. Seitdem ist Englisch die offizielle Amtssprache des Landes und Deutsch nurmehr Verkehrssprache und eine von etwa 20 „Nationalsprachen“ des Landes und steht somit unter besonderem Schutz und ist als Teil der namibischen Kultur gesetzlich verankert. Diese Sprachpolitik darf jedoch nicht als Herabsetzung des Deutschen, des Afrikaans oder der zahlreichen afrikanischen Sprachen gegenüber dem Englischen gesehen werden. Die junge Nation Namibia wollte vielmehr eine "neutrale" und leicht erlernbare Sprache zur alleinigen Amtssprache erheben, welche keine der bestehenden Bevölkerungsteile bevorzugt um die Integrität des Landes zu gewährleisten. Etwa 30.000 Namibier (ca. 1,5 % der Gesamtbevölkerung) geben Deutsch als ihre Muttersprache an. Afrikaans und Englisch sind jedoch auch nicht viel weiter verbreitet, besonders unter der ländlichen schwarzafrikanischen Bevölkerung, welche den Großteil der Einwohner des Landes darstellt. :''Siehe auch:'' Deutsche Sprache in Namibia

= Dänemark
= In Dänemark wird Deutsch von den etwa 15.000 Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig gesprochen. Schätzungsweise zwei Drittel von ihnen verwenden jedoch den sønderjysk südjütischen Dialekt der dänischen Sprache als Umgangssprache und Deutsch als Hochsprache[http://www.gfbv.it/3dossier/eu-min/schleswig.html Gesellschaft für bedrohte Völker]. Dänische Volkszählungen erfassen keine Angaben zu Sprache und ethnischer Zugehörigkeit. Deutsche Schulen in Nordschleswig sind wie andere freie Schulen in Dänemark zu über 80 % staatlich subventioniert; hierzu kommt ein besonderer Anschlag zur Deckung des doppelzügigen Muttersprachenunterrichtes, so dass deutsche Schulen in der Praxis mit kommunalen Schulen völlig gleichgestellt sind.

= Russland
= In Russland ist Deutsch anerkannte Verkehrssprache der deutschstämmigen Bevölkerung in den beiden westsibirischen Nationalkreisen Nationalkreis Asowo Asowo (Gebiet Omsk) und Nationalkreis Halbstadt Halbstadt (Region Altai Altai-Region). :''Siehe auch:'' Russlanddeutsche

= USA
= Dass Hochdeutsch beinahe Amtssprache der Vereinigte_Staaten USA geworden wäre, ist ein Gerücht, das auf eine Fehlinterpretation zurückzuführen ist (Mühlenberg-Legende, siehe auch Deutsche Sprache in den USA). Tatsächlich bezog sich dieses Gerücht auf den gescheiterten Versuch Hochdeutsch als ko-offizielle Amtssprache im Staat Pennsylvania neben dem Englischen einzuführen. :''Siehe auch:'' Deutsche Sprache in den USA

= Europäische Union
= Hochdeutsch (Deutsch) ist eine von 20 Amtssprachen der Europäische Union Europäischen Union und neben Englisch und Französisch auch Arbeitssprache der EU. Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache in der EU und knapp nach Englisch und mit Abstand vor Französisch zweitmeistgesprochene Sprache (Mutter- und Fremdsprachler) der EU.

= Vereinte Nationen
= In der UNO ist Deutsch keine Amts- bzw. Arbeitssprache. Dies, und die Tatsache, dass der deutsche Außenminister im Sicherheitsrat und den Generalversammlungen nicht Deutsch, sondern Englisch spricht, obwohl die Vertreter Chinas, Russlands, Spaniens etc. in ihrer Landessprache reden, führt oft zu Unverständnis und einem Gefühl des Übergangenwerdens unter der deutschen Bevölkerung. Es sind jedoch schon seit längerem Bestrebungen seitens der Länder Deutschland, Japan, Brasilien und Indien im Gange, diese als veraltet angesehene Situation zu reformieren. Sollte Deutschland einen Sitz im Sicherheitsrat erlangen, könnte es sehr wohl sein, dass Deutsch auch zu einer der Amtssprachen der UNO erhoben wird.

= NATO
= Das Nordatlantikbündnis NATO arbeitet lediglich mit zwei Amtssprachen: Englisch und Französisch. Die Hinzunahme von Deutsch ist sehr unwahrscheinlich, da sich andere Länder wie Spanien, Italien oder Portugal benachteiligt fühlen würden und die Aufnahme weiterer Amtssprachen mit größeren Verwaltungskosten verbunden ist.

Als Fremdsprache
Deutsch (Hochdeutsch) wird in vielen Ländern als Fremdsprache gelehrt; in Europa ist es nach Englisch und Russisch am weitesten verbreitet. Besonders häufig wird Hochdeutsch als Fremdsprache in den Niederlanden, Flandern, Skandinavien, Russland, im Baltikum, Slowenien, Kroatien, Polen, Japan, Bosnien und Herzegowina, der romanischen Schweiz, Serbien, Montenegro, Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Mazedonien, Weißrussland und Bulgarien gewählt. Teilweise gilt Deutsch in diesen Ländern als erste Schulfremdsprache und steht damit noch vor dem Englischen. In anderen Ländern, so zum Beispiel in Frankreich und den Vereinigte_Staaten USA, verliert Deutsch zunehmend an Bedeutung gegenüber Spanische Sprache Spanisch. In Ostasien (Japan) wurde im 19. und 20. Jahrhundert Deutsch als Medizinsprache verwendet (an Stelle von Latein). Nach einer Erhebung der ''Ständigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache'', der u. a. das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut angehören, gab es 2000 die meisten Deutschlerner in: * Russische Föderation: 4.657.500 (3,26%) * Polen: 2.202.708 (5,70 %) * Frankreich: 1.603.813 (2,52 %) * Tschechien: 799.071 (7,80 %) * Ukraine: 629.742 * Ungarn: 629.472 * Kasachstan: 629.874 * Niederlande: 591.190 * Vereinigte_Staaten USA: 551.274 Deutsch ist heute die nach Englische Sprache Englisch am meisten verwendete Sprache im Internet (gefolgt von Französische Sprache Französisch, Japanische Sprache Japanisch, Spanische Sprache Spanisch und Chinesische Sprache Chinesisch). Mehr als acht Prozent aller Seiten im Internet sind auf Deutsch. (Internetseiten auf Englisch: Zirka 50 %) Nach Darstellung der Eurobarometer-Umfrage 2006 sprechen mehr Europäer Deutsch als Französisch. Etwa jeder zweite Europäer spricht Englisch (51%), jeder dritte Deutsch (32%) und jeder vierte Französisch (26%). Vor allem in den Niederlanden (wo ungefähr 70% der Bevölkerung Englisch, 68% Deutsch, 24% Französisch sprechen), in der Slowakei, in Ungarn, Tschechien, aber auch Polen und Dänemark (etwa 25% Deutschsprachige) ist die Kenntnis der deutschen Sprache weit verbreitet.

Als Kreolsprache
Im Zuge der Kolonialisierung entstand im heutigen East New Britain das so genannte Unserdeutsch, in Namibia entstand daneben noch das Küchendeutsch, sie sind die beiden einzigen deutschbasierten Kreolsprachen. Unserdeutsch ist jedoch mittlerweile fast ausgestorben, da die meisten Sprecher auswanderten. Außerdem haben sich in Papua-Neuguinea bis zu 150 Wörter deutschen Ursprungs in der Sprache ''Tok Pisin'' erhalten. Das Küchendeutsch hingegen hat heute noch ca. 15.000 zumeist ältere Sprecher.

Dialektgliederung (Mundartenkarte)
: ''Hauptartikel: Deutsche Mundarten''

Aussprache
: ''Hauptartikel: Aussprache der deutschen Sprache''

Grammatik
: ''Hauptartikel: Deutsche Grammatik''

Rechtschreibung
: ''Hauptartikel: Deutsche Rechtschreibung''

Textsammlungen
Beim Projekt Gutenberg-DE gibt es Texte von über 1000 Autoren. Wikisource enthält mehr als 2000 deutschsprachige Werke. ''Siehe auch:'' Deutsche Literatur, Sprichwörter, Liste deutschsprachiger Schriftsteller Deutschsprachige Schriftsteller: Liste deutschsprachiger Schriftsteller/A A Liste deutschsprachiger Schriftsteller/B B Liste deutschsprachiger Schriftsteller/C C Liste deutschsprachiger Schriftsteller/D D Liste deutschsprachiger Schriftsteller/E E Liste deutschsprachiger Schriftsteller/F F Liste deutschsprachiger Schriftsteller/G G Liste deutschsprachiger Schriftsteller/H H Liste deutschsprachiger Schriftsteller/I I Liste deutschsprachiger Schriftsteller/J J Liste deutschsprachiger Schriftsteller/K K Liste deutschsprachiger Schriftsteller/L L Liste deutschsprachiger Schriftsteller/M M Liste deutschsprachiger Schriftsteller/N N Liste deutschsprachiger Schriftsteller/O O Liste deutschsprachiger Schriftsteller/P P Liste deutschsprachiger Schriftsteller/Q Q Liste deutschsprachiger Schriftsteller/R R Liste deutschsprachiger Schriftsteller/S S Liste deutschsprachiger Schriftsteller/T T Liste deutschsprachiger Schriftsteller/U U Liste deutschsprachiger Schriftsteller/V V Liste deutschsprachiger Schriftsteller/W W Liste deutschsprachiger Schriftsteller/X X Liste deutschsprachiger Schriftsteller/Y Y Liste deutschsprachiger Schriftsteller/Z Z

Varietäten
Der deutsche Sprachraum ist ein Kontinuum. Im kontinental-westgermanischen Dialektkontinuum sind zumeist nur die benachbarten Varietäten gegenseitig verständlich. Die Varietäten unterscheiden sich umso mehr, je weiter sie voneinander entfernt liegen und sind für einen Sprecher der Standardsprache nur schwer verständlich. Die Einteilung der Deutsche Mundarten deutschen Varietäten beruht auf Untersuchungen des 19. Jahrhunderts. In gleicher Zeit begann vielerorts eine Herausbildung von Umgangssprachen als einer Art Mischform zwischen Standardsprache und Dialekt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts, insbesondere nach den Ereignissen des II. Weltkrieges verdrängen die Umgangssprachen die alten Dialekte. Entscheidenden Einfluss darauf hatten die Flüchtlingsströme und vor allem die stark anwachsende Verbreitung von Hörfunk und Fernsehen; in den Schulen wurde in der hochdeutschen Standardsprache unterrichtet. Eine Grobeinteilung der Varietäten erfolgt üblicherweise entlang der Benrather Linie in die niederdeutschen Varietäten im Norden, die die Zweite Lautverschiebung 2. deutsche Lautverschiebung nicht mitgemacht haben und die hochdeutschen Varietäten im Süden, die von der 2. deutschen Lautverschiebung betroffen waren. Allerdings gibt es hierzu keine scharfe Sprachgrenze, sondern einen Übergang innerhalb des deutschen Dialektkontinuums, wo sich die Mundarten von Ort zu Ort geringfügig unterscheiden, aber mit zunehmender Entfernung zu größeren Unterschieden führen.

Hochdeutsche Varietäten
Die hochdeutschen Varietäten lassen sich nochmals in mittel- und oberdeutsche Varietäten einteilen. Von Hochalemannisch Hoch- und Höchstalemannische sowie Dialekte in Tirol das bairische Tirolerisch, die als einzige Varietäten die zweite deutsche Lautverschiebung vollständig durchgeführt haben, bis hin zu Ostbergisch und Mölmsch, wo allein das Wort ''ik'' zu ''ich'' (s. auch Uerdinger Linie = äußerste Nordgrenze des Mitteldeutschen) verschoben ist. Im Allgemeinen wird jedoch die Benrather Linie (''maken''-''machen'') als Nordgrenze der hochdeutschen Variatäten angesehen. Als (Sprach-)Grenze zwischen mittel- und oderdeutsche Dialekten wird häufig die „Germersheimer Linie“ (''euch-enk''-Linie an der Fränkisch-Bairischen und die ''mähe-mähet''-Grenze an der Südfränkisch-Schwäbischen Dialektgrenze) angeführt, was aber heute als veraltet gilt. Als „neue“ Sprachgrenze zwischen Ober- und Mitteldeutsch wird heute allgemein die Speyerer Linie angesehen. In den allermeisten Varietäten ist die zweite hochdeutsche Lautverschiebung nur teilweise durchgeführt, so auch in den ostmitteldeutschen Varietäten, die zu einem großen Teil zur Herausbildung der Standardsprache beigetragen haben. * Mitteldeutsche Sprachen ** Westmitteldeutsche Sprachen (siehe auch: Fränkische Sprachen) *** Mittelfränkisch (Ripuarische Dialektgruppe Ripuarisch, Moselfränkische Dialektgruppe Moselfränkisch, Luxemburgische Sprache Luxemburgisch) *** Rheinfränkisch (Pfälzisch, Hessisch, Nassauisch) ** Ostmitteldeutsche Sprache *** Thüringisch-Obersächsische Dialektgruppe Thüringisch-Obersächsisch, (Kolonialdialekte) *** Berlin-Brandenburgische Dialekte Berlin-Brandenburgisch (Mischform mit Ostniederdeutsch) *** Ostmitteldeutsche Dialektgruppe Ostmitteldeutsche Dialekte ****Lausitzische Dialekte *** Hochpreußisch Ermländisch * Fränkische Sprache Fränkisch im Übergangsbereich zwischen dem Oberdeutschen und Mitteldeutschen (nach der „Germersheimer Linie“ dem Mitteldeutschen und nach Betrachtung der „Speyerer Linie“ dem Oberdeutschen zugeordnet.) ** Ostfränkische Dialektgruppe Ostfränkisch, umgangssprachlich ''„Fränkisch“'' *** Mainfränkische Dialekte Mainfränkisch ** Süd-Rheinfränkische Dialektgruppe Süd-Rheinfränkisch * Oberdeutsche Sprachen ** Alemannische Dialekte Alemannisch *** Schwäbische Dialekte Schwäbisch *** Elsässische Sprache Elsässisch *** Niederalemannisch (darunter auch schweizerdeutsche Dialekte) *** Hochalemannisch (darunter auch schweizerdeutsche Dialekte) *** Höchstalemannisch (schweizerdeutsche Dialekte) ** Bairische Sprache Bairisch *** Südbairisch *** Mittelbairisch *** Nordbairisch

Niederdeutsche Varietäten
* Niederdeutsche Sprachen ** Niederfränkisch ** Niedersächsische Sprache Niedersächsisch bzw. Plattdeutsch *** Ostniederdeutsche Sprache Ostniederdeutsch ''Niederdeutsch'' bzw. die niederdeutsche Sprachen niederdeutschen Sprachen sind diejenigen Varietäten, die von der Hochdeutsche Lautverschiebung hochdeutschen Lautverschiebung nicht berührt worden sind. Sie bilden jedoch zusammen mit den hochdeutschen Varietäten ein gemeinsames Dialektkontinuum. Das ''Niedersächsische'' stammt zum größten Teil vom Altsächsischen ab und wird in Norddeutschland und im Nordosten der Niederlanden („sachsisch� oder „nedersaksisch�) gesprochen. Das ''Niederfränkische'' wird am Niederrhein in Deutschland, in den Niederlanden und in Flandern (Belgien) gesprochen. Niedersächsisch und Niederfränkisch bilden zusammen die „niederdeutsche Sprachgruppe“. Umgangssprachlich bezeichnen die Menschen im niederdeutschen Sprachraum ihre Dialekte auch als „Plattdeutsch“ (''Plattdüütsch''), also als Sprache des platten (niederen) Landes. Mittlerweile hat das Niedersächsische im Rahmen der Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen Sprachencharta des Europarats in Deutschland und in den Niederlanden einen offiziellen Status als Regionalsprache erhalten. Darüber hinaus ist es in den Niederlanden offizielle Amtssprache geworden. Zuvor hatten die Niederlande und die bundesdeutschen Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen Niedersächsisch für einen Schutz gemäß Teil III der Sprachencharta angemeldet. Das wie das Niederländische zum größten Teil vom Altniederfränkischen abstammende ''Niederfränkische'' lebt weiter im Niederländische Sprache Niederländischen. Auch die ursprünglichen Dialekte am Niederrhein (Kleve, Wesel, Duisburg, Mülheim an der Ruhr) sowie die alten Mundarten im Ostbergischen gehören dem niederfränkischen Zweig an. Sie sind - wie viele anderen Dialekte auch - seit dem Zweiten Weltkrieg zunehmend im Aussterben begriffen. Der in Deutschland gebräuchliche Name „Niederdeutsch“ oder „Plattdeutsch“ (''Plattdüütsch'') bezeichnet somit zwei Gruppen angehörige Varietäten: die vom Altsächsischen abstammende niedersächsischen und die wie das Niederländische vom Altniederfränkischen abstammende niederfränkischen. Diese Gruppen stammen also nicht wie das eigentliche Deutsche vom Althochdeutschen ab. (Die Mundarten des Bundeslands Sachsen stammen nicht vom Altsächsischen ab, sind somit trotz des heutigen Namens nicht sächsisch. Die meisten von ihnen gehören der als Thüringisch-Obersächsische Dialektgruppe Thüringisch-Obersächsisch bekannten Gruppe an.) Die Mundarten des Gebietes zwischen der ''Uerdinger Linie'' (Ik-/Ich-Linie) und der ''Benrather Linie'' (Maken-/Machen-Linie) (Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Neuss) weisen sowohl niederfränkische als auch mittelfränkische Züge auf und sind ein mundartliches Übergangsgebiet zwischen den mitteldeutschen und den niederfränkischen Mundarten.

Einflüsse anderer Sprachen auf die deutsche Sprache
Durch ihre zentrale Lage in Europa wurde die deutsche Sprache über die Jahrhunderte durch andere Sprachen beeinflusst. Im Mittelalter und der Zeit davor war es vor allem die Latein lateinische Sprache, aus der sich die deutsche Sprache bediente. So sind viele alltägliche Wörter, vor allem aus Architektur, Religion und Kriegswesen (z. B. Fenster, Keller, Karren, dominieren, Kloster) aus dem Lateinischen entlehnt. Auch die griechische Sprache hat das Deutsche in Religion, Wissenschaft und Philosophie stark beeinflusst (z. B. Philosophie, Physik, Demokratie, Krypta). Später war es dann vor allem die französische Sprache, die großen Einfluss auf das Deutsche ausübte. Da nach dem Dreißigjähriger Krieg Dreißigjährigen Krieg an vielen Höfen französisch gesprochen wurde und selbst Preußen preußische Könige diese Sprache besser beherrschten als Deutsch, das nach Voltaire nur zur Kommunikation mit Soldaten und Pferden gebraucht wurde, kamen vor allem Wörter aus dem vornehmen Bereich in die deutsche Sprache (z. B. Boulevard, Trottoir, Konfitüre). Auch aus den slawischen Sprachen (z. B. Grenze, Pistole, Gurke), dem Jiddischen und dem Rotwelsch (z. B. Zoff, meschugge, Mischpoke, Schockse) kamen einige Wörter ins Deutsche, jedoch war der Einfluss dieser Sprachen im Vergleich zu den vorgenannten wesentlich geringer. In Handel (Magazin, Tarif, Tara), Botanik (Orange, Kaffee, Ingwer), Medizin (Elixier, Balsam), Mathematik (Algebra, Algorithmus, Ziffer), Chemie (Alkalimetalle, Alkohol, Natrium) und Astronomie (Almanach, Zenit, Rigel) lassen sich auch einige Einflüsse aus dem Arabische Sprache Arabischen ausmachen, die verstärkt im Mittelalter beispielsweise durch die Kreuzzüge nach Europa und somit auch nach Deutschland kamen. Aber auch in alltäglichen Begriffen wie Koffer, Benzin oder Limonade lassen sich Liste deutscher Wörter aus dem Arabischen arabische Einflüsse bzw. Ursprünge nachweisen. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts nahm in Deutschland das Englische Sprache Englische zunehmend Einfluss auf die deutsche Sprache (Anglizismus Anglizismen). Diese Entwicklung wird von manchen skeptisch betrachtet, insbesondere dann, wenn es genügend deutsche Synonyme gibt. Kritiker merken auch an, es handle sich oftmals (z. B. bei Handy) um Scheinanglizismus Pseudo-Englisch. Auch technische Zwänge bei der Synchronisation englischsprachiger Filme üben mittlerweile einen Einfluss auf das Deutsche aus. Um Lippensynchronizität zu gewährleisten, werden Worte und Redewendungen kreiert, die zuvor im Deutschen nicht üblich waren, sich dann aber später in der Umgangssprache durchsetzen (z. B. „Oh mein Gott“ statt „Um Gottes Willen“ als Übersetzung für „Oh my God“). „''Verdeckte" Anglizismen''“ gibt es mittlerweile auch aus anderen Gründen: So ist der heute sehr gebräuchliche Ausdruck „nicht wirklich“ die wortwörtliche Übersetzung von „not really“ und bedeutet demzufolge soviel wie „eigentlich nicht“ – allerdings hat sich der Ausdruck inzwischen verselbständigt. Eine Sprachpolitik, wie sie unter anderem in Frankreich und Island betrieben wird, um eine Anreicherung der Sprache mit Anglizismen zu unterbinden, findet in Deutschland seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr statt.

Literatur zu Kontakten der deutschen Sprache
* Johannes Bechert/Wolfgang Wildgen: ''Einführung in die Sprachkontaktforschung''. Darmstadt, Wiss. Buchgesellschaft, 1991 * Csaba Földes: ''Kontaktdeutsch. Zur Theorie eines Varietätentyps unter transkulturellen Bedingungen von Mehrsprachigkeit''. Tübingen, Verlag Gunter Narr, 2005; siehe: http://www.vein.hu/german/kontaktdeutsch.htm * Claudia Maria Riehl: ''Sprachkontaktforschung''. Tübingen, Narr, 2004

Wie das Deutsche in anderen Sprachen heißt
Aufgrund der sehr wechselhaften politischen Geschichte des deutschen Sprachraums (Land der Deutschen) gibt es in den Sprachen der Welt mehr unterschiedliche Formen für den Namen der deutschen Sprache (Deutsch) als für die meisten anderen Sprachen der Welt. Siehe auch: Deutsch in anderen Sprachen. Allgemein kann man die Namen der deutschen Sprache aber aufgrund ihrer Herkunft in sechs Gruppen zusammenfassen. {| border="0" cellpadding="5" |- valign="top" | '''1.''' Aus dem protogermanischen Wort für '''Volk''': *Afrikaans: ''Duits'' *Chinesische Sprache Chinesisch: ''déyÇ” ''{{lang|zh-CN|德语}}'' oder déyìzhìyÇ” ''{{lang|zh-CN|å¾·æ„?志语}}'' (dé[yìzhì] = Lautübertragung des Wortes „deutsch“; yÇ” „Sprache“)'' **Vietnamesische Sprache Vietnamesisch: ''{{lang|vi|tiếng Ä?ức}} ''''({{lang|vi|tiếng}} „Sprache“; {{lang|vi|Ä?ức}} ist die [sino-]vietnamesische Aussprache desselben Sinographems ''{{lang|vi|å¾·}}'' wie im chinesischen Namen)'' *Dänische Sprache Dänisch: ''tysk'' *Niederländische Sprache Niederländisch: ''Duits'' *Niedersächsische Sprache Niedersächsisch: ''Düütsch'' *Plattdeutsch: ''düütsch'' *Färöische Sprache Färöisch: ''týskt'' *Furlanische Sprache Furlanisch: ''todesc'' *Hochdeutsch: ''Deutsch'' *Isländische Sprache Isländisch: ''þýska'' *Italienische Sprache Italienisch: ''tedesco'' *Lateinische Sprache Latein: ''(lingua) Theodisca *Japanische Sprache Japanisch: ''doitsu-go ''{{lang|ja|ドイツ語}}'' oder ''{{lang|ja|独(逸)語}}'' (doitsu = Lautübertragung des Wortes „deutsch“; go „Sprache“) **Koreanische Sprache Koreanisch: ''dog(ir)eo ''ë?…[ì?¼]ì–´ ''(Die gleichen Sinographeme wie im japanischen Namen, aber in Hanja#Aussprache sinokoreanischer statt On-Lesung sinojapanischer Aussprache: ''{{lang|ko|ç?¨}}→ë?…'' dok, ''{{lang|ko|逸}}→ì?¼'' il, ''{{lang|ko|語}}→어'' eo. Die drei Sinographeme ''{{lang|ko|ç?¨é€¸èªž}}'' wurden im Japanischen inzwischen zu ''{{lang|ja|独逸語}}'' Shinjitai vereinfacht)'', auch ''dogilmal.'' *Luxemburgische Sprache Luxemburgisch (Moselfränkisch): ''Däitsch'' *Nordsamische Sprache Nordsamisch: ''duiskkagiella'' oder ''tuiskkagiella'' *Norwegische Sprache Norwegisch: ''tysk'' *Rätoromanisch: ''tudestg'' *Schwedische Sprache Schwedisch: ''tyska'' *Schwäbische Dialekte Schwäbisch: ''daitsch'' *Jiddische Sprache Jiddisch: ''daytsh'' ({{lang|yi|‫דײַטש‬}}) Anmerkung: ''Dutch'', die englische Bezeichnung für das Niederländische, ist mit dem deutschen Wort ''deutsch'' verwandt. In den vergangenen Jahrhunderten wurde zwischen Deutsch und Niederländisch nicht genau unterschieden. Die Niederländer nannten sich und ihre Sprache ''duutsc'' oder ''duutsch'', und das wird wohl den englischen Begriff geprägt haben. Siehe auch Niederländisch (Name). Heutzutage steht „Dutch“ ausschließlich für Niederländisch, während Deutsch im Englischen „German“ heißt. „Dutch“ wurde im Englischen für die Niederländer beibehalten, obgleich sie sich nicht mehr „Deutsche“ nannten. | '''2.''' Vom Wort „Germanen“ abgeleitet: *Albanische Sprache Albanisch: ''gjermanishte'' *Englische Sprache Englisch: ''German'' *Esperanto: ''germana lingvo'' *Griechische Sprache Griechisch: ''ΓεÏ?μανικά'' (''Jermaniká'', Neutrum Plural) *Hebräische Sprache Hebräisch: {{lang|he|גרמנית}} (''germanit'') *Hindi: जरà¥?मन (''jarman'') *Irische Sprache Irisch: ''Gearmáinis'' *Mongolische Sprache Mongolisch: {{lang|mn|Герман}} *Rumänische Sprache Rumänisch: ''germană'' *Schottisch-Gälische Sprache Schottisch-Gälisch: ''Gearmailtis'' *Indonesische Sprache Bahasa Indonesia: ''Jerman'' | '''3.''' Vom Wort „Sachsen (Volk) Sachsen“ abgeleitet: *Estnische Sprache Estnisch: ''saksa'' *Samische Sprache Inarisamisch: ''säksikiela'' *Finnische Sprache Finnisch: ''saksa'' |- valign="top" | '''4.''' Aus dem Slawische Sprachen slawischen Wort ''*nÄ›mÑŒcÑŒ'', das auf die urslawische Wurzel ''*nÄ›m-'' ‘stumm’ zurückgeht; dies ist ursprünglich eine allgemeine Bezeichnung für alle Fremden aus dem Westen, welche die slawischen Sprachen nicht verstehen (vgl. griechisch Barbar ''barbaros'', ursprünglich so etwas wie ‘Stammler’): *Bulgarische Sprache Bulgarisch: ''немски'' *Bosnische Sprache Bosnisch: ''njemački'' *Kaschubische Sprache Kaschubisch: ''miemiecczi'' *Kroatische Sprache Kroatisch: ''njemački'' *Niedersorbische Sprache Niedersorbisch: ''nimšćina'' *Obersorbische Sprache Obersorbisch: ''nÄ›mÄ?ina'' *Polnische Sprache Polnisch: ''niemiecki'' *Russische Sprache Russisch: ''{{lang|ru|немецкий}}'' *Serbische Sprache Serbisch: ''nemački'' *Slowakische Sprache Slowakisch: ''nemčina'' *Slowenische Sprache Slowenisch: ''nemščina'' *Tschechische Sprache Tschechisch: ''němčina'' *Ukrainische Sprache Ukrainisch: ''{{lang|uk|німецька}}'' *Ungarische Sprache Ungarisch: ''német'' (Ungarisch ist keine slawische Sprache, jedoch ist das Wort "német" aus dem Slawischen übernommen) *Weißrussische Sprache Weißrussisch: ''нÑ?мецкаÑ?'' | '''5.''' Vom Wort „Alamannen“ abgeleitet: *Arabische Sprache Arabisch: {{lang|ar|ألمانية}} (''almāniyya'') *Baskische Sprache Baskisch: ''Alemaniera'' *Bretonische Sprache Bretonisch: ''alamaneg'' *Französische Sprache Französisch: ''allemand'' *Galizische Sprache Galizisch: ''alemán'' *Katalanische Sprache Katalanisch: ''alemany'' *Kornische Sprache Kornisch: ''Almaynek'' *Lingala: ''lialémani'' *Persische Sprache Persisch: {{lang|fa|Ø¢لمانى}} (''Ä?lmÄ?nÄ«'') *Portugiesische Sprache Portugiesisch: ''alemão'' *Spanische Sprache Spanisch: ''alemán'' *Türkische Sprache Türkisch: ''Almanca'' *Walisische Sprache Walisisch: ''Almaeneg'' | '''6.''' Bei den Baltische Sprachen baltischen Sprachen: *Jatwingische Sprache Jatwingisch: ''miksiskai'' *Altpreußische Sprache Preußisch: ''miksiskÄ?i'' *Litauische Sprache Litauisch: ''vokieÄ?ių'' *Lettische Sprache Lettisch: ''vÄ?cu'' |} Anmerkung: In der Vergangenheit war im Rumänischen die dem Slawischen entlehnte Form ''{{lang|ro|nemţeşte}}'' üblich, aber heute wird im Rumänischen vorwiegend das Wort ''{{lang|ro|germană}}'' benutzt. Das ungarische ''{{lang|hu|német}}'' ist auch aus dem Slawischen entlehnt, ebenso der Name für die Deutschen in Österreich im Arabischen, ''an-Nimsā'' ({{lang|ar|النمسا}}).

Siehe auch
* Germanistik * Rotwelsch * Westdeutsche Sprache nach 1945 BRD-Sprachgebrauch und DDR-Sprachgebrauch, Duden als Sprachwächter * Schweizer Hochdeutsch, Schweizerdeutsch * Sprachgebrauch in Österreich * Verein Deutsche Sprache * Institut für Deutsche Sprache * Gebärdensprache Gebärdensprache im deutschsprachigen Raum * Moselromanisch * :Kategorie:Deutsche Sprache * Variantenwörterbuch des Deutschen * wiktionary:de:Wiktionary:Deutsch/Redewendungen Deutsche Redewendungen * Studentensprache * Liste deutscher Wörter in anderen Sprachen * Liste der häufigsten Wörter der deutschen Sprache * Alemañol * Wissenschaftssprache * Documenta linguistica

Weblinks
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- Institut für deutsche Sprache (IDS), Mannheim
- Deutscher Sprachrat – dem Deutscher Sprachrat Deutschen Sprachrat gehören die Gesellschaft für deutsche Sprache, das Goethe-Institut und das Institut für Deutsche Sprache an
- Gesellschaft für deutsche Sprache, Wiesbaden
- Stiftung Deutsche Sprache
- Rat für deutsche Rechtschreibung
- Wortschatzlexikon der Universität Leipzig
- Grimm, Deutsches Wörterbuch
- Aktion lebendiges Deutsch
- Verbreitung der deutschen Sprache im Internet
- Atlas zur deutschen Alltagssprache
- Sprachberatung im Internet der TU Chemnitz

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Quellen
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